Search Site

You're currently on:

Sauvignon Blanc QBA trocken 
2010

Sauvignon Blanc QBA trocken

Luckerts rarer Sauvignon Blanc des Jahrgangs 2010, der an Didier Dagueneaus Weltklasse-Sauvignons erinnert, beweist, was in dem Jahrgang möglich war. Duftigkeit von extremer Potenz und Komplexität zeichnet ihn aus und im Mund wirkt er cremig, strahlend direkt, präzise und druckvoll. 2010 beweist in seinen besten Weinen ungewöhnlich spezifischen Jahrgangs-Charakter brillanter Präzision und Intensität.

Auch Luckerts mußten entsäuern. Sie taten das aber schonend und natürlich mittels des biologischen Säureabbaus, der nur eines braucht im Keller: Zeit. Die bekam dieser Wein und so präsentiert er sich in ungewohnter Brillanz als Referenz für Rebsorte und Jahrgang in Deutschland.

Luckerts haben immer schon anders getickt. Deshalb gehört ihr Sauvignon Blanc zu den gelungensten Exemplaren Deutschlands. Im Duft grasig frisch und grünlich inspiriert, liegt er stilistisch irgendwo zwischen Loire und Steiermark, ohne die simple primäre Fruchtigkeit der meisten Steirer. Luckerts Franken-Sauvignon wurde kompromißlos spontan im großen Holzfaß vergoren und trägt mineralische Tiefe und Komplexität in sich; er begeistert im Mundgefühl mit cremig dichtem, zugleich pikant frischem Mundgefühl. Saftig, trocken und alles andere als aromatisch arrogant zieht er seine mundwässernd frische Bahn über die Zunge, verhalten in der Säure, die bekömmlich von fühlbarer Dichte unterlegt agiert und den ‚langsamen’ Ausbau auf der Hefe im Holzfaß eindrucksvoll nachvollziehbar macht. Schmeck- und fühlbare Qualität. 

In der 1.5l-Magnum, exklusiv für uns. 2011 wird es nicht geben. Der Früjahrs-Frost 2011 hat die Ernte vernichtet. 

Zehnthof Luckert

Eine fränkische Weinhandlung mit Anspruch tut sich schwer mit Frankens Weinen. Die meisten „fortschrittlich“ produzierten Frankenweine schmecken als kämen sie aus Neuseeland oder sonst wo her, nur nicht aus Franken. Aromasichere Reinzuchthefen, Vergärung bei niedriger Temperatur für möglichst viel Frucht, zugesetzte Kohlensäure für Pseudo-Frische und ein allgegenwärtiges, publikumswirksames Zuckerschwänzchen garantieren dem „modernen“ Frankenwinzer erfolgreichen Absatz.

Wir verweigern derart banal konzipierte Globalplörre konsequent, egal woher sie kommt. Da können ihre Namen noch so klingend sein, ihre Bewertungen so hoch und ihre Etiketten noch so schön, wir machen auch in der mainfränkischen Nachbarschaft keine Ausnahme.

Wolfgang und Ulrich Luckert aus Sulzfeld bei Kitzingen sind die rare Ausnahme im pseudomodernen Franken-Szenario. Selbstbewußt und zielstrebig pflegen die beiden Vollblutwinzer kompromißlose Regionstypizität in Weinen, die so authentisch sind, wie sie unmißverständlich die Handschrift ihrer Herkunft zeigen: Muschelkalk. Der macht ihre Weine schlank und rassig, in der Jugend fast mager und karg, manchmal auch spröde, denn sie werden kompromißlos trocken ausgebaut. Dafür präsentieren sie sich wohltuend anders als andere und man schmeckt spätestens mit dem zweiten Schluck, daß es Luckerts um authentisch fränkische Spitzenweine geht.

Luckert´s Zehnthof produziert selbstbewußt traditionelle Frankenweine, wie sie einst waren und heute fast ausgestorben sind. Sie bauen ihre Weine im großen Holzfaß aus, vergären sie spontan und lassen sie so lange wie sinnvoll auf der Hefe reifen; im Keller geben sie ihnen die Zeit, die sie brauchen, und im Weinberg haben sie auf ökologische Bewirtschaftung umgestellt. So produzieren Luckerts profiliert fränkische Weinpersönlichkeiten, die Nachhaltigkeit und Authentizität nicht laut propagieren, sondern in typisch fränkischem Understatement und angenehmer Bescheidenheit praktizieren. Wenn Sie Luckerts Weißweine ausreichend dekantieren, werden Sie wahre Weinwunder erleben, die so nachhaltig wirken und schmecken, wie sie nachhaltig produziert wurden. Die souveräne Referenz für Frankenwein.

Mehr von diesem Produzenten
 

Die Rebe

Sauvignon blanc

Sauvignon Blanc ist nach dem Chardonnay die zweitmeist angebaute weiße Rebsorte der Weinwelt. Sie geht auf eine Zufallskreuzung von Traminer mit Chenin Blanc zurück und gilt als charaktervolle und edle weiße Rebsorte. Tatsächlich kann sie aber auch ärgerlich simpel, aufdringlich und ordinär riechen und schmecken. Heute wird sie häufig mittels spezieller Aromaenzyme vergoren, die aus der Beerenschale ein so simples wie lautes Aroma extrahieren, das unerfahrene Weintrinker begeistert, Kenner der Rebsorte aber eher langweilt. Industriellen Exemplaren aus Übersee wird immer wieder gezielt Methoxypyrazin zugesetzt, ein in Europa verbotener Aromastoff, der in Sauvignon Blanc aber natürlich vorkommt und dessen leicht erkennbares Aromaprofil prägt, ihn weist man hierzulande immer wieder nach.

Pyrazin ist der Oberbegriff für eine Gruppe chemischer Verbindungen, die sich als natürlich vorhandene Aromastoffe vom Pyrazin ableiten. Sie sorgen in vielen Gemüsesorten für vegetale Aromen, entstehen aber auch beim Erhitzen von Lebensmitteln und sorgen dann für die charakteristischen Röstaromen. In Sauvignon Blanc duften Pyrazine mehr oder weniger intensiv, je nach Weinbereitung und Herkunft, nach frisch aufgeschnittener grüner Paprika, grasig und kräuterwürzig, mit einem Hauch Moschus und grünen Früchten wie Stachelbeeren in einem Bukett, das auch an ungeputztes Katzenklo, Litschis und Brennesseln erinnern kann. Oft findet man vor allem in einfacheren Sauvignon Blanc-Qualitäten aus den Randappellationen der Loire einen Geruch, der an Chinaböller oder frisch gezündete Streichhölzer erinnert. Dieser dürfte eher auf zu starker Schwefelung beruhen, als auf dem immer wieder beschworenen 'Gout de Terroir', den die Winzer den Feuersteinen im Weinberg zuschreiben.

Sauvignon Blanc ist wuchskräftig. Je schwerer die Böden, desto höher die Erträge. Dann erreicht die Rebsorte kaum die gewünschte Reife und ihr Wein fällt krautig, mager und aufdringlich grün und scharf aus. Je magerer aber die Böden, desto niedriger die Erträge, desto reifer die Trauben. Dann kann die Rebsorte auch aromatisch zu Hochform auflaufen und trockene, kristallin reine, aromatisch hochkomplexe, animierend erfrischende Weine hervorbringen, wie sie einmalig sind in der Welt des Weißweines.

Sauvignon Blanc zeigte früher starke Anfälligkeit für Pilzkrankheiten, weshalb die Erträge oft unwirtschaftlich ungleichmäßig waren. Heute baut man speziell selektionierte Varietäten an (Klon 297 und 316 sind die am weitesten verbreiteten), die regelmäßigeren Ertrag garantieren, weshalb sich die Rebfläche der populären Rebsorte deutlich vergrößert hat. Sauvignon Blanc steht heute auf Rang 4 der Rebsortenliste Frankreichs.

Oft werden einfache Sauvignon Blancs verschnitten mit Chenin Blanc wie z. B. in der Tourraine; aber auch mit Semillon oder der ebenfalls aromatischen Muscadelle zeigt sie in vielen weißen Bordeaux attraktiven Charakter und bemerkenswerte Alterungsfähigkeit. An der Loire, wo sie ihren Ursprung haben soll, erlebt die Rebsorte reinsortig ihre unverfälschte Inkarnation. Ob auf den kalkhaltigen Böden von Sancerre, den feuersteinhaltigen Böden von Pouilly-sur Loire, wo sie eine rauchige Note erfährt, die ihrem Wein den Namen Pouilly Fumé einbrachte, oder in deren östlichen Nachbargemeinden Quincy und Reuilly, immer beweist Sauvignon Blanc hier wie nirgendwo sonst auf der Welt die perfekte Abstimmung von Rebe und Herkunft, französisch 'Terroir'. Ähnlich analytisch, ähnlich präzise, rein und elegant, ähnlich vornehm, fein und druckvoll gerät sie nirgendwo sonst. Famoses Niveau kann die Rebsorte noch in Österreich und, deutlich seltener, in Deutschland erreichen, vorausgesetzt, sie wurde nicht zu laut, zu schnell und zu aufdringlich vinifiziert durch schnellen Ausbau mit Reinzuchtaromahefen, Tieftemperaturvergärung und Edelstahlausbau, wie er von den meisten Winzern noch immer praktiziert wird. Inzwischen gibt es in der Steiermark oder z. B. der Pfalz langsam agierende Spitzenwinzer, deren Sauvignon Blancs es an Originalität und Präzision, bei ganz anders geartetem Rebsortencharakter als an der Loire, mit deren großen Weinen aufnehmen können. Ansonsten aber besitzt Sauvignon Blanc, wo immer er auch angebaut wird, ob in Neuseeland oder Kalifornien, in Südafrika oder Australien, zwar stets angenehm aromatische, nie aber jene noble Intensität und unverfälschte Komplexität wie an der Loire oder seltener in Bordeaux, der bekannteste reinsortige Sauvignon Blanc dürfte dort 'Pavillon Blanc' von Chateau Margaux sein, wo er sich zu rarer Harmonie und vornehmer Expressivität aufschwingen kann.

Sauvignon Blanc trinkt man am besten jung. Gute Exemplare entwickeln sich über 2-4 Jahre. Länger eingelagert zu werden macht nur für  Ausnahmeweine von Ausnahmewinzern Sinn. 


 

Senden Sie Ihren Freunden eine Empfehlung zu diesem Produkt per E-Mail.

 

Absender:





Empfänger:





28,00 €
Vorübergehend nicht verfügbar.
je Flasche à 1.5l-Magnum / 18,67 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
Deutschland - Franken
weissSauvignon blanc
Langsam
Einzelflaschen
Art-Nr. DFW10110M
Inhalt 1.5l-Magnum
Alkohol: 13,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2014+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Biologisch
Ausbau: Tradit. Holzfaß
Boden: Muschelkalk
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Schraubverschluß

Auch von diesem Winzer

  1. Riesling 'Steinriegel' QbA trocken
    2009
    Riesling 'Steinriegel' QbA trocken
    16,00 €
    0.75l 
  2. Muskatsylvaner  * * *
    2009
    Muskatsylvaner * * *
    30,00 €
    0.75l 
  3. /
    2007
    Spätburgunder * * *
    30,00 €
    0.75l