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Bianco di Custoza
Gianni Piccoli genießt als Obstbauer rund um den Gardasee hohes Ansehen, beweist aber auch als Winzer Klasse und Engagement. Seine Weine findet man auf den besten Weinkarten des Veneto. Das kommt nicht von ungefähr, denn er widmet seinen Trauben das gesamte Rebjahr hindurch seine tägliche Arbeit; die Ernte geschieht von Hand, nur im Keller vertraut er bewährter Technik, um die Gesundheit seiner Trauben in reintönigen, süffigen Wein umzusetzen, wie er für das Veneto steht. Sauber und stimmig verbindet er Anspruch mit Realität.
Gianni Piccolis Bianco di Custoza, seit über 20 Jahren bei uns im Programm, ist der ideale Schoppen für den schnellen Weindurst, die Trattoria, die Party, die Urlaubserinnerung, das Sentiment. Ohne Ecken und ohne Kanten produziert, besitzt er kaum eigenen Charakter oder Persönlichkeit, und wird doch zum sehr persönlichen Alltags-Tropfen, den man auch mal unbekümmert und fröhlich ohne Anlaß genießt, den man mit Freunden und mit Freude hinter die Binde kippt und der sich so frisch und spritzig bekömmlich und mild präsentiert, daß ihn nicht nur italophile Weintrinker zum alltäglichen Lieblingstropfen gekürt haben.
Gianni Piccolis Bianco di Custoza ist weit besser als die meisten lausigen Luganas, die die Kehlen zwischen der italienischen Grenze und München in unausrottbarer Einfalt malträtieren; ein Renner im Programm, der die Sehnsucht nach Urlaubsgefühl im grauen Alltag gekonnt zu bedienen versteht. Genüssliche Wein-Emotion.
Corte Gardoni di Gianni Piccoli
Mit Gianni Piccoli und seiner Azienda ‚Corte Gardoni’ aus Valeggio sul Mincio südlich des Gardasees, der heimlichen Hauptstadt der Tortellini, arbeiten wir seit mehr als zwanzig Jahren zusammen. Dabei stehen wir mit italienischen Weißweinen, allen voran dem unsäglichen Lugana, der in Bayern viele Weinkarten und noch mehr persönliche Trinkgewohnheiten unvermeidlich zu prägen scheint, auf Kriegsfuß. Während sich Weißwein weltweit vom alkoholhaltigen Freizeitgetränk zum charaktervollen Genußtropfen mausert, ist er in Italien als Urlaubserinnerung in seiner Entwicklung stehengeblieben.
Auch unser Gianni Piccoli gehört jener Generation norditalienischer Winzer an, denen die moderne Weintechnik in den siebziger Jahren neben dem Obstbau mit dem Wein nach Rezept eine sichere Einnahmequelle bescherte. Blitzende Edelstahltanks, temperaturkontrolliert kühle Vergärung per Reinzuchthefe, scharfe Mostvorklärung und ein kurzes Hefelager waren auch für ihn erfolgreiches Rezept für blitzblanke, reintönig frische Weißweine, wie sie der Tourist und italophile Weinfreund von den Winzern der Region zu erwarten scheint: Sauber gemacht für den schnellen Weindurst, die Trattoria, die Party, die Urlaubserinnerung, weitgehend ohne Charakter und deshalb so populär.
Doch Gianni Piccoli kann und will mehr, bearbeitet er doch seine Weingärten mit der gleichen Sorgfalt wie seine Obstgärten. Er fühlt sich wohl in der Natur, die für ihn Bestimmung ist. Also nutzt er heute die bewährte Technik im Keller für mehr Weincharakter und wurde zum vielleicht einzigen Winzer südlich des Gardasees, dem es nicht um möglichst schnellen Abverkauf geht, sondern um möglichst typischen Regionalcharakter. Seinen legendären Bianco di Custoza und seinen köstlich herben Chiaretto machte er zum Inbegriff gut gemachter venezianischer Alltagsweinkultur: Blitzblank, reintönig und technisch sauber, immer auf der reduktiven Seite, durch Reinzuchtvergärung im Finish dezent bitter, weil knochentrocken ausgebaut, damit aber auch besonders animierend bei Tisch; immer primärfruchtig, immer leicht und spritzig und damit einfach und schnell zu trinken. Typische Weine des Veneto, täglicher Trinkgenuß im besten Sinne. Unsere Anforderungen an ehrlichen und authentischen italienischen Weißwein und Chiaretto erfüllt jedenfalls niemand besser und überzeugender als Gianni Piccoli, unser Garant für so seriöse wie fröhliche Alltagsweine aus dem Veneto.
Die Rebe
Cuvée weiß
Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.
So bezeichnet man inDeutschland mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.
Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.
Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Weißweinen will man über den Verschnitt verschiedener Rebsorten die aromatische und strukturelle Komplexität, das Mundgefühl, eines Weines verbessern. Frische, säurebetonte Rebsorten kombiniert man deshalb z. B. mit besonders aromatischen, aber säurearmen Rebsorten, um so die Lagerfähigkeit, aber auch den Geschmackseindruck zu verbessern. So ist z. B. jeder Brut-Champagner eine Cuvée aus weißem Chardonnay (für Säure und Rasse) und rotem, aber weiß gekeltertem Pinot Meunier und Pinot Noir (für Frucht und Körper).
Insgesamt sind weiße Cuvées seltener als rote. Dennoch kann eine gekonnt zusammengestellte Weißwein-Cuvée besser riechen und schmecken als eine einzelne Rebsorte. Immer deklarieren wir das als Cuvée und nennen die enthaltenen Rebsorten.
![]() | Italien - Veneto |
![]() | Cuvée weiß |
![]() | 12er Karton |
| Art-Nr. IVW10601 | |
| Inhalt 0.75l |















