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Blaufränkisch 
2009

Blaufränkisch

Hannes Schusters Blaufränkisch ist ein persönlicher Favorit im Programm. Wie kann ein Rotwein, der so preiswert ist, derart hochwertigen Blaufränkisch neuer Generation in derart überzeugender Qualität realisieren? Ein absoluter Ausnahmewein zu einem Preis der jubeln läßt.

Tiefgründig würzig erinnert sein Bukett an Leder und reife Brombeeren mit Sandelholz, Wacholder und Lorbeer, schwarzem Pfeffer, Holunder und anderen blauen Früchten in kühler Dichte. Pikant, zupackend, präzise, reintönig, toll! Nicht dick, fett, süß, plump und schwer, sondern fein, duftig, transparent und trotzdem dicht und kompakt. Seine Qualität offenbart sich in dunkelwürziger Aromafülle und begeisternder Balance von Säure, Tannin und Alkohol, geschmeidig wie Seide und dicht wie Samt auf der Zunge. Die Inkarnation hochwertigen Blaufränkisch. Ausgebaut im traditionellen großen Holzfaß, spontan vergoren und lange auf der Hefe gereift.

Hannes Schusters Blaufränkisch des großen Jahrgangs 2009 beeindruckt mit entwaffnender Natürlichkeit und raffiniertem Charme in samtig frischen Gerbstoffen, wie sie nur feinster Blaufränkisch neuer Generation vermittelt. Elegant würzige Nase von faszinierender Frische und Expressivität. Reintönig, druckvoll, pikant gewürzt, mundwässernd kühl und elegant in einem Mundgefühl, das Fülle und Frische mit Länge und straffem Zug auf der Zunge in Harmonie zu kombinieren versteht. Der Wein offeriert für seinen kaum zu glaubenden Preis druckvolle Tiefe und fast magische Intensität in Aroma und Struktur, er schwebt über die Zunge, feinmaschig und leichtfüßig, aber durchdringend charaktervoll. Seine Delikatesse vermittelt Ästhetik. Deren Wahrnehmung setzt entsprechende Erfahrung voraus, sonst schätzt man den Wein falsch ein; sein Genuß setzt bei Genießer und Wein die gleiche Sprache voraus, das ist im Wein nicht anders als in der Musik oder der Kunst. Qualität wie diese braucht Erziehung, um ihre Delikatesse zu verstehen. Blaufränkisch auf einem Niveau, das den Preis zum Hohn macht. Überzeugende Größe, die einen richtig packt, berührt und innere Begeisterung auslöst. Diesen Rotwein trinkt man gerne, wir würden ihn dezent gekühlt servieren. 


Weingut Rosi Schuster

Die Rebsorte Blaufränkisch, bei uns heißt sie Lemberger und genießt wenig Zutrauen seitens der sogenannten Kenner, hat Österreich zur weltweit beachteten Rotweinnation gemacht. Blaufränkisch kann wohltuend eigenständig und selbstbewußten Regional-Charakter besitzen. Blaufränkisch ist eine Rebsorte, die sich im Konzert der großen Weine der Welt binnen weniger Jahre einen beachtlichen Platz in der kleinen Spitzengruppe erkämpfte. Das gilt freilich nur für Blaufränkisch, wie ihn der junge Hannes Schuster aus St. Margarethen im Burgenland produziert. Er hat sich ambitioniert und talentiert binnen weniger Jahre in die Spitzengruppe jener österreichischen Rotweingarde vorgearbeitet, die 'unplugged' produziert, also unmanipulierten, unkonzentrierten, nicht mit neuem Holz zugeballerten Blaufränkisch puristischen Ideals zelebriert.

Der Jungwinzer übernahm den elterlichen Betrieb, der den Namen seiner Mutter trägt und ihr als 'Weingut Rosi Schuster' auch gewidmet ist, im Jahr 2005. Unverzüglich begann er auf schonende Bewirtschaftung umzustellen. Seit 2010 befindet er sich in Umstellung auf biologisch zertifizierten Anbau. Als Weißwein arbeitet er an einem spannenden Gemischten-Satz-Projekt, den wesentlichen Teil seiner 11 Hektar widmet er der Produktion anspruchsvoller Rotweine, vornehmlich Blaufränkisch und St. Laurent. Zielstrebig qualitätsorientiert agiert der engagierte Jungwinzer auch im Keller. Kompromißlos hat er sich dem langsamen Wein verschrieben, für den er sich Rat holt bei Roland Velich, dessen Blaufränkisch 'MORIC' zu den besten Österreichs gehören. Es verwundert deshalb nicht, daß sich auch Hannes Schusters Weine entwaffnend natürlich und avantgardistisch fein und kühl präsentieren.

Hannes Schuster hat sich auf Blaufränkisch und den wenig beachteten Sankt Laurent spezialisiert, die markant von den Böden ihrer Lagen geprägt werden. So stehen seine Zagersdorfer alten Reben auf schweren Lehmböden, die kraftvolle, lagerfähig dichte Weine hervorbringen, wogegen in St. Margarethen am Ruster Berg sandige Böden auf kalkigem Untergrund für Spiel und Finesse sorgen. Hannes Schuster verleiht seinen Weinen mit sicherer Hand burgundische Eleganz und Frische. Sie beweisen bezaubernden Charme in seidiger Dichte und profunder Tiefe, sind mineralisch geprägt und vielschichtig und dicht in Struktur und Mundgefühl. Hat man sie zum ersten Mal im Glas, staunt man über ihr Understatement, das sich mit weiterer Beschäftigung in souveräne Größe wandelt. Schusters Weine sind keine großspurigen Angeber, die vor lauter Schmäh kaum laufen können, sie sind wie ihr Macher, zunächst fast schüchtern, um mit der Zeit zu bewiesen, daß sie es faustdick hinter den Ohren haben.

Hannes Schusters famoser Sankt Laurent 'Zagersdorf' setzt Maßstäbe und beweist das enorme Potential der wenig populären Rebsorte. Der Wein ist unerreicht in Potenz, Größe und Finesse und steht für das Können des Jungwinzers. Sein großer Blaufränkisch 'Rusterberg' setzt nicht minder beeindruckende Akzente als dicht gepackter Blaufränkisch von sanft wirkender Konzentration, der seine innere Mächtigkeit erst mit dem zweiten Schluck druckvoll entfaltet. Doch auch seine beiden Einstiegsweine St. Laurent und Blaufränkisch bieten herausragendes Niveau. Ihr Preis-Genuß-Verhältnis gehört in dieser Stilistik zum besten, was Österreich zu bieten hat. Nicht umsonst kürte der österreichische Gault-Millau Hannes Schuster zum Winzer des Jahres 2012. Sein Jahrgang 2009 gelang ihm schlichtweg hinreißend.

Hannes Schusters Weine verströmen beruhigend natürliche Ausstrahlung. Sie besitzen souveräne stilistische Qualität. Entspannt und selbstbewußt setzt der Jungwinzer auf die Kraft der Natur. Für sie verzichtet er im Keller auf Enzyme, Reinzuchthefen und die üblichen Ingredienzien moderner Önologe, für sie wirtschaftet er im Weinberg aus Überzeugung biologisch für eine gesündere Traubenqualität, die er im Keller spontan im kleinen oder großen Holzfaß vergärt, um seinen Weinen anschließend viel Zeit auf der Hefe zu geben. Ein harmlos klingendes, aber gar nicht harmlos schmeckendes Rezept für natürliche Weinqualität. Der äußerlich schüchtern wirkende, aber begnadet kompetente Jungwinzer verblüfft mit abgeklärt souveränen Qualitäten, die eines erfahrenen Spitzenwinzers würdig sind. Von ihm wird man noch viel hören. Ein K&U-Idealwinzer mit vielversprechender Zukunft. Hannes Schuster hat das Zeug zum Großen seiner Branche.

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Die Rebe

Blaufränkisch

Blaufränkisch, große Rebsorte des Österreichischen Burgenlands. Auf dem Weg an die internationale Spitze. In Deutschland als Lemberger außer von Württembergern kaum verstanden und geschätzt. In Österreich aufgestiegen zur meist angebauten roten Rebsorte des Landes, wo sie grundsätzlich anders schmeckt als deutscher Lemberger, was auf die klonalen Unterschiede des Rebmaterials zurückzuführen ist. Im Friaul bekannt als Frankonia, in Ungarn Kekfrankos.

Blaufränkisch treibt früh aus, ist also spätfrostgefährdet. Er reift aber zugleich auch so spät, daß er nur in warmen Regionen qualitativ hochwertig gelingt. Und weil er zu Produktivität neigt, müssen seine Erträge durch weinbauliche Maßnahmen gezielt gezügelt werden. Wenn man ihn aber im Weinberg im Griff hat und auf die Manipulationen moderner Kellerwirtschaft verzichtet, bringt Blaufränkisch  herrlich charaktervolle Rotweine hervor. Dann kann er, stilistisch zwischen hochkarätiger Nordrhône-Syrah und gutem Burgunder Pinot Noir angesiedelt, bemerkenswert vielschichtige, aromatisch feine aber komplexe, mit pikant agierender Säure ausgestattete Rotweine bewundernswert eigenständiger Stilistik liefern, die in trinkfreudiger Frische und blauschwarzer Farbtiefe unverwechselbar geschmeidige Gerbstoffe von seidiger Dichte auf die Zuge bringen, und das mit einer Rasse und Klasse in Stil und Qualität, die weltweit ihresgleichen sucht.

Im österreichischen Burgenland widmen sich ein paar ambitionierte Winzer der Rebsorte mit Können und besonderem Engagement. Sie verzichten bewußt auf die dort übliche Mostkonzentration und den kosmetischen Einsatz neuen Holzes, weil sie den Herkunftscharakter, die aromatische Feinheit und die strukturelle Komplexität des Blaufränkisch in den Vordergrund ihrer Arbeit stellen, und nicht die künstliche Kraft der Konzentration oder den Populismus des Alkohols und seiner ermüdenden Süße suchen. Sie verarbeiten gesunde Trauben so schonend wie möglich; sie vergären spontan und bauen sensibel in größeren Holzfässern aus, sie behandeln den Wein so natürlich wie möglich und orientieren sich am pH-Wert als dem Schlüssel für Mikrobiologie und Bekömmlichkeit. Sie sorgen so für faszinierende regionale Identität, die jedem einzelnen ihrer Weine das unverwechselbare Profil seiner Herkunft verleiht. Sie meiden plakative Stilistik und überlassen ihre Weine mutig dem Spiel der Jahrgänge, die wie bei Pinot Noir sehr unterschiedlich ausfallen. Sie wagen ursprünglichen Charakter in jedem ihrer Weine und zelebrieren Blaufränkisch als eine der großen roten Rebsorten der Weinwelt.

Lange Zeit dachte man, Blaufränkisch wäre mit Gamay oder Mondeuse verwandt, vermutlich, weil die alte, eigenständige Rebsorte viel zu lange mit viel zu hohen Erträgen beaufschlagt und im Keller falsch behandelt wurde. Im Burgenland wird Blaufränkisch auf über 3000 ha rund um den Neusiedlersee angebaut. Sie wird dort überwiegend reinsortig gekeltert, doch gibt es auch Cuvées mit Cabernet Sauvignon, Merlot, Zweigelt, Syrah, Pinot Noir und anderen Rebsorten, die es aber nur selten schaffen, aus der Monotonie dicker, mollig weicher, fetter, zwar eindrucksvoll dimensionierter, aber uniform und konturenlos wirkender Monsterweine plakativ internationaler Stilistik auszubrechen. Die stilistische Interpretation der Rebsorte Blaufränkisch ist im Burgenland zum Politikum und Streitobjekt ideologischer Stilistik-Lager geworden, die sich bipolar entgegenstehen: Auf der einen Seite stehen die überaus erfolgreichen dicken, alkoholisch fetten Rotweine internationaler Prägung mit Süße, opulenter Aromatik, weicher Säure und dichtem Gerbstoffgerüst; auf der anderen Seite die Puristen mit eleganten, von feiner Säure geprägten delikaten Weinen natürlicher Expressivität und ungekünstelter Regionalstilistik.

Wir beziehen kompromißlos unideologisch aber qualitativ eindeutig Stellung: Wir bieten Ihnen ausschließlich seriöse Blaufränkisch an, denen nicht mit dem Konzentrator und entsprechend notwendigen Korrekturen im Keller zu Geschmack verholfen wurde. Unsere Weine entstammen seriösem Weinbau und beweisen Herkunft mit Identität und Charakter im Glas. Nur sie stehen unserer Meinung nach für das Potential der spannend anspruchsvollen Rebsorte, das es in diesen bemerkenswert puren Weinen neu zu entdecken gilt. Sie fokussieren Weltklasseniveau in mutig eigenständigem Geschmacksparadigma, das populistisch bequeme Breite im Mundgefühl durch mineralisch frische Länge ersetzt.


 

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je Flasche à 0.75l / 14,67 €/L
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Österreich - Burgenland
rotBlaufränkisch
Langsam
6er Karton
Art-Nr. OBR09902
Inhalt 0.75l
Alkohol: 13 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2016+
Restzucker: < 1 g/l
Anbau: Biologisch
Ausbau: Holzfaß > 300 l
Boden: Kalkmergel
Besonderes: in Umstellung
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

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