Search Site

You're currently on:

'Uis Neris' Rosso Venezia-Gulia IGT 
2003

'Uis Neris' Rosso Venezia-Gulia IGT

Die letzten Flaschen dieses spannenden Naturweines, der in italienischen Alternativ-Kreisen großen Ruf genießt, gibt es zum allerletzte Flaschen-Sonderpreis: Statt 24.- €. Da heißt es: Zugreifen und weggenießen.

'Uis Néris', Friauler Weinrealität aus riskant biodynamischem Anbau. Denis Montanar, Bauer aus Überzeugung, Winzer aus Überzeugung, Biodynamiker aus Überzeugung, sprengt bekannte Geschmacksgrenzen und weist sensorisch neue Wege. In der alternativen Weinszene von Kopenhagen, London, New York oder Tokio sorgen die Naturweine von Denis Montanar für Furore. Dort schmücken sie die besten und avanciertesten Weinkarten. Der nächste Trend ist Naturwein . . .

Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und Merlot schwingen sich in seinem Uis Neris des Jahrgangs 2003 zu dichter, kühler Rotweinpackung einer Konzentration an Würze und Mundgefühl auf, wie sie für Italien selten ist. Der Wein wirkt entwaffnend in seiner Ursprünglichkeit und Natürlichkeit. Zugegebenermaßen auch gewöhnungsbedürftig, denn er ist kaum geschwefelt. Seine ätherische Nase muß man mögen, sie ist hart an der Grenze zur flüchtigen Säure, bekommt die Gratwanderung aber genau hin, wie so oft in Italien. Dieses Phänomen kennt man von jedem einigermaßen guten Brunello oder Barolo, bei Cabernet und Merlot merkt man es aber mehr als bei den 'sauren' Rebsorten Nebbiolo oder Sangiovese.

Buchstäblich pechrabenschwarz, gibt er sich dick und undurchdringlich, sein Bukett ist komplex kräuterwürzig und ultrareif, exotisch gewürzt, beerig, pfeffrig, orientalisch überschwenglich und intensiv - und doch kühl, distinguiert und verständlich, fast simpel in seiner Ehrlichkeit.
Klasse beweist der Wein auch auf der Zunge, wo er sich frisch präsentiert, bei aller Konzentration in den Gerbstoffen, die ihn fast mächtig erscheinen lässt, was er nicht ist. Die natürliche Weinbereitung zähmt seine Wildheit nicht, sondern setzt die Natur auf Messers Schneide. Frische und Exotik. Fremdes und Bekanntes vereinen sich in diesem Naturwein zu ungewohntem Weinerlebnis, das Grenzen sprengt. Man schmeckt ihn, den Verzicht auf Schwefelung, Schönung und Filtration. Die Gerbstoffe sind präsent, bleiben, wie sie die Natur gemacht hat, und im expressiven Duft spürt man die Wildheit von Winzer und Wein in ihrem Streben nach Natürlichkeit. Unbekannte Offenheit in herbem Texturvergnügen als Mundgefühl. Ein Naturwein, der zu Diskussionen Anlaß gibt, aber beweist, daß das, was wir für 'normal' halten im Wein, auch nur eine Frage der Konvention und Definition ist. Wer recht hat, so es das hier gibt, entscheidet letztlich der Markt. Spannend ist es allemal . . .

Borc Dodòn

Das Friaul, einst Italiens sterilste High-Tech-Weinregion, wurde in den letzten Jahren zur Keimzelle einer Bewegung, die sich den sogenannten wahren Weinen, den ‚vini veri’, verschrieben hat. Winzer wie Gravner, Radikon, Bensa, Borc Dodon und andere verweigern sich radikal der konventionellen Agrarindustrie und widmen sich im Keller durch ausgedehnte Maischestandzeiten für Weißweine und Verzicht auf Schwefelung ganz generell maximal individuellen Weinerlebnissen abseits der globalen, insbesondere aber der italienischen Technik-Monotonie.

Denis Montanar, ein bescheidener, fast introvertiert auftretender junger Winzer aus Villa Vicentina bei Udine, versucht mit seinem landwirtschaftlichen Betrieb Borc Dodòn überlieferte bäuerliche Traditionen wiederzubeleben. Dazu setzt er in seinen Wein jenes alte Erfahrungswissen um, das er aus Archiven und Gesprächen mit den Alten im Dorf in Erfahrung gebracht hat.

Dabei geht er kompromißlos ans Werk, doch das Geschäft der Naturweinproduktion ist riskant. Wir haben uns schon vor über zehn Jahren mit dem Ausbau in Amphoren beschäftigt und wir verfolgten schon damals die Anti-Schwefel-Bewegung, von der wir heute gar nichts mehr halten, weil wir im Schwefel im Wein keinen Gegner, sondern einen notwendigen Partner sehen, der nur richtig eingesetzt werden will, was maßgeblich an der Chemie des Weines hängt, von der viele Exponenten dieser Bewegung aber leider gar keine Ahnung haben.

Auch Denis Montanar geht es um maximal natürlichen Wein. Den baut er auf den tiefgründigen Schotterböden seiner Lagen rund um Villa Vicentina in vorwiegend alten Friauler Rebsorten an: Cabernet Franc und Sauvignon, Merlot, aber auch Refosco, Verduzzo, Sauvignon Blanc und Tocai verhilft er im Keller durch weitgehend nichtmanipulativen Ausbau zu so spannender wie gewöhnungsbedürftiger Stilistik.
Doch immer wieder mißlingt ihm ein Wein, mal gärt einer auf der Flasche nach, mal wird einer Opfer der Essigsäurebakterien, weil er zu wenig geschwefelt war. Wir sind vorsichtig geworden und bieten keinen seiner schwefelfreien Weine mehr an. Trotzdem sollten Sie seine faszinierend natürlichen Weinpersönlichkeiten unbedingt am besten unter 14°C lagern und möglichst bald nach Abfüllung trinken. Für längere Lagerung sind seine Weine nicht gemacht und wir können nicht für sie garantieren, so spannend sie sind. Das ist der Preis, den man für diese Art von Natürlichkeit im Wein bezahlen muß.

Mehr von diesem Produzenten
 

Die Rebe

Cabernet Franc

Noch vor wenigen Jahrzehnten war Cabernet Franc, früher reifend und wetterresistenter als sein ‚Bruder’ Sauvignon, die Basis eines guten Bordeaux. Er glich die Kapriolen des Merlot und des Cabernet Sauvignon aus. Doch dann verdrängte die moderne Merlot-Seuche den zickigen Franc, der stärker im Wuchs ist als Cabernet Sauvignon und  trotzdem einen längeren Anschnitt braucht, weil er kleinere Erträge liefert; sein Hang zum Verrieseln sorgt regelmäßig für natürliche Ertragsreduzierung und die dickschalige Rebsorte ist anfällig für Pilzkrankheiten. Doch der größte ‚Nachteil’ für den Winzer ist sein kleines Reifefenster: Um ein aromatisch reifes und interessantes Aromaprofil zu erzielen, muß Cabernet Franc in einem ganz bestimmten Reifeintervall, das oft nur wenige Tage groß ist, gelesen werden.

Nach seiner Verdrängung aus den Weinbergen des Bordelais über die letzten zwanzig Jahre zwingt jetzt der Klimawandel den kühlend wirkenden Cabernet Franc wieder zurück. Der beliebte Merlot ist zu heiß geworden, zu alkoholisch, er braucht aromatische 'Kühlung'. Die garantieren ihm, neben dem Cabernet Franc, auch die einst altbewährten, dann aber bewußt eliminierten dickschaligen Malbec und Petit Vedot, die derzeit ebenfalls ein ungewolltes aber fast zwangsläufiges Comeback in den Weinbergen Bordeaux feiern.

Wenn Cabernet Franc reif gelesen wird, kann er mit dunkel würzigem, komplexem Duft nach frischem grünem Pfeffer, animierenden Kräutern und kühl wirkendem Hauch von Süßholz und Veilchen aromatisch begeistern. Jene unattraktiv kräuterig grünen, harten Noten, die an unreife Paprika und frisch gemähtes Gras in Duft und Geschmack erinnern, die ihm in den neunziger Jahren schlechten Ruf einbrachten, sind nichts anderes als Indiz für schlechte Laubarbeit im Sommer, zu frühe Lese, unreifes Traubenmaterial und zu hohe Erträge, sprich für schlechte Winzerarbeit.

In Reinkultur kann man Cabernet Franc heute am besten an der Loire erleben und genießen; in Chinon, Bourgueil, Saumur-Champigny oder Brissac bewirkt der Klimawandel wahre Wunder; noch nie waren rote Loireweine so aufregend, so reif und so gelungen wie in den Jahren seit 2001.

So bekannt und beliebt Cabernet Sauvignon ist, so wenig bekannt ist Cabernet Franc. Dabei sind gute reinsortige Cabernet Francs die vielleicht interessanteste Bordeaux-Alternative überhaupt. Interessanter in Duft und Geschmack sind sie, wenn gut gemacht, allemal. Die starken Jahrgangsschwankungen, die die Rebsorte spürbar prägen, strapazieren unsere Loyalität Winzern wie Rebsorte gegenüber allerdings immer wieder. Deshalb scheint die umstrittene Rebsorte ihre optimale Wirkung in Verschnitten mit Cabernet Sauvignon und Merlot am überzeugendsten zu verwirklichen. Ihre aromatische Komplexität und ihre angenehm kühlenden Eigenschaften kommen im elegant frischen Charakter einer gekonnt zusammengestellten Cuvée am besten zur Geltung.

 

Senden Sie Ihren Freunden eine Empfehlung zu diesem Produkt per E-Mail.

 

Absender:





Empfänger:





14,99 €
je Flasche à 0.75l / 19,99 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
Italien - Friaul
rotCabernet Sauvignon, Cabernet Franc
Langsam
6er Karton
Art-Nr. IFR03100
Inhalt 0.75l
Alkohol: 13,8 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2014+
Restzucker: < 1 g/l
Anbau: Biodynamisch
Ausbau: Holzfaß > 300 l
Boden: Kiesel (Galet)
Besonderes: Zertifiziert, ungeschwefelt!
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

Auch von diesem Winzer

  1. Refosco Rosso 'Scodavacca' IGT
    2003
    Refosco Rosso 'Scodavacca' IGT
    18,99 €
    0.75l