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'Cuvée AnnA' 
2009

'Cuvée AnnA'

Thomas Seegers geschmeidige ‚Cuvée AnnA’ bringt selbst jene Kunden zum Schwärmen, die deutschem Rotwein mißtrauisch gegenüberstehen. Thomas Seeger ist ein Ausnahmewinzer. Nicht umsonst gewann er schon zum dritten Mal den deutschen Rotweinpreis.

Die seiner Mutter gewidmete Cuvée aus Schwarzriesling, Lemberger und Pinot Noir präsentiert sich im großen Rotwein-Jahr 2009 als nobel duftender Rotwein von würziger Beerenpracht, dessen dicht gepackte seidige Präsenz sich aber erst in ein bis zwei Jahren wirklich trinkreif präsentieren wird. Dann wird seine samtige orientalische Würze in Duft und Geschmack bezaubern und die Gerbstoffqualität wird zur Garantie für wertvollen Rotweingenuß. So seidig, so fein, so frisch und kühl und doch konzentriert und fast balsamisch dicht können nicht viele deutsche Rotweine überzeugen, zumal nicht zu diesem Preis.

Ein durch und durch deutscher Rotwein, der ein Qualitäts-Niveau erreicht, wie man es von deutschem Rotwein kaum gewohnt ist. Thomas Seegers Cuvée ‚AnnA’ kommt dunkel ins Glas und ihre bemerkenswert dichte, im Holzfaß gereifte Gerbstoffqualität wirkt so kostbar wie raffiniert und zieht lange, seidig kühle Spuren über die Zunge, die sich am Gaumen zu komplexer Aromenpracht in verführerischem Schmelz verdichten. Ein Meisterwerk zum fairen Preis.

Weingut Thomas Seeger

Thomas Seeger, seit 1990 bei uns im Programm, betreibt sein 7 ha kleines Familienweingut in Leimen bei Heidelberg an der badischen Bergstraße mit Engagement und konnte bereits dreimal den deutschen Rotweinpreis gewinnen. Trotzdem sind er und seine Weine nur Kennern bekannt, denn seine rund 40.000 Flaschen Jahresproduktion ‚verdunsten’ fast vollständig in der Region um Heidelberg. Sie sind meist schon ausverkauft, bevor sie gewachsen sind. 60 % seiner Produktion sind Rotwein, seine Weißweine sind weniger bekannt, beweisen aber nicht minder bestechende Qualität. Sie alle stammen aus Parzellen rund um Heidelberg und Leimen, wo Spätburgunder, Lemberger, Portugieser und Schwarzriesling neben Riesling, Weiß- und Grauburgunder auf Lösslehmböden stehen, die auf Muschelkalk und Buntsandsteinfundamenten liegen.

Thomas Seeger ist ein vielgereister und erfahrener Verkoster, weshalb insbesondere seine Rotweine zu den wenigen hierzulande gehören, die weit mehr sind als ‚typisch deutsche Rotweine’. Thomas Seeger war einer der ersten, der in Deutschland hochwertige Burgunderklone pflanzte und er beherrscht den Ausbau im kleinen Holzfaß souverän und praktiziert ihn in Perfektion. Dabei hat er sich einem bestimmten Stil, einem ganz persönlichen Geschmacksbild, von Spätburgunder verschrieben. Die empfindliche Rebsorte, die auf jeden Jahrgang im Weinberg anders reagiert und jedes Jahr aufs Neue in ihren Eigenarten im Keller ‚besiegt’ werden will, provoziert ihren Macher, fordert ihn heraus wie keine andere Rebsorte. Das Ergebnis ist das breiteste Stil- und Qualitätsspektrum, das eine rote Rebsorte haben kann. Alleine Burgund ist das beste Beispiel dafür, daß es den Pinot Noir weder gibt, noch geben kann. Jeder Winzer pflegt seine Philosophie (so er eine hat) und arbeitet für sie und mit ihr  entsprechend in Weinberg und Keller. Grundsätzlich geht es entweder um Konzentration und Extraktion, also Kraftentfaltung, oder um Feinheit und Frische, also vibrierendes Leben. Immer gilt, daß der Schlüssel zu gutem Pinot Noir ausschließlich die Qualität seiner Gerbstoffe ist.

Dunkel und dicht in der Farbe, komplex und kompakt im Geschmack präsentieren sich Thomas Seegers Rotweine als raffiniert konzipierte Mischung aus Kraft und Finesse. Seine Weißweine sind saftig, trocken und potent strukturiert ohne alkoholischen Überhang. Er keltert nur handverlesenes, kerngesundes Lesegut, vergärt kühl und lange und wenn möglich spontan auf der Maische, um seinen Weinen anschließend je nach Qualität bis zu zwei Jahren im Faß auf der Hefe zu gönnen. Seit dem Jahrgang 2005 ist das Weingut Seeger biologisch zertifiziert.

Thomas Seegers Weiß- und Rotweine nur nur limitiert verfügbar.

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Die Rebe

Cuvée rot

Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.

In Deutschland bezeichnet man mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.

Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.

Häufig begegnet man auf Etiketten Begriffen wie Tête de Cuvée oder Cuvée Prestige; damit bezeichnen die Franzosen ihre besten Weine im Keller, ihre Spitzencuvées, ihre besten Partien, egal ob sie reinsortig sind oder verschnitten wurden. Um es kompliziert zu machen bezeichnet man in der Champagne den aus der Kelter laufenden Vorlaufmost, der die höchste Qualität liefert, ebenfalls als Cuvée, nennt dort aber zugleich verschiedene Abfüllungen Cuvée, weil die großen Markenchampagner kunstvoll aus bis zu 100 verschiedenen Einzelpartien miteinander verschnitten werden, um so das erwartete Geschmacksbild garantieren zu können.

Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Châteauneuf du Pape z. B. verschneidet man bis zu 13 Rebsorten miteinander, wobei auch weiße Sorten im roten Châteauneuf zugelassen sind. Das macht man, um durch körperreiche, farbintensive, gerbstoffbetonte Rebsorten die oxidationsempfindlichen, leichteren, aromatisch duftigeren und eleganteren Rebsorten vor Oxidation zu schützen und eine längere positive Entwicklung gewährleisten zu können. Auf diese Weise verschneidet man z. B. ‚kühle’ Rebsorten (wie Syrah) mit ‚warmen’ (wie Grenache), empfindliche mit unempfindlichen, reduktive mit oxidativen etc. etc.

Das geschieht stets nach peniblen Vorverkostungen in mehr oder weniger aufwendigen Probenreihen. Tatsächlich kann eine gekonnt zusammengestellte Cuvée besser schmecken als die einzelne Rebsorte für sich, weil sich Frucht, Gerbstoffgehalt und Alkohol zum harmonischen Ganzen vereinen. Praktisch jeder Bordeaux, viele Chiantis, nahezu jeder Rotwein aus der Rioja oder dem portugiesischen Dourotal, dem Veneto, der Provence, dem Languedoc oder dem südlichen Rhônetal besteht aus zwei bis fünf, manchmal auch mehr Rebsorten, die auf dem Etikett nicht ausgewiesen werden.

Das deklarieren auch wir als Cuvée, egal ob weiß oder rot, geben dann aber immer die wesentlichen Rebsorten an. Alles klar?

 

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je Flasche à 0.75l / 25,33 €/L
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Deutschland - Baden
rotCuvée rot
Langsam
6er Karton
Art-Nr. DBR09301
Inhalt 0.75l
Alkohol: 13,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2016+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Biologisch
Ausbau: Barrique
Boden: Kalkmergel
Besonderes: Unfiltriert
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

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