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Herausforderung »Pinot Noir«

Herausforderung »Pinot Noir«

Keine andere Rebsorte kann solchen Frust auslösen, aber auch so grandiosen Weingenuß bieten wie Pinot Noir, alias Spätburgunder. Guter Pinot Noir ist teuer. Das gilt vor allem für Pinot Noir aus Burgund. Da erscheint er uns sogar zu oft viel zu teuer. Wenn man aber mal einen wirklich großen roten Burgunder im Glas hat, nimmt man für ihn fast alles in Kauf. Doch Burgund hat leider nur selten das zu bieten, was wir als »groß« bezeichnen würden. Und das kostet dann richtig Geld. Weil wir grundsätzlich etwas gegen elitär teuren Wein haben (auch er wird nur aus Trauben gekeltert und nicht aus goldenen Scheinen), haben wir uns auf die Suche nach lohnenden Ausnahmen in aller Welt gemacht und stellen Ihnen hier spannende Burgund-Alternativen vor - woher auch immer.

Pinot Noir gilt nicht umsonst als die schwierigste, sensibelste, unnahbarste und am schwierigsten zu verarbeitende große rote Rebsorte der Weinwelt. Sie ist es.

Ampelographisch gehört Pinot Noir zur Familie der Noirien-Rebsorten. Die ist über tausend Jahre alt, deshalb stark degeneriert und existiert in zahlreichen Varianten vom Pinot Blanc über den Pinot Meunier bis zu Pinot Gris, Pinot Meslier oder Pinot Madeleine (= Frühburgunder). Alleine in Burgund kennt man über 50 verschiedene Abarten, von denen jede eine charakteristische Morphologie der Traube sowie stark divergierende Ertragsleistung, Resistenz gegenüber Fäulnis und Reifeverhalten besitzt.

Pinot Noir ist dünnschalig. Deshalb ist sie frühreifend, weshalb sich die Rebsorte vor allem in nördlichen Weinbauregionen durchgesetzt hat. Sie treibt nicht nur früh aus, sie ist auch empfindlich gegenüber Spätfrösten und Verrieseln und feuchte kühle Böden auf tiefgelegenen Lagen mag sie gar nicht. Am besten gedeiht sie auf kargen Kalksteinböden in kühlen Klimata, wo sie so langsam ausreift, daß sie Aroma und Säure nicht verliert.

Pinot Noir stellt hohe Ansprüche an die Lage, das Mikroklima und die Pfropf-Unterlage. Die in jeder Hinsicht sensible Rebsorte ist anfällig für beide Mehltau-Arten (Peronospora und Oidium) und für Fäulnis, weil ihre Beerenhaut dünner als die der meisten anderen roten Sorten ist. Es entscheiden also Wetter, Standort, Bodenchemie und Mineralienversorgung maßgeblich über Stil, Geschmack und Qualität des aus ihr gekelterten Weines.

Pinot Noir ist auch im Keller zickig. Die dünnschaligen Beerenschalen der Rebsorte wollen so schonend wie möglich extrahiert werden, um ihnen Farb-, Geschmacks- und Aromastoffe zu entziehen. Ansonsten handelt man sich als Winzer jene bitteren Gerbstoffe ein, die so viele Pinot Noirs geschmacklich verunstalten. Auf Schwefelzugaben während der Weinbereitung reagiert Pinot Noir mit Farbverlust und die Art der Weinbereitung, die von der traditionellen Vergärung mit Stiel und Stengel bis zu den modernen Kaltmazerierern reicht, entscheidet über die stilistische Prägung, die nur zu oft auch als qualitative fehlinterpretiert wird, weil die Weine der sogenannten »Traditionalisten« helle Farbe aufweisen, weil sie die Extraktion der Trauben durch die Mazeration mit Stiel und Stengel nicht mechanisch beeinflussen können, wogegen die Weine der Kaltmazerierer tiefdunkle dunkelblaue Farben besitzen, die gemeinhin als höherwertiger angesehen werden. 

Diese unterschiedlichen Philosophien der Weinbereitung bedingen das enorm vielfältige Stil- und Charakterspektrum der Rebsorte Pinot Noir. Während die einen vollreife Trauben ernten und zur Not mit Rohrzucker »chaptalisieren«, also den Alkoholgehalt des Weines nach der alkoholischen Gärung bewußt erhöhen, setzen andere auf physiologische Reife, um den natürlichen Alkoholgehalt ihrer Weine zu reduzieren. Wärhend die einen mit Stiel und Stengel vergären und mazerieren, beeren andere ihre Trauben konsequent ab. Wieder andere belassen einen gewissen Prozentsatz Stiele in der Maische. Dann gibt es überall, wo Pinot Noir produziert wird, die Schule der Kaltvergärer, die unter Schwefelzugabe ihre Trauben vor der Gärung kalt mazerieren, um ihren Schalen möglichst viel Frucht und intensive Farbtiefe ohne Gerbstoffe zu entziehen, dagegen stehen die Traditionalisten, die ohne Eingriffe von außen vergleichsweise warm mit Stiel und Stengel (oder auch ohne) vergären und so relativ hellfarbige Weine erhalten, die vor allem durch besondere aromatische Finesse und Struktur auffallen. Es ist diese Vielfalt der Weinbereitungsphilosophien, die vor jeder Pinot Noir-Verkostung für jeden beteiigten Wein bekannt und erklärt sein sollte, sonst macht eine Pinot Noir-Verkostung keinen Sinn, weil man Birnen mit Äpfeln vergleicht. Es ist dieser Unterschied, der kaum einen Pinot Noir dem anderen gleichen läßt. Aus einer Pinot Noir-Verkostung deshalb »den Besten« extrahieren zu wollen, ist so unprofessionell, wie es unerfahren und naiv erscheint. Daß bei derart breitem Stil- und Charakterspektrum auch Punktebewertungen so sinn- wie wertlos sind, weil sie nur geschmäcklerisch antrainierte Vorstellungen zitieren, leuchtet wohl jedem ein.  

Bei Pinot Noir liegen Frust und Vergnügen nahe beieinander. Trotzdem gehört ihm die Zukunft.

Pinot Noir kennt keine Regeln, kein gültiges Rezept, keine Qualitätsgarantie. Er will jedes Jahr aus Neue begriffen werden, fällt jedes Jahr anders aus. Deshalb muß man auch jedes Jahr jedem Winzer aufs Neue ins Faß gucken. Seine Stilistik, sein Aroma und sein Geschmack reichen von simpel, sauer, mager und dünn, über fest und fast schon streng, bis zu tanninschwer, unübertrefflich weich, samtig und aromatisch komplex. Ach ja, den Ideal-Pinot kennen wir zumindest nicht. Ihn muß jeder für sich immer wieder aufs Neue suchen - und finden . . . 

Burgund ist für Liebhaber der Rebsorte noch immer das große Leitbild.

Wir aber halten mit all unserer Erfahrung Burgund und dessen Weine für zu teuer, für überbewertet und für viel zu unzuverlässig. Burgund ist ein Minenfeld, das nur deshalb reibungslos funktioniert, weil sein Weinhandel einer der unkritischsten überhaupt ist. Daß ein großer Burgunder eines der eindrücklichsten und maßstäblichsten Weinerlebnisse sein kann, das man als Weinfreund haben kann, haben wir selbst immer wieder erlebt, doch der Weg dahin ist mit zu vielen Leichen gepflastert. Großer Burgund ist ein sündhaft teueres Vergnügen mit viel zu geringer Trefferquote. 

Deshalb beschäftigen wir uns mit möglichen Alternativen. Die waren in der Vergangenheit nur zu oft plump und konnten mit meist simpel pflaumiger Überreifearomatik nicht überzeugen. In den letzten Jahren aber haben sich ambitionierte Winzer vor allem in kühlen Klimazonen intensiv mit Pinot Noir beschäftigt und so kann der kundige und neugierige Weinfreund heute aus einem breiten Stil- und Geschmacksspektrum wählen. Außerhalb Burgunds war Pinot Noir noch nie so spannend und hochwertig alternativ, wie er es heute ist: Sensibel in der Harmonie von Frucht und Gerbstoff, von Süße und Säure, von Kraft und Finesse, ausbalanciert und eigenwillig spannend wie keine andere Rebsorte der Weinwelt. Vergnügen ohne Frust, dem wir uns verschrieben haben.

>> Nicht beschriebene Weine sind frisch eingetroffen. Sie werden umgehend beschrieben. <<

12,80 €
0.75l 
2013
Pinot Noir »Herrenstück«
Holger Koch
12,90 €
0.75l 
12,90 €
0.75l 
16,00 €
0.75l 
2013
Frühburgunder
Zehnthof Luckert
18,00 €
0.75l 
2006
Pinot Noir Brut PNT
Sven Leiner
18,90 €
0.75l 
2011
Pinot Noir Reserve
Dieter Herist
19,80 €
0.75l 
19,90 €
0.75l 
19,90 €
0.75l 
2011
Blauer Spätburgunder »S«
Thomas Seeger
26,90 €
0.75l 
2013
Bourgogne Rouge »La Myotte«
Guillot-Broux
27,80 €
0.75l 
2013
Pinot Noir »Kapelle«
Henrik Möbitz
29,80 €
0.75l 
2014
Pinot Noir »Kapelle«
Henrik Möbitz
33,90 €
0.75l 
2014
Pinot Noir »Rossi Wallace«
Forman Vineyard
29,90 €
0.75l 
2014
Pinot Noir »Kanzel«
Henrik Möbitz
36,00 €
0.75l 
2013
Pinot Noir »Koepfle«
Henrik Möbitz
32,00 €
0.75l 
2010
Spätburgunder N°1
Richard Östreicher
34,00 €
0.75l 
2014
Pinot Noir
Claus Preisinger
32,00 €
 
2014
Pinot Noir »Koepfle«
Henrik Möbitz
36,00 €
0.75l 
2013
Pinot Noir »Kanzel«
Henrik Möbitz
32,00 €
0.75l 
2011
Spätburgunder N°1
Richard Östreicher
33,00 €
0.75l 
2014
Pinot Noir »Sous la Tour«
Stéphane Tissot
32,00 €
0.75l 
2015
Pinot Noir
Claus Preisinger
32,90 €
0.75l 
2012
Marsannay rouge »Les Langeroies«
Sylvain Pataille
32,90 €
0.75l 
2013
Spätburgunder »Maustal« GG
Zehnthof Luckert
36,80 €
0.75l 
38,00 €
0.75l 
2012
Pinot Noir »La Bauge«
Au Bon Climat
39,00 €
0.75l 
2015
Pinot Noir »En Barberon«
Stéphane Tissot
39,50 €
0.75l 
39,90 €
0.75l 
29,99 €
0.75l 
2011
Pinot Noir »Jaspis«
Ziereisen
35,99 €
0.75l 
48,00 €
0.75l 
2013
Pinot Noir »Sonoma Coast«
Peay Vineyards
48,00 €
0.75l 
2012
Pinot Noir »Caviar de Pinot«
Balthasar Ress
37,99 €
0.75l 
49,00 €
0.75l 
2012
Pinot Noir »Solomon Hills«
Ojai Vineyard
49,00 €
0.75l 
49,90 €
0.75l 
2010
Pinot Noir »Talley Rincon«
Au Bon Climat
49,90 €
0.75l 
49,90 €
0.75l 
52,00 €
0.75l 
2011
Pinot Noir »San Andreas Fault«
Hirsch Vineyards
54,00 €
0.75l 
54,00 €
0.75l 
2012
Pinot Noir »Fe Ciega«
Ojai Vineyard
54,00 €
0.75l 
2013
Pinot Noir »Pomarium Estate«
Peay Vineyards
59,00 €
0.75l 
59,90 €
0.75l 
59,90 €
0.75l 
2014
Pinot Noir »Morning Dew«
Drew Cellars
63,00 €
0.75l 
2013
Pinot Noir »La Neblina«
Radio-Coteau
58,00 €
0.75l 
2012
Pinot Noir »San Andreas Fault«
Hirsch Vineyards
64,00 €
0.75l 
2011
Pinot Noir »Earth Smoke«
Pyramid Valley
68,00 €
0.75l 
2011
Pinot Noir »Angel Flower«
Pyramid Valley
68,00 €
0.75l 
2013
Pinot Noir »San Andreas Fault«
Hirsch Vineyards
68,00 €
0.75l 
69,00 €
0.75l 
2013
Pinot Noir »Terra Neuma«
Radio-Coteau
72,90 €
0.75l 
2013
Pinot Noir »Savoy«
Radio-Coteau
68,00 €
0.75l 
84,90 €
0.75l 
2012
Pinot Noir »Reserve Estate«
Hirsch Vineyards
89,00 €
0.75l 
2013
Pinot Noir »East Ridge«
Hirsch Vineyards
89,90 €
0.75l 
2013
Pinot Noir »San Andreas Fault«
Hirsch Vineyards
138,00 €
1.5l