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Pinot Noir 'En Barberon' 
2006

Pinot Noir 'En Barberon'

Stéphane Tissot, extrovertierter Meisterwinzer und Weinanarchist aus dem französischen Jura an der Schweizer Grenze, der sich dem biodynamischen Anbau verschrieben hat, steht für maximal puristisches Weinvergnügen ohne Kompromisse. Seine entwaffnend ehrlichen Weine stecken an mit ihrer Spannung, sie leben im Glas und ihre Natürlichkeit verunsichert garantiert. Trotzdem, oder gerade deshalb, sind seine Weine ungemein trinkfreudig und stets schnell geleert. Oder sie werden so pauschal abgelehnt, daß sie gleich in der Spüle landen.

2006 war für Stéphane Tissot ein Idealjahrgang. Einer, wie er ihn liebt. Die Weine des Jahrgangs präsentieren sich entsprechend fokussiert und klar, soweit man das von seinen Weinen sagen kann. Sein Pinot Noir der Lage Barberon aus dem Jahr 2006 ist, so meint er, sein bester Pinot Noir bisher. Pinot Noir fällt im Jura leicht, duftig und säurebetont aus, meist zeichnet ihn ein kerniges Gerbstoffrückgrat aus; die Einflüsse des Jahrgangs läßt Stéphane Tissot ungehindert und bewußt zu, weshalb sich seine Weine von Jahrgang zu Jahrgang extrem unterscheiden.

2006 ist als Barberon ganz schön konzentriert, dicht im Mundgefühl und ungemein typisch Pinot Noir-like im Duft. Fast burgundisch in Schmelz und Fülle. Einzig das prägnante Säuregerüst läßt ihn als Jurawein von der anderen Seite des Tales identifizieren.

Barberon 2006 ist ein stilistischer Pinot Noir, dessen dichtes, süß reifes Gerbstoffgerüst mundwässernd animierend wirkt, ihn trinkfreudig verdunsten läßt und lecker wie selten schmeckt. Weihnachtliches Duftprofil in würziger Verpackung. Begleitet auch Braten und andere deftige Gerichte mit Bravour. Ein beeindruckend nachhaltiger Pinot Noir mit Schmelz und Rasse, der kühlen Frische des Jura und der authentisch natürlichen Substanz, für die Stéphane Tissot mit all seinen Weinen steht.

Stéphane Tissot

Stéphane Tissot, ist eine der charismatischsten und einflußreichsten Winzer-Persönlichkeiten Frankreichs. Er setzt neue Maßstäbe für individuelle Weinqualität in Frankreich, selbstbewußt und visionär, qualitativ herausragend, stilistisch mutig und geschmacklich bahnbrechend.
Stéphane Tissot pflegt seine über viele Parzellen verstreuten Reben in den Hügeln um Arbois, im Herzen des französischen Jura, mit profundem Engagement. Seine an aromatischer Eigenart kaum zu überbietende Stilistik basiert auf erstklassigem gesundem Lesegut. Deshalb arbeitet Stéphane Tissot seit 1992 ökologisch in Weinberg und Keller, seit 1999 ist er zertifiziert. Um den Charakter seiner Weine weiter auszureizen und zu präzisieren, die Lagenunterschiede noch prägnanter herausarbeiten zu können, stellte er 2003 auf biodynamische Bewirtschaftung um. Heute ist sein Betrieb nicht nur Ecocert-, sondern auch Demeter®-zertifiziert.
Stéphane Tissots eigenwillige Rot- und Weißweine konfrontieren mit den Grenzen der Wahrnehmung und der persönlichen Geschmackserfahrung. Es sind komplexe spannende Weine, mit denen man sich auseinandersetzen muß. Wem die Neugier in Sachen Wein abgeht, sollte also besser die Finger von den Weinen lassen.
Stéphane Tissots ungewöhnliche Jura-Chardonnays verströmen enorme innere Strahlkraft. Sie fokussieren den Charme ihrer Landschaft, den eigenwilligen Regional-Charakter des Jura, der ungewohnt und "anders" wirkt im Kontext bekannter Chardonnays. Einerseits riechen und schmecken sie unmodisch und charaktervoll oxidativ wie aus vortechnischer Zeit, und passen damit in kein bekanntes Schema, andererseits sind sie geradezu avantgardistisch in ihrer selbstbewußt traditionellen Eigenständigkeit und Frische. Sie sind anders als andere, ihre Stilistik ist einmalig und sehr persönlich, sie entwickeln sich grandios über viele Jahre und bleiben dabei so frisch wie wenige andere. Langsam werden sie spontan vergoren, ohne Temperaturkontrolle und ausschließlich in gebrauchten Barriques und großen Holzfässern.
Tissot-Weine mag man oder man mag sie nicht. Charakter und Identität propagieren sie als polarisierende Qualitätsmerkmale. "La vie est belle" ist das Motto Stéphane Tissots, so schwierig es auch manchmal sein mag. Ein Lieblingswinzer im Programm.

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Die Rebe

Pinot Noir

Ampelographisch gehört Pinot Noir zur Familie der Noirien-Rebsorten. Sie ist über  tausend Jahre alt, deshalb stark degeneriert und in zahlreichen Varianten bekannt, wie Pinot Blanc, Pinot Meunier, Pinot Gris und Pinot Madeleine = Frühburgunder beweisen. Alleine in Frankreich kennt man heute über 50 verschiedene Klone, von denen jeder einzelne eine charakteristische Morphologie der Traube und stark divergierende Ertragsleistung, Resistenz gegenüber Fäulnis und Reifeverhalten besitzt. Generell ist Pinot Noir dünnschalig und deshalb frühreifend, weshalb er sich besonders in nördlichen Weinbauregionen durchgesetzt hat.

Pinot treibt nicht nur früh aus, er ist auch empfindlich für Spätfröste und Verrieseln; feuchte kühle Böden auf tiefgelegenen Lagen mag er gar nicht, er gelingt am besten auf kargen Kalksteinböden in kühlen Klimata, weil dort die früh reifende Traube nicht zu reif wird, um Aroma und Säure zu verlieren.

Pinot Noir stellt hohe Ansprüche an die Lagenqualität, das Mikroklima und die Pfropf-Unterlage. Es ist eine zickige Rebsorte, die anfällig ist für beide Mehltauarten, für Fäulnis (seine Beerenhaut ist dünner als alle anderen roten Sorten) und die Reiser- sowie Blattrollkrankheit. Deshalb ist die Qualität des Standortes, der Bodenchemie und des Mineralienhaushaltes so wichtig. Pinot Noir ist eine sehr anspruchsvolle Terroir-Rebsorte.

Doch auch im Keller verhält sich Pinot Noir zickig. Dort dient die Weinbereitung der möglichst schonenden Extraktion seiner dünnschaligen Beerenschalen, denen man möglichst viel Information wie Farb-, Geschmacks- und Aromastoffe entziehen möchte, ohne zu viel bittere Gerbstoffe zu extrahieren. Deshalb gibt es wie bei keiner anderen Rebsorte grundsätzliche ‚Schulen’ der Weinbereitung, die das enorme Stilspektrum der Rebsorte weltweit erklären. Es ist neben der Herkunft tatsächlich vor allem die fordernde Weinbereitung, die das Bild des Pinot Noir prägt. So vergärt man ganz grundsätzlich entweder mit oder ohne Stiele und Stengel, also abgebeert oder nicht; es gibt als ein Extrem die sogenannten Kaltvergärer, die unter starker Schwefelung die Trauben kalt mazerieren, um ihnen möglichst viel Frucht und Farbtiefe ohne zu viele Gerbstoffe abzugewinnen, und als entgegengesetztes Extrem die Traditionalisten, die ohne Eingriffe warm vergären und dadurch relativ hellfarbige Weine erhalten, die aber voll aromatischer Finesse und Eleganz sind.  

Stilistik, Aroma und Geschmack reichen im Pinot Noir deshalb von fest, fast schon streng, über sauer, tanninschwer, bis zu unübertrefflich weich, samtig und aromatisch komplex. Den Ideal-Pinot gibt es nicht.  Den muß jeder für sich finden. Wir definieren guten Pinot als in Duft und Geschmack deutlich an Schwarzkirschen erinnernd in einem Mundgefühl, dessen sensible Harmonie von Frucht und Gerbstoff, Süße und Säure so ausbalanciert ausfallen kann, wie man es in der Welt des Weines bei keiner anderen Rebsorte findet. 

 

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je Flasche à 0.75l / 34,67 €/L
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Frankreich - Jura
rotPinot Noir
Langsam
12er Karton
Art-Nr. FJU06107
Inhalt 0.75l
Alkohol: 13 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2015+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Biodynamisch
Ausbau: Holzfaß > 300 l
Boden: Kalkmergel
Besonderes: Demeter® und Ecocert®
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

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