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Prosecco di Valdobbiadene Spumante 'Extra Dry'
Az. Agr. Drusian Francesco
Francesco Drusian beliefert uns seit über fünfzehn Jahren mit Prosecco. Im Lauf dieser Jahre hat sich vieles verändert in und um Valdobbiadene. So ist Prosecco laut EU-Dekret seit Januar 2010 keine Rebsorte mehr, sondern eine gesetzlich geregelte Herkunftsbezeichnung mit Qualitätsgarantie. Gut für uns Prosecco-Freunde, schlecht für die Billigsprudelsäufer, die sich nach neuen Wirkungsblasen umsehen müssen. Auch in Veneziens renommierten Weinbergslagen ist Nachhaltigkeit eingezogen. Francesco Drusian geht mit gutem Beispiel voran; seit vielen Jahren verzichtet er auf synthetische Pestizide und Kunstdünger, bei ihm kommen ausschließlich organische Präparate im Weinberg zum Einsatz, und in seinem Keller herrscht zwar, wie für die Schaumwein-Herstellung üblich, modernste Technik vor, doch seine brillant reintönigen Schaumweine lassen neben höchstem technischem Niveau auch regionalen Charakter und unverwechselbare Eigenart erkennen. Bei Francesco Drusian ist Prosecco authentisch und nicht technisch anonym, seine Qualität ist auf höchstem Niveau konstant und seine Stilistik kompromißlos frisch und reintönig, ohne langweilig oder gar simpel zu sein.
Alle seine Schaumweine vergärt Francesco Drusian per Tankgärverfahren. Das ist die heute übliche Methode, um preiswerten Sekt zu erzeugen, denn sie braucht wenig Platz für Gärung und Lagerung und das so arbeits- wie zeitintensive Abrütteln der Hefe auf der Flasche und das anschließende Dégorgieren entfällt. Beim Tankgärverfahren erfolgt die zweite Gärung, die das so köstlich perlende Blasenspiel besorgt, in verschlossenen, druckfesten Edelstahltanks, in denen dem Grundwein nach präziser Formel eine Zucker-/Hefe-Lösung beigemischt wird, die für die Kohlensäurebildung sorgt, die, weil sie nicht entweichen kann, sich im Grundwein löst, um später im Glas und auf der Zunge als Bläschen belebend wieder zu entweichen. Die Produktion eines Prosecco Spumante dauert auf diese Weise rund 30 Tage.
Francesco Drusian erhebt Prosecco in den Adelsstand. Er macht ihn zur bekömmlich leichten und erfrischend seriösen Alternative zu Crémant und Sekt. Seine Prosecci sind edel, fein und nachhaltig weich und cremig im Mundgefühl. Trotz ihrer unkompliziert wirkenden Quasi-Neutralität in Duft und Geschmack, die ja genau den Reiz eines guten Prosecco ausmacht, besitzen sie doch Charakter und Ausstrahlung. Prosecco von Drusian, das ist Entspannung für Geist und Körper und Vergnügen für die Sinne auf typisch italienische Art.
Die Rebe
Glera (Prosecco)
Prosecco hieß traditionell jene weiße Rebsortenfamilie, aus der man im Nordosten Italiens, in einer kleinen Region der Provinz Treviso im Veneto, einen traditionellen Perlwein kelterte, der Weltruhm erlangte: Prosecco.
Dabei leitet Prosecco seinen Namen nicht vom italienischen Adjektiv secco (trocken) ab, sondern von einem Dorf gleichen Namens unweit Triests, also weit außerhalb des heutigen Anbaugebiets; schon im Altertum schätzte man den dortigen Wein aus besagter Prosecco-Traube als Vinum Pucinum.
Aus Prosecco wurden nicht nur die bekannten Schaum- sondern auch weniger bekannte Stillweine hergestellt. Nun ist Schluß mit Prosecco, zumindest mit der Rebsorte! Die heißt seit dem 1. Januar 2010 laut Dekret des italienischen Landwirtschaftsministers ‚Glera’ und nicht mehr ‚Prosecco’. Prosecco ist jetzt ausschließlich eine Herkunftsbezeichnung, denn wenn ein Wein den Namen seiner Traubensorte trägt, könnte er grundsätzlich überall aus dieser Rebsorte hergestellt werden. Nun ist die Herkunft geschützt und Prosecco darf nur aus dem nun gesetzlich festgelegten Anbaugebiet um die Gemeinden Valdobbiadene und Conegliano stammen, wo er bisher den Status eines „DOC“-Prosecco besaß.
Seit Anfang 2010 wird ‚echter Prosecco’ als Conegliano Valdobbiadene DOCG angeboten, der nur aus 15 Gemeinden kommen darf. Dagegen darf der bisherige DOC-Prosecco aus neun Provinzen in zwei Regionen kommen: Veneto und Friaul Julisch Venetien. Das sagt aber nichts über die Qualität der Weine aus, die ist, vorher wie hinterher, ausschließlich Sache des Winzers. Guten Prosecco hat es auch vor 2010 schon gegeben. Immerhin aber hat man die Bezeichnung Prosecco jetzt als Herkunft geschützt und kann nicht mehr aus aller Herren Länder irgendwelche zwielichtigen Billig-Moste ankarren, die man unter mehr oder weniger illegalen Etiketten als ‚Prosecco’ vermarktet, wie in den letzten Jahren in teilweise abenteuerlicher Chuzpe geschehen. Man kann nur hoffen, daß sich diese neue Schutz-Regelung nicht nur, wie meist in Italien, auf die Preise, sondern auch auf die Qualitäten positiv auswirkt.
Die bisherige Rebsorte Prosecco wird zukünftig also unter dem Namen ‚Glera’ gekeltert und die Bezeichnung ‚Prosecco’ rückt zur geschützten Herkunftsbezeichnung auf. Zeit ist es geworden!
![]() | Italien - Veneto |
![]() | Glera (Prosecco) |
![]() | 6er Karton |
| Art-Nr. IVW96501 | |
| Inhalt 0.75l |












