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Rouge 'ISA' Vin de Pays Côtes de Thongue 
2009

Rouge 'ISA' Vin de Pays Côtes de Thongue

Den beiden Ducelliers und uns geht es um Bio als Qualitätsmerkmal. Bioweine müssen besser schmecken als preisgleiche Nicht-Bio-Weine. Das erfüllt ihr reeller Alltagsroter mit Bravour. Er kann nicht mit der Tanninstruktur eines 20.- Euro-Monsters aufwarten, aber er läuft ungeschminkt und beschwingt über die Zunge, erfreut den Gaumen mit präsentem Tannin und die Seele mit charaktervoller Würze. Ganz nebenbei schont er den Geldbeutel. Remi Ducellier vergor Grenache, Mourvedre, Syrah, Cabernet und Pinot Noir (!) im großen hölzernen Gärbottich und macht daraus einen der angenehmsten und preiswertesten Realo-Weine unseres Programms. „i s a“ rouge ist drei bis fünf Jahre entwicklungsfähig und schmeckt am besten dezent gekühlt (16-18°C).

Chemins de Bassac

Heute ist ‚Chemins de Bassac’ ein überaus erfolgreiches Bio-Weingut aus dem Languedoc, dessen Weine richtig schmecken! Das war nicht immer so, denn Rèmi und Isabelle Ducellier haben mit ihrem ‚Les Chemins de Bassac’ düstere Zeiten hinter sich. Die Krise im Weinhandel und die Landweinkrise im Languedoc trafen sie vor Jahren hart. Nach dem rasanten Boom der Languedocweine in den 1990er Jahren, der zahlreiche Weingutsgründungen nach sich zog, kam die Krise zu unvermittelt und schnell. Niemand schien mehr Wein aus dem Languedoc haben zu wollen, egal in welcher Preisklasse. Rèmi und Isabelle, bis dahin recht erfolgreich unterwegs, sahen sich plötzlich einer existenziellen Absatzkrise gegenüber. Sie zogen sich zurück, überlegten, konzipierten und machten sich dann an die Arbeit. Rèmi konzentrierte sich auf die Weinberge, Isabelle entwickelte das Konzept für die Vermarktung.

Ihr Betrieb war seit Jahren biologisch zertifiziert. Nie hatten sie das an die große Glocke gehängt. Isabelle analysierte den Markt für Bioweine und entdeckte genau dort ihre Chance. Währen die meisten Bioweine ihrer Preisklasse aus dem Languedoc maschinengelesen werden und deshalb so billig schmecken wie sie kosten, sollten ihre Weine preiswert sein, also richtig gut schmecken. Dazu werden sie sorgfältig von Hand gelesen und im Keller in großen hölzernen Gärständern spontan vergoren. Darüberhinaus aber halten Isabelle und Rèmi Ducellier den Aufwand für Ausbau und Reife in Grenzen, um ihre Weine zu fairen Preisen anbieten zu können. Es sollen Realo-Weine für anspruchsvolle Weintrinker sein, die seriöse Bioweine zum für beide Seiten fairen Preis genießen möchten. 

Der Anspruch wurde Wirklichkeit. Vom Start weg waren ihre herzhaft unkomplizierten, handwerklich gut gemachten Bio-Qualitäten erfolgreich. Offensichtlich trafen sie mit ihren lebensfrohen, trinkfreudigen Weinen für den täglichen Weingenuß, die zu fairen Preisen qualitativen Anspruch mit zertifiziert biologischer Realität perfekt unter einen Hut brachten, genau den Nerv ihrer Kunden. Für uns sind sie jedenfalls überzeugende Geheimwaffe gegen den trögen Biowein-Markt, auf dem massenkompatibel anonyme Billig-Bio-Markenabfüllungen traurige Realität sind. Dagegen setzen wir die netten, realistischen Winzerweine von Isabelle und Rèmi Ducellier, die bezahlbar sind und trotzdem schmecken. Weinfreund, was willst Du mehr!

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Die Rebe

Cuvée rot

Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.

In Deutschland bezeichnet man mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.

Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.

Häufig begegnet man auf Etiketten Begriffen wie Tête de Cuvée oder Cuvée Prestige; damit bezeichnen die Franzosen ihre besten Weine im Keller, ihre Spitzencuvées, ihre besten Partien, egal ob sie reinsortig sind oder verschnitten wurden. Um es kompliziert zu machen bezeichnet man in der Champagne den aus der Kelter laufenden Vorlaufmost, der die höchste Qualität liefert, ebenfalls als Cuvée, nennt dort aber zugleich verschiedene Abfüllungen Cuvée, weil die großen Markenchampagner kunstvoll aus bis zu 100 verschiedenen Einzelpartien miteinander verschnitten werden, um so das erwartete Geschmacksbild garantieren zu können.

Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Châteauneuf du Pape z. B. verschneidet man bis zu 13 Rebsorten miteinander, wobei auch weiße Sorten im roten Châteauneuf zugelassen sind. Das macht man, um durch körperreiche, farbintensive, gerbstoffbetonte Rebsorten die oxidationsempfindlichen, leichteren, aromatisch duftigeren und eleganteren Rebsorten vor Oxidation zu schützen und eine längere positive Entwicklung gewährleisten zu können. Auf diese Weise verschneidet man z. B. ‚kühle’ Rebsorten (wie Syrah) mit ‚warmen’ (wie Grenache), empfindliche mit unempfindlichen, reduktive mit oxidativen etc. etc.

Das geschieht stets nach peniblen Vorverkostungen in mehr oder weniger aufwendigen Probenreihen. Tatsächlich kann eine gekonnt zusammengestellte Cuvée besser schmecken als die einzelne Rebsorte für sich, weil sich Frucht, Gerbstoffgehalt und Alkohol zum harmonischen Ganzen vereinen. Praktisch jeder Bordeaux, viele Chiantis, nahezu jeder Rotwein aus der Rioja oder dem portugiesischen Dourotal, dem Veneto, der Provence, dem Languedoc oder dem südlichen Rhônetal besteht aus zwei bis fünf, manchmal auch mehr Rebsorten, die auf dem Etikett nicht ausgewiesen werden.

Das deklarieren auch wir als Cuvée, egal ob weiß oder rot, geben dann aber immer die wesentlichen Rebsorten an. Alles klar?

 

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Frankreich - Languedoc
rotCuvée rot
12er Karton
Art-Nr. FLA09111
Inhalt 0.75l
Alkohol: 13,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: -2012+
Restzucker: < 2 g/l
Ausbau: Tradit. Holzfaß
Boden: Rote Erde (Terra rossa)
Besonderes: Zertifiziert (AB)
Dekantieren: Ja
Vergärung: Nein
Verschlussart: Kunststoff-Kork

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