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Irouleguy 'Hegoxuri' Blanc 
2009

Irouleguy 'Hegoxuri' Blanc

'Hegoxuri', baskisch für 'Weißwein', ist so originell wie sein Name und beweist typisch baskisches Selbstbewußtsein. Eigenwillig und ungewohnt duftet er nach gelben Aromen und Blüten, Akazie, Honig, Aprikose, Birne und reifer Mango. Erfrischend pikant wirkt seine Säure, die in knackig trockener Frische ein saftiges, fast salzig wirkendes Mundgefühl definiert, das ungewohnt wirkt und unbekannt schmeckt. Lassen Sie ‚Hegoxuri’ ruhig noch ein Jahr reifen, bevor Sie ihn probieren, und wenn Sie ihn fünf bis zehn Jahre im Keller vergessen, belohnt er sie mit schwülstig ‚gelber’ Aromenkomplexität und paßt dann perfekt zu schwarzen Trüffeln. 60 % Gros Manseng, 35 % Petit Manseng und 5 % Petit Courbu, regionale autochthone Rebsorten, werden mit Schale eingemaischt, spontan vergoren und reifen neun Monate im Holzfaß auf der Vollhefe. Knochentrocken und komplex in Aroma und Struktur bietet 'Hegoxuri' originelles Weißweinerlebnis, wie man es nicht oft entdeckt (unbedingt dekantieren!).
 

Domaine Arretxea

Irouléguy ist ein Dorf im französischen Baskenland, nicht weit von Biarritz entfernt. Irouléguy heißt auch die westlichste Appellation Frankreichs an der spanischen Grenze, am Fuße der Pyrenäen gelegen. Hier gedeihen auf sich über viele Kilometer hinziehenden schmalen Terrassenanlagen originell eigenständige Weiß- und Rotweine, die außerhalb ihrer Region kaum bekannt sind.

Therèse und Michel Riouspeyrous, sie Elsässerin, er Baske, betreiben auf ihrer nur 6 ha kleinen Domaine Arretxea biologischen und biodynamischen Anbau. Sie sind der führende Betrieb der winzigen Appellation und werden von Ecocert® zertifiziert. Ihre Parzellen schlängeln sich in schmalen Rebzeilen auf Terrassenanlagen über 25 Kilometer an den Hängen der Pyrenäenausläufer entlang. Durch diese regionale Art des Anbaus reifen ihre Trauben selbst in schwierigen Jahrgängen in der von harten Wetterextremen geprägten Region zuverlässig aus. Allerdings muß Michel Riouspeyrous das Laubwerk für die optimale Photosynthese regelmäßig bearbeiten und die kargen kalkhaltigen Böden aufwendig von Hand auflockern; er düngt mit hauseigenem Kompost und spritzt mit pflanzlichen Mitteln. Die gesamte Bearbeitung der Reben ist aufgrund der Geländetopologie nur von Hand möglich.

Therèse Riouspeyrous, für den Keller zuständig, vergärt die von Hand gelesenen Trauben spontan und baut ihre Weine langsam und schonend weitgehend in Holzfässern aus. Das gesunde und reife Traubenmaterial setzt sie im Einklang mit der Natur in von ihrer originellen Herkunft geprägte, unverwechselbare Weinoriginale aus den angestammt alten regionalen Rebsorten Tannat, Petit Courbu und Manseng um. Ihre Weine wagen weit mehr Charakter und Eigenart als die üblichen ‚Bioweine’. Die beiden Qualitätsfanatiker sehen im biologischen Weinbau denn auch nur die notwendige Voraussetzung für charaktervolle Urgesteine, die sich stilistisch und qualitativ selbstbewußt dem uniformen Mainstream widersetzen. Leicht verkäuflich sind ihre typisch baskischen Weine nicht, aber sie sind so originell und eigenständig, daß ihre kleine Produktion doch meist schon im Voraus ausverkauft ist. Schön, daß es solche regionalen Wein-Juwele noch gibt.

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Die Rebe

Manseng (Gros- & Petit)

Manseng ist eine der vielen, hierzulande wenig bekannten Rebsorten des französischen Südwestens. Eine vermutlich baskische Rebsorte, die es in heute noch in zwei Varietäten gibt: Gros Manseng und Petit Manseng. Die Rebsorte liefert pikante, säurebetonte, trockene Weißweine, sorgt aber im Jurançon auch für begeisternde Resultate in edelsüßen Weinen. In den letzten Jahren fand die eigenwillige Rebsorte so starkes Interesse, daß sich ihre Rebfläche von 90 ha im Jahre 1968 auf heute 1152 ha vervielfachte – eine Ausnahme in Frankreich!

Dabei wird Gros Manseng  hauptsächlich für die trockenen Weißweine des Jurancon, in Irouleguy sowie dem Béarn verwendet. Sie ist eine eigenständige Sorte, deren Erträge reichlich ausfallen und ihr Wein ist weniger elegant und fein als voll im Geschmack, etwas breit und kräftig mit ausgeprägt blumigem, animierend exotisch duftendem Charakter, den eine attraktive Säureader herzhaft frisch im Trunk prägt.

Petit Manseng ist die edlere Form der Sortenfamilie. Die vor allem in Jurancon verbreitete Rebe hat besonders kleine, dickschalige Beeren, die nur wenig Saft abgeben. Der Ertrag beläuft sich manchmal auf nur 15 hl/ha! Die Trauben können durch die dicken Beerenschalen lange am Stock reifen, so daß der Zuckergehalt durch den Eintrocknungsprozess extrem konzentriert wird. Dann erreichen Weine aus Petit Manseng auch ohne Edelfäule leicht potentielle Alkoholgehalte von 20 %, mit dennoch feiner frischer Säure und einem animierenden Bukett nach Ananas, Papaya, Mango und anderen exotischen Obstsorten. Die besten Weine stammen aber von edelfaulen Trauben, die auf spektakulär liegenden Terrassenweinbergen am Fuße der Pyrenäen in rund 600 bis 1000 m Höhe kaum bekannte, aber hochwertige Süßweine ganz eigener Stilistik und rarer Frische hervorbringen. Deren Potential gilt als groß und vielversprechend, weil die Weine zu den preiswertesten großen Süßweinen des Weltmarktes gehören, weshalb das Interesse an ihnen allmählich wächst, weit über Frankreichs Südwesten hinaus.

 

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je Flasche à 0.75l / 30,67 €/L
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Frankreich - Südwesten
weissManseng (Gros & Petit)
Langsam
12er Karton
Art-Nr. FSW09602
Inhalt 0.75l
Alkohol: 13,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: 2013+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: biodynamisch
Ausbau: Holzfaß > 300 l
Boden: Kalkmergel
Besonderes: Ecocert®
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

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