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Riesling 'Seeberg' 1. Lage
Das Kamptal gehört zum Donauraum. Dort sorgt pannonisch kontinentales Klima für heiße, trockene Tage mit bis zu 38° C heißer Luft, die von kühler Strömung aus dem höher gelegenen Waldviertel abends gekühlt wird. Auf 300 m Höhe liegt hier die Riese ‚Seeberg’, eine nach Süden ausgerichtete Lage, deren Charakter von diesem Spannungsfeld zwischen heißen Tagen und kühlen Nächten geprägt wird. Hier reifen die Trauben langsamer, weshalb die Weine ungewöhnlich fruchtig ausfallen, ein Wort, das wir im Zusammenhang mit Wein gar nicht mögen. Ein großer ‚Seeberg’-Riesling fällt aber tatsächlich besonders feinfruchtig und würzig aus, mit guter Konzentration und finessenreichem Spiel, das den Rieslingcharakter expressiv zur Geltung bringt.
2010 war extrem selektive Handlese nötig und Fred Loimer vergor auch diesen Wein wieder spontan im Holzfass (70%) und im Stahltank. Sein Seeberg 2010 präsentiert sich als ungemein charmanter Riesling, dessen Duft an weiße und gelbe Blüten erinnert, an Schnittblumen, vermischt mit den Aromen exotischen Obstes wie Mango und Papaya. Typisch für seine Herkunft die durchdringend mineralische Kräuterwürze nach Thymian, Rosmarin und Lavendel im Duft, die das Terroir des Kamptales unverwechselbar einfängt. Ein wohlduftender Charmeur, an dem man sich nicht sattriechen kann. Harmonisch, wohltuend duftig und perfekt ausbalanciert in Frucht, feiner Süße und lebendiger Säure, die in mundfüllend saftigem Spiel am Gaumen zusammenfinden. Ein konzentriert dichter Riesling mit saftig milder Struktur und langem Nachklang, der in pfeffrig salziger Mineralwürze in feinen Noten hellen Tabaks ausklingt. Eindrucksvoll gelungene Kamptaler Reserve mit gutem Potential für angenehme Rieslingstunden.
Weingut Fred Loimer
Fred Loimer ist Spezialist für grüne Veltliner und Rieslinge besonderer Machart und Qualität. Seine Lagen im Kamptal weisen enorme Vielfalt an Böden auf: Vom Urgestein zum Flußschotter, von Braunerde und Lehm zu Löß die Interpretation der Typizität dieser verschiedenen Lagen und Böden ist sein Ziel: „Unsere mineralischen Böden vom Urgestein oder den Schotterlagen geben Grünem Veltliner unverwechselbare Würze und sorgen für fast schon pikante Frische; die tiefen Lößböden zaubern dagegen exotische Obst- und Fruchtnoten hervor“.
Fred Loimer macht die starken Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht im Kamptal für die würzige Aromenpracht seiner Weine verantwortlich. Sie versucht er durch konsequente Umstellung auf biodynamische Bewirtschaftung noch zu intensivieren. Seine neuen Weine setzen neue Maßstäbe. Sie wagen klare Kontur und kompromißloses Profil, sind präzise in Mineralität und Ausstrahlung, strotzen vor Individualität und Natürlichkeit und weisen über das gesamte Sortiment bestechendes Niveau auf. Dabei hat Fred Loimer keinen kleinen Betrieb. Zu seinen eigenen 35 Hektar kauft er für seinen populären „Lois“ und die Kamptal-Linie große Mengen an Trauben zu. Mehr noch: Im einst berühmten, heute so gut wie vergessenen Gumpoldskirchen macht er zusammen mit Partnern das Weingut „Schellmann“ zum Kultbetrieb mit Weinen, die origineller, attraktiver und preiswerter kaum sein können. In konsequenter Biodynamik! Hier wie dort hat er die schnelle Hochtechnologie aus seinem Keller verbannt (außer für jene paar „schnellen Weine“, die reinzuchtvergoren schnell und frisch auf Flasche gehen, wie „Lois“ & Co). Alle Weine aus eigenem Lesegut vergären also spontan, er verzichtet auf Vorklärung, experimentiert mit Most- und Maischestandzeiten und sieht Holz nicht als modisches Geschmackselement, sondern als physikalisch sinnvollen Einfluß. Fred Loimer ist vom bejubelten High-Tech-Betrieb zum schonend aus- und anbauenden Low-Tech-Winzer konvertiert, der Mineralität, Authentizität und Herkunft in seinen Weinen dem technischen Ausbau nach Rezept vorzieht. Er ist wichtiger Exponent einer neuen österreichischen Winzerschaft, deren Bekenntnis zur Biodynamik noch weitreichende Folgen haben wird. „Meine Weine sollen Freude machen, nicht Kopfzerbrechen“, sagt er. Das tun sie.
Die Rebe
Codega
Portwein muss nicht rot sein, es gibt auch hellen Portwein, sogenannten ‚White Port’. Der ist hierzulande eher selten, kann aber auf seine Art auch Spitzenklasse sein, besonders dann, wenn er aus der alten autochthonen Rebsorte Codega gekeltert wurde.
Codega wächst, wie die vielen alten roten Rebsorten, aus denen man Portwein aber auch trockene Rotweine keltert, auf den steilen Granit- und Schiefer-Terrassen des Douro-Tals. Ihre Trauben sind fast weiß und die Rebsorte genießt in Portugal besten Ruf; sie gilt als eine der besten weißen Rebsorten des Landes. Nach dem Keltern wird ihr heller Most in großen Holzfässern gelagert, wo er, je nach Dauer der Faßreife, helle Bernsteinfarbe oder gar helles Strohgelb annimmt. Weißer Port ist in der Regel eher dry, also herber, trockener als dunkler Portwein, doch pflegt hier, wie beim roten Port, jedes Haus seine eigene Geschmacks- und damit Süße-Philosophie.
White Port aus der Codega-Traube ist kein klassischer Dessertwein. Man reicht ihn eher zum Aperitif. Er schmeckt besonders gut zu Nüssen, aber auch zu getrockneten Früchten oder einem aromatischen Käse, wie zum Beispiel Blauschimmelkäse. In Portugal serviert man ihn, je nach Grad der Süße, gerne auch zu Vorspeisen, die einen Hauch Süße vertragen.
White Port schmeckt vollmundig und nur dezent süß und schmeckt am besten, wenn er bei maximal zehn Grad serviert wird, denn dann entfaltet er sein volles Aroma. Je älter ein White Port wird, je mehr entwickelt er Honigaromen, und je länger er im Holzfass gereift wurde, um so mehr erinnert sein Duft an herbstlichen Rauch.
![]() | Österreich - Kamptal |
![]() | Codega |
![]() | Langsam |
![]() | 6er Karton |
| Art-Nr. OEW10205 | |
| Inhalt 0.75l |



















