Search Site

You're currently on:

Sauvignon Blanc Beerenauslese 
2009

Sauvignon Blanc Beerenauslese

Das Prädikat Beerenauslese steht für natursüße Weine, die aus edelfaulen Beeren hergestellt werden. Hans Tschidas Beerenauslese aus Sauvignon Blanc kommt geschmacklich intensiv und mit 164 g Restzucker auch reichlich süß auf die Zunge, trotzdem wirkt ihre Süße nicht dick, müde und klebrig, sondern geschmeidig und belebend frisch. Ihre konzentrierte Natursüße steht tiefgolden im Glas. Im Duft verblüfft extreme Litschi-Frucht, hochgetönt, fast ätherisch, mit Noten grüner Äpfel und nicht ganz reifen Mangos im breiten Spektrum; der Wein wirkt fein, präzise, profiliert und fokussiert herausgearbeitet in Duft und Geschmack. Im Mund spielt er trotz seiner Süße fast zart mit seiner cremigen Macht und seine straffe Säure macht ihn direkt und definiert in Wirkung und Struktur.

Vollreifes Lesegut und ein so warmes wie feuchtes und nebliges Klima sind Voraussetzung für die Entstehung edelfauler Beeren. Sie müssen einzeln von Hand ausgelesen werden, ihre Ausbeute ist entsprechend gering und meist verläuft ihre Gärung wegen der hohen Zuckergradation sehr langsam. Das alles hat Hans Tschida routiniert im Griff, denn fast die gesamte Produktion seiner 25 Hektar Rebfläche geht in edelsüße Dessertweine.

Seinen belebend lebhaft wirkenden Sauvignon Blanc des Jahrgangs 2009 hat er für die Frucht in Edelstahl vergoren und gelagert; seine gelbfruchtige Aromatik erinnert an Stachelbeeren, aber auch an reife Aprikosen, an Honig und reife Wiesenkräuter. Ein faszinierend lebendiger, duftiger Süßwein, dessen vitale Säure perfekt mit der konzentrierten Süße harmoniert. Ein belebendes Süßwein-Elixier zu Buttergebäck, Obstkuchen und anspruchsvollen Hartkäsen. Wunder der Natur.

Weingut Angerhof-Tschida

Hans und Lisa Tschida produzieren auf ihrem 14 ha großen Weingut in Illmitz, mitten im Nationalpark Neusiedler-See-Seewinkel, glasklare, wie mit dem Federkiel puristisch rein gezeichnete Süßweine. Das pannonische Klima mit seinen ca. 2000 Sonnenstunden pro Jahr liefert die notwendigen Voraussetzungen. Die weltweit einmalige Kombination von Wärme am Tag, Kühle in der Nacht und ausreichend vorhandener Feuchtigkeit sorgt auf den teilweise auf kleinen Inseln gepflanzten Weingärten, inmitten zahlreicher Lacken und Salzlacken in der feuchten Umgebung des Neusiedler Sees, für fast schon planmäßigen, zumindest aber regelmäßigen Befall mit dem Edelfäulepilz. Diese für Süßweine paradiesischen Wachstumsbedingungen lassen Hans Tschida fast die gesamte Ernte zu Beerenauslesen, Eiswein, in trockeneren Jahren Schilfwein, sowie spektakulären Trockenbeerenauslesen (TBA) verarbeiten.

Kompromißlos in der Weinbereitung, kompromißlos im Stil. Hans Tschida kühlt seine Gärräume so weit herunter, daß die Weine gezwungen werden, sehr langsam zu vergären, manchmal über ein, zwei Jahre. Für mehr Komplexität beläßt er sie gezielt „dreckig“ auf der Feinhefe, vergärt aber bewußt nicht spontan; durch den starken Botrytisbefall würde er den angestrebten Rebsortencharakter sonst nicht kontrollieren bzw. herausarbeiten können. Man kann den Weinen deshalb in der Jugend eine gewisse Sterilität vorwerfen. Nach einem Jahr aber gehen sie auf, entwickeln präzise, komplexe Fülle mit ausgeprägtem Sortencharakter, betörend in ihrer Vielschichtigkeit und begeisternd im Nachhall am Gaumen. Süße als bestaunenswertes Wunder der Natur.

Mehr von diesem Produzenten
 

Die Rebe

Sauvignon blanc

Sauvignon Blanc ist nach dem Chardonnay die zweitmeist angebaute weiße Rebsorte der Weinwelt. Sie geht auf eine Zufallskreuzung von Traminer mit Chenin Blanc zurück und gilt als charaktervolle und edle weiße Rebsorte. Tatsächlich kann sie aber auch ärgerlich simpel, aufdringlich und ordinär riechen und schmecken. Heute wird sie häufig mittels spezieller Aromaenzyme vergoren, die aus der Beerenschale ein so simples wie lautes Aroma extrahieren, das unerfahrene Weintrinker begeistert, Kenner der Rebsorte aber eher langweilt. Industriellen Exemplaren aus Übersee wird immer wieder gezielt Methoxypyrazin zugesetzt, ein in Europa verbotener Aromastoff, der in Sauvignon Blanc aber natürlich vorkommt und dessen leicht erkennbares Aromaprofil prägt, ihn weist man hierzulande immer wieder nach.

Pyrazin ist der Oberbegriff für eine Gruppe chemischer Verbindungen, die sich als natürlich vorhandene Aromastoffe vom Pyrazin ableiten. Sie sorgen in vielen Gemüsesorten für vegetale Aromen, entstehen aber auch beim Erhitzen von Lebensmitteln und sorgen dann für die charakteristischen Röstaromen. In Sauvignon Blanc duften Pyrazine mehr oder weniger intensiv, je nach Weinbereitung und Herkunft, nach frisch aufgeschnittener grüner Paprika, grasig und kräuterwürzig, mit einem Hauch Moschus und grünen Früchten wie Stachelbeeren in einem Bukett, das auch an ungeputztes Katzenklo, Litschis und Brennesseln erinnern kann. Oft findet man vor allem in einfacheren Sauvignon Blanc-Qualitäten aus den Randappellationen der Loire einen Geruch, der an Chinaböller oder frisch gezündete Streichhölzer erinnert. Dieser dürfte eher auf zu starker Schwefelung beruhen, als auf dem immer wieder beschworenen 'Gout de Terroir', den die Winzer den Feuersteinen im Weinberg zuschreiben.

Sauvignon Blanc ist wuchskräftig. Je schwerer die Böden, desto höher die Erträge. Dann erreicht die Rebsorte kaum die gewünschte Reife und ihr Wein fällt krautig, mager und aufdringlich grün und scharf aus. Je magerer aber die Böden, desto niedriger die Erträge, desto reifer die Trauben. Dann kann die Rebsorte auch aromatisch zu Hochform auflaufen und trockene, kristallin reine, aromatisch hochkomplexe, animierend erfrischende Weine hervorbringen, wie sie einmalig sind in der Welt des Weißweines.

Sauvignon Blanc zeigte früher starke Anfälligkeit für Pilzkrankheiten, weshalb die Erträge oft unwirtschaftlich ungleichmäßig waren. Heute baut man speziell selektionierte Varietäten an (Klon 297 und 316 sind die am weitesten verbreiteten), die regelmäßigeren Ertrag garantieren, weshalb sich die Rebfläche der populären Rebsorte deutlich vergrößert hat. Sauvignon Blanc steht heute auf Rang 4 der Rebsortenliste Frankreichs.

Oft werden einfache Sauvignon Blancs verschnitten mit Chenin Blanc wie z. B. in der Tourraine; aber auch mit Semillon oder der ebenfalls aromatischen Muscadelle zeigt sie in vielen weißen Bordeaux attraktiven Charakter und bemerkenswerte Alterungsfähigkeit. An der Loire, wo sie ihren Ursprung haben soll, erlebt die Rebsorte reinsortig ihre unverfälschte Inkarnation. Ob auf den kalkhaltigen Böden von Sancerre, den feuersteinhaltigen Böden von Pouilly-sur Loire, wo sie eine rauchige Note erfährt, die ihrem Wein den Namen Pouilly Fumé einbrachte, oder in deren östlichen Nachbargemeinden Quincy und Reuilly, immer beweist Sauvignon Blanc hier wie nirgendwo sonst auf der Welt die perfekte Abstimmung von Rebe und Herkunft, französisch 'Terroir'. Ähnlich analytisch, ähnlich präzise, rein und elegant, ähnlich vornehm, fein und druckvoll gerät sie nirgendwo sonst. Famoses Niveau kann die Rebsorte noch in Österreich und, deutlich seltener, in Deutschland erreichen, vorausgesetzt, sie wurde nicht zu laut, zu schnell und zu aufdringlich vinifiziert durch schnellen Ausbau mit Reinzuchtaromahefen, Tieftemperaturvergärung und Edelstahlausbau, wie er von den meisten Winzern noch immer praktiziert wird. Inzwischen gibt es in der Steiermark oder z. B. der Pfalz langsam agierende Spitzenwinzer, deren Sauvignon Blancs es an Originalität und Präzision, bei ganz anders geartetem Rebsortencharakter als an der Loire, mit deren großen Weinen aufnehmen können. Ansonsten aber besitzt Sauvignon Blanc, wo immer er auch angebaut wird, ob in Neuseeland oder Kalifornien, in Südafrika oder Australien, zwar stets angenehm aromatische, nie aber jene noble Intensität und unverfälschte Komplexität wie an der Loire oder seltener in Bordeaux, der bekannteste reinsortige Sauvignon Blanc dürfte dort 'Pavillon Blanc' von Chateau Margaux sein, wo er sich zu rarer Harmonie und vornehmer Expressivität aufschwingen kann.

Sauvignon Blanc trinkt man am besten jung. Gute Exemplare entwickeln sich über 2-4 Jahre. Länger eingelagert zu werden macht nur für  Ausnahmeweine von Ausnahmewinzern Sinn. 


 

Senden Sie Ihren Freunden eine Empfehlung zu diesem Produkt per E-Mail.

 

Absender:





Empfänger:





15,80 €
Vorübergehend nicht verfügbar.
je Flasche à 0.375l / 41,58 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
Österreich - Burgenland
suessSauvignon blanc
Langsam
6er Karton
Art-Nr. OEW09705
Inhalt 0.375l
Alkohol: 8,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2016+
Restzucker: 164 g/l
Anbau: Naturnah
Ausbau: Edelstahltank
Boden: Sand/Lehm/Geröll
Dekantieren: Nein
Vergärung: Reinzuchthefe
Verschlussart: Naturkork

Auch von diesem Winzer

  1. Zweigelt Schilfwein
    2004
    Zweigelt Schilfwein
    33,00 €
    0.375l 
  2. Chardonnay Beerenauslese
    2009
    Chardonnay Beerenauslese
    15,80 €
    0.375l 
  3. Zweigelt Schilfwein
    2009
    Zweigelt Schilfwein
    33,00 €
    0.375l