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Château Climens, 1er Cru Classé Sauternes
Sauternes-Freunde. Eine historische Chance tut sich auf, wenn Sie bereit sind, 12 Flaschen dieses historischen Süßweines zu kaufen. Dann kosten 12 Flaschen in der Originalkiste den damaligen Einkaufspreis, nämlich nicht 1068.- €, sondern 'nur noch' 863.88 €. Das ist der damalige Einkaufspreis unverzinst.
Der Jahrgang 2006 gehört zu den historischen Ausnahmeweinen dieses erstklassigen Weingutes.Leider ist Süßwein, insbesondere so anspruchsvoller wie der von Château Climens aus Sauternes, der mühsam in vielen Lesedurchgängen edelfaulen Trauben abgerungen wird, so gut wie kaum noch nachgefragt hierzulande. Traditionell geht der größte Teil der Produktion nach Asien und Amerika, wo die großen Süßwein-Connaisseure der Welt sitzen. In Deutschland, das eigentlich vergleichbare Süßweinkultur hätte, scheint man nach wie vor lieber in ideologischer Trockenheit zu verharren, als sich neugierig mit den süßen Wundern der Natur auseinanderzusetzen. Bedauerlich und unverständlich, daß große Süßweine hierzulande noch immer nur ein Nischendasein fristen.
Was die sympathische, junge Bérénice Lurton aus Ihrem Château Climens gemacht hat, verdient Respekt. Sie gibt heute in der Spitzengruppe edelsüßer Weine aus Bordeaux den Takt an. Ihr Jahrgang 2006 gehört dabei zu den historischen Ausnahmeweinen des erstklassigen Weingutes. Dick, barock, überschwenglich dimensioniert, zugleich fein verwoben, frisch und zitrusartig elegant; der konsequent spontan vergorene Wein entwickelt im Glas ein expressives Bukett nach Safran und orientalischen Gewürzen, gelben und weißen Blüten, nach Honig, das in seiner Intensität, seiner Frische und tiefgründigen Eleganz berauschend wirkt. Man hält inne, kommt zur Ruhe und konzentriert sich ganz auf dieses spektakuläre Wunder der Natur. Ein grandioser Weltklasse-Süßwein, mit dem Sie Ihren Kindern und Kindeskindern Spaß und Genuß bereiten werden, denn Château Climens 2006 ist nach Meinung Bérénice Lurtons kommenden Generationen gewidmet.
Château Climens
Château Climens wurde in der Klassifikation von 1855 als ‚Premier Cru Classé’ eingestuft und gehört damit zu den raren Spitzenweinen im Bordelais. Es liegt in der Gemeinde Barsac, ist also ein Sauternes, und hat 30 Hektar unter Reben stehen. Château Climens spielt im Sauternais eine besondere Rolle, weil es ausschließlich die Rebsorte Sémillon im Anbau hat. Normalerweise hat man im Sauternais neben Sémillon auch Sauvignon Blanc und Muscadelle im Anbau.
Château Climens ist einer der altehrwürdigen Weinbaubetriebe des Bordelais. Zum ersten Mal wird das Weingut in einem Vertrag im Jahr 1547 schriftlich erwähnt. Nach diversen Besitzerwechseln geht es nach der Reblauskatastrophe 1885 an den Verleger Henri Gounouillhou, der Château Climens so erfolgreich führt, daß seine Weine über viele Jahre hinweg hinter Château d'Yquem als beste der Region gehandelt werden. 1971 kauft Lucien Lurton das Weingut und bringt die Weinberge auf den heutigen Stand der Technik.
Lucien Lurton hat viele Kinder, jedem vermacht er ein renommiertes Château in Bordeaux. Seiner Tochter Bérènice vermacht er im Jahr 1993 Château Climens. Sie geht mit viel Engagement ans Werk und bringt das Château und seine Weine zu heutiger Blüte, es gilt nicht umsonst in Bordeaux heute als das ‚Grand Cru unter den Premiers Crus’ in Sauternes.
Bérénice Lurton kann auf Weinberge zurückgreifen, die ihr Vater vor 40 Jahren angelegt und gepflanzt hat. Die Pflanzdichte ist deshalb hier mit 6600 Rebstöcken/Hektar niedriger als im Médoc, wo sie traidtionell bei rund 10000 Stöcken pro Hektar liegt. Die Lese erfolgt je nach Jahrgang und Botrytisbefall in mehreren Lesegängen, wobei die edelfaulen Beeren mühsam und aufwendig von Hand ausgelesen werden müssen. Würde man hier nicht mit Kilo pro Stock rechnen, sondern wie üblich mit Hektoliter pro Hektar, um den Ertrag anzugeben, käme man hier auf lächerliche 7 Liter pro Hektar Ertrag! Das erklärt, warum hochwertige Sauternes aus seriöser Edelfäule so teuer in der Herstellung sind. Nach der Kelterung reift der kostbare, stets intensiv goldgelbe Wein bis zu 24 Monaten in Barriques, von denen jährlich rund ein Drittel erneuert wird. Die Jahresproduktion liegt bei 25 – 30.000 Flaschen.
Die Rebe
Semillon
Semillon ist eigentlich eine der großen weißen Rebsorten der Welt. Zumindest schmückt sie einige der großen trockenen wie edelsüßen Weißweine Bordeaux nachhaltig. Trotzdem hat sie es nie aufs Treppchen geschafft, sondern spielt immer nur die zweite oder dritte Geige.
Semillon gibt aber im Verschnitt mit der sehr viel attraktiveren, weil frischeren und aromatischeren Sauvignon Blanc eines der großen Weißwein-Duos der Welt ab. Ob trocken oder edelsüß, in Bordeaux harmonieren die beiden Rebsorten besonders gut, wobei sie in Sauternes einen der langlebigsten, nicht aufgespriteten Süßweine der Welt definieren.
Trocken ausgebaut neigt Semillon zu fetter Struktur, breit, reif und etwas mollig steht er reinsortig im Glas. Er ist langlebig, besitzt aber kein ausgeprägtes Aroma. Da muß schon der Partner Sauvignon Blanc her, um die aromatischen wie strukturellen Lücken zu füllen. Deshalb nimmt die Anbaufläche des Semillon in Europa beständig ab. Im französischen Südwesten dominiert er die Anbaufläche noch in Monbazillac und im Bergerac und er spielt die erwähnte existentielle Rolle in den den großen edelsüßen Weinen in Sauternes, Loupiac und Ste. Croix du Mont, aber das war´s dann auch schon fast.
Ihre Empfänglichkeit für Edelfäule scheint deshalb der größte Vorteil der Rebsorte zu sein. Der Schimmelpilz Botrytis Cinerea befällt außen die Schale der Beere und lebt von der Flüssigkeit in der Traube, die er abzieht, wobei er über einen interessanten Mechanismus Süße und Säure in den Trauben konzentriert, der die Mostausbeute deart schrumpfen läßt, daß die Weine einmalige Konzentration an Inhaltsstoffen erreichen. Deshalb schmecken sie so konzentriert und anders als nicht edelsüße Süßweine und reifen über Jahrzehnte und länger.
Derart edelsüße Botrytisweine zeichnen sich durch unerreichte Komplexität in goldfarbigen, körperreichen, üppigen, säurearmen Süßweinen von honigartiger Würze aus, die mit zunehmender Reife vielschichtige Safran- und braungelbe orientalische Gewürzaromen entwickeln. Ohne Semillon geht in Monbazillac und Sauternes diesbezüglich nicht viel; nur sie erreicht bei niedrigen Erträgen jene faszinierende Konzentration an Inhalts- und Aromastoffen, die die edelsüßen Weine des Bordelais zu echten Wundern der Natur macht, wie man sie ähnlicher Qualität nur in wenigen Weinregionen der Welt zu produzieren versteht.
![]() | Frankreich - Sauternes & Co |
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| Art-Nr. FBO06209 | |
| Inhalt 0.75l |













