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'Sophie' Chardonnay V. S. DOC 
2010

'Sophie' Chardonnay V. S. DOC

‚Sophie’. Die Gräfin Sophie gewidmete Cuvée besteht wesentlich aus Chardonnay, der Königin der Rebsorten. Doch das merkwürdige Kürzel V. S. deutet an, daß es nicht nur Chardonnay ist, der dem Wein Charakter verleiht. Tatsächlich sorgen 7% Viognier und 5% Sauvignon Blanc für den exotisch duftenden Hauch des Besonderen. Ein Teil des Chardonnays und der Sauvignon kommen aus der Lage 
Lieben Aich über Terlan, der andere Teil des Chardonnays sowie der Viognier stehen hoch über Kaltern in der legendären Lage Mazzon, dem steilsten Weinberg Manincors mit kalkreichem, lehmigem Lössboden.

Seine saftige, mundfüllende Struktur verdankt der Wein dem ausgezeichneten Jahrgang, der nur 45 hl/ha Ertrag brachte. Nach der Lese ließ Helmuth Zozin, der erfahrene Verwalter des Weingutes, die entrappten Trauben für mehr Struktur und Aromaausbeute vier Stunden in der Presse auf den Schalen mazerieren und extrahieren, anschließend wurde mit niedrigem Druck für mehr Finesse und weniger Phenole abgepreßt und der Most in Holzfässern verschiedener Größe mit traubeneigenen Hefen spontan vergoren. Seine geschmeidige Fülle, die sich fast schon viskos wirkend physisch spürbar im Mundraum verteilt, erhielt der Wein durch neunmonatigen Ausbau auf der Feinhefe im Holzfaß.

Das Ergebnis ist ein eindrucksvoll dimensionierter Weißwein von internationalem Niveau, aber regionaler Ausstrahlung. Des Grafen Mut zur Konzeption international inspirierter Cuvées wird mit typisch Südtiroler Reife und Aromaintensität belohnt. Leuchtendes Gelb steht im Glas. Gelb ist auch das breite Spektrum des komplexen Buketts, in dem sich Akazien- und Lindenblüten-Düfte ebenso finden, wie Anklänge an Orangenschalen und reife Aprikosen. Auf der Zunge bahnt sich opulent mineralische Struktur in dichtem Schmelz und bestechender Persistenz den Weg an den Gaumen. Ein charaktervoller, sehr eigen schmeckender Südtiroler Weißwein, den zwar der Chardonnay dominiert, dem V. und S. aber duftige Eigenart verleihen. Ein komplexer Weißwein, den man zu anspruchsvollen Gerichten und gutem Käse genießt, der aber auch meditative Gedanken über die schöne Dinge des Lebens zu fördern versteht. Bitte dekantieren und in großen Gläsern nicht zu kalt servieren.

Tenuta Manincor

Michael Graf Goëss-Enzenberg, die dynamische Triebkraft hinter diesem nicht nur architektonisch mutigen Musterbetrieb Südtiroler Weinbaukultur, hat sich mit seinem Weingut Manincor nicht nur viel vorgenommen, sondern auch viel erreicht. Der Graf ist Diplom-Önologe und als Winzer ein ungewöhnlich konsequent agierender Qualitätsfanatiker von visionärer Weitsicht. Nach der schrittweisen Loslösung aus dem anonymen Dasein des genossenschaftlichen Traubenlieferanten steht seine Tenuta Manincor heute für die Zukunft Südtirols.

Mit enormer Anstrengung und unter tatkräftiger Unterstützung seiner Frau, Gräfin Sophie, ist es dem engagierten Grafen binnen weniger Jahre gelungen, das organisch Schritt für Schritt mit dem Markt gewachsene Weingut auf dem internationalen Parkett zu etablieren. Dabei ziehen alle Weine des umfangreichen Portfolios qualitativ und stilistisch an einem Strang. Mit jedem Jahrgang mehr beweisen sie prägnantere Handschrift und charismatische Ausstrahlung.

Seit dem Jahrgang 2009 sind alle Weine des Betriebs biologisch zertifiziert und Manincor ist Mitglied des Biodynamik-Verbandes Respekt®. Diese für einen Betrieb dieser Größe visionäre Entscheidung hat die Weine von Manincor entscheidend individualisiert. Seit 2008 leitet Helmuth Zozin, einer der angesehensten Kellermeister Südtirols, als Verantwortlicher für Weinberge und Keller den Betrieb. Mit ihm, so hat man das Gefühl, fingen die Weine auf ganz neue Weise zu sprechen an, er scheint Lage und Herkunft seiner Weine im Glas lebendig zu machen und zum Klingen zu bringen. Seine Weine neuer Generation jedenfalls präsentieren sich so präzise fokussiert, so wenig modisch wie mutig authentisch und natürlich in des Wortes bestem Sinne, wie sie bis dahin nicht waren.

Dieser Graf, das steht fest, fährt nicht mit angezogener Handbremse. Seine Investitionen in gelebte und praktizierte Nachhaltigkeit machen Manincor zum visionären Musterbetrieb nachhaltiger Betriebswirtschaft. Unternehmerischer Weitblick und eine gute Portion Wagemut lassen Manincor aus eingefahrenen Südtiroler Weinpfaden herauswachsen. Dieser Graf lebt mit seinem Betrieb beispielhaft vor, daß es sich lohnt, neue und andere Wege zu gehen. Das ist dringend nötig, denn es fehlt Südtirol seit Jahren an geschmacklichem und stilistischem Profil. Ein nachvollziehbarer, identifizierbarer Südtiroler Regionalcharakter ist in den meisten Weinen dieser landschaftlich einmaligen Region nicht zu erkennen. Stattdessen versuchen sich Winzerpersönlichkeiten auf Kosten regionaler Identität zu profilieren. Die Weine von Manincor sind auch diesbezüglich anders, nämlich mehr als 'nur' Manincor.

Auf Manincor dominiert deshalb auch im Keller nicht die übliche uniformierende, moderne Önotechnik, die so viele Weine Südtirols um Herz und Seele bringt. Nicht nur im Weinberg, auch im Keller setzt Helmuth Zozin auf die Kraft der Natur, wobei er aber auf Chemie und Physik nicht blauäugig und naiv verzichtet; er setzt sie mit der profunden Erfahrung jahrzehntelangen praktischen Erfahrungswissens ein und vergärt z. B. seine Weine zum größten Teil spontan mit den wilden Umgebungshefen, er bewegt Most und Wein mit Schwerkraft statt mit Pumpen, er klärt die Moste schonend vor und er vergärt sie ohne Eingriffe in hölzernen Gärständern. Auch das völlig überbewertete Thema Schwefel ist für ihn nicht tabu. Er weiß, worum es geht und setzt Schwefel so schonend und sparsam wie möglich ein, weil er saubere und gesunde Trauben verarbeitet. Ein Team, das besser kaum zusammenspielen könnte, macht Manincor so zum Ausnahmebetrieb mit Weinen, die in den letzten Jahrgängen zu bewundernswert eigenständiger Identität fanden. Sie orientieren sich an mineralisch geprägter Länge statt simpler, reifer Breite im Mundgefühl und widmen sich mehr der Frische und Präzision als populistischer Opulenz. Sie wagen jenen Paradigmenwechsel im Geschmack, der sich seit ein paar Jahren wie ein roter Faden durch die besten Keller der Welt zieht und nicht davor zurückschreckt, stilistisch mutig eigenständigen Weg zu gehen, der im Weinberg beginnt und auf der Flasche noch lange nicht sein Ende findet.

Manincor ist zur profilierten Persönlichkeit in Südtirol avanciert, wagt Stil und Handschrift, setzt Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und Charakter und damit wichtige Impulse in und für Südtirol. Ein Ausnahme-Betrieb im Portfolio, den wir aus Überzeugung mit besonderem Engagement vertreiben.

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Die Rebe

Cuvée weiß

Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.

So bezeichnet man inDeutschland mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.

Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.

Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Weißweinen will man über den Verschnitt verschiedener Rebsorten die aromatische und strukturelle Komplexität, das Mundgefühl, eines Weines verbessern. Frische, säurebetonte Rebsorten kombiniert man deshalb z. B. mit besonders aromatischen, aber säurearmen Rebsorten, um so die Lagerfähigkeit, aber auch den Geschmackseindruck zu verbessern. So ist z. B. jeder Brut-Champagner eine Cuvée aus weißem Chardonnay (für Säure und Rasse) und rotem, aber weiß gekeltertem Pinot Meunier und Pinot Noir (für Frucht und Körper).  

Insgesamt sind weiße Cuvées seltener als rote. Dennoch kann eine gekonnt zusammengestellte Weißwein-Cuvée besser riechen und schmecken als eine einzelne Rebsorte. Immer deklarieren wir das als Cuvée und nennen die enthaltenen Rebsorten. 

 

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Vorübergehend nicht verfügbar.
je Flasche à 0.75l / 25,20 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
Italien - Südtirol
weissCuvée weiß
Langsam
6er Karton
Art-Nr. IAW10103
Inhalt 0.75l
Alkohol: 13,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2014+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Biodynamisch
Ausbau: Holzfaß > 300 l
Boden: Kalkmergel
Besonderes: Respekt® & ABCERT zertiifziert
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

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