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Champagne 'Rosé' Brut 1er Cru 

Champagne 'Rosé' Brut 1er Cru

Noch immer gilt Rosé-Champagner als besonders sinnlicher Luxus unter den Schaumweinen. Tatsächlich aber sind die meisten Rosé-Champagner eher Ärgernis denn Genuß, geschweige denn luxuriöses Blasen-Erlebnis, weil auch die Schaumweinbranche die Unwissenheit ihrer Kunden ausnutzt und ihnen Produkte serviert, die nur eingeschränkt bieten, wofür der Kunde stets ganz bezahlt: Die meisten Rosé-Champagner entstammen nicht dem Ausbluten des Pinot Noir-Mostes oder Direktpressung, sondern sind de facto ‚Rotling’, also Weißwein, der mit Rotwein verschnitten wird. Das kann man an der Art und der Größe der Perlage, also der Blasen im Glas erkennen. Wer unter den Kunden kennt sie schon, die Physik des Champagners . . .

Bei Familie Fourny in Vertus wird Rosé-Champagner noch richtig traditionell zelebriert. Er entstammt dem Saignée, dem Ausbluten des Pinot Noir-Mostes, und verspricht nicht nur luxuriöses Schaumweinerlebnis, er hält es auch, erkennbar am zarten Hauch der Phenole aus den blauen Schalen der Pinot Noir und dem milden, cremigen Perlenspiel auf der Zunge. Die Farbe dieses famosen Rosé-Champagners bietet zartrosa Vergnügen im Glas und seine kaum wahrnehmbare, spielerisch weich präsente Perlage auf der Zunge beweist, daß es sich um seriösen Rosé-Champagner handelt. Der ist, typisch für Fourny, bewußt trocken gehalten, also kaum dosiert, trotzdem aber cremig, mild und fein weil aus exzellenten Grundweinen gekeltert, die im Keller lange im Faß auf der Hefe reiften, bevor sie versektet wurden. Die Physik des Champagners läßt sich nicht betrügen und so erleben Sie mit Fourny´s ‚Rosé Brut’, der tatsächlich ‚Extra Brut’ ist,  einen authentischen Rosé-Champagner aus winziger, familiärer Produktion, der Maßstäbe setzt in seiner Klasse. Er ist jedenfalls unser besonderer Tip für die Freunde und Kenner ‚echten’ hochwertigen Rosé-Champagners. Schmeckbar purer Luxus für angenehm bewußt erlebte Stunden des Lebens.

Champagne Veuve Fourny

Die Zeiten ändern sich, auch in der Champagne. Die Zukunft dort gehört, das beweist die Gegenwart, hochwertigen Winzer-Champagnern und kleinen Champagner-Häusern, die über eigene Weinberge verfügen, so daß sie nicht vollständig von ihren Traubenlieferanten abhängig sind. Sie produzieren eigenständige, individuelle Qualitäten, die sich nicht nur stilistisch, sondern auch preislich wohltuend von so manchem großen Marken-Champagner unterscheiden. Ein solch bemerkenswertes Haus ist Champagne "Veuve Fourny et Fils" in Vertus. Eigentlich ein klassischer Familienbetrieb. Dennoch weist sich das Haus Fourny als "NM" auf dem Etikett aus, als "Négociant manipulant", was bedeutet, daß Fournys Trauben zukaufen. Das geschieht hier aber ausschließlich von Mitgliedern der weitverzweigten Familie, deren Weinberge Fournys entsprechend betreuen und pflegen. Trotz ihrer Jugend verstehen sich Charles-Henry und Emmanuel Fourny, die die Geschicke des Hauses leiten, als bewußte Traditionalisten. Konsequent arbeiten sie in Weinberg und Keller traditionell in des Wortes bestem Sinne. Schon vor über zehn Jahren widmeten sie sich dem ökologischen Weinbau. Weil er nach ihrer Meinung aber z. B. wegen der Kupferspritzungen und grundlegender Aufweichung wichtiger Qualitätskriterien zunehmend kritisch zu sehen ist, widmen sich mit Kompetenz und Engagement dem schonenden, naturnahen Weinbau. Auch im Keller praktizieren Fournys überlieferte Tradition. Ihre Moste, die sie ausschließlich aus der ersten Cuvée gewinnen, vergären spontan und bauen anschließend im traditionellen Fuderfaß aus. Lange Reifezeit auf der Hefe im Faß und auf der Flasche, mindestens drei bis fünf Jahre, sind für sie selbstverständlich. Die herausragende Qualität ihrer Champagner steht für die praktizierte Sorgfalt im Detail. Wir stellen Ihnen die zwei spannendsten Cuvées des Hauses vor. Sie strahlen buchstäblich vor Präzision und Charakter. Es sind weinige, dichte, trocken dosierte Winzer-Champagner rarer Rasse und Klasse, markant geprägte Herkunftsweine, wie man sie mit der Lupe suchen muß. Sie sind weit über ihre fairen Preise hinaus eine Sensation. Selbstbewußt und stilistisch eigenständig demonstrieren sie eindrucksvoll die Entwicklung in der Champagne, wo die Zukunft längst begonnen hat.

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Die Rebe

Pinot Noir

Ampelographisch gehört Pinot Noir zur Familie der Noirien-Rebsorten. Sie ist über  tausend Jahre alt, deshalb stark degeneriert und in zahlreichen Varianten bekannt, wie Pinot Blanc, Pinot Meunier, Pinot Gris und Pinot Madeleine = Frühburgunder beweisen. Alleine in Frankreich kennt man heute über 50 verschiedene Klone, von denen jeder einzelne eine charakteristische Morphologie der Traube und stark divergierende Ertragsleistung, Resistenz gegenüber Fäulnis und Reifeverhalten besitzt. Generell ist Pinot Noir dünnschalig und deshalb frühreifend, weshalb er sich besonders in nördlichen Weinbauregionen durchgesetzt hat.

Pinot treibt nicht nur früh aus, er ist auch empfindlich für Spätfröste und Verrieseln; feuchte kühle Böden auf tiefgelegenen Lagen mag er gar nicht, er gelingt am besten auf kargen Kalksteinböden in kühlen Klimata, weil dort die früh reifende Traube nicht zu reif wird, um Aroma und Säure zu verlieren.

Pinot Noir stellt hohe Ansprüche an die Lagenqualität, das Mikroklima und die Pfropf-Unterlage. Es ist eine zickige Rebsorte, die anfällig ist für beide Mehltauarten, für Fäulnis (seine Beerenhaut ist dünner als alle anderen roten Sorten) und die Reiser- sowie Blattrollkrankheit. Deshalb ist die Qualität des Standortes, der Bodenchemie und des Mineralienhaushaltes so wichtig. Pinot Noir ist eine sehr anspruchsvolle Terroir-Rebsorte.

Doch auch im Keller verhält sich Pinot Noir zickig. Dort dient die Weinbereitung der möglichst schonenden Extraktion seiner dünnschaligen Beerenschalen, denen man möglichst viel Information wie Farb-, Geschmacks- und Aromastoffe entziehen möchte, ohne zu viel bittere Gerbstoffe zu extrahieren. Deshalb gibt es wie bei keiner anderen Rebsorte grundsätzliche ‚Schulen’ der Weinbereitung, die das enorme Stilspektrum der Rebsorte weltweit erklären. Es ist neben der Herkunft tatsächlich vor allem die fordernde Weinbereitung, die das Bild des Pinot Noir prägt. So vergärt man ganz grundsätzlich entweder mit oder ohne Stiele und Stengel, also abgebeert oder nicht; es gibt als ein Extrem die sogenannten Kaltvergärer, die unter starker Schwefelung die Trauben kalt mazerieren, um ihnen möglichst viel Frucht und Farbtiefe ohne zu viele Gerbstoffe abzugewinnen, und als entgegengesetztes Extrem die Traditionalisten, die ohne Eingriffe warm vergären und dadurch relativ hellfarbige Weine erhalten, die aber voll aromatischer Finesse und Eleganz sind.  

Stilistik, Aroma und Geschmack reichen im Pinot Noir deshalb von fest, fast schon streng, über sauer, tanninschwer, bis zu unübertrefflich weich, samtig und aromatisch komplex. Den Ideal-Pinot gibt es nicht.  Den muß jeder für sich finden. Wir definieren guten Pinot als in Duft und Geschmack deutlich an Schwarzkirschen erinnernd in einem Mundgefühl, dessen sensible Harmonie von Frucht und Gerbstoff, Süße und Säure so ausbalanciert ausfallen kann, wie man es in der Welt des Weines bei keiner anderen Rebsorte findet. 

 

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Frankreich - Champagne
suessPinot Noir
Langsam
6er Karton
Art-Nr. FCH07302
Inhalt 0.75l
Alkohol: 12,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: 2015+
Restzucker: < 3,5 g/l
Anbau: Biodynamisch
Ausbau: Tradit. Holzfaß
Boden: Kreide (Kalk)
Besonderes: Saignée aus 100% Pinot Noir
Dekantieren: Nein
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Diam (Kunstkork)

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