Search Site

You're currently on:

Rotwein 
2007

Rotwein

Rotwein. Ein klares Statement. In der Steiermark regiert der Weißwein. Rotwein ist dort eher selten. Rote Trauben gehen dort meist in den Schilcher. Deshalb tauften Musters ihre rote Cuvée aus blauem Wildbacher, Blaufränkisch und Zweigelt schlicht und ergreifend  ‚Rotwein’, auch wenn es nicht ihr einziger ist, denn Sepp Muster keltert auch einen exzellenten reinsortigen Zweigelt der Riede ‚Graf’.

Sein ‚Rotwein’ ist ein süffiger, ehrlicher, ungeschminkt hochwertiger Rotwein begeisternd natürlicher Ausstrahlung. Kühl, saftig und herzhaft frisch im Trunk und mit natürlichen 12,5 Vol. % angenehm bekömmlich. Ein Rotwein, der den Spagat zwischen Anspruch und Alltag perfekt absolviert, verwöhnt er doch anspruchsvolle Genießer ohne anstrengend zu sein. Er bringt das Thema ‚Rotwein’ präzise auf den Punkt. Feinsinnig vereint er fröhliche Frucht in saftigem Mundgefühl von blauer, pfeffrig beeriger Würze. Seine sinnlich dahinschmelzenden, angenehm kühl wirkenden Gerbstoffe definieren einen ‚Rotwein’, der weder Tannin-Machos noch Holz-Junkies glücklichen machen dürfte. Auch Weichspül-Softies werden von dem grundsoliden, entwaffnend ehrlichen und naturverbunden leckeren ‚Rotwein’ vermutlich enttäuscht sein. Doch wer Spaß hat an erfrischend ‚grünen’ Kräuter- und Lorbeernoten, die für präzise Reife stehen, der wird Sepp Musters ‚Rotwein’, der bewußt die in Österreich noch immer so beliebte marmeladige Überreifenoten vermeidet, zu schätzen wissen.

Sepp Musters ‚Rotwein’ des Jahrgangs 2006 wagt die Balance von Unter- und Vollreife und sorgt für avantgardistische Frische im Mund, die unbekümmerte Trinkfreude auf hohem Niveau garantiert. Rotweingenuß im ursprünglichen Sinn. Er möge Ihnen bekommen, sein köstlicher ‚Rotwein’.

Weingut Maria & Sepp Muster

Maria und Sepp Muster übernahmen ihr Weingut in der Südsteiermark 2001 von seinen Eltern. Sepp Muster hatte 1997 einen Biodynamik-Kurs absolviert, der ihn so nachhaltig beeindruckte, daß er sich unverzüglich an die Umstellung des 10 ha-Betriebes machte. Es war die Natur, die es den beiden Musters zunächst nicht leicht machte, und sie selbst verweigerten sich konsequent jener „schnellen“ Weinbereitung, die Jahr für Jahr gleich schmeckendes Profil liefert. Sepp Musters bewußt „langsam“ hergestellte Weine offenbaren faszinierende Lebendigkeit und kraftvolle Authentizität.

Sepp Muster ist ein stiller, bedachter Mann, der in seiner Weinbereitung keine vorgegebene Stilistik verfolgt, sondern Moste und Weine so weit sinnvoll sich selbst überläßt in der Entwicklung. Er greift natürlich ein, wenn es sein muß, läßt seinen Weinen aber ausreichend Zeit im Keller. Seine teilweise steilen Hanglagen dominieren steinige kalkhaltige Böden aus Mergel und tonigen Sedimenten, die in der Region als „Opok-Böden“ bezeichnet werden. Ihnen ringt Sepp Muster mittels spezieller Reberziehung und durch Dynamisieren und Ausbringen von Tees und Präparaten aus pflanzlichen, mineralischen und tierischen Substanzen kleinbeeriges, hocharomatisches Traubenmaterial ab, das er durch schonende Verarbeitung in Weiß- und Rotweine eigener Stilistik umsetzt. Spontanvergärung mit natürlichen wilden Hefen, weitgehender Verzicht auf kellertechnische Eingriffe und ein langer Ausbau in Holz mit einer Faßlagerung von bis zu 2 Jahren sorgen für ein Genußprofil, das in seiner Simplizität und unaufdringlichen Stringenz ungewohnt wirkt und Zeit braucht, um verstanden zu werden.

Familie Muster pflegt in ihren Weinen bewußte Bescheidenheit und mutige Gelassenheit. Keine aufgeregte Selbstüberschätzung, keine peinlichen Superlative, keine laute Selbstanpreisung, wie das in Österreich so oft der Fall ist, statt dessen profunde Arbeit in Keller und Weinberg, die sich weniger am Machen, als am Lassen und Werden orientiert. Das Ergebnis sind leise, bescheiden auftretende "langsame" Weinoriginale, wie sie authentischer kaum sein können. Sie brauchen vor allem eines: Zeit, Geduld und entsprechende Neugier auf Sensibilität.

Mehr von diesem Produzenten
 

Die Rebe

Cuvée rot

Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.

In Deutschland bezeichnet man mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.

Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.

Häufig begegnet man auf Etiketten Begriffen wie Tête de Cuvée oder Cuvée Prestige; damit bezeichnen die Franzosen ihre besten Weine im Keller, ihre Spitzencuvées, ihre besten Partien, egal ob sie reinsortig sind oder verschnitten wurden. Um es kompliziert zu machen bezeichnet man in der Champagne den aus der Kelter laufenden Vorlaufmost, der die höchste Qualität liefert, ebenfalls als Cuvée, nennt dort aber zugleich verschiedene Abfüllungen Cuvée, weil die großen Markenchampagner kunstvoll aus bis zu 100 verschiedenen Einzelpartien miteinander verschnitten werden, um so das erwartete Geschmacksbild garantieren zu können.

Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Châteauneuf du Pape z. B. verschneidet man bis zu 13 Rebsorten miteinander, wobei auch weiße Sorten im roten Châteauneuf zugelassen sind. Das macht man, um durch körperreiche, farbintensive, gerbstoffbetonte Rebsorten die oxidationsempfindlichen, leichteren, aromatisch duftigeren und eleganteren Rebsorten vor Oxidation zu schützen und eine längere positive Entwicklung gewährleisten zu können. Auf diese Weise verschneidet man z. B. ‚kühle’ Rebsorten (wie Syrah) mit ‚warmen’ (wie Grenache), empfindliche mit unempfindlichen, reduktive mit oxidativen etc. etc.

Das geschieht stets nach peniblen Vorverkostungen in mehr oder weniger aufwendigen Probenreihen. Tatsächlich kann eine gekonnt zusammengestellte Cuvée besser schmecken als die einzelne Rebsorte für sich, weil sich Frucht, Gerbstoffgehalt und Alkohol zum harmonischen Ganzen vereinen. Praktisch jeder Bordeaux, viele Chiantis, nahezu jeder Rotwein aus der Rioja oder dem portugiesischen Dourotal, dem Veneto, der Provence, dem Languedoc oder dem südlichen Rhônetal besteht aus zwei bis fünf, manchmal auch mehr Rebsorten, die auf dem Etikett nicht ausgewiesen werden.

Das deklarieren auch wir als Cuvée, egal ob weiß oder rot, geben dann aber immer die wesentlichen Rebsorten an. Alles klar?

 

Senden Sie Ihren Freunden eine Empfehlung zu diesem Produkt per E-Mail.

 

Absender:





Empfänger:





12,90 €
je Flasche à 0.75l / 17,20 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
Österreich - Steiermark
rotCuvée rot
Langsam
6er Karton
Art-Nr. OER07800
Inhalt 0.75l
Alkohol: 12,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2015+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Biodynamisch
Ausbau: Holzfaß > 300 l
Boden: Kalkmergel
Besonderes: Demeter®
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

Auch von diesem Winzer

  1. Sgaminegg Cuvée weiß
    2004
    Sgaminegg Cuvée weiß
    23,79 €
    0.75l 
  2. Sauvignon Blanc 'Graf'
    2007
    Sauvignon Blanc 'Graf'
    21,00 €
    0.75l 
  3. Sgaminegg Cuvée weiß
    2007
    Sgaminegg Cuvée weiß
    29,80 €
    0.75l