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Châteauneuf-du-Pape 'Chaupin' 
2006

Châteauneuf-du-Pape 'Chaupin'

Christoph Sabons Châteauneuf du Pape ‚Chaupin’ ist unser Favorit an der Südrhône. 100 % reinsortige Grenache von einer Parzelle mit dem Dialekt-Namen „Chapoin“; ihre Bodenstruktur macht den Wein kühl, läßt die Trauben spät ausreifen und vermittelt die mächtige Konzentration alter Reben, die hier nachweislich 1912 gepflanzt wurden. Ein offensichtlich phänomenales Terroir, daß sich von den anderen Lagen Christophe Sabons durch besonders kühle Charakteristik unterscheidet. Sie kann man nachvollziehbar riechen und schmecken. Sorgfältige Mazeration und nicht übertriebene Extraktion sorgen im Zusammenspiel mit langem Ausbau auf der Feinhefe für jene kompakte Gerbstoffdichte, die nur die dünnschalige Grenache so produziert, kühl und geschliffen wirkend, unheimlich dicht und voluminös, aber auch seidig fein und geschmeidig. Das unverwechselbare Bukett nach Kirschlikör und getrockneten Gewürzen, weißem Pfeffer und schweren Blütendüften macht die besondere Faszination dieser großen, unverwechselbaren Weinpersönlichkeit aus. Ein Wein, den man nicht vergißt.

La Janasse

Christophe Sabon führt seine 40 ha große Domaine de la Janasse in Courthezon nahe Châteauneuf du Pape in fast schon unheimlicher Konsequenz zu Qualität und Stil. Hier, in der Ebene rund um Orange, bläst Südfrankreichs berühmter Wind, der Mistral, regelmäßig mit über 100 Stundenkilometer durch das Rhônetal. Deshalb baut man hier traditionell die Rebsorte Grenache an; ihr hartes Holz widersteht selbst härtesten Windböen. Im Wein neigt Grenache zu Oxidation und alkoholischer Plumpheit. Deshalb verschneidet man sie im Süden oft mit ‚kühleren’ Rebsorten wie Syrah oder Mourvèdre. Christophe Sabon, der von der Qualität der Grenache überzeugt ist, füllt sie manchmal reinsortig ab und präsentiert sie prompt und selbstbewußt in Referenzqualität. Seine teilweise uralten Reben stehen auf tiefgründigen Schotterböden in der Ebene, den berühmten 'Galet roulet', oder auf kalkhaltigen Lagen auf dem Plateau von Crau. Dort gewinnt er nicht nur konzentrierte, finessenreiche Châteauneuf du Papes, die auf Grenache basieren, dort wachsen auch seine legendären Côtes du Rhônes. Wegen der hohen Alkoholgradation vergärt Christophe Sabon seine Grenache-Moste spontan mit wilden Hefen an, impft sie dann aber mit Reinzuchthefe, um sie zu Ende gären zu können. Er vergärt langsam bei kühlen Temperaturen in großen alten Holzfässern mit entsprechendem Hefelager und produziert so seidenweiche, frisch wirkende, delikate Kraftprotze, denen jegliche Rustikalität abgeht. Seine Châteauneufs gehören zu den eindrucksvollsten der Appellation und präsentieren sich auch in kleinen Jahrgängen zuverlässig auf souverän hohem Niveau. Christophe Sabon pflegt aber auch seine Côtes du Rhônes mit besonderer Sorgfalt, sie sind so etwas wie der geheime Schatz seines Betriebes, bewegen sie sich doch auf ähnlichem Niveau wie seine weit teureren Spitzen-Cuvées. ‚La Janasse’ ist aus unserer Sicht einer der beständigsten, zuverlässigsten und engagiertesten Betriebe an der südlichen Rhône und deshalb seit über zwanzig Jahren im Programm.

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Die Rebe

Grenache

Grenache, nach Airen die zweitmeistangebaute Rebsorte der Welt, steht
 als Garnacha Tinta in Spanien auf über 100.000 ha, sie ist dort die meistangebaute Rotweintraubensorte. In Frankreich bedeckt sie mit über 90.000 ha immerhin noch den Großteil des nationalen Rebterrains, und auf Sardinien meinen die Sarden, mit ihrer Cannonau den historischen Ursprung der Rebsorte für sich gepachtet zu haben.

Grenache ist trotz ihrer Verbreitung weniger bekannt, weil sie meist in Verschnitten landet. Sie wird nur selten reinsortig auf Etiketten ausgewiesen. Die Rebsorte ist prädestiniert für den Anbau in trockenen, warmen und windigen Regionen. Sie entwickelt ungewöhnlich starkes Holzwachstum und zeichnet sich durch aufrechten kraftvollen Wuchs aus, was sie besonders für windige Gegenden eignet. Sie widersteht sogar dem hart blasenden Mistral des Rhônetales, wo sie in der traditionellen Gobelet-Erziehung auch extreme Widerstandsfähigkeit gegen Dürre und Hitze beweist. Sie treibt früh aus und erreicht bemerkenswert hohe Zucker- und Extraktwerte. Ihre Beerenschale ist dünn, sie entwickelt keine intensive Farbe und neigt in der Verarbeitung schnell zu Oxidation. Deshalb wird sie so oft mit dickschaligen (antioxidativ wirkenden, reduktiven) Rebsorten wie Syrah oder Mouvèdre verschnitten.

Im Mund entwickelt reinsortige Grenache ein charakteristisch süßes, cremig samtiges Mundgefühl mit deutlichen Anklängen an weißen Pfeffer, schwarze Oliven, Rosmarin und Rumtopf. Am besten gelingt die Rebsorte entlang der südlichen Rhône, wo sie in der Regel verschnitten wird, doch beweist sie hier auch überzeugender als anderswo, wozu sie bei niedrigen Erträgen und konsequentem Qualitätsanbau auch reinsortig fähig ist.  Dort wird sie, wie nirgendwo sonst, penibelst gepflegt, denn sie bringt gutes Geld. Auf kargen Kieselböden und harten Windverhältnissen wird sie vor allem in und um Châteauneuf du Pape knapp angeschnitten und anschließend zu ausgereizter Reife gebracht. So entstehen dort gewaltig konzentrierte Rotweine außergewöhnlichen Reifepotentials, die sich grandios über Jahrzehnte entwickeln. Die Renaissance dieser Weine in den achtziger Jahren hat zu einer neuen Beschäftigung mit der Südrhône, vor allem aber mit der Rebsorte Grenache geführt, so daß man von ihr in Zukunft mehr hören und probieren wird, obwohl sie durch ihr starkes Holzwachstum nicht geeignet ist für die maschinelle Bearbeitung. 

 

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Frankreich - Südrhône
rotGrenache
Langsam
12er HK
Art-Nr. FRH06025
Inhalt 0.75l
Alkohol: 14 Vol %
Trinkbar ab: 2010
Optimale Reife: 2016+
Restzucker: < 3 g/l
Anbau: naturnah
Ausbau: Tradit. Holzfaß
Boden: Kiesel (Galet)
Besonderes: unfiltriert
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork

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