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Aglianico del Vulture Grifalco DOC
Was Fabrizio Piccin und seine Frau Cecilia mit ihrem reinsortigen Aglianico Grifalco präsentieren, ist südliche Purezza von seltener Klasse und Rasse. Rarer Lichtblick im Süden Italiens, liefert Grifalco doch kraftvolle Expressivität und bewundernswert eigenständige Persönlichkeit. Dem ursprünglichen Charme dieses herzhaften Roten aus der süditalienischen Basilicata kann man sich kaum entziehen.
Aglianico bevorzugt vulkanische Böden, auf denen sie als eine der feinsten alten Rebsorten Italiens kräftige, intensiv würzige Geschmacksfülle entwickelt. So bezaubert dieses wunderbare Exemplar mit einem Spiel und einer Finesse auf der Zunge, wie man sie aus Italiens Süden nicht gewohnt ist. Die alte Rebsorte präsentiert samtiges Mundgefühl in würziger Pracht der Aromen, geschmeidig, kraftvoll, ohne Übertreibung. Dezent kühl serviert begleitet Grifalco italienische und mediterrane Gerichte aller Art mit Bravour.
Genießen Sie einen eigenständigen Rotwein, der nach allen Regeln seriöser Handwerkskunst produziert wurde und beweist, daß Italien auch im tiefen Süden nicht rustikal schmecken muß, sondern Feinheit und Frische mit bekömmlichem Alkohol zu authentischem Herkunftsprofil vereinen kann. Es gibt sie, die Ausnahmen. Hier ist der Beweis, und das zu sehr reellem Preis. Unsere besondere Italien-Empfehlung.
Grifalco della Lucania
Fabrizio Piccin und seine Frau Cecilia Naldoni waren 20 Jahre lang erfolgreiche Produzenten in der Toskana. Ihr Weingut Salcheto in Montepulciano genoß besten Ruf. Doch das inflationäre Marketing-Getrommel in der Toskana und deren nachhaltige Identitätskrise bewogen die beiden, nach „echtem Terroir" für „wahren Wein“ zu suchen. Sie wollten „einfach nur gute Weinbauern" sein, Wein im Einklang mit der Natur „an einem Ort machen, an dem Rebe und Natur Respekt füreinander haben".
In der wenig populären Basilikata fanden sie, was sie suchten: 16 Hektar erstklassige Weinberge, verteilt auf vier Gemeinden mit sehr unterschiedlichen Terroirs, bestockt mit zehn bis dreißig Jahre altem, teilweise auch über fünfzig Jahre altem Aglianico. Die für Italien dicht bestockten Weinberge liegen zwischen 350 und 550 m Höhe, werden getrennt gelesen, verarbeitet und ausgebaut und erst spät miteinander verschnitten. Nur ein kleiner Teil reift im Holzfaß. Fabrizio Piccin: „Ich kenne die Basilikata seit vielen Jahren. Eine wunderbare, kaum bekannte Region, in der noch mit Respekt traditioneller Weinbau im besten Sinne betrieben wird, eine Seltenheit in Italien. Dort steht Aglianico auf seinem idealen Terroir und erlaubt mir zu interpretieren, was die Natur liefert; hier gibt es den Marketingdruck für eine bestimmte Stilistik wie in der Toskana nicht, hier kann ich versuchen, das wahre Potential einer ursprünglichen Rebsorte zu verstehen und zu nutzen.“
2004 war sein erster Jahrgang, ein beeindruckender Agliancio, saftig und druckvoll, von lebendiger Frische und unitalienischer Rasse im Trunk. Die typische Rustikalität der Rebsorte zügelte Fabrizio Piccin zu lebhaft natürlicher Ausstrahlung mit Herkunftscharakter. Italien beweist endlich in einer kleinen Nische des Marktes bewundernswerte Dynamik. Nach zwanzig Jahren Geschmacks- und Stildiktat durch Gambero Rosso und eine selbstverliebte Journaille erwecken engagierte Winzer wie Fabrizio Piccin den wahren Schatz des Landes, seine alten Rebsorten von vergessenen bzw. nie entdeckten Terroirs, zu neuem Leben.
Die Rebe
Aglianico
Aglianico ist eine wenig bekannte, dunkle, dickschalige Rebsorte, die das Potential hat, eine der feinsten Italiens zu sein, wenn sie nur entsprechend kompetent behandelt wird in Weinberg und Keller. Sie wird vor allem im süditalienischen Kampanien und der Basilikata angebaut, wo sie neuerdings herausragende Weine prägt, die das unbestrittene Qualitäts-Potential der Rebsorte beweisen. Diese Ausnahmeweine, als Aglianico del Vulture aus der einzigen DOC der Basilikata oder als Taurasi aus einer der wenigen DOCGs Süditaliens stammend, können mit jedem feinen Sangiovese aus der Toskana oder Nebbiolo des Piemont mithalten; sie beeindrucken durch profundes Reifepotential in gerbstoffbetonter Geschmacksfülle, die so kraftvoll wie mundfüllend samtig ausfallen kann. Allerdings braucht ein guter Aglianico ob seines hohen Gerbstoffgehaltes einige Jahre Zeit auf der Flasche, um seine Qualität wirklich entfalten zu können. Aglianico del Vulture neuer Machart kann einer der beeindruckendsten und wertvollsten Rotweine Süditaliens sein.
Die frühaustreibende Rebsorte gedeiht am besten auf den vulkanischen Böden am Monte Vulture in der Basilikata. Dort wird sie auf noch knapp 1200 Hektar angebaut, meist auf Lagen bis zu 600 m Höhe, wo sie die nötige nächtliche Abkühlung für Frische im Aroma und moderaten Alkohol erfährt. Tiefdunkle rubinrote Farbe, ein dunkelwürziges, eher vornehmes als 'lautes' Bukett, in dem man die Gerbstoffe schon zu riechen meint, sowie intensive, von kraftvoll präsenten Gerbstoffen geprägte Geschmacksfülle zeichnen einen guten Aglianco aus, der gekonnten Ausbau im Holzfaß braucht, um seine Tannine entsprechend zu harmonisieren und zu integrieren.
![]() | Italien - Basilicata |
![]() | Aglianico |
![]() | Langsam |
![]() | 6er Karton |
| Art-Nr. IBR08001 | |
| Inhalt 0.75l |

















