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'Clos Fornelli' Rouge de Corse
Clos Fornelli
Korsikas Weine sind nicht gerade in aller Munde. Deshalb gibt es außerhalb der schönen Insel kaum korsische Weine zu kaufen. Doch Korsika hat interessante Rebsorten, ausgezeichnete Terroirs (Granit, Schiefer und Kalk) und sehr eigene Weincharaktere zu bieten was die paar Ausnahmen unter den 36 Domainen der Insel in bemerkenswert eigenständigen Weinen unter Beweis stellen.
Eine davon ist die erst seit 2005 bestehende Domaine ‚Clos Fornelli’. Von den Eltern 2005 übernommen, haben sich Josée Vanucci und Partner Fabrice Couloumère auf 16 Hektar, bestockt mit alten Vermentino-, Niellucciu- und Sciaccarello-Reben, eine Domaine aufgebaut, die aus dem Stand für Furore sorgte, sogar über die Grenzen der Insel hinaus. Ihre Weinberge liegen im inneren Hoch-Korsikas, im Tal der Bravone, wo tiefgründige Kiesschwemmböden zwar wenig fruchtbare Grundlage liefern, aber sie sind tief, perfekt drainiert und garantieren so die optimale Wasserversorgung bzw. -entsorgung der Reben im extremen Klima der Insel. Korsika ist heiß im Sommer, doch wenn es regnet, dann schüttet es aus Eimern. Das Inselklima läßt die Trauben ungewöhnlich lange ausreifen, die Hängezeiten sind also lang, was die Aromen der guten Weine Korsikas deshalb besonders intensiv werden läßt.
Vater Don Marcel Vanucci legte 1972 die heutigen Weinberge an. Deren Erträge liegen bei rund 45 hl/ha, also sehr niedrig, und die Weinberge haben bis heute weder Kunstdünger noch synthetische Spritzmittel gesehen. Darauf legen die beiden Jungwinzer großen Wert. Sie verstehen sich als Vertreter der Lutte Raisonnée, des naturnahen Anbaus wie ihn die Franzosen interpretieren, sie verzichten also auf Kunstdünger, Herbizide und Pestizide und setzen lediglich, und das wohldosiert und so sparsam wie möglich, traditionelle, umweltschonende Spritzmittel ein. Die Umstellung auf zertifizierten Bioanbau haben die beiden im Blick, doch müssen sie dazu ihre Weinberge, ihr Klima und die Reaktion ihrer Reben noch besser kennenlernen. So konsequent wie im Weinberg setzen sie auch im Keller ihre nachhaltige Qualitätsphilosophie fort. Das Ergebnis sind expressive, originelle und sehr attraktive Weine, die trinkfreudig sind und eigenständig und ausgeprägt ihren selbstbewußt regionalen Charakter ins Glas bringen. Weine, die Freude machen und eine echte Bereicherung unseres Programmes sind.
Die Rebe
Nielluccio
Nielluccio muß man nicht kennen. Es ist eine alte rote korsische Rebsorte, die vermutlich im 18. Jahrhundert von den damals die Insel beherrschenden Genuesern nach Korsika gebracht wurde. Ampelographisch ist Nielluccio mit Sangiovese verwandt, wenn es nicht sogar tatsächlich Sangiovese ist; trotzdem riecht und schmeckt sie anders als Sangiovese vom Festland. Inzwischen stehen nur noch 14 % der Rebfläche Korsikas unter Nielluccio, die französischen Sorten Carignan und Cinsault waren die letzten zwanzig Jahre zu sehr auf dem Vormarsch. Seit ein paar Jahren wendet man sich aber wieder alten Sorten wie Nielluccio und Sciaccarellu zu. Reinsortiger Nielluccio ist selten, aber im Verschnitt mit Sciaccarellu und anderen Rebsorten prägt er heute so manchen guten Rotwein der Insel.
Nielluccio duftet würzig und leicht säurebetont, schmeckt frisch und angenehm trocken, besitzt dezente Bitterkeit, vermeidet aber den dünnen und mageren, säuerlichen Charakter der Sangiovese des Festlandes und paßt zu deftiger, aromatischer Küche wie der korsischen hervorragend. Korsikas authentische Weine haben sich in den letzten Jahren von bäuerlich rustikalen Tischweinen zu spannend eigenständigen Weinen gemausert, die den Export von der Insel lohnen.
![]() | Frankreich - Korsika |
![]() | Nielluccio |
![]() | Langsam |
![]() | 6er Karton |
| Art-Nr. FCO07102 | |
| Inhalt 0.75l |














