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'T O' Cuvée weiß 
2009

'T O' Cuvée weiß

Es muß als Winzer frustrierend sein, wenn man durchs Internet surft und dort die Beschreibungen der eigenen Weine lesen muß. Was steht da oft für ein Blödsinn! Wenn überhaupt eine Beschreibung der Weine existiert!

Heinz Velich, der die wohl größten Chardonnays der Alpenrepublik produziert, und sein Bruder Roland, der für einige der besten Blaufränkisch verantwortlich zeichnet, die es auf Weinerden gibt, sind zwei sensible Winzer, die sich viele Gedanken über ihre Weine machen. Tatsächlich sind die Weine wie ihre Macher. Sensibel. Bescheiden. Empfindlich. Unaufgeregt. Selbstständig und eigenwillig. Unabhängig und souverän. Insbesondere die Chardonnays von Heinz Velich sind so eigen, so herrlich altmodisch und deshalb schon wieder so avantgardistisch, daß es schwer fällt, sie verbal zu vermitteln. Ihre Ausstrahlung in Worte zu fassen ist schwierig.

 ‚TO’. Ein merkwürdiger Name für einen Wein. Eine Cuvée aus Chardonnay, Sauvignon Blanc und Welschriesling. Da klingeln doch normalerweise sofort die Alarmglocken. Klingt wie Keller ausgeschrubbt und auf Flasche gefüllt. ‚Best of’ nennt man so was auf Neudeutsch. ‚TO’ heißt auf Ungarisch ‚See’. Weil der See und die Lacken des Seewinkels Stil und Qualität dieses Weines so unverwechselbar prägen, es ihn ohne seine ungarischen Arbeiter im Weinberg nicht gäbe und Ungarn über den Gartenzaun ist, widmet Heinz Velich seinem typischsten Seewinkel-Wein den typischen Seewinkel-Namen: ‚TO’.

Er gedeiht auf tiefgründig mineralischen Sandböden. Deswegen schmilzt einem dieser Weißwein auf der Zunge buchstäblich weg. Das sollte man wissen, bevor man sich an ihn heranmacht. TO’ hat stoffliche Substanz. Mundfüllend seidig und weich steht er im Mund. Die drei typisch regionalen Rebsorten finden in einer merkwürdig aromatischen Liaison perfekt zueinander. Man spürt, daß es sich um eine Cuvée handeln muß, denn man kann ihre Bestandteile identifizieren. Die superweiche, angenehm aromatische Mundfülle nimmt sich ‚TO’ vom Chardonnay; die spielerisch feine Säure mit kräuterwürziger Länge und Duftigkeit, die das Aroma förmlich zu beschleunigen scheint, verdankt er dem Sauvignon, und das würzige Rückgrat mit dem Gefühl von Süße in Duft und Geschmack verdankt er dem Welschriesling.

Ein Weißwein, der die unspektakuläre Lieblichkeit der Region, ihr weiches Licht, die Würze der Luft und das angenehm entschleunigte Lebensgefühl Pannoniens in Geschmack zu fassen vermag. Aromatisch paßt er in keine Schublade und geschmacklich ist er mehr als eigenständig in seiner attraktiven Vielschichtigkeit. Man schnüffelt und entdeckt den Sauvignon, der in nussigem Chardonnay ruht und mit den feinen, fast süß wirkenden Reifenoten des Welschrieslings spielt. Seine Farbe ist sattes Gelb. Frische Orangenzesten und gelbe Früchte duften denn auch aus dem Glas, vom Sauvignon rauchig frisch unterlegt. Im Mundgefühl wirkt er füllig und stoffig, am Gaumen klingt er mineralisch salzig und trocken aus. Ein raffiniert lebendiger, agil wirkender sanfter Wein, der spielerische Lust auf Küche macht. Ein inspirierender Begleiter sinnlich strukturierter Speisen. Fisch gedünstet mit Olivenöl, Gemüsesalat, oder doch besser Hühnchen in Curry? Weich und seidig entspannt seine Fülle im Mund und macht Lust auf Aromen in Speis und Trank. Ein Traumwein für´s Geld und die Seele.

Weinbau Velich

Das kleine Weingut der Familie Velich liegt in Apetlon, mitten im Nationalpark Neusiedlersee/Seewinkel, direkt an der ungarischen Grenze. Vater Helmut gründete es für den Nebenerwerb. Daran knüpften die beiden Söhne Roland und Heinz 1990 an, als sie begannen den Weinbau zu intensivieren. Mit kraftvoll dicken Chardonnays, die vor Muskeln kaum laufen konnten, trugen sie schon bald den Ruf des Weingutes in die Welt. Velich-Chardonnays galten etwas in der Welt des Weines, ihr Ruf war legendär. Doch mit den Jahren änderte sich ihr Geschmack und damit auch ihre Interpretation. Heute steht der Name Velich für große Chardonnays charaktervoller Eigenart, die keinem bekannten Chardonnay-Stil vergleichbar sind. Ihr mineralisches Spiel, ihre kühle Finesse, ihr profiliertes Rückgrat und ihre raffinierte Individualität reflektieren mutig und konsequent die von der Natur gegebenen Möglichkeiten in Weingarten und Keller. Noch immer tragen sie neues Holz in Duft und Geschmack. Doch sie tun das fein und nobel, so gekonnt integriert in ihr komplexes Erscheinungsbild, daß weniger zu wenig, mehr zu viel wäre. Eindrucksvoll salzig ist die Mineralität der Weine auf der Zunge in einem cremigen Mundgefühl spürbar, das Lust macht auf mehr Chardonnay. Man muß auch im Wein nur warten können. Alles kommt wieder. Derart brillante Qualität weckt richtiggehend Lustgefühle auf die malträtierte Rebsorte.
Das bescheiden auftretende Weingut wagt klares Profil in profunder handwerklicher Authentizität. Die Trauben werden physiologisch reif geerntet, von Hand verlesen, so schonend wie möglich verarbeitet, Spontanvergärung ist selbstverständlich, Maischestandzeiten sind üblich, sorgfältig praktizierter Faßausbau die Regel. Heinz Velich läßt seinen Weinen im Keller viel Zeit auf der Vollhefe, wo sie, ohne aufgerührt, gepumpt oder bewegt zu werden, bis zu zwei Jahren reifen, um schließlich unfiltriert auf Flasche zu kommen. Wer mit Heinz und Roland Velich in den Keller steigt, um dort die Weine vom Faß zu probieren, wird Zeuge eines jener seltenen Weinerlebnisse, das, wie ins Gedächtnis eingebrannt, in Duft und Geschmack immer wieder abrufbar ist. In eindrucksvoll stoischer Gelassenheit setzen die beiden ihre zeitlos wirkenden Weine wider alle Moden und Trends visionär und mutig in Szene. Größe, Mineralität und Charakter ihrer Weine definieren einen Weltklassebetrieb, dessen Süßweine übrigens eine Klasse für sich sind. Entspannte, souverän "langsame" Referenzqualitäten.

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Die Rebe

Cuvée rot

Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.

In Deutschland bezeichnet man mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.

Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.

Häufig begegnet man auf Etiketten Begriffen wie Tête de Cuvée oder Cuvée Prestige; damit bezeichnen die Franzosen ihre besten Weine im Keller, ihre Spitzencuvées, ihre besten Partien, egal ob sie reinsortig sind oder verschnitten wurden. Um es kompliziert zu machen bezeichnet man in der Champagne den aus der Kelter laufenden Vorlaufmost, der die höchste Qualität liefert, ebenfalls als Cuvée, nennt dort aber zugleich verschiedene Abfüllungen Cuvée, weil die großen Markenchampagner kunstvoll aus bis zu 100 verschiedenen Einzelpartien miteinander verschnitten werden, um so das erwartete Geschmacksbild garantieren zu können.

Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Châteauneuf du Pape z. B. verschneidet man bis zu 13 Rebsorten miteinander, wobei auch weiße Sorten im roten Châteauneuf zugelassen sind. Das macht man, um durch körperreiche, farbintensive, gerbstoffbetonte Rebsorten die oxidationsempfindlichen, leichteren, aromatisch duftigeren und eleganteren Rebsorten vor Oxidation zu schützen und eine längere positive Entwicklung gewährleisten zu können. Auf diese Weise verschneidet man z. B. ‚kühle’ Rebsorten (wie Syrah) mit ‚warmen’ (wie Grenache), empfindliche mit unempfindlichen, reduktive mit oxidativen etc. etc.

Das geschieht stets nach peniblen Vorverkostungen in mehr oder weniger aufwendigen Probenreihen. Tatsächlich kann eine gekonnt zusammengestellte Cuvée besser schmecken als die einzelne Rebsorte für sich, weil sich Frucht, Gerbstoffgehalt und Alkohol zum harmonischen Ganzen vereinen. Praktisch jeder Bordeaux, viele Chiantis, nahezu jeder Rotwein aus der Rioja oder dem portugiesischen Dourotal, dem Veneto, der Provence, dem Languedoc oder dem südlichen Rhônetal besteht aus zwei bis fünf, manchmal auch mehr Rebsorten, die auf dem Etikett nicht ausgewiesen werden.

Das deklarieren auch wir als Cuvée, egal ob weiß oder rot, geben dann aber immer die wesentlichen Rebsorten an. Alles klar?

 

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Österreich - Burgenland
weissCuvée rot
Langsam
6er Karton
Art-Nr. OEW09400
Inhalt 0.75l
Alkohol: 12,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2014#
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Naturnah
Ausbau: Barrique
Boden: Sand/Lehm/Geröll
Dekantieren: Nein
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

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