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Aglianico del Vulture Damaschito DOC 
2007

Aglianico del Vulture Damaschito DOC

Nur wenige Winzer sind über die Grenzen der Basilikata hinaus durch Qualität bekannt geworden. Zu den besten gehört Cecilia Naldonis und Fabrizio Piccins „Grifalco della Lucania“. Die beiden flohen erst vor wenigen Jahren aus dem toskanischen Montepulciano, wo sie einen der besten Vino Nobiles produzierten, in die Abgeschiedenheit der Basilikata, um dort erstklassige Rotweine aus der Aglianico-Traube zu erzeugen. Das gelang den beiden fast auf Anhieb. 2004 war ihr erster Jahrgang und ein wunderschöner fester, samtig dichter Aglianico, der bei uns binnen weniger Monate ausverkauft war. Als moderne Traditionalisten bezeichnen sich die beiden. Ihre funkelnagelneue Kellerei ist sachlich und kühl eingerichtet, kommt ohne jedes technische Mätzchen aus. In kreisförmig angeordneten konischen Gärbottichen wird mazeriert und vergoren, anschließend reifen die Weine in großen Holzfässern. Handwerkliche Perfektion vermitteln die Weine von „Grifalco“. Der große Jahrgang 2007 brachte dem jungen Weingut den Durchbruch, denn er brachte so kräftige wie weiche und harmonische Rotweine hervor, die sich wohltuend aus dem weichgespülten Önologen-Einerlei Italiens herausheben.
„Damaschito“ ist neu im Programm. Eine besondere Selektion in Keller und Weinberg, die das enorme Potential der Rebsorte Aglianico eindrucksvoll unter Beweis stellt. Dicht wirkt der Wein im Mund, herzhaft natürlich und lebendig, nicht weich und konturenlos, sondern präsent in den Gerbstoffen, die in dichten Spuren wohl spürbarer Präsenz über die Zunge ziehen. Italienisch bis in die letzte Faser wirken diese Gerbstoffe, weil man ihr Korn zu spüren meint und weil diese Art von Rustikalität zugleich für animierende Frische und Lust auf den nächste Schlick sorgt; trocken wirkt der Wein und verbreitet dabei doch die typisch balsamisch wirkende Fülle, die hochwertige Italiener oft auszeichnet. Charakter und Eigenart von wohltuender Expressivität. Im Duft Anklänge an hochwertige Bitterschokolade; der Süden läßt grüßen mit reifen Rumtopfnoten, die aber nicht heiß, sondern kühl wirken, und orientalische Gewürze dominieren das verführerisch würzige Bukett; weich und fast charmant wirkt der erste Schluck, dann nimmt man die reichlich vorhandenen Gerbstoffe wahr, deren Fruchtfülle dunkel und würzig wirkt, blaue Früchte in sich tragend, ein Wein von herbstlichem Atem, dessen feine, nervige Säure wunderbare Frische im Trunk verbreitet; animierend, nachvollziehbar hochwertig und ob seiner ungeschminkten Expressivität schon heute große Freude bereitend.
 

Grifalco della Lucania

Fabrizio Piccin und seine Frau Cecilia Naldoni waren 20 Jahre lang erfolgreiche Produzenten in der Toskana. Ihr Weingut Salcheto in Montepulciano genoß besten Ruf. Doch das inflationäre Marketing-Getrommel in der Toskana und deren nachhaltige Identitätskrise bewogen die beiden, nach „echtem Terroir" für „wahren Wein“ zu suchen. Sie wollten „einfach nur gute Weinbauern" sein, Wein im Einklang mit der Natur „an einem Ort machen, an dem Rebe und Natur Respekt füreinander haben".

In der wenig populären Basilikata fanden sie, was sie suchten: 16 Hektar erstklassige Weinberge, verteilt auf vier Gemeinden mit sehr unterschiedlichen Terroirs, bestockt mit zehn bis dreißig Jahre altem, teilweise auch über fünfzig Jahre altem Aglianico. Die für Italien dicht bestockten Weinberge liegen zwischen 350 und 550 m Höhe, werden getrennt gelesen, verarbeitet und ausgebaut und erst spät miteinander verschnitten. Nur ein kleiner Teil reift im Holzfaß. Fabrizio Piccin: „Ich kenne die Basilikata seit vielen Jahren. Eine wunderbare, kaum bekannte Region, in der noch mit Respekt traditioneller Weinbau im besten Sinne betrieben wird, eine Seltenheit in Italien. Dort steht Aglianico auf seinem idealen Terroir und erlaubt mir zu interpretieren, was die Natur liefert; hier gibt es den Marketingdruck für eine bestimmte Stilistik wie in der Toskana nicht, hier kann ich versuchen, das wahre Potential einer ursprünglichen Rebsorte zu verstehen und zu nutzen.“

2004 war sein erster Jahrgang, ein beeindruckender Agliancio, saftig und druckvoll, von lebendiger Frische und unitalienischer Rasse im Trunk. Die typische Rustikalität der Rebsorte zügelte Fabrizio Piccin zu lebhaft natürlicher Ausstrahlung mit Herkunftscharakter. Italien beweist endlich in einer kleinen Nische des Marktes bewundernswerte Dynamik. Nach zwanzig Jahren Geschmacks- und Stildiktat durch Gambero Rosso und eine selbstverliebte Journaille erwecken engagierte Winzer wie Fabrizio Piccin den wahren Schatz des Landes, seine alten Rebsorten von vergessenen bzw. nie entdeckten Terroirs, zu neuem Leben.

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Die Rebe

Aglianico

Aglianico ist eine wenig bekannte, dunkle, dickschalige Rebsorte, die das Potential hat, eine der feinsten Italiens zu sein, wenn sie nur entsprechend kompetent behandelt wird in Weinberg und Keller. Sie wird vor allem im süditalienischen Kampanien und der Basilikata angebaut, wo sie neuerdings herausragende Weine prägt, die das unbestrittene Qualitäts-Potential der Rebsorte beweisen. Diese Ausnahmeweine, als Aglianico del Vulture aus der einzigen DOC der Basilikata oder als Taurasi aus einer der wenigen DOCGs Süditaliens stammend, können mit jedem feinen Sangiovese aus der Toskana oder Nebbiolo des Piemont mithalten; sie beeindrucken durch profundes Reifepotential in gerbstoffbetonter Geschmacksfülle, die so kraftvoll wie mundfüllend samtig ausfallen kann. Allerdings braucht ein guter Aglianico ob seines hohen Gerbstoffgehaltes einige Jahre Zeit auf der Flasche, um seine Qualität wirklich entfalten zu können. Aglianico del Vulture neuer Machart kann einer der beeindruckendsten und wertvollsten Rotweine Süditaliens sein.

Die frühaustreibende Rebsorte gedeiht am besten auf den vulkanischen Böden am Monte Vulture in der Basilikata. Dort wird sie auf noch knapp 1200 Hektar angebaut, meist auf Lagen bis zu 600 m Höhe, wo sie die nötige nächtliche Abkühlung für Frische im Aroma und moderaten Alkohol erfährt. Tiefdunkle rubinrote Farbe, ein dunkelwürziges, eher vornehmes als 'lautes'  Bukett, in dem man die Gerbstoffe schon zu riechen meint, sowie intensive, von kraftvoll präsenten Gerbstoffen geprägte Geschmacksfülle zeichnen einen guten Aglianco aus, der gekonnten Ausbau im Holzfaß braucht, um seine Tannine entsprechend zu harmonisieren und zu integrieren.

 

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je Flasche à 0.75l / 21,20 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
Italien - Basilicata
rotAglianico
Langsam
6er Karton
Art-Nr. IBR07022
Inhalt 0.75l
Alkohol: 13,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2015+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Naturnah
Ausbau: Holzfaß > 300 l
Boden: Kalkmergel
Dekantieren: Ja
Vergärung: Reinzuchthefe
Verschlussart: Naturkork

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