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2005

Welschriesling Trockenbeerenauslese

Das pannonische Klima rund um den Neusiedler See ist ideal für die Erzeugung großer Süßweinqualitäten. Der nahe See und die Feuchtigkeit der vielen Salzlacken führen hier zu fast automatischer Botrytis. Heinz Velich erntet hier im Oktober, oft auch erst im November, seine berühmten Beeren- und Trockenbeerenauslesen.

Diese Welschriesling Trockenbeerenauslese gehört zum besten, was es im Genre Süßwein gibt. Trotz enormer Konzentration an Inhaltsstoffen, Dichte und Komplexität besitzt sie vibrierende Frische und beruhigende Harmonie. Typisch Velich. Der extrem lange Ausbau auf der Hefe im kleinen Holzfaß verleiht ihr intensiv goldgelbe Farbe. Im Geschmack wirkt sie richtig beruhigend. Fast viskos fließt sie über die Zunge, streichelt diese weich und sanft und cremig, löst Wohlgefühl aus, wirkt physisch erlebbar in der Harmonie und Haptik des Flusses. Ein entspannender Wein, supersüß, aber durch die Würze und Fülle der Substanz unaufdringlich süß wirkend, auf jeden Fall aufregend anders, als man es von einem Süßwein erwartet. Schwebend duftig und mächtig zugleich, cremig weich, mundfüllend samtig und erfrischend und erleichternd harmonisch. Perfekte Balance im Mundgefühl. Wohlfühlwein mit Charme und Ausstrahlung.

Als edelfaule Trockenbeerenauslese intensiv oxidativ in Stil und Duft mit warmen Nuß-, Mandel und Röstaromen erfüllt, die sich wie ein schmelzender Karamellbonbon in die dichte, weiche Textur im Mund einhüllen und ihn dort auf spektakulär nachhaltige Weise verteilen. Braune Butter, Karamel, Honig, reife Melone, aber auch frisch geröstete Zuckermandeln und Curry sowie orientalische Gewürze prägen aromatisch dieses Wunder der Natur. Ein  entspannend spannender Süßwein, der das Leben genüßlich bereichert. 

Weinbau Velich

Das kleine Weingut der Familie Velich liegt in Apetlon, mitten im Nationalpark Neusiedlersee/Seewinkel, direkt an der ungarischen Grenze. Vater Helmut gründete es für den Nebenerwerb. Daran knüpften die beiden Söhne Roland und Heinz 1990 an, als sie begannen den Weinbau zu intensivieren. Mit kraftvoll dicken Chardonnays, die vor Muskeln kaum laufen konnten, trugen sie schon bald den Ruf des Weingutes in die Welt. Velich-Chardonnays galten etwas in der Welt des Weines, ihr Ruf war legendär. Doch mit den Jahren änderte sich ihr Geschmack und damit auch ihre Interpretation. Heute steht der Name Velich für große Chardonnays charaktervoller Eigenart, die keinem bekannten Chardonnay-Stil vergleichbar sind. Ihr mineralisches Spiel, ihre kühle Finesse, ihr profiliertes Rückgrat und ihre raffinierte Individualität reflektieren mutig und konsequent die von der Natur gegebenen Möglichkeiten in Weingarten und Keller. Noch immer tragen sie neues Holz in Duft und Geschmack. Doch sie tun das fein und nobel, so gekonnt integriert in ihr komplexes Erscheinungsbild, daß weniger zu wenig, mehr zu viel wäre. Eindrucksvoll salzig ist die Mineralität der Weine auf der Zunge in einem cremigen Mundgefühl spürbar, das Lust macht auf mehr Chardonnay. Man muß auch im Wein nur warten können. Alles kommt wieder. Derart brillante Qualität weckt richtiggehend Lustgefühle auf die malträtierte Rebsorte.
Das bescheiden auftretende Weingut wagt klares Profil in profunder handwerklicher Authentizität. Die Trauben werden physiologisch reif geerntet, von Hand verlesen, so schonend wie möglich verarbeitet, Spontanvergärung ist selbstverständlich, Maischestandzeiten sind üblich, sorgfältig praktizierter Faßausbau die Regel. Heinz Velich läßt seinen Weinen im Keller viel Zeit auf der Vollhefe, wo sie, ohne aufgerührt, gepumpt oder bewegt zu werden, bis zu zwei Jahren reifen, um schließlich unfiltriert auf Flasche zu kommen. Wer mit Heinz und Roland Velich in den Keller steigt, um dort die Weine vom Faß zu probieren, wird Zeuge eines jener seltenen Weinerlebnisse, das, wie ins Gedächtnis eingebrannt, in Duft und Geschmack immer wieder abrufbar ist. In eindrucksvoll stoischer Gelassenheit setzen die beiden ihre zeitlos wirkenden Weine wider alle Moden und Trends visionär und mutig in Szene. Größe, Mineralität und Charakter ihrer Weine definieren einen Weltklassebetrieb, dessen Süßweine übrigens eine Klasse für sich sind. Entspannte, souverän "langsame" Referenzqualitäten.

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Die Rebe

Welschriesling

Welschriesling hat trotz ungewissen Alters und Herkunft nichts mit dem deutschen Riesling zu tun. Das steht fest. In Deutschland hält man den Welschriesling sogar für minderwertig, nicht in des Wortes ‚Welsch’ (= ‚Fremd’) Sinne, sondern physiologisch und geschmacklich.  Er reift so spät wie der Rhein-Riesling, wie man ‚unseren’ Riesling in Abgrenzung nennt, und seine Trauben behalten ihre Säure trotz Reife ähnlich stabil, seine Weine sind leicht und delikat, sogar einigermaßen aromatscsh, aber er hat in unseren Breitengraden nichts mit der druckvollen Vielschichtigkeit des Rieslings zu tun, der sehr viel edler, dichter und komplexer riecht und schmeckt.

Ihren qualitativen Höhepunkt erreicht die Sorte allerdings in Östereich, wo sie vor allem im Burgenland grandiose Süßweine auf Basis edelfauler Trauben hervorbringt. Dort kommt ihre stabile, erfrischende Säure perfekt ins Spiel; ihr fehlt zwar die aromatische Persistenz des ‚echten’ Rieslings, doch weil die Rebsortenaromatik bei edelsüßen Weinen nicht die Rolle spielt wie bei trockenen Weinen, kann Welschriesling hier in ungewohnter Frische und finessenreicher Struktur auf ganz eigene Art glänzen.

In der Steiermark bereitet man aus der Rebsorte wunderschön leichte und delikate trockene Trinkweine für den mittelfristigen Genuß. Nichts großes, aber sehr lecker und trinkfreudig.

 

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je Flasche à 0.375l-Demi / 104,00 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
Österreich - Burgenland
suessWelschriesling
Langsam
6er Karton
Art-Nr. OEW05405
Inhalt 0.375l-Demi
Alkohol: 12,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2018+
Restzucker: < 225 g/l
Anbau: Naturnah
Ausbau: Barrique
Boden: Sand/Lehm/Geröll
Dekantieren: Nein
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

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