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Jurançon Moelleux 'Les Terrasses a Capcèu' 
2006

Jurançon Moelleux 'Les Terrasses a Capcèu'

Jean-Marc Grussaute besitzt nicht nur den höchsten, sondern auch einen der eindrucksvollsten Weinberge in Jurançon. Er  ist wie ein großes U angeordnet, auf dem die Reben wie in einem antiken Amphitheater auf vielen schmalen, eng und steil aneinander gereihten Terrassen stehen. Ein wahrlich spektakulärer Anblick. Hier gewinnen seine Trauben ihre intensive Ananas- und Mango-Aromatik, die so frisch und saftig wirkt, wie man es von Süßwein kaum kennt. Jean-Marc Grussaute widmet seinen Jurançon ‚Les Terrasses’ diesen Terrassen und baut ihn bewußt im neuen Holzfaß aus, um so dessen florale und fruchtige Aromen mit Würze und seriöser Struktur zu umrahmen.

Die klare aromatische Frische des Weines macht ihn appetitanregend und ungewöhnlich trinkfreudig. Seine exotische Fruchtfülle sorgt für Lust auf mehr. Die frische Säure, die durch die ausgeprägten Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht in der extremen Höhenlage entsteht, liefert ungewohnte Präzision der Aromen und ist für den intensiv reintönigen Geschmack dieses attraktiven Süßweines verantwortlich. Er bezieht dichte Konzentration aus der Edelfäule, die von der erfrischenden Säure in köstlichem Spiel gepuffert wird; es ist dieses harmonische Spannungsfeld zwischen süß und frisch, das den Wein zum einzigartigen Süßwein-Erlebnis macht.

Camin Larredya

Das Jurançon, eine stille, hügelige und saftig grüne Vor-Pyrenäen-Landschaft im französischen Südwesten, kennt hierzulande kaum jemand; man sollte es nicht verwechseln mit dem französischen Jura auf der anderen, der Ost-Seite Frankreichs. Aus dem Jurançon kommen nicht nur faszinierende trockene, sondern auch ungewöhnlich eigenständige Süßweine fast schon spektakulär günstigen Preis-Genuß-Verhältnisses.

Jean-Marc Grussaute, ein ehemaliger Rugbyspieler, mit dem wir schon seit über 15 Jahren zusammenarbeiten, produziert hier edelsüße Weine herausragender Qualität. Sie gelingen in Jurançon auf unverwechselbare Weise, weshalb wir uns ihnen bevorzugt widmen. Jean-Marc Grussautes Weingut ‚Camin Larredya’ gehört zur kleinen Spitzengruppe in Jurançon. Er setzt auf nachhaltige Weinbergsarbeit und hat sich schon vor Jahren der Biodynamik verschrieben, die er konsequent und engagiert betreibt. Seine alten autochthonen Rebsorten Petit- bzw. Gros-Manseng sowie Petit Courbu stehen auf einer spektakulär und eindrucksvoll in die Landschaft integrierten Reb-Arena, 'Les Terrasses', die aus zahlreichen schmalen Terrassen in Form eines großen U besteht. Aus ihnen konzipiert er Weine, die glasklar und expressiv ins Glas kommen. Ihm geht es um maximale Typizität und Herkunftscharakter, die er so reintönig und komplex wie möglich widerzuspiegeln versucht. Dazu setzt er seine aromatisch originellen und strukturell anspruchsvollen Weine mittels langsamer spontaner Vergärung und anschließend langem Hefelager in Barriques in jene typisch exotische Fruchtvielfalt um, wie man sie so nur aus dem Jurançon kennt.

Sein Jurançon 'Les Terrasses' begeistert prompt mit reinen attraktiv gelben und weißen Obstaromen in analytisch präzise wirkendem, spontan mundwässerndem Mundgefühl. Seine intensive Süße wirkt nicht aufdringlich, sondern angenehm erfrischend, weil sie durch die feine Säure der Höhenlage perfekt gepuffert wird. Guter süßer Jurançon ist wie kein anderer Süßwein Frankreichs leicht und angenehm trinkbar, sein Alkoholgehalt wirkt bekömmlich natürlich und seine fruchtigen Aromen nach exotischen Früchten wie Mango, Papaya, Mandarine und Granatapfel, aber auch feine Trüffel- und Honignoten machen ihn unvergleichlich attraktiv in Duft und Geschmack. Die duftig frische Stilistik des Jurançon von Jean-Marc Grussaute empfiehlt ihn als idealen Begleiter zu cremigen Obst-Desserts, vor allem aber zu anspruchsvoller Patisserie auf Gebäckbasis, doch macht er, Sie werden es erleben, auch solo genossen nach des Tages Müh und Arbeit viel Freude im Glas. 

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Die Rebe

Manseng (Gros- & Petit)

Manseng ist eine der vielen, hierzulande wenig bekannten Rebsorten des französischen Südwestens. Eine vermutlich baskische Rebsorte, die es in heute noch in zwei Varietäten gibt: Gros Manseng und Petit Manseng. Die Rebsorte liefert pikante, säurebetonte, trockene Weißweine, sorgt aber im Jurançon auch für begeisternde Resultate in edelsüßen Weinen. In den letzten Jahren fand die eigenwillige Rebsorte so starkes Interesse, daß sich ihre Rebfläche von 90 ha im Jahre 1968 auf heute 1152 ha vervielfachte – eine Ausnahme in Frankreich!

Dabei wird Gros Manseng  hauptsächlich für die trockenen Weißweine des Jurancon, in Irouleguy sowie dem Béarn verwendet. Sie ist eine eigenständige Sorte, deren Erträge reichlich ausfallen und ihr Wein ist weniger elegant und fein als voll im Geschmack, etwas breit und kräftig mit ausgeprägt blumigem, animierend exotisch duftendem Charakter, den eine attraktive Säureader herzhaft frisch im Trunk prägt.

Petit Manseng ist die edlere Form der Sortenfamilie. Die vor allem in Jurancon verbreitete Rebe hat besonders kleine, dickschalige Beeren, die nur wenig Saft abgeben. Der Ertrag beläuft sich manchmal auf nur 15 hl/ha! Die Trauben können durch die dicken Beerenschalen lange am Stock reifen, so daß der Zuckergehalt durch den Eintrocknungsprozess extrem konzentriert wird. Dann erreichen Weine aus Petit Manseng auch ohne Edelfäule leicht potentielle Alkoholgehalte von 20 %, mit dennoch feiner frischer Säure und einem animierenden Bukett nach Ananas, Papaya, Mango und anderen exotischen Obstsorten. Die besten Weine stammen aber von edelfaulen Trauben, die auf spektakulär liegenden Terrassenweinbergen am Fuße der Pyrenäen in rund 600 bis 1000 m Höhe kaum bekannte, aber hochwertige Süßweine ganz eigener Stilistik und rarer Frische hervorbringen. Deren Potential gilt als groß und vielversprechend, weil die Weine zu den preiswertesten großen Süßweinen des Weltmarktes gehören, weshalb das Interesse an ihnen allmählich wächst, weit über Frankreichs Südwesten hinaus.

 

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Frankreich - Jurançon
suessManseng (Gros & Petit)
Langsam
6er Karton
Art-Nr. FJW06300
Inhalt 0.75l
Alkohol: 14 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2014+
Restzucker: 135 g/l
Anbau: Biodynamik
Ausbau: Neues Barrique
Boden: Kalkmergel
Besonderes: Méthode Hérody
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork