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'Merlot' rosso Venezia-Gulia IGT 
2007

'Merlot' rosso Venezia-Gulia IGT

Exklusiv für Sie im Resteverkauf: Statt 9.80 € nur noch schäbige 6.99 € für die allerletzten Flaschen.

Erfreut sich bisher großer Beliebtheit. Kräuterwürzig, kühl, saftig und von angenehm dichter Gerbstoffpräsenz unterfüttert, ein Merlot ungewöhnlich natürlicher Machart und Charakteristik. Denis Montanar, bekannter Biodynamik-Winzer und -landwirt aus Villa Vicentina im südlichen Friaul, produziert Weine, die in keine der bekannten Schubladen passen. Er geht absolut kompromißlos ans Werk, verwendet kaum Schwefel, vergärt spontan, läßt seine Weine lange im Faß liegen. Sie sind alles, nur nicht massenkompatibel. Sie strahlen eine Natürlichkeit aus, an die man sich gewöhnen muß.

Doch keine Angst: Sein süffiger Merlot ist kein großer Wein, dafür geht ihm die dekadente Süße ab und im modischen neuen Holzfaß lag er auch nicht, weshalb er nicht der typische Gaumenschmeichler ist, zu dem Italiens Winzer den Merlot meist machen, doch er bietet zum fast unglaublichen Preis entwaffnende Ehrlichkeit und nackig unmanipulierten Rebsortencharakter, wie man ihn heute kaum noch erleben kann. Mutige Weinrealität.

Denis Montanar liest seine Trauben zur richtigen Zeit und präsentiert seinen Merlot mit jenem grünlich würzigen Vegetalaroma, das die Rebsorte braucht, um Frische und Charakter zu zeigen. Wie alle seine Weine ist auch dieser kaum geschwefelt, weshalb er bald getrunken werden sollte. Dieser Merlot macht, am besten leicht gekühlt serviert, im Sommer richtig Spaß. Kräuterwürzig, kühl, saftig und von transparenter, unaufdringlicher Gerbstoffpräsenz unterfüttert, duftet er appetitlich würzig nach reifen getrockneten Tomaten und frischen grünen Kräutern. Und das aus seriösem Bioanbau. Der sogenannte Naturwein ist heute in aller Munde. Hier können Sie ihn zum fairen Reste-Preis probieren. Ein rarers Schnäppchen mit Mehrwert.

Letztmaliger Restepreis statt 9.80 € nur noch 6.99 €. 

Borc Dodòn

Das Friaul, einst Italiens sterilste High-Tech-Weinregion, wurde in den letzten Jahren zur Keimzelle einer Bewegung, die sich den sogenannten wahren Weinen, den ‚vini veri’, verschrieben hat. Winzer wie Gravner, Radikon, Bensa, Borc Dodon und andere verweigern sich radikal der konventionellen Agrarindustrie und widmen sich im Keller durch ausgedehnte Maischestandzeiten für Weißweine und Verzicht auf Schwefelung ganz generell maximal individuellen Weinerlebnissen abseits der globalen, insbesondere aber der italienischen Technik-Monotonie.

Denis Montanar, ein bescheidener, fast introvertiert auftretender junger Winzer aus Villa Vicentina bei Udine, versucht mit seinem landwirtschaftlichen Betrieb Borc Dodòn überlieferte bäuerliche Traditionen wiederzubeleben. Dazu setzt er in seinen Wein jenes alte Erfahrungswissen um, das er aus Archiven und Gesprächen mit den Alten im Dorf in Erfahrung gebracht hat.

Dabei geht er kompromißlos ans Werk, doch das Geschäft der Naturweinproduktion ist riskant. Wir haben uns schon vor über zehn Jahren mit dem Ausbau in Amphoren beschäftigt und wir verfolgten schon damals die Anti-Schwefel-Bewegung, von der wir heute gar nichts mehr halten, weil wir im Schwefel im Wein keinen Gegner, sondern einen notwendigen Partner sehen, der nur richtig eingesetzt werden will, was maßgeblich an der Chemie des Weines hängt, von der viele Exponenten dieser Bewegung aber leider gar keine Ahnung haben.

Auch Denis Montanar geht es um maximal natürlichen Wein. Den baut er auf den tiefgründigen Schotterböden seiner Lagen rund um Villa Vicentina in vorwiegend alten Friauler Rebsorten an: Cabernet Franc und Sauvignon, Merlot, aber auch Refosco, Verduzzo, Sauvignon Blanc und Tocai verhilft er im Keller durch weitgehend nichtmanipulativen Ausbau zu so spannender wie gewöhnungsbedürftiger Stilistik.
Doch immer wieder mißlingt ihm ein Wein, mal gärt einer auf der Flasche nach, mal wird einer Opfer der Essigsäurebakterien, weil er zu wenig geschwefelt war. Wir sind vorsichtig geworden und bieten keinen seiner schwefelfreien Weine mehr an. Trotzdem sollten Sie seine faszinierend natürlichen Weinpersönlichkeiten unbedingt am besten unter 14°C lagern und möglichst bald nach Abfüllung trinken. Für längere Lagerung sind seine Weine nicht gemacht und wir können nicht für sie garantieren, so spannend sie sind. Das ist der Preis, den man für diese Art von Natürlichkeit im Wein bezahlen muß.

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Die Rebe

Merlot

Merlot ist ein Phänomen. Die seit den achtziger Jahren stetig populärer werdende rote Rebsorte ist die einzige weltweit, die international fast überall Zuwachs an Rebfläche verzeichnen kann. Mit weltweit über 200.000 Hektar steht Merlot inzwischen auf Platz 6 der internationalen Rebsorten-Hitliste.

 Merlot verdankt seine Popularität seiner fülligen, üppigen Frucht und seinem körperreichen, vollmundigen Geschmack; Merlot ist relativ früh trinkbar und trinkreif, und er reift schneller als der meist mit ihm verschnittene Cabernet, den er bereits in geringem Verschnittanteil früher zugänglich macht. Das hängt allerdings entscheidend von der Qualität des Merlot ab. Merlot kann, wie in vielen italienischen Ausgaben nachzuvollziehen, unglaublich simpel und ordinär ausfallen; dann schmeckt er eindimensional kräuterwürzig, hat keine Süße und keinen Charme und wird zum puren Ärgernis. Auch im Languedoc, aus Spanien oder aus Chile kennen wir ähnlich ärgerliche Merlots, die eher an grasig unreifen Cabernet Franc denn an Merlot erinnern.

Merlot muß in der Produktivität gezügelt und im Wasserhaushalt und in der Blattfläche geschickt gesteuert werden, um nicht zu reif oder zu unreif auszufallen. In Bordeaux protzen Merlots inzwischen mit 15 und mehr Volumenprozent, was Zweifel an deren Reife- und Entwicklungsfähigkeit aufkommen läßt. Merlot wird dort in den letzten Jahren, angefeuert durch Parkers Punktediktat, dem sich viele Produzenten zu beugen scheinen, immer mehr zur Karikatur seiner selbst. Dicke, süße, marmeladige Weine von unnatürlicher Konzentration und Struktur bekommen zwar viele Punkte, doch sie zerfallen schnell, reifen schlecht und werden zum Ärgernis, was die Rebsorte nicht verdient hat. Das beweisen jene erstklassigen Exemplare von Könnern wie z. B. Familie Mitjavile oder Christian Veyry, die edel wirken, kühl, raffiniert geschmeidig und den Vorteil der Merlot auf den spät reifenden Böden der rechten Seite der Gironde gekonnt nutzen und umzusetzen verstehen. Merlot braucht, will sie ihr geschmackliches Potential nutzen, entsprechend geeignete Böden, engagierten Anbau und einen Lesezeitpunkt, der sich an ihrer Aromatik, nicht an ihrer Reife orientiert. Ansonsten verkehrt sich ihr Charakter schnell ins beschriebene Gegenteil.

Merlot ist eine frühreifende Sorte, die deutlich dünnere Beerenschalen besitzt als die Cabernet-Familie. Daraus entsteht der besondere Reiz der berühmten und längst weltweit praktizierten Bordeaux-Blends aus Cabernet und Merlot. Bei langer, gleichmäßiger Reifezeit der Beeren am Stock kann Cabernet ausreifen und liefert dann eindrucksvoll gerbstoffbetonte Cuvées mit Kraft und Potential; bei witterungsbedingt kürzerer Reifezeit der Trauben reift die Merlot sicher aus, während die Cabernets sich unreifer präsentieren, die Cuvée wird dann merlotbasiert sein und entsprechend charmant ausfallen. Merlot reift auf spätreifenden, lehmig sandigen Ton-Böden besonders gut und ergibt dort charakteristisch fleischige Weine, die samtiges, geschmeidiges Tannin in milder Säure bieten. Grundsätzlich ähnelt Merlot aromatisch in der Jugend der Cabernet-Familie, entwickelt aber statt deren herber, aristokratischer Gerbstoffdichte eher ‚süßeren’, etwas malzig an Kaffee, Karamell und Nougat erinnernden Geschmack in samtig weichem Gerbstoffprofil.

Über die Herkunft der Rebsorte ist wenig bekannt. Sie findet im 14. Jahrhundert als ‚Crabatut noir’ erste schriftliche Erwähnung in Bordeaux; im Jahr 1784 nennt man sie bereits 'Merlot' und sie wird zu einer der wichtigen Sorten in Bordeaux, wo sie im 19. Jahrhundert zur dominanten Sorte aufsteigt. Dann kommt die Reblaus, die den Rebsortenspiegel in Bordeaux nachhaltig stört. Alte angestammte Sorten wie Abouriou und Carmenère, der fast vollständig verschwindet, Petit Verdot und Malbec, aber auch Grenache, die damals tatsächlich im Bordelais anzutreffen war, verschwinden weitgehend und werden durch Cabernet Franc, vor allem aber durch Cabernet Sauvignon ersetzt. Heute ist Merlot wieder auf dem Vormarsch, vor allem im Médoc wird er seit zwanzig Jahren verstärkt angepflanzt, so daß er seine einstige Vormachtstellung im Rebsortenspiegel des Bordelais wieder anstrebt.

Lange hat man gerätselt, wer die Eltern der beliebten Rebsorte sein könnten. Erst 2009 gelang der Nachweis, daß die so gut wie ausgestorbene, vermutlich sehr alte, frühreifende Rebsorte Magdeleine Noire des Charentes, die auch zu den Eltern des Malbec gehört, sowie Cabernet Franc die Kreuzungs-Eltern der Rebsorte Merlot sind.

 

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6,99 €
Vorübergehend nicht verfügbar.
je Flasche à 0.75l / 9,32 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
Italien - Friaul
rotMerlot
Langsam
6er Karton
Art-Nr. IFR07101
Inhalt 0.75l
Alkohol: 12,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2013+
Restzucker: < 1 g/l
Anbau: Biodynamisch
Ausbau: Holzfaß > 300 l
Boden: Kiesel (Galet)
Besonderes: Minimal geschwefelt!
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

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