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'Mason' Pinot Noir DOC
Mason, Manincors Pinot Noir, stammt von einer der besten Blauburgunder-Lage Südtirols, die zwischen 300 und 450 Meter hoch über dem Etschtal liegt. Hier erleben die Reben große Temperaturunterschiede zwischen Morgens und Abends.
Auch die Böden prägen das Temperament der Spätburgunder aus Mason maßgeblich. Es sind sandige Lehmböden mit hohem Ton- und Kalkanteil, durchzogen von Dolomit, Porphyr, Gneiss und Granit, vom kleinen Korn bis zum faustgroßen Stein, ein kühler Boden, der Wasser und Nährstoffe speichert und den so herzhaften wie kraftvollen Auftritt der Weine maßgeblich prägt.
Manincors ‚Mason’ leuchtet im Glas in sattem Rubinrot. Im animierend ätherischen Bukett entfaltet er warmen Duft nach roten Beeren, Kirschen und Himbeeren, einem zarten Hauch von Rosenblättern, Gewürznelke und Lakritze, reif in der Frucht und durchaus opulent im Anklang orientalischer Gewürze, ein breiter Fächer von Aromen tut sich auf. Mason ist ein warmer Typ von Pinot Noir, der intensiven Rebsortencharakter in Duft und Geschmack verbreitet und dabei mehr auf Körper und Fülle setzt als auf Länge oder kühle Finesse.
Seine saftig potente Ausstrahlung offenbart geschmeidige Extraktsüße, intensiv spürbar in Duft und Geschmack, und wird von der genau richtigen Dosis neuen Holzes umrahmt, um Zunge und Gaumen mit aromatisch samtiger Tannindichte zu verwöhnen. Ein so warmer wie körperreicher Auftritt in einem kraftvoll mundfüllenden Pinot Noir, der sich in Stil und Ausstrahlung als ‚typisch Südtirol’ präsentiert. Seinen fairen Preis rechtfertigt Mason 2009 mit anspruchsvoll selbstbewußter Qualität zum Realopreis aus biodynamisch zertifizierter Produktion. In Manincors Mason steckt ein Teil der Pinot-Zukunft Südtirols, fruchtbetont und feingliedrig am Gaumen, samtig und fest gewirkt von der Zunge bis zum Gaumen. Unsere Empfehlung: Leicht kühl bei 16° bis 18°C servieren.
Tenuta Manincor
Michael Graf Goëss-Enzenberg, die dynamische Triebkraft hinter diesem nicht nur architektonisch mutigen Musterbetrieb Südtiroler Weinbaukultur, hat sich mit seinem Weingut Manincor nicht nur viel vorgenommen, sondern auch viel erreicht. Der Graf ist Diplom-Önologe und als Winzer ein ungewöhnlich konsequent agierender Qualitätsfanatiker von visionärer Weitsicht. Nach der schrittweisen Loslösung aus dem anonymen Dasein des genossenschaftlichen Traubenlieferanten steht seine Tenuta Manincor heute für die Zukunft Südtirols.
Mit enormer Anstrengung und unter tatkräftiger Unterstützung seiner Frau, Gräfin Sophie, ist es dem engagierten Grafen binnen weniger Jahre gelungen, das organisch Schritt für Schritt mit dem Markt gewachsene Weingut auf dem internationalen Parkett zu etablieren. Dabei ziehen alle Weine des umfangreichen Portfolios qualitativ und stilistisch an einem Strang. Mit jedem Jahrgang mehr beweisen sie prägnantere Handschrift und charismatische Ausstrahlung.
Seit dem Jahrgang 2009 sind alle Weine des Betriebs biologisch zertifiziert und Manincor ist Mitglied des Biodynamik-Verbandes Respekt®. Diese für einen Betrieb dieser Größe visionäre Entscheidung hat die Weine von Manincor entscheidend individualisiert. Seit 2008 leitet Helmuth Zozin, einer der angesehensten Kellermeister Südtirols, als Verantwortlicher für Weinberge und Keller den Betrieb. Mit ihm, so hat man das Gefühl, fingen die Weine auf ganz neue Weise zu sprechen an, er scheint Lage und Herkunft seiner Weine im Glas lebendig zu machen und zum Klingen zu bringen. Seine Weine neuer Generation jedenfalls präsentieren sich so präzise fokussiert, so wenig modisch wie mutig authentisch und natürlich in des Wortes bestem Sinne, wie sie bis dahin nicht waren.
Dieser Graf, das steht fest, fährt nicht mit angezogener Handbremse. Seine Investitionen in gelebte und praktizierte Nachhaltigkeit machen Manincor zum visionären Musterbetrieb nachhaltiger Betriebswirtschaft. Unternehmerischer Weitblick und eine gute Portion Wagemut lassen Manincor aus eingefahrenen Südtiroler Weinpfaden herauswachsen. Dieser Graf lebt mit seinem Betrieb beispielhaft vor, daß es sich lohnt, neue und andere Wege zu gehen. Das ist dringend nötig, denn es fehlt Südtirol seit Jahren an geschmacklichem und stilistischem Profil. Ein nachvollziehbarer, identifizierbarer Südtiroler Regionalcharakter ist in den meisten Weinen dieser landschaftlich einmaligen Region nicht zu erkennen. Stattdessen versuchen sich Winzerpersönlichkeiten auf Kosten regionaler Identität zu profilieren. Die Weine von Manincor sind auch diesbezüglich anders, nämlich mehr als 'nur' Manincor.
Auf Manincor dominiert deshalb auch im Keller nicht die übliche uniformierende, moderne Önotechnik, die so viele Weine Südtirols um Herz und Seele bringt. Nicht nur im Weinberg, auch im Keller setzt Helmuth Zozin auf die Kraft der Natur, wobei er aber auf Chemie und Physik nicht blauäugig und naiv verzichtet; er setzt sie mit der profunden Erfahrung jahrzehntelangen praktischen Erfahrungswissens ein und vergärt z. B. seine Weine zum größten Teil spontan mit den wilden Umgebungshefen, er bewegt Most und Wein mit Schwerkraft statt mit Pumpen, er klärt die Moste schonend vor und er vergärt sie ohne Eingriffe in hölzernen Gärständern. Auch das völlig überbewertete Thema Schwefel ist für ihn nicht tabu. Er weiß, worum es geht und setzt Schwefel so schonend und sparsam wie möglich ein, weil er saubere und gesunde Trauben verarbeitet. Ein Team, das besser kaum zusammenspielen könnte, macht Manincor so zum Ausnahmebetrieb mit Weinen, die in den letzten Jahrgängen zu bewundernswert eigenständiger Identität fanden. Sie orientieren sich an mineralisch geprägter Länge statt simpler, reifer Breite im Mundgefühl und widmen sich mehr der Frische und Präzision als populistischer Opulenz. Sie wagen jenen Paradigmenwechsel im Geschmack, der sich seit ein paar Jahren wie ein roter Faden durch die besten Keller der Welt zieht und nicht davor zurückschreckt, stilistisch mutig eigenständigen Weg zu gehen, der im Weinberg beginnt und auf der Flasche noch lange nicht sein Ende findet.
Manincor ist zur profilierten Persönlichkeit in Südtirol avanciert, wagt Stil und Handschrift, setzt Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und Charakter und damit wichtige Impulse in und für Südtirol. Ein Ausnahme-Betrieb im Portfolio, den wir aus Überzeugung mit besonderem Engagement vertreiben.
Die Rebe
Pinot Noir
Ampelographisch gehört Pinot Noir zur Familie der Noirien-Rebsorten. Sie ist über tausend Jahre alt, deshalb stark degeneriert und in zahlreichen Varianten bekannt, wie Pinot Blanc, Pinot Meunier, Pinot Gris und Pinot Madeleine = Frühburgunder beweisen. Alleine in Frankreich kennt man heute über 50 verschiedene Klone, von denen jeder einzelne eine charakteristische Morphologie der Traube und stark divergierende Ertragsleistung, Resistenz gegenüber Fäulnis und Reifeverhalten besitzt. Generell ist Pinot Noir dünnschalig und deshalb frühreifend, weshalb er sich besonders in nördlichen Weinbauregionen durchgesetzt hat.
Pinot treibt nicht nur früh aus, er ist auch empfindlich für Spätfröste und Verrieseln; feuchte kühle Böden auf tiefgelegenen Lagen mag er gar nicht, er gelingt am besten auf kargen Kalksteinböden in kühlen Klimata, weil dort die früh reifende Traube nicht zu reif wird, um Aroma und Säure zu verlieren.
Pinot Noir stellt hohe Ansprüche an die Lagenqualität, das Mikroklima und die Pfropf-Unterlage. Es ist eine zickige Rebsorte, die anfällig ist für beide Mehltauarten, für Fäulnis (seine Beerenhaut ist dünner als alle anderen roten Sorten) und die Reiser- sowie Blattrollkrankheit. Deshalb ist die Qualität des Standortes, der Bodenchemie und des Mineralienhaushaltes so wichtig. Pinot Noir ist eine sehr anspruchsvolle Terroir-Rebsorte.
Doch auch im Keller verhält sich Pinot Noir zickig. Dort dient die Weinbereitung der möglichst schonenden Extraktion seiner dünnschaligen Beerenschalen, denen man möglichst viel Information wie Farb-, Geschmacks- und Aromastoffe entziehen möchte, ohne zu viel bittere Gerbstoffe zu extrahieren. Deshalb gibt es wie bei keiner anderen Rebsorte grundsätzliche ‚Schulen’ der Weinbereitung, die das enorme Stilspektrum der Rebsorte weltweit erklären. Es ist neben der Herkunft tatsächlich vor allem die fordernde Weinbereitung, die das Bild des Pinot Noir prägt. So vergärt man ganz grundsätzlich entweder mit oder ohne Stiele und Stengel, also abgebeert oder nicht; es gibt als ein Extrem die sogenannten Kaltvergärer, die unter starker Schwefelung die Trauben kalt mazerieren, um ihnen möglichst viel Frucht und Farbtiefe ohne zu viele Gerbstoffe abzugewinnen, und als entgegengesetztes Extrem die Traditionalisten, die ohne Eingriffe warm vergären und dadurch relativ hellfarbige Weine erhalten, die aber voll aromatischer Finesse und Eleganz sind.
Stilistik, Aroma und Geschmack reichen im Pinot Noir deshalb von fest, fast schon streng, über sauer, tanninschwer, bis zu unübertrefflich weich, samtig und aromatisch komplex. Den Ideal-Pinot gibt es nicht. Den muß jeder für sich finden. Wir definieren guten Pinot als in Duft und Geschmack deutlich an Schwarzkirschen erinnernd in einem Mundgefühl, dessen sensible Harmonie von Frucht und Gerbstoff, Süße und Säure so ausbalanciert ausfallen kann, wie man es in der Welt des Weines bei keiner anderen Rebsorte findet.
![]() | Italien - Südtirol |
![]() | Pinot Noir |
![]() | Langsam |
![]() | 6er Karton |
| Art-Nr. IAR09104 | |
| Inhalt 0.75 |



















