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'Le Patriot' VdPays Catalanes
Thomas Teiberts weißer ‚Le Patriot’, eine typisch südfranzösische Cuvée aus Macabeu, Grenache blanc und Muscat à Petit Grain duftet ungewohnt, schmeckt aber sinnlich. ‚Le Patriot’ hat er seinen Weißwein genannt, weil er ihn spontan vergärt, weshalb der Wein zwar durchgärt, aber fast immer bei ein paar Gramm Restzucker aufhört zu gären, ganz wie an der Mosel oder der Saar. Und weil der gebürtige Ulmer gerne deutsche Rieslinge trinkt, hat er seinen südfranzösischen Weißen mit dem deutschen Süßschwänzchen in Erinnerung an die alte Heimat zum ‚Le Patriot’ gemacht; etwas weit hergeholt, aber verständlich für einen Deutschen, der im südfranzösischen Exil zu überleben versucht.
Die Farbe des Weines offenbart sich in hellem Gelb mit leichtem Grünschimmer. Im Bukett duftet er pikant gewürzt aus dem Glas, fast laut entsteigt ihm kräuterwürzige Frische, etwas irritierend wirken aber seine steinig mineralischen Noten, die so mancher für ‚Schwefel’ hält, ohne daß es Schwefel ist, denn Thomas Teibert arbeitet in Weinberg und Keller biodynamisch und hält seine Schwefel-Dosierung so gering wie technisch sinnvoll.
Wenn man den Wein dekantiert, was sich dringend empfiehlt, öffnet er sein Bukett und legt an Komplexität von Minute zu Minute zu: Von reifer Ananas zu reifer Aprikose entwickelt er sich dann, würzige Pfefferaromen kommen hinzu und der Wein entwickelt sich zusehends zu dem, was er ist im Bukett: Ein typischer weißer Südfranzose, so expressiv wie möglich und so selbstbewußt auftretend wie sein gar nicht scheuer Macher. Verblüffend wirkt sein cremiges, fast schon balsamisch streichelndes Mundgefühl, das dem Wein sahnige Leichtigkeit in viskoser physischer Materie vermittelt. Ein spannender, nicht ganz trockener, aber doch trocken schmeckender Weißwein, der in Fülle und Exaltiertheit verblüffend seinem Macher Thomas Teibert gleicht. Der fragt sich als routinierter und versierter Verkoster aller Weine, die ihm unter die Nase kommen, warum so viele Weißweine gleich schmecken. Das will er beim eigenen Weißwein vermeiden und so schafft er es, seinen alten Reben, die auf einem bunten Wirrwarr unterschiedlichster Bodenformationen stehen, originelle Weinidentität abzuringen. Des Deutschen ‚Le Patriot’ riecht und schmeckt denn tatsächlich wie kein anderer, den wir aus der Region kennen. Expressiv spiegelt er die kühle, fast schon kalt wirkende Frische der Böden und Lagen im würzigen Duft wieder und expressiv zeigt er sich im Geschmack, frisch aber cremig und kräuterdominiert mit intensiv mineralischen Gesteinsnoten, die fast schon ein wenig arrogant wirken, ohne es zu sein. ‚Le Patriot’, das ist die Pracht mediterraner Aromen in einem Wein, der so intensiv schmeckt, weil seine alten Reben tief wurzeln und nur kleine Beeren liefern, die dafür aber hocharomatisch sind.
Servieren Sie diesen Wein zu intensiv schmeckenden mediterranen Gemüsegerichten, zu Fisch in Creme- und Sahnesaucen, zu südfranzösischen Vorspeisen wie gegrillten Sardinen etc ... und denken Sie immer daran, ihn nicht eiskalt zu servieren und stets 2-3 h vor Genuß zu dekantieren. Dann wird er sich so präsentieren wie es ihm Thomas Teibert zugedacht hat.
Domaine l´Horizon
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Die Rebe
Cuvée weiß
Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.
So bezeichnet man inDeutschland mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.
Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.
Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Weißweinen will man über den Verschnitt verschiedener Rebsorten die aromatische und strukturelle Komplexität, das Mundgefühl, eines Weines verbessern. Frische, säurebetonte Rebsorten kombiniert man deshalb z. B. mit besonders aromatischen, aber säurearmen Rebsorten, um so die Lagerfähigkeit, aber auch den Geschmackseindruck zu verbessern. So ist z. B. jeder Brut-Champagner eine Cuvée aus weißem Chardonnay (für Säure und Rasse) und rotem, aber weiß gekeltertem Pinot Meunier und Pinot Noir (für Frucht und Körper).
Insgesamt sind weiße Cuvées seltener als rote. Dennoch kann eine gekonnt zusammengestellte Weißwein-Cuvée besser riechen und schmecken als eine einzelne Rebsorte. Immer deklarieren wir das als Cuvée und nennen die enthaltenen Rebsorten.
![]() | Frankreich - Roussillon |
![]() | Cuvée weiß |
![]() | Langsam |
![]() | 12er Kiste |
| Art-Nr. FRO09602 | |
| Inhalt 0.75l |


















