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Soula Blanc VdPays Fenouillèdes
Sauvignon Blanc, Grenache Blanc und Chenin Blanc, angebaut auf einem Granit-Plateau im Fenouillède, also im Roussillon, zu Füssen des Mont Canigou, auf Weinbergen, die ehemals einer Genossenschaft gehörten, die mit EU-Subventionen zur Aufgabe gebracht wurde, sorgen in dieser spektakulären Weißwein-Cuvée für atemberaubende Mineralität, die in ihrer evident speckigen, strahlenden Struktur an große Loire-Weißweine, weiße Burgunder oder große deutsche Terroir-Rieslinge erinnert. Dieser Weißwein hat nichts mit der typisch faden Niedrig-Säure-Monotonie des französischen Südens zu tun, sondern setzt brillante neue Akzente im französischen Süden, die aufhorchen lassen und spannendes Potential signalisieren.
Le Blanc de Soula wurde ohne Vorklärung spontan vergoren und reifte dann 18 Monate auf der Hefe in gebrauchten Barriques. Seine strahlende Mineralität wirkt so greifbar, so präzise und so klar, daß man nach Vergleichen sucht, um sie beschreiben zu können. Eine großartige Flasche Weißwein, die Geduld braucht, Neugier und Offenheit; für sie sollte man seine Festplatte durchaus mal neu starten, um wieder Platz zu haben für so viel Anderssein, anders würde die Komplexität aromatischer wie struktureller Art kaum Platz und Raum im eigenen Erinnerungs- und Verkostungsvermögen finden. Doch keine Angst. Nach ein paar Minuten der Eingewöhnung weist dieser Wein sich selbst den Weg zu Ihren Sinnen. So fremd er beginnt, so überzeugend gewinnt er und so wegweisend endet er.
Dekantieren Sie Le Blanc de Soula des allmählich trinkreifen, großen Jahrgangs 2005 am besten einen ganzen Tag vor Genuß. Sie werden dann staunen über ein Weinerlebnis, das Ihnen spürbar und nachvollziehbar Mineralität signalisiert und Frische demonstriert: Pikant, rauchig, speckig, mit deutlichen Salzspuren auf der Zunge, von packender Präsenz, brillantem Biß und laserartiger Präzision in Geschmack und Charakter. Mineralität pur, ein Wein, der auf des Messers Schneide steht. Mit diesem Wein im Gedächtnis macht Ihnen niemand mehr etwas vor in Sachen Mineralität. Alle reden davon, keiner weiß, was es ist, doch Sie wissen jetzt, wie sie wirkt und schmeckt.
Nein, der Wein ist nicht zu alt! Im Gegenteil! Wir bieten ihn jetzt erst an, weil er solange gebraucht hat, um trinkreif zu sein. Er hat Potential für Jahre vor sich! Für Pinot Grigio- und Lugana-Säufer ist Le Blanc de Soula natürlich nichts, aber wer sich für spannende, tiefgründige Weißweine mit Charakter interessiert, der wird mit dieser Weißweinpersönlichkeit des südfranzösischen Roussillon seinen Spaß haben.
Domaine le Soula
Die Domaine le Soula liegt auf 350 bis 500 m Höhe im Fenouillèdes, in den Bergen des Roussillon, am Fuße der Pyrenäen, und bewirtschaftet 20 ha Rebfläche, die im wesentlichen 2 Weine hervorbringen, die in jeder Hinsicht außergewöhnlich sind, weil sie einem Terroir huldigen, das im französischen Süden selten anzutreffen ist: Granit. Durch die Höhenlage reifen die Trauben auf Le Soula spät aus und die kargen Granitböden sorgen für rare Frische und Komplexität mit zupackender Präzision im Mundgefühl.
Le Soula ist das Projekt der englischen Weinhändler Roy Richards und Mark Walford, die von Gérard Gauby beraten werden, mit Gerald Standley aber einen versierten und erfahrenen Kellermeister beschäftigen, der die Domaine leitet. Nach dem Zusammenbruch der Cave Cooperative de Poche du St. Martin de Fenouillet half Gérard Gauby die Reben zu regenerieren und die Weinberge auf Biodynamik umzustellen. Im Jahrgang 2001 konnte die erste Ernte der neuen Domaine le Soula eingebracht werden. Seitdem hat sich Le Soula erstklassigen Ruf erworben mit Weinen raffinierter Expressivität und charaktervoller Finesse und Frische.
Der Weißwein von Le Soula, die unbestrittene Stärke des Betriebes, wirkt in der Jugend oft oxidativ und schwierig verständlich, weil er extrem komplex daherkommt, tiefgründig ist und so ganz anders riecht und schmeckt, als man es von ihm erwartet. Schlank und rassig im Mundgefühl, präsent und von sagenhafter Konzentration, aber präzise mineralisch, unterlegt mit nerviger Frische, pikanter Säure und mundfüllender Spannung entfaltet er seine Wirkung mit Kraft und Druck auf der Zunge. Le Blanc de Soula wirkt eindrucksvoll anders als alles, was man aus dem französischen Süden kennt und braucht durchaus vier bis sechs Jahre, um seine Präzision und seine charaktervolle Stilistik zu entfalten. Es ist ein großer mutiger Charakterdarsteller, der fordert, aber auch belohnt.
Der Rotwein von Le Soula ist fein, elegant, nicht zu konzentriert und dabei ungemein frisch und kompakt im Trunk. Er reift über zehn und mehr Jahre und schmeckt so kompakt und dicht, wie er frisch und mundfüllend seidig wirkt. Jeder Jahrgang prägt ihn auf neue Art und Weise, doch wohnt ihm Jahr für Jahr ein Charme und eine Transparenz inne, die ihn zu einem faszinierend vornehmen Ausnahmewein im Roussillon machen, den man sich gerne aus dem Keller holt, weil man ihn gerne trinkt.
Domaine le Soula ist eine im Reigen der vielen neuen Domainen, die in den letzten Jahren im Roussillon das Licht der Welt erblickten, spannende und nachhaltige Bereicherung der Region, die dem bunten Terroir-Puzzle Frankreichs ein selbstbewußt eigenständiges Teil hinzufügt.
Die Rebe
Cuvée weiß
Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.
So bezeichnet man inDeutschland mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.
Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.
Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Weißweinen will man über den Verschnitt verschiedener Rebsorten die aromatische und strukturelle Komplexität, das Mundgefühl, eines Weines verbessern. Frische, säurebetonte Rebsorten kombiniert man deshalb z. B. mit besonders aromatischen, aber säurearmen Rebsorten, um so die Lagerfähigkeit, aber auch den Geschmackseindruck zu verbessern. So ist z. B. jeder Brut-Champagner eine Cuvée aus weißem Chardonnay (für Säure und Rasse) und rotem, aber weiß gekeltertem Pinot Meunier und Pinot Noir (für Frucht und Körper).
Insgesamt sind weiße Cuvées seltener als rote. Dennoch kann eine gekonnt zusammengestellte Weißwein-Cuvée besser riechen und schmecken als eine einzelne Rebsorte. Immer deklarieren wir das als Cuvée und nennen die enthaltenen Rebsorten.
![]() | Frankreich - Roussillon |
![]() | Cuvée weiß |
![]() | Langsam |
![]() | 12er Kiste |
| Art-Nr. FRO05040 | |
| Inhalt 0.75l |













