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Syrah 'L´Epicurienne' Spitzencuvée 
2010

Syrah 'L´Epicurienne' Spitzencuvée

2009 zeichnet sich an der Südrhône wieder durch satte Alkoholwerte aus. Die wollten in den Weinbergen durch entsprechende Boden- und Blattbearbeitung gezügelt werden. Dem jungen Nicolas Croze gelangen 2009 satte, saftige, dunkelfarbige Weine, die enormes Trinkvergnügen bieten und sich im Alkohol einigermaßen zurückhalten.
Gibt es auf der Welt ein preiswerteres Anbaugebiet als die Côte du Rhône? Nicolas Croze jedenfalls setzt mit seiner Cuvée ‚Notre Dame des Melinas’ Preis-Genuß-Maßstäbe, die schwer zu schlagen sind. 50% Grenache, 30% Syrah, 10% Cinsault und 10% Carignan von kalkigen Lehm-Kieselböden besorgen saftige Substanz und fruchtige Harmonie. Wärmend ohne heiß zu wirken. Mit Stiel und Stengel vergoren, deshalb mundfüllend, ohne trocken oder überextrahiert zu schmecken. Aromatisch satt und gekonnt in Frucht und Würze vermählt. Schokolade und schwarze Johannisbeere im Stelldichein mit Lakritze und schwarzen Oliven. Im Samthandschuh des großen Jahrgangs serviert. Zu einem Preis, der kaum zu glauben ist. Ein Glücksfall, wie ihn nur die Südrhône zu bieten hat.

Domaine Nicolas Croze

Die südliche Rhône bietet alles oder nichts. Noch immer präsentieren sich, so unsere Erfahrung, viel zu viele Weine auch renommierter Winzer dort gruselig durch Überextraktion verunstaltet; ihre harten, trockenen Tannine sind eine Qual und reifen miserabel. Die südliche Rhône ist eine bäuerlich strukturierte Region, in der die meisten Winzer kaum auf Reisen gehen, geschweige denn, daß sie viel verkosten würden, über den eigenen Tellerrand zu blicken ist hier die Ausnahme.

Anders der junge Nicolas Croze aus der Ardèche. Er ist viel unterwegs und beobachtet selbstkritisch, was sich in der Welt des Weines tut. Inzwischen gehören seine von Jahr zu Jahr stilistisch wie qualitativ souveräner profilierten Côtes du Rhônes zu unseren persönlichen Lieblingsweinen im Programm.

Direkt am Ausgang der im Sommer von Touristen belagerten Schlucht der Ardèche liegt das kleine Weingut von Familie Croze. Auf zahlreichen kleinen Parzellen, verstreut vom fruchtbaren Talgrund bis hoch auf das karge Plateau über St. Martin d´Ardèche, bearbeiten Vater und Sohn gemeinsam die Reben. Ihre Weine unterscheiden sich von anderen der südlichen Rhône markant: Unverkennbar kühl und aromatisch frisch beziehen sie Charakter nicht nur aus der kühlen nördlichen Lage am Fuße der Cevennen, sondern auch von tiefen, lehmig steinigen Böden, die für saftigen Geschmack und fruchtintensiven Duft sorgen. Um diesen besonderen Herkunftscharakter geht es dem jungen Nicolas Croze.

Sein Vater trat vor rund zehn Jahren aus der örtlichen Genossenschaft aus und begann mit der Direktvermarktung. Schon bald verkaufte er seine komplette Ernte direkt vor Ort. Seit 2005 sorgt Sohn Nicolas für frischen Wind im Keller mit bemerkenswert persönlicher Handschrift: Die von Hand gelesenen Trauben werden schonend ohne abgebeert zu werden in traditionellen Betoncuves vergoren und gereift; dort entwickeln sie ihre geschmeidige frische Tanninstruktur, angenehm saftig und seidig zugleich, mit intensiver Frucht und tiefgründiger Würze im Duft, die eher an die nördliche Rhône erinnern, denn an die südliche.

Im Weinberg setzt Nicolas Croze auf die sogenannte ‚Lutte raisonnée’, den naturnahen Anbau, im Keller setzt er nach eigenen Angaben ‚nur sensibel um, was die Natur mir liefert’. Dazu vergärt er spontan und mazeriert mit Stiel und Stengel und setzt so Maßstäbe mit stilsicheren Weinen, die vorbildlich preiswert sind und enorm viel Trinkfreude garantieren.

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Die Rebe

Cuvée rot

Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.

In Deutschland bezeichnet man mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.

Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.

Häufig begegnet man auf Etiketten Begriffen wie Tête de Cuvée oder Cuvée Prestige; damit bezeichnen die Franzosen ihre besten Weine im Keller, ihre Spitzencuvées, ihre besten Partien, egal ob sie reinsortig sind oder verschnitten wurden. Um es kompliziert zu machen bezeichnet man in der Champagne den aus der Kelter laufenden Vorlaufmost, der die höchste Qualität liefert, ebenfalls als Cuvée, nennt dort aber zugleich verschiedene Abfüllungen Cuvée, weil die großen Markenchampagner kunstvoll aus bis zu 100 verschiedenen Einzelpartien miteinander verschnitten werden, um so das erwartete Geschmacksbild garantieren zu können.

Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Châteauneuf du Pape z. B. verschneidet man bis zu 13 Rebsorten miteinander, wobei auch weiße Sorten im roten Châteauneuf zugelassen sind. Das macht man, um durch körperreiche, farbintensive, gerbstoffbetonte Rebsorten die oxidationsempfindlichen, leichteren, aromatisch duftigeren und eleganteren Rebsorten vor Oxidation zu schützen und eine längere positive Entwicklung gewährleisten zu können. Auf diese Weise verschneidet man z. B. ‚kühle’ Rebsorten (wie Syrah) mit ‚warmen’ (wie Grenache), empfindliche mit unempfindlichen, reduktive mit oxidativen etc. etc.

Das geschieht stets nach peniblen Vorverkostungen in mehr oder weniger aufwendigen Probenreihen. Tatsächlich kann eine gekonnt zusammengestellte Cuvée besser schmecken als die einzelne Rebsorte für sich, weil sich Frucht, Gerbstoffgehalt und Alkohol zum harmonischen Ganzen vereinen. Praktisch jeder Bordeaux, viele Chiantis, nahezu jeder Rotwein aus der Rioja oder dem portugiesischen Dourotal, dem Veneto, der Provence, dem Languedoc oder dem südlichen Rhônetal besteht aus zwei bis fünf, manchmal auch mehr Rebsorten, die auf dem Etikett nicht ausgewiesen werden.

Das deklarieren auch wir als Cuvée, egal ob weiß oder rot, geben dann aber immer die wesentlichen Rebsorten an. Alles klar?

 

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Vorübergehend nicht verfügbar.
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Frankreich - Südrhône
rotCuvée rot
Langsam
6er Karton
Art-Nr. FRH10020
Inhalt 0.75l
Alkohol: 14 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: 2014+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Naturnah
Ausbau: Betontank
Boden: Kalkmergel
Dekantieren: Nein
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

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