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Varvàra Bolgheri DOC 
2009

Varvàra Bolgheri DOC

Eine Kreation von Contessa Franca Spalletti Trivelli, gekonnt in Szene gesetzt von unserem Freund _Clemente Zileri dal Verme_, dessen sanfte Hand in Keller und Weinberg für Gänsehautausstrahlung sorgt. Gewidmet ist der Wein Baronessa Varvára Wrangel, der Frau des letzten Conte Ugolino della Gherardesca, dem Großvater der heutigen Besitzerin Contessa Franca Spaletti Trivelli.
Sie muß eine noble Dame gewesen sein, denn ihr charmanter _Bolgheri Superiore_ verströmt jenes berühmte edle Zedernholz- und Tabak-Bukett, das die Weine dieser legendären Weinregion so charakteristisch auszeichnet.
Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc, Syrah und Petit Verdot von kalkigen Sand- und Steinböden, aromatisch präzise auf den Punkt gebracht und 10 Monate in Barriques auf der Vollhefe ausgebaut, präsentieren sich als nobler Weinadel von balsamischer Reife in erfrischend kühler Würze. Seine Gerbstoffe sind von edel samtigem Zuschnitt und lassen den Wein bereits mit großem Vergnügen genießen. Er erfreut mit erfrischend präzisem, elegantem Bukett und einer Zugänglichkeit, die köstliches Trinkvergnügen beschert. Seine seidig samtigen Wohlfühlgerbstoffe breiten sich in bestechender Frische und Eleganz auf der Zunge aus.
_Ein echter Bolgheri_. Dank Baronessa Varvára Wrangel zum ausgesprochen fairen Tarif.

Castello di Bolgheri

Bolgheri, das wohl bekannteste Weindorf der Maremma, erreicht man über eine der denkbar schönsten Anfahrten über die berühmte kilometerlange Zypressenallee; beide hinterlassen beim Besucher auch ohne Wein schon bleibenden Eindruck. Obwohl es von einigen der legendärsten Weingüter Italiens umgeben ist, ist Bolgheri ein stiller, fast verschlafener Ort von mystisch magischer Ausstrahlung.

Auch uns fängt die stille, unaufgeregte Atmosphäre dieses fast schon sakralen Ortes großer Weine immer wieder aufs Neue ein. In der Ortsmitte Bolgheris steht das Castello di Bolgheri, ein uralter Besitz mit Fundamenten aus dem 17. Jahrhundert. Das altehrwürdige Castello gehört der Familie eines sympathischen jungen Mannes, Clemente Zileri dal Verme, der klassisch toskanischem Hochadel mit Stammbaum bis ins 15. Jahrhundert entstammt. Er ist direkt mit dem Hause Antinori verwandt und dort verdient der bescheiden auftretende Graf auch sein Geld als Chef-Agronom für alle Liegenschaften der Antinoris rund um Bolgheri. So hat er nicht nur für Ornellaia die Rebgärten angelegt, sondern auch für Sassicaia und alle anderen Maremma-Unternehmungen der Familie Antinori. Er pflegt und betreut deren Vinifikation und arbeitet derzeit an einem neuen Projekt der Antinoris, das aber noch geheim gehalten wird.

Dort, in den Kellern des weitläufigen Castello von Bolgheri, baut Zileri seit ein paar Jahren für Contessa Franca Spalletti Trivelli Weine aus, die für Furore sorgen seit sie auf dem Markt sind: Die Weine des ‚Castello di Bolgheri’. Noble Understatement-Weine, die das Zeug zur Legende in sich tragen.

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Die Rebe

Cabernet Sauvignon

Cabernet Sauvignon gilt heute allgemein als die Inkarnation guten Rotweines. Es ist die populärste aller roten Rebsorten und wird in praktisch jedem Land der Erde, in dem die Rebsorte ausreifen kann, auch angebaut. So wurde Cabernet Sauvignon zur dominanten Spitzenrebsorte der Welt.

Wie keine andere rote Rebsorte schmeckt Cabernet Sauvignon, egal wo er auf der Welt angebaut wird, stets unverkennbar nach Cabernet Sauvignon. Er ist also in Geschmack und Charakter weniger abhängig von Jahrgang, Herkunft und Machart als andere rote Rebsorten. Immer bringt er satte Konzentration an Gerbstoffen und Farbpigmenten auf die Zunge, immer steht ein kraftvolles, nach schwarzen Johannisbeeren, Zeder, Leder und dunkler Schokolade erinnerndes Bukett über dem Glas, das nur dann unangenehm in grüne Paprika und wenig attraktive unreife Aromen verfällt, wenn der Ertrag zu hoch und/oder das Klima so kühl war, daß die Trauben nicht physiologisch ausreifen konnten. Cabernet Sauvignon gedeiht als spätreifende Sorte also am besten in wärmeren Klimata, in denen er physiologisch ausreifen kann.

Ob seiner dicken Beerenschale und seiner vielen Kerne im Fruchtfleisch kann reinsortiger Cabernet Sauvignon, der nicht extrem sorgfältig mazeriert und ausgebaut wurde, ruppig, hart und uncharmant ausfallen. Seine Struktur ist ungewöhnlich potent und präsent, doch Gerbstoffe und Farbintensität alleine ergeben noch keinen großen Wein mit Fülle, Eleganz und Tiefe. Deswegen verschneidet man Cabernet Sauvignon in aller Welt mit anderen Rebsorten, wobei das klassische Bordeaux-Rezept das bekannteste und weitverbreitetste ist: Der spätreifende kernige, für Rückgrat und stoffigen Körper sorgende, stets etwas hart agierende Cabernet Sauvignon wird dabei mit dem um bis zu zwei Wochen früher reifenden, fruchtigen weil dünnschaligeren, aber etwas behäbigen Merlot verschnitten; Cabernet Franc verleiht der Cuvée raffinierte kühle Frische und rassige Duftigkeit und in geeigneten Jahrgängen besorgt die kleinbeerige, noch dickschaligere Petit Verdot prägnante Würze und zusätzliche Farbintensität. In der Toskana harmoniert die dortige Sangiovese verblüffend gut mit Cabernet Sauvignon und in der Provence, Südfrankreich und Australien hat sich Syrah als interessanter Partner des Cabernet Sauvignon bewährt.  

Um seine natürlich hohe Konzentration an Phenolen, die während der Mazeration und Maischung den Beerenschalen und reichlich vorhandenen Fruchtkernen entzogen werden, zu zähmen, hat sich der Ausbau im kleinen Holzfaß für Cabernet Sauvignon als fast schon notwendige Voraussetzung für späteren Genuß etabliert. Durch bewußten Kontakt mit Sauerstoff während des Faßausbaus, der je nach Qualität und Reife des Weines bis zu 18 und mehr Monaten dauern kann, versucht man dabei die Polymerisation der Phenole/Gerbstoffe in feinere Bahnen zu lenken. Wie kaum eine andere rote Rebsorte belohnt großer Cabernet Sauvignon diese Faßreifung mit subtil komplexen Geschmacks- und Aromastoffen, die sich über viele Jahre der Reife zu einem delikaten Bukett entfalten, das in seiner Vielschichtigkeit und Tiefe einmalig ist. Aus einem deftigen, gerbstoffbetonten harten Burschen in der Jugend wird so mit den Jahren ein gediegener, edler Grandseigneur, der Finesse vor Kraft und Komplexität vor Wucht stellt.

In den letzten Jahren kommen speziell aus Kalifornien reinsortige Cabernet Sauvignons, die so sorgfältig gekeltert und verarbeitet wurden und so lange im Holzfaß auf der Hefe reifen konnten, daß sie unvergleichliches Weltklasseniveau erreichen, das den Weinen der alten Welt neue Maßstäbe vorgibt. Die enorme Popularität der Rebsorte sorgt so für ungewöhnliche Qualitätsdynamik in jenen Weinbergen der Welt, in denen Cabernet Sauvignon engagiert angebaut wird.

Um den Ursprung der Rebsorte ranken sich viele Märchen und Geschichten. 1997 ergab eine DNA-Analyse der berühmten Wein-Universität von Davis in Kalifornien, daß Cabernet Sauvignon mit größter Wahrscheinlichkeit eine Kreuzung aus Cabernet Franc und Sauvignon Blanc ist, was großes Erstaunen in der Fachwelt auslöste, bis heute aber unwidersprochen blieb. Tatsächlich tritt die Rebsorte nicht, wie immer wieder behauptet wird, schon im 16. Jahrhundert in Bordeaux offiziell in Erscheinung, sondern erst Ende des 18. Jahrhunderts, als im Médoc die ersten großen Weingüter entstehen. Nach der Reblauskatastrophe ist es die Merlot, die zusammen mit Cabernet Franc in Bordeaux maßgeblich angebaut wird. Erst in den 1980er Jahren nimmt die Rebfläche an Cabernet Sauvignon vor allem im Médoc enorm zu, in den späten 1990er Jahren kommt dann der Merlot wieder mehr ins Spiel. Der Klimawandel sorgt schließlich nach 2001 dafür, daß wieder dickschalige, später reifende Sorten wie Cabernet Sauvignon, Malbec, Petit Verdot und Cabernet Franc vermehrt angepflanzt werden.

Es sind also Geschmacksmoden aber auch klimatische Notwendigkeiten, die zu einem sich dynamisch verändernden Rebsortenspiegel führen im weltberühmten Bordeaux, mit dem Cabernet Sauvignon stets fast schon zwangsläufig in Verbindung gebracht wird, obwohl er dort nur äußerst selten reinsortig abgefüllt wird. Neue Maßstäbe für die Rebsorte werden heute eher in der neuen Welt, und dort vor allem in Washington State und Kalifornien, gesetzt, weniger in der alten Welt.


 

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je Flasche à 0.75l / 22,00 €/L
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Italien - Maremma
rotCabernet Sauvignon, Merlot
Langsam
6er Karton
Art-Nr. ITR08801
Inhalt 0.75l
Alkohol: 14 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2016+
Restzucker: < 1 g/l
Ausbau: Barrique
Boden: Braunerde (kalkhaltig)
Dekantieren: Ja
Vergärung: Nein
Verschlussart: Naturkork