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'Kepos' IGT Rosso Maremma 
2010

'Kepos' IGT Rosso Maremma

Viele unserer Kunden kennen Elisabetta Foradori aus dem Trentino als jene Winzerin, die den faszinierenden Teroldego zu neuer Blüte erweckte. Mit Elisabetta arbeiten wir seit gut 25 Jahren zusammen, ihre brillanten Weine genießen großen Erfolg und Achtung in unserem Programm. Es lag deshalb auf der Hand, auch ihr Weingut in der toskanischen Maremma aufzunehmen. Dort hat sie zusammen mit zwei Freunden ein nicht nur sehr spannendes, sondern auch wegweisendes Projekt aus der Taufe gehoben, das heute als „Ampeleia“ für nachhaltige Furore sorgt.

Hier stellen wir Ihnen „Kepos“, den „anderen“ Ausdruck von „Ampeleia“ vor. Eine Art Zweitwein, ohne der Zweite zu sein.

Er unterscheidet sich vom großen „Ampeleia“ grundsätzlich. Während „Ampeleia“ selbst in der Tradition der Maremma steht und aus Sangiovese und Cabernet Franc gekeltert wird, widmet Elisabetta ihren „Kepos“ den fünf großen mediterranen Rebsorten, die rund um das Mittelmeer seit Jahrhunderten die Weinlandschaft dominierten: Grenache, Mourvèdre, Marselan, Carignan und Alicante. Keine Spur also von der üblichen, inzwischen doch recht uniform wirkenden Maremma-Stilistik, sondern expressive Aromatik, seidige Gerbstoffe, wie man sie in Italien mit der Lupe suchen muß, und belebende Frische in einem würzig dichten Aromengeflecht, das an Macchia und Garrigue ebenso erinnert, wie an orientalische Gewürze.

Was uns am meisten begeistert, sind die raffiniert kühlen Gerbstoffe, die sich samtig fein und erstaunlich druckvoll und lang auf die Zunge ergießen, feinverwoben, elegant und herzhaft mediterran. Kein Wein, den man spontan mit Italien oder gar der Maremma verbinden würde. Kein Wein, der sofort und unmißverständlich Herkunft signalisiert, kein Wein, den man zuordnen könnte. Die Maremma ist eine Region, die ihren Charakter erst finden muß, die sich von Sassicaia und Ornellaia und all den anderen teuren Prestigeobjekten auf Cabernet-Basis erst mal emanzipieren muß, um eine eigene Identität abseits der üblichen Kopien zu finden.

„Kepos“ weist mit Ampeleia hier den Weg in eine neue, andere Zukunft. Man darf gespannt sein. Mutig, ein solch avantgardistisches Projekt in einer derart noblen und teuren Umgebung zu starten, die so arriviert sein will, ohne es wirklich zu sein. Elisabetta Foradori wurde mit ihrem „Ampeleia“ entsprechend belächelt und kritisiert, wurde dem Untergang geweiht, und es war und ist noch immer ein enorme Herausforderung, die alten Rebsorten in zwar mediterraner, aber eben doch unbekannter Umgebung zu etablieren. Doch heute steht fest, daß „Kepos“ Identität und Charakter besitzt und zu den spannenden Weinen der Maremma gehört. Südfranzösische Aromatik trifft auf nordafrikanische Aromenkomplexität und im Mund ahnt man die raffinierte Frische der kühlen Nächte und heißen Tage der Maremma.



Ein ganz eigener originell mediterraner Rotwein, der in den kalten Nächten des Dezember mit raffiniert seidiger Struktur verwöhnt. Testen Sie doch unseren 'Wein des Monats Dezember' mal!   
 

Ampeleia

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Die Rebe

Cuvée rot

Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.

In Deutschland bezeichnet man mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.

Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.

Häufig begegnet man auf Etiketten Begriffen wie Tête de Cuvée oder Cuvée Prestige; damit bezeichnen die Franzosen ihre besten Weine im Keller, ihre Spitzencuvées, ihre besten Partien, egal ob sie reinsortig sind oder verschnitten wurden. Um es kompliziert zu machen bezeichnet man in der Champagne den aus der Kelter laufenden Vorlaufmost, der die höchste Qualität liefert, ebenfalls als Cuvée, nennt dort aber zugleich verschiedene Abfüllungen Cuvée, weil die großen Markenchampagner kunstvoll aus bis zu 100 verschiedenen Einzelpartien miteinander verschnitten werden, um so das erwartete Geschmacksbild garantieren zu können.

Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Châteauneuf du Pape z. B. verschneidet man bis zu 13 Rebsorten miteinander, wobei auch weiße Sorten im roten Châteauneuf zugelassen sind. Das macht man, um durch körperreiche, farbintensive, gerbstoffbetonte Rebsorten die oxidationsempfindlichen, leichteren, aromatisch duftigeren und eleganteren Rebsorten vor Oxidation zu schützen und eine längere positive Entwicklung gewährleisten zu können. Auf diese Weise verschneidet man z. B. ‚kühle’ Rebsorten (wie Syrah) mit ‚warmen’ (wie Grenache), empfindliche mit unempfindlichen, reduktive mit oxidativen etc. etc.

Das geschieht stets nach peniblen Vorverkostungen in mehr oder weniger aufwendigen Probenreihen. Tatsächlich kann eine gekonnt zusammengestellte Cuvée besser schmecken als die einzelne Rebsorte für sich, weil sich Frucht, Gerbstoffgehalt und Alkohol zum harmonischen Ganzen vereinen. Praktisch jeder Bordeaux, viele Chiantis, nahezu jeder Rotwein aus der Rioja oder dem portugiesischen Dourotal, dem Veneto, der Provence, dem Languedoc oder dem südlichen Rhônetal besteht aus zwei bis fünf, manchmal auch mehr Rebsorten, die auf dem Etikett nicht ausgewiesen werden.

Das deklarieren auch wir als Cuvée, egal ob weiß oder rot, geben dann aber immer die wesentlichen Rebsorten an. Alles klar?

 

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Italien - Toskana
rotCuvée rot
Langsam
6er Karton
Art-Nr. ITR10900
Inhalt 0.75l
Alkohol: 13,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: 2016+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Biologisch
Ausbau: Tradit. Holzfaß
Boden: Kalkmergel
Besonderes: In Umstellung auf Biodynamik
Dekantieren: Ja
Vergärung: Reinzuchthefe
Verschlussart: Naturkork

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