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Pinot Noir 'K&U-Sonderedition' 
2009

Pinot Noir 'K&U-Sonderedition'

Mit Jim Clendenen von Au Bon Climat aus dem kühlen Santa Barbara in Kalifornien arbeiten wir seit über 25 Jahren zusammen. Er widmet seine Arbeit den Rebsorten Chardonnay und Pinot Noir und produziert in der neuen Welt Burgunder, die auch in Burgund, dem Pinot-Herzen der alten Welt, Respekt und Anerkennung genießen. Mit Jim haben wir die Anbaugebiete der Welt bereist, viel mit ihm verkostet. Die Quintessenz dieser langjährigen Freundschaft und Geschäftsbeziehung ist die Pinot Noir-K&U-Sonderedition aus Kaliforniens kühlem Süden, die Martin Kössler von K&U alljährlich mit Jim Clendenen konzipiert.

Sie basiert bewußt auf alten amerikanischen Klonen, die europäische Winzer Ende des 19. Jahrhunderts nach Kalifornien brachten. Sie hat Jim in seinem biodynamisch zertifizierten Le-Bon-Climat-Weinberg im St. Maria Valley nördlich von Santa Barbara gepflanzt und er keltert uns davon diesen fruchtbeladen kühlen Pinot Noir, der sich kalifornisch reif präsentiert, saftig und samtig im Trunk, edel und feinkörnig dicht in ungewöhnlich geschmeidiger Gerbstoffstruktur, wie sie so nur die neue Welt hervorbringt.

Der grandiose Jahrgang 2009, der schon heute als bester Pinot Noir-Jahrgang aller Zeiten in Kalifornien gefeiert wird, gibt sich kalifornisch expressiv und würzig fruchtbetont, ohne Exzess in der Pracht der Aromen. Am Gaumen entfaltet er die typischen Aromen von Gewürznelken, Zimt und kühlen roten Früchten und macht mächtig Druck in samtiger Fülle. Angenehm kühl, expressiv und doch verhalten schmeckt er, ohne die alkoholische Übermacht so vieler kalifornischer Pinot Noirs, die schwer, dick, fett und süß daherkommen, eindrucksvoll, aber untrinkbar.

Jim hat unsere K&U-Sonderedition bewußt appetitlich und trinkfreudig konzipiert. Sie soll Spaß machen auf hohem Niveau und so die kühlste Pinot-Region der neuen Welt repräsentieren. Sensibel hat er sie im gebrauchten Barrique erzogen, gezügelt ohne Übertreibung in Duft und Geschmack, edel in Spektrum und Expressivität. Ihr Saft und ihr verführerischer Schmelz jagen Schauer der Weinfreude über den Rücken, samtige Brillanz in Frucht und Würze zieht den Wein in europäischer Frische über die Zunge, Pinot Noir ohne Reue.

Weil wir so lange zusammenarbeiten, hat uns Jim wieder einen generösen Preisnachlaß für diese normalerweise das Doppelte kostende Reservequalität gewährt, den wir direkt an Sie weitergeben. Genießen Sie einen bemerkenswert schmackhaften Pinot Noir, der einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.

Die K&U-Sonderedition. Überzeugend durch spür- und schmeckbaren Mehrwert.

Au Bon Climat

Jim Clendenen, der charismatische Eigner des weltbekannten Weingutes Au Bon Climat im staubigen Santa Maria Valley im Hinterland von Santa Barbara im kühlen Süden Kaliforniens, hat erreicht, was nur wenigen Winzern gelingt: Seine Weine besitzen unverwechselbare Stilistik, sind unverkennbar, wagen Charakter, haben Ausstrahlung und faszinierende Identität. Sie gehören zu den großen Persönlichkeiten der Weinwelt.

Ohne Jim Clendenens visionäre Kompetenz wären Kaliforniens Pinot Noir und Chardonnay nicht da, wo sie heute stehen. Jim Clendenens Weine mögen streitbar sein. Ihre persönliche Handschrift und ihre souveräne Stilistik veranlaßten immerhin zahlreiche Winzer, sich auch mit Pinot Noir und Chardonnay zu beschäftigen, weshalb die Region um Santa Barbara heute als die boomendste Kaliforniens gilt. Seit dem Jahr 2001 besitzt Jim Clendenen im Santa Maria Valley knapp 25 Hektar eigene Weinberge, die er unter dem Namen ‚Le Bon Climat’ auf den Markt bringt. Dort setzt er nachhaltig auf biodynamische Bewirtschaftung, seit 2005 ist er als Biobetrieb zertifiziert.

Jim Clendenen hat kalifornischen Pinot Noir zu einer Zeit salonfähig gemacht, als alle nur Cabernet Sauvignon im Kopf hatten. Es ist deshalb auch sein Verdienst, daß Pinot Noir heute als die große Rebsorte der Zukunft in Kalifornien gehandelt wird. Er war es auch, der kalifornischen Chardonnay nicht nur von der burgundischen Kopie, sondern auch vom kalifornischen Klischee, das süße, schwere, fette, vom Alkohol dominierte Weine mit viel Holzeinfluß bevorzugte, befreien half. Diese Weine gibt es noch, sie haben ihre Berechtigung, doch dagegen wirken seine ‚Au Bon Climat’-Weine wie von einem anderen Stern; sie reifen über zehn und mehr Jahre perfekt aus und präsentieren sich rassig frisch, mundwässernd attraktiv und lustvoll trinkfreudig. Welcher kalifornische Winzer kann das von seinen Weinen schon behaupten?

Es ist der charismatischen Persönlichkeit Jim Clendenen zu verdanken, daß Ideen aus der neuen Welt in die alte Welt transferiert wurden und umgekehrt. Dem visionären Kalifornier ging es schon um geschmackliche Komplexität und natürliche Expressivität, um ausdrucksstarke Weine, die ohne Manipulation und nur minimalen Eingriffen auf Flasche gebracht werden, als man in Europa noch ganz dem simplen reduktiven Sicherheitswein huldigte. Jim Clendenen kennt heute jeden entscheidenden Winzer der Weinwelt persönlich; so manchem widmet er unter Etiketten wie ‚Podere del Olivos’ oder ‚Vita Nova’ flüssige Experimente, die manchmal unerwarteten Erfolg bringen; so zählen seine Barbera oder sein Teroldego zum besten, was die Rebsorten weltweit hervorbringen. Jim Clendenen hat es geschafft, ‚Au Bon Climat’ zum kommunikativen Dreh- und Angelpunkt der Chardonnay- und Pinot Noir-Welt zu machen, wo sich Produzenten aus aller Welt wie nirgendwo sonst zum Erfahrungsaustausch trafen und treffen. In einer unattraktiven Blechhalle am Rande der Wüste. Typisch Jim Clendenen.

Videos mit und über Jim Clendenen: Video 1Video 2, Video 3

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Die Rebe

Pinot Noir

Ampelographisch gehört Pinot Noir zur Familie der Noirien-Rebsorten. Sie ist über  tausend Jahre alt, deshalb stark degeneriert und in zahlreichen Varianten bekannt, wie Pinot Blanc, Pinot Meunier, Pinot Gris und Pinot Madeleine = Frühburgunder beweisen. Alleine in Frankreich kennt man heute über 50 verschiedene Klone, von denen jeder einzelne eine charakteristische Morphologie der Traube und stark divergierende Ertragsleistung, Resistenz gegenüber Fäulnis und Reifeverhalten besitzt. Generell ist Pinot Noir dünnschalig und deshalb frühreifend, weshalb er sich besonders in nördlichen Weinbauregionen durchgesetzt hat.

Pinot treibt nicht nur früh aus, er ist auch empfindlich für Spätfröste und Verrieseln; feuchte kühle Böden auf tiefgelegenen Lagen mag er gar nicht, er gelingt am besten auf kargen Kalksteinböden in kühlen Klimata, weil dort die früh reifende Traube nicht zu reif wird, um Aroma und Säure zu verlieren.

Pinot Noir stellt hohe Ansprüche an die Lagenqualität, das Mikroklima und die Pfropf-Unterlage. Es ist eine zickige Rebsorte, die anfällig ist für beide Mehltauarten, für Fäulnis (seine Beerenhaut ist dünner als alle anderen roten Sorten) und die Reiser- sowie Blattrollkrankheit. Deshalb ist die Qualität des Standortes, der Bodenchemie und des Mineralienhaushaltes so wichtig. Pinot Noir ist eine sehr anspruchsvolle Terroir-Rebsorte.

Doch auch im Keller verhält sich Pinot Noir zickig. Dort dient die Weinbereitung der möglichst schonenden Extraktion seiner dünnschaligen Beerenschalen, denen man möglichst viel Information wie Farb-, Geschmacks- und Aromastoffe entziehen möchte, ohne zu viel bittere Gerbstoffe zu extrahieren. Deshalb gibt es wie bei keiner anderen Rebsorte grundsätzliche ‚Schulen’ der Weinbereitung, die das enorme Stilspektrum der Rebsorte weltweit erklären. Es ist neben der Herkunft tatsächlich vor allem die fordernde Weinbereitung, die das Bild des Pinot Noir prägt. So vergärt man ganz grundsätzlich entweder mit oder ohne Stiele und Stengel, also abgebeert oder nicht; es gibt als ein Extrem die sogenannten Kaltvergärer, die unter starker Schwefelung die Trauben kalt mazerieren, um ihnen möglichst viel Frucht und Farbtiefe ohne zu viele Gerbstoffe abzugewinnen, und als entgegengesetztes Extrem die Traditionalisten, die ohne Eingriffe warm vergären und dadurch relativ hellfarbige Weine erhalten, die aber voll aromatischer Finesse und Eleganz sind.  

Stilistik, Aroma und Geschmack reichen im Pinot Noir deshalb von fest, fast schon streng, über sauer, tanninschwer, bis zu unübertrefflich weich, samtig und aromatisch komplex. Den Ideal-Pinot gibt es nicht.  Den muß jeder für sich finden. Wir definieren guten Pinot als in Duft und Geschmack deutlich an Schwarzkirschen erinnernd in einem Mundgefühl, dessen sensible Harmonie von Frucht und Gerbstoff, Süße und Säure so ausbalanciert ausfallen kann, wie man es in der Welt des Weines bei keiner anderen Rebsorte findet. 

 

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je Flasche à 0.75l / 32,00 €/L
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USA - Santa Barbara
rotPinot Noir
Langsam
12er Karton
Art-Nr. CAL09180
Inhalt 0.75l
Alkohol: 13,5 Vol %
Trinkbar ab: 2013+
Optimale Reife: > 2016+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Biodynamisch
Ausbau: Barrique
Boden: Urgestein (Basalt)
Besonderes: Zertifiziert USDA®
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

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