You're currently on:
Les Calcinaires blanc Côtes du Roussillon Vill.
Jahrelang standen wir für die Weine der Domaine Gauby in Deutschland. Dann kauften wir uns gemeinsam Weinberge und machten zusammen Wein. Der war so gut, daß es nach wenigen Jahrgängen Ärger gab unter dem gemeinsamen Dach von K&U und Gauby und unsere Wege trennten sich. Seitdem ist es ruhig geworden um die Domaine Gauby. Immerhin, wir hatten 15 gemeinsam gute Jahre. Aber so geht´s und so trennen wir uns hiermit von den Weinen, natürlich zum Sonderpreis statt 14.50 €.
Gérard Gauby hat zwischen 2003 und 2009 seine Produktion gestrafft. Den Einstieg bildet nun sein Calcinaires. Grenache Blanc und Gris, Macabeu, Viognier und winzige Mengen Chardonnay haben in dem cremigen, mundfüllenden Weißwein ein neues Zuhause gefunden. Nicht als anonyme Resteverwertung, sondern als hochwertiger Weißwein ungewöhnlich zugänglicher Gauby-Charakteristik: Saftig und pikant würzig seine Struktur, originell mineralisch seine Frische und die Zunge umhüllt milde, frische Säure von einer Rasse und Finesse, wie man sie im französischen Süden nicht für möglich hält.
Gaubys Weißweine sind unverwechselbar. Ein so anspruchsvoller wie charaktervoller Begleiter avancierter Frischküche; ideal zu Salaten mit Frischkräutern, zu mediterran inspirierten Gemüse-, Fisch- und Geflügelgerichten, zu kalten und warmen Vorspeisen, regional, orientalisch, asiatisch. Nicht für jedermann, weil eigenwillig und originell im Herkunftscharakter, aber verdammt viel Weinerlebnis für Kundige, die Individualität suchen und schätzen. Ein im besten Sinne preiswerter Gauby, der anspruchsvolles Trinkvergnügen mit einem Maximum an Originalität und Charakter vereint. Wegbereiter für die anderen Weinerlebnisse, die Gaubys zu bieten haben. Biodynamik in Reinkultur, von der Traube in die Flasche.
Domaine Gauby
Ghislaine und Gérard Gauby aus Calce im Roussillon verfolgen ihre sehr persönliche Vision von Weinqualität konsequent und unbeirrt. Binnen weniger Jahre verändern sie die Stilistik ihrer Weine so grundlegend, daß sie damit angestammte Kunden nachhaltig vergraulen. Kaum haben die sich an die eindrucksvoll mächtigen, holzbeladenen Weine der Periode ab 1995 gewöhnt, kommen 1999 schlanke rassige, fast filigrane Weine ins Glas. 2001 ändert sich der Stil erneut. Die Weine sind nun trotz mächtiger Konzentration extrem fein und frisch in den Gerbstoffen, hoch in der Säure, dominiert von packender Mineralität und auf sehr spezifische Weise frisch, pikant, ja fast schlank wirkend. Gérard Gauby, äußerlich als ehemaliger Rugby-Profi ein Schrank von Mann, innerlich ein ganz stiller, zurückgezogen lebender Mensch, dessen Leidenschaft der Natur, seinen Reben und Weinbergen gehört, macht sich visionär wie wenige auf die Suche nach Frische, Finesse und maximalem Terroireinfluß in seinen Weinen. Dazu stellt er 1995 auf Bioanbau um und beschließt 1999 die Umstellung auf Biodynamik, die er, typisch Gauby, kompromißlos praktiziert. Pferde und Maultiere werden angeschafft und statt Kupfer spritzt er mit Kanne-Brottrunk, die Tees und Präparate stellt Familie Gauby soweit möglich selbst her und auch Sohn Lionel ist nun mit großem Engagement jeden Tag in den Weinbergen unterwegs. Doch mit der Umstellung sinken die Erträge ihrer knapp 30 ha Weinberge auf unter 15 hl/ha, der Arbeitsaufwand in den Weinbergen ist immens, die Renditen mager. Zeitgleich entschleunigt Gérard Gauby den Ausbau seiner Weine entscheidend. Sie kommen jetzt erst zwei Jahre nach der Lese auf den Markt. Damit treffen sie den Nerv der Zeit, finden Eingang auf die Karten der Spitzengastronomie und haben plötzlich weltweit Erfolg. 2003 beziehen Gaubys ihre neue kleine Kellerei mitten in „Muntada“. Direkt neben ihrer legendären Spitzenlage entsteht der erste Jahrgang im eigenen Gebäude. Heute sind die Schmerzen der Umstellungsphase bewältigt. Heute gehört die Domaine Gauby zu den international renommierten Exponenten der biodynamischen Bewegung im Weinbau. Ihre Weine wagen Profil und klare Aussage, präsentieren sich in visionärer Frische und Finesse, die nicht jedermanns Geschmack sind. Geradezu geschockt kommt man aus dem Keller und ringt nach Worten für das, was man da soeben probiert hat. Gérard Gaubys Meisterstücke, weiß wie rot, provozieren Widerspruch, weil sie sich konzeptionell und stilistisch Trends und Moden widersetzen und weit vor dem Markt agieren; ihre eigenwillige Kombination aus mächtiger Extraktion und Konzentration, visionärer Frische, sinnlicher Finesse und einer Trinkbarkeit, die völlig neues Weinerleben praktiziert, verbinden sie mit spektakulärer Haltbarkeit und Entwicklungsfähigkeit. Erst sechs bis acht Jahre nach der Füllung beginnen Gauby-Cuvées zum Leben zu erwachen. Dann sind es in jeder Hinsicht singuläre Ausnahmeweine eines Ausnahmewinzers, die es in der Weinwelt so nur selten gibt. Langsame Weine in rarer Perfektion. Zertifizierter Bioanbau bei Ecocert.
Die Rebe
Cuvée weiß
Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.
So bezeichnet man inDeutschland mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.
Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.
Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Weißweinen will man über den Verschnitt verschiedener Rebsorten die aromatische und strukturelle Komplexität, das Mundgefühl, eines Weines verbessern. Frische, säurebetonte Rebsorten kombiniert man deshalb z. B. mit besonders aromatischen, aber säurearmen Rebsorten, um so die Lagerfähigkeit, aber auch den Geschmackseindruck zu verbessern. So ist z. B. jeder Brut-Champagner eine Cuvée aus weißem Chardonnay (für Säure und Rasse) und rotem, aber weiß gekeltertem Pinot Meunier und Pinot Noir (für Frucht und Körper).
Insgesamt sind weiße Cuvées seltener als rote. Dennoch kann eine gekonnt zusammengestellte Weißwein-Cuvée besser riechen und schmecken als eine einzelne Rebsorte. Immer deklarieren wir das als Cuvée und nennen die enthaltenen Rebsorten.
![]() | Frankreich - Roussillon |
![]() | Cuvée weiß |
![]() | Langsam |
![]() | 12er Karton |
| Art-Nr. FRO09002 | |
| Inhalt 0.75l |

















