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In Gumpoldskirchen (Cuvée) 
2009

In Gumpoldskirchen (Cuvée)

Gumpoldskirchen war einst berühmt für seine Weißweine, die auf den alten, lokalen Rebsorten Zierfandler und Rotgipfler basierten. Fred Loimer hat noch knapp einen Hektar dieser attraktiven, fast vergessenen Sorten im Anbau, aus denen er eine typische Regionalcuvée bereitet, der wenig Chardonnay zu unglaublich leckerem Charme verhilft. Unkompliziert, angenehm leicht und doch dicht und süffig im Charakter, mit gelb würzigem, reifem Bukett und weichem, cremigem Geschmack verströmt der Wein ansteckende Lebenslust und Lebensfreude. Diesen ur-österreichischen Weißwein trinkt man mit Freuden und mit Freunden und freut sich des Lebens, auch wenn´s mal nicht so läuft, wie es laufen soll. Spontan vergoren, im großen Holzfaß ausgebaut, bekömmlich leicht und verdammt schmackhaft. Klasse Flasche!
 

Schellmann

Mit „Schellmann“ knüpfen Winzer Fred Loimer, bei uns seit vielen Jahren im Programm, und seine Partner Ossi Schellmann, Marcus Mittermeier und Max Palla an traditionsreiche Gumpoldskirchener Vergangenheit an. Das Potential der Region ist enorm, schließlich war Gumpoldskirchen einst einer der berühmtesten Weinorte Österreichs. Noch zu Lebzeiten Gottfried Schellmanns übernahmen die vier Freunde das 300 Jahre alte Weingut und machten es binnen weniger Jahre zum Kultbetrieb in der kurz vor der Vergessenheit stehenden Thermenregion. Aus den einstmals 5 Hektar wurden knapp 20; viele Weinberge und Lagen mußten mit Qualitätsreben neu bepflanzt werden, die zeitgleich auf biodynamische Bewirtschaftung umgestellt wurden. Den qualitativen Anspruch der neuen Unternehmung bezeugen edle Burgunderflaschen, Schellmann-Weine treten selbstbewußt auf. Das können sie, weil die Qualitäten außergewöhnlich sind. Ihr Selbstbewußtsein demonstrieren sie mit einer Ausstattung, die zu den auffallendsten des an auffälligen Etiketten nicht armen Österreich gehört. In der Flasche knüpfen Loimer & Partner an die Traditionen der Region an. Traminer und Muskateller, die autochthonen Gumpoldskirchner Sorten Zierfandler und Rotgipfler, aber auch Zweigelt und St. Laurent, Chardonnay und Pinot Noir wachsen und gedeihen auf wiederbelebten Lagen, von denen einst berühmte und begehrte Weine kamen. Was die vier Partner aus dem kleinen Weingut binnen weniger Jahre machten, ist bewundernswert. Schellmann hat der fast vergessenen Thermenregion wenige Kilometer südwestlich von Wien neues Weinleben eingehaucht und andere Winzer angefeuert, ähnlich selbstbewußte Qualitäten zu produzieren. Die Weine sind unglaublich lecker. Wir mögen das Wort „lecker“ gar nicht, aber hier trifft es zu. Schwere Braunerdeböden mit Kalkeinlagerungen und ein bewußt „dreckiger“ Ausbau mit sanfter Vorklärung, spontaner Vergärung soweit sinnvoll, und Ausbau in großen Holzfässern mit langem Hefekontakt vermitteln den Weinen sanften, geschmeidigen Schmelz und weiche, transparente Textur, deren Charme man prompt erliegt. Sinnlich sind die Weine, süffig, weich und füllig, fruchtbetont und rundum unkompliziert - einfach hinreißend, wie sie lebenslustig und anspruchsvoll Ausstrahlung mit regionaler Typizität vereinen. Dabei wird in Keller und Weinberg traditionell handwerklich gearbeitet im besten Sinne. Die Weingüter Loimer und Schellmann befinden sich im Stadium der Zertifizierung als Biobetriebe und sind eine Bereicherung unserer anspruchsvollen Biodynamik-Weine. Wieder einmal sind sie uns meilenweit voraus, die Österreicher!

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Die Rebe

Cuvée rot

Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.

In Deutschland bezeichnet man mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.

Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.

Häufig begegnet man auf Etiketten Begriffen wie Tête de Cuvée oder Cuvée Prestige; damit bezeichnen die Franzosen ihre besten Weine im Keller, ihre Spitzencuvées, ihre besten Partien, egal ob sie reinsortig sind oder verschnitten wurden. Um es kompliziert zu machen bezeichnet man in der Champagne den aus der Kelter laufenden Vorlaufmost, der die höchste Qualität liefert, ebenfalls als Cuvée, nennt dort aber zugleich verschiedene Abfüllungen Cuvée, weil die großen Markenchampagner kunstvoll aus bis zu 100 verschiedenen Einzelpartien miteinander verschnitten werden, um so das erwartete Geschmacksbild garantieren zu können.

Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Châteauneuf du Pape z. B. verschneidet man bis zu 13 Rebsorten miteinander, wobei auch weiße Sorten im roten Châteauneuf zugelassen sind. Das macht man, um durch körperreiche, farbintensive, gerbstoffbetonte Rebsorten die oxidationsempfindlichen, leichteren, aromatisch duftigeren und eleganteren Rebsorten vor Oxidation zu schützen und eine längere positive Entwicklung gewährleisten zu können. Auf diese Weise verschneidet man z. B. ‚kühle’ Rebsorten (wie Syrah) mit ‚warmen’ (wie Grenache), empfindliche mit unempfindlichen, reduktive mit oxidativen etc. etc.

Das geschieht stets nach peniblen Vorverkostungen in mehr oder weniger aufwendigen Probenreihen. Tatsächlich kann eine gekonnt zusammengestellte Cuvée besser schmecken als die einzelne Rebsorte für sich, weil sich Frucht, Gerbstoffgehalt und Alkohol zum harmonischen Ganzen vereinen. Praktisch jeder Bordeaux, viele Chiantis, nahezu jeder Rotwein aus der Rioja oder dem portugiesischen Dourotal, dem Veneto, der Provence, dem Languedoc oder dem südlichen Rhônetal besteht aus zwei bis fünf, manchmal auch mehr Rebsorten, die auf dem Etikett nicht ausgewiesen werden.

Das deklarieren auch wir als Cuvée, egal ob weiß oder rot, geben dann aber immer die wesentlichen Rebsorten an. Alles klar?

 

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Vorübergehend nicht verfügbar.
je Flasche à 0.75l / 14,67 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
Österreich - Thermenregion
weissCuvée rot
Langsam
12er Karton
Art-Nr. OEW09802
Inhalt 0.75l
Alkohol: 13,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: 2011-2014+
Restzucker: < 2 g/l
Ausbau: Nein
Boden: Lehm/Ton
Besonderes: In Umstellung auf biodynamischen Weinbau
Dekantieren: Ja
Vergärung: Nein
Verschlussart: Schraubverschluß

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