Search Site

You're currently on:

Zweigelt 
2010

Zweigelt

Zweigelt. Österreichs meistangebaute rote Rebsorte. Immer wieder liest man, daß sie autochthon sein soll. Tatsächlich ist sie eine moderne Kreuzung aus Blaufränkisch und St. Laurent.

Der junge Claus Preisinger widmet der Rebsorte einen tiefdunklen Rotwein von kühler, pfeffriger Würze und herzhaft saftigem Geschmack. Frisches Säurerückgrat macht ihn schlank und rassig in mundfüllend feinmaschigen Gerbstoffen. Ein Klassewein, dem die Rebsorte präzises Profil verleiht. Charakter mit Struktur und Ausstrahlung in saftig animierendem Biß von kühler Fülle und sanfter Kraft. Das ist Claus Preisingers Zweigelt 2010.

Zweigelt ist kein großer Wein. Doch was heißt das schon: Groß! Für seinen wahrlich fairen Preis bekommt man, wovon die meisten preisgleichen Weine nur träumen können: Herzhaft süffiges Trinkvergnügen, anspruchsvolles Mundgefühl, entspannende Weinfreude und bekömmlichen Trinkgenuß aus biodynamischem Anbau und vorbildlich langsamer, schonender Verarbeitung. Claus Preisingers Zweigelt ist ein ziemlich entspannter Wein für jeden Tag. Er tritt äußerlich bescheidener auf als er innerlich in Wahrheit ist. Wir kennen kaum eine überzeugendere und authentischer schmeckende Interpretation der Rebsorte, wie die des jungen Claus Preisinger, der seinen Zweigelt wie folgt beschreibt: ‚Für mich ist Zweigelt der perfekte burgenländische Einstiegswein: Tiefgang, Spaß und Trinkfreude ohne Anstrengung, jederzeit gut und gern’.

Claus Preisinger

Claus Preisinger verfügt trotz seiner Jugend über profunde Erfahrung, die er während zahlreicher Auslandsaufenthalte von Südtirol bis Kalifornien sammelte. Kaum war er wieder zu Hause, begann er mit der Produktion eigener Weine in winzigen Mengen. Wir lernten uns kennen, als er sich bei seinem Golser Nachbarn Hans Nittnaus, dem er als Kellermeister einige Jahre zur Seite stand, den Feinschliff holte. Der vermittelte dem jungen Heißsporn das Gespür für Natürlichkeit im Wein und machte ihn zum jüngsten Mitglied der Winzervereinigung „Pannobile“. Kein Wunder, daß die beiden noch heute engen kollegialen Austausch pflegen. Vielleicht erlag der junge Claus Preisinger auch deshalb nicht den Verlockungen des schnellen Ruhmes, sondern bestätigte die Förderung seines Mentors in charakterstarken Weinen selbstbewußt eigenständiger Prägung. Von den dicken, fetten, süßen Rotweinen, wie sie viele österreichische Weintrinker schätzen, emanzipierte er sich jedenfalls binnen weniger Jahrgänge, um heute beeindruckend kühle, raffiniert strukturierte Rotweine avantgardistischer Handschrift zu produzieren, die unverkennbar ihre geographische Herkunft prägt.

Claus Preisinger arbeitet sensibel und schonend mit großem Respekt vor der Natur; er vergärt spontan und läßt seinen Weinen im Holzfaß viel Zeit im Keller. In angenehm bescheidener Zurückhaltung bezeichnet er sich selbst  als Übersetzer jener Regionalität, die er so expressiv und emotional wie möglich in der Herkunft seiner Trauben als Zusammenspiel von Reife, Lage, Klima und Mensch reflektiert. Das gelingt ihm auf seinen knapp 7 Hektar Rebfläche überzeugend und schafft Respekt vor einem jungen Winzer, der sich binnen weniger Jahre die qualitative Reife eines Großen seiner Zunft erarbeitete. Konsequent konzentriert er sich auf regionale Rebsorten und wie sein Mentor Hans Nittnaus hat auch Claus Preisinger seinen Betrieb aus qualitativer Überzeugung auf ökologische und biodynamische Bewirtschaftung umgestellt. Kürzlich konnte er sein neues, zweckmäßig eingerichtetes Weingut beziehen und wie Hans Nittnaus hat sich auch Claus Preisinger im nahen Leithagebirge Rebflächen gesichert, die seinen Weinen von morgen noch mehr Charakter, Frische und Terroireinfluß zu vermitteln versprechen.

Claus Preisinger weiß genau, was er will. Er ist ein profunder Verkoster, der die Weinwelt kennt. So zielstrebig wie ehrgeizig realisiert er in Weinberg und Keller souverän eigenständige Qualitäten, die ihn selbstbewußt in die Zukunft sehen lassen. Österreichs Zukunft. Ein Großer seiner Zunft.


Mehr von diesem Produzenten
 

Die Rebe

Zweigelt

Zweigelt ist die erfolgreichste rote Rebsorte Österrreichs. Sie wird in allen Regionen der Alpenrepublik angebaut, in denen rote Trauben ausreifen können. Allmählich wird er zumindest im Image abgelöst vom Blaufränkisch, der in seinen Weinen neuen Generation feiner, tiefgründiger, rassiger, frischer, eleganter, gediegener und hochwertiger daherkommt, als es Zweigelt jemals sein wird.

Die Rebsorte ist deshalb so erfolgreich, weil sie früher reift als Blaufränkisch und später austreibt als Sankt Laurent, was ihr, zumal auf tiefgründigen, nährstoffreichen Böden wie im Burgenland, relativ hohe und sichere Erträge beschert; allerdings wird sie bei zu hohen Erträgen schnell dünn, sauer und mager. Sie bringt gute Widerstandskraft gegen Rebkrankheiten mit und stellt keine hohen Ansprüche an den Boden und verträgt Trockenheit wie Frost.

Ein guter Zweigelt präsentiert sich saftig und mit gutem Körper, dezent säurebetont und eher weich als gerbstoffdominiert auf der Zunge; er verträgt Faßausbau ausgezeichnet und gefällt durch weiche, charakteristisch fruchtbeladene würzige Gerbstoffe, die ihre typischen Weichselkirsch- und schwarzer Pfeffer-Aromen duftig und transparent im Mundgefühl verteilen. Ein guter reinsortiger Zweigelt aus niedrigem Ertrag und seriösem Faßausbau kann durchaus ein paar Jahre reifen und entwickelt sich dabei zu feingliedriger Finesse in dunkelwürzig kühlen Fruchtaromen. Doch auch als Verschnittpartner macht die Rebsorte in Cuvées mit Blaufränkisch, Sankt Laurent, Cabernet oder Merlot eine gute Figur.

Zweigelt ist eine ur-österreichische Neuzüchtung. Friedrich Zweigelt, Direktor des Bundeslehr- und Versuchsamtes für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg, kreuzte die Rebsorte 1922 aus St. Laurent und Blaufränkisch. Er nannte die entstandene Rebsorte ‚Rotburger’. Um Verwechslungen mit der Rebsorte ‚Rotberger’ zu vermeiden wurde sie 1975 in Zweigelt umbenannt. Friedrich Zweigelt war schon vor dem ‚Anschluß’ Österreichs 1938 ein überzeugter NSDAP-Anhänger, der auch im Wein ‚arisch rein’ sein wollte. Weil österreichischer Rotwein in der Zeit damals alles andere als farbintensiv war, war es üblich, ihn mit Färbeweinen, vornehmlich aus Italien, dunkel zu färben. Zweigelt wollte sich und alle geistesverwandten Weinbauern von dieser nichtarischen Untugend befreien und entwickelte über die Jahre aus seinem Rotburger jenen intensiv dunkelfarbigen Wein ‚arischer Reinheit’, der heute als Zweigelt fröhliche Triumphe feiert. 

 

Senden Sie Ihren Freunden eine Empfehlung zu diesem Produkt per E-Mail.

 

Absender:





Empfänger:





9,90 €
je Flasche à 0.75l / 13,20 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
Österreich - Burgenland
rotZweigelt
Langsam
6er Karton
Art-Nr. OSW10501
Inhalt 0.75l
Alkohol: 12,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2014+
Restzucker: < 1 g/l
Anbau: Biodynamisch
Ausbau: Holzfaß > 300 l
Boden: Sandstein/Keuper
Besonderes: Zertifiziert.
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

Auch von diesem Winzer

  1. Weißburgunder 'Edelgraben'
    2009
    Weißburgunder 'Edelgraben'
    25,90 €
    0.75l 
  2. Pinot Noir
    2009
    Pinot Noir
    32,00 €
     
  3. Paradigma
    2008
    Paradigma
    29,90 €
    0.75l