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Flaschenpost »Handwerk«

Flaschenpost »Handwerk«

Uns interessiert das Gute im Wein. Produziert von Winzern, die ihren Beruf lieben. Die deshalb den Boden ihrer Weinberge und ihre Rebstöcke mit Respekt behandeln. Die Wein als Ausdruck ihrer Ideen und Visionen machen. Die den Mut haben, sich dem breiten Strom des Marktes zu widersetzen.
Rebellen, die der Gleichschaltung des Geschmacks durch Industrie und Technik ihre radikal handwerkliche Arbeit in Weinberg und Keller entgegensetzen. Die jeden Weinberg in jedem Jahr erneut
als einzigartig begreifen und ihre Weine entsprechend achtsam ausbauen.
Winzerei ist Handwerk, Wein ein Naturprodukt - glauben viele. Dörfliche Weinfeste und strahlende Weinköniginnen suggerieren bäuerliche Unschuld, Weinlaub sorgt für verkaufsfördernde Folklore. Wein ist jedoch spätestens seit der Erfindung von Kunstdünger sowie Unkraut-, Insekten- und Pilzvernichtungsmitteln, entsprechenden Maschinen und den Hilfsmitteln der Önologie zur Fehlerkorrektur im Weinkeller ein Industrieprodukt. Rebgärten gehören heute zu den am meisten mit Agrarchemie belasteten Flächen, in vielen europäischen Weinbauregionen sind die Pestizide mittlerweile im Grund- und damit im Trinkwasser angekommen. Doch weltweit widersetzen sich immer mehr inspirierte Winzer dem Druck des Massenmarktes.
Sie arbeiten kompromisslos für eine neue Qualität in Weinen, die Charakter und Eigenart wagen. Um im Keller auf die chemischen und physikalischen Manipulationen des Fortschritts verzichten zu können, gehen sie zurück in die Weinberge. Weil der Klimawandel dort drastische Konsequenzen zeitigt, wenden sich immer mehr Winzer dem biologischen Anbau zu. Die weltweit wachsende „Naturwein-Bewegung“ befeuert  diese Entwicklung, und so kündigt sich der Aufbruch in ein neues Verständnis von Wein an, das überkommene Geschmacksbilder und Qualitätskriterien gründlich revidiert.
Handwerk bedeutet auch beim Wein Verzicht auf Größe. Die meisten unserer Betriebe haben sich für menschliche Dimensionen entschieden, um die Arbeit in Weinberg und Keller ohne Maschinenpark bewältigen zu können. Viele unserer Betriebe sind so klein, dass sie mehr Nachfrage als Wein haben. Dennoch vergrößern sie ihre Rebfläche nicht, damit sie den Prozess des Weinmachens vom Schneiden der Reben bis zum Füllen der Flaschen selbst in der Hand haben. Deshalb diskutieren wir mit ihnen über Konditionen, ihre Preise verhandeln wir nicht. Erleben Sie das faszinierende Zusammenspiel von Natur und Kultur im Werk unserer Winzer in einem der innovativsten Sortimente Deutschlands, das wir mit Können und Leidenschaft kompromisslos vor Ort für Sie ausgesucht haben.

Wir listen hier die Weine in der Reihenfolge unserer Print-Flaschenpost, damit Sie sie schnell und leicht finden können.

Einst war Champagner das Maß aller Dinge in Sachen Schaumwein. Heute gibt es vielfältige Alternativen, die weit mehr können als nur fröhlich zu sprudeln. Selbst in Weinbauregionen, die dafür nicht bekannt sind, findet man heute originelle Schaumweine ambitionierter Qualität. So liefert uns Giorgio Clai, Biowinzer aus Istrien, einen »Brut Nature« souveräner Machart, und selbst deutscher Sekt macht sich auf, sein Billigimage nachhaltig zu reparieren. Der junge Nico Brandner von »Griesel Compagnie« kann dies auf einem Niveau, das man deutschem Sekt nicht zugetraut hätte. Der größte Renner derzeit ist »Pétillant Naturel«, abgekürzt »PétNat«. Das sind Naturschaumweine, die auf der Flasche auf ihrer natürlichen Hefe ohne weitere Zusätze, also auch ohne Schwefel, solange zu feinperligem Mousseux vergären, bis Zucker und Hefe verbraucht sind. Jacky Blot, Biowinzer von der Loire, zeigt uns, wie natürlich trocken und lässig schäumend hochwertiger PetNat sein kann. Die Welt der Schaumweine ist heute so vielfältig und hochwertig, wie sie es noch nie war. Wir widmen ihr unter »Weintyp Rebe« in der Navigationsleiste unserer Homepage ein spannend buntes Angebot.
Riesling Sekt »Brut«
Griesel & Compagnie
14,90 €
0.75l 
21,90 €
0.75l 
2013
Spumante »Pjenusavo« Extra Brut
Giorgio & Vesna Clai
24,00 €
0.75l 
Für uns ist »Biowein« Überzeugungssache. Wir nehmen nur noch Betriebe auf, die biologisch zertifiziert sind oder glaub- würdig keine synthetischen Mittel in Weinberg und Keller verwenden. Als klassischer Biowein-Vertrieb verstehen wir uns dennoch nicht, weil das »Bio« auf dem Etikett keinerlei Garantie für geschmackliche Qualität ist. Trotzdem sind wir überzeugt davon, dass Weinbau ohne Bio kaum zukunftsfä- hig ist. In Zeiten des Klimawandels scheint uns »Bio« die fast schon notwendige Voraussetzung für Qualität im Wein zu sein. Ambitionierte Winzer verfolgen ihre ganz persönliche Qualitäts-Philosophie. Auf der Suche nach mehr Charakter und Eigenart in ihren Weinen sind deshalb in den letzten Jahren zahlreiche Spitzenwinzer weltweit zum biologischen Weinbau konvertiert. Dabei hat so mancher seinen Betrieb verkleinert, weil die Arbeit im Weinberg sehr viel größeren Auf- wand erfordert. Bio-Winzer kennen ihre Reben. Sie versorgen sie über entsprechende Bodenbearbeitung mit Nährstoffen und Feuchtigkeit.
2016
Tempranillo »Finca Fabian«
Dominio de Punctum
5,90 €
0.75l 
12,80 €
0.75l 
15,00 €
0.75l 
16,80 €
0.75l 
21,90 €
0.75l 
Wir waren auf der Suche nach Beaujolais, entdeckt haben wir die Côte Roannaise. Ein winziges Anbaugebiet im Hinter- land nur etwa 40 Kilometer entfernt. Auch dort wird die Reb sorte Gamay kultiviert, hier aber als autochthoner, kleinbeeriger Gamay-St. Romain, hochwertiger, weil nicht auf großen Ertrag hin gezüchtet. Dessen Reben stehen hier, wie in den besten Lagen des Beaujolais, auf Böden vulkanischen Ursprungs. Der saure Granit erweist sich als idealer Partner der eigenwilligen Rebsorte. Wie im Burgund auch waren es Klöster, die um das Jahr 1000 die steilen Hänge mit Rebflächen überzogen. Von vielen Tausend Hektar blieben gerade einmal 200 ha, die seit 1994 eine eigene Appellation haben. Auch für Familie Paire, die hier seit Jahrhunderten ansässig ist, stellte sich irgendwann die Frage, die Weinberge zu roden. Der junge Romain entschied sich fürs Durchstarten, stellte die Domaine auf biodynamische Bewirtschaftung um – 40 Kühe liefern die Basis für Humus und Kompost – und keltert seither seine Weine getrennt nach unterschiedlichen Böden. Der Ausbau in großen Holzfässern auf der Hefe verleiht seinen Weinen gleichermaßen Struktur und Eleganz.
11,00 €
0.75l 
15,90 €
0.75l 
19,90 €
0.75l 
Chianti hat uns in den letzten Jahren eher gelangweilt. Durch die inzwischen üblichen Verschnitte mit den immer gleichen Welt- rebsorten hat er seine ursprüngliche Identität verloren. Banal und uniform bedient er heute die Klischees, die man von ihm erwartet. Die Ausnahmen dieser Regel sind rar. Eine ist Silvio Messanas »Montesecondo«. Der Ex-New Yorker übernahm vor ein paar Jahren nach dem Tod seines Vaters den vom Zerfall bedrohten Familienbetrieb, stellte ihn auf biodynamische Bewirtschaftung um und verschrieb sich vorsichtig und stets kritisch hinterfragend der Naturwein-Bewegung. Silvio experimentiert als einer der wenigen in der Toskana erfolgreich, weil kompetent umgesetzt, mit spanisc hen Amphoren, und seine Weine schwefelt er, wenn überhaupt, nur noch minimal. Sein »Montesecondo« steht heute für wohltuend leichtfüßig agierende, in den Gerbstoffen elegant wirkende Rotweine, die faszinierend ursprünglich den wilden Charme der Toskana widerspiegeln. Sie duften ätherisch unaufdringlich, leuchten farblich unmanipuliert aus dem Glas und erfreuen mit lebendiger Spannung im Mundgefühl, wie sie einst typisch war für authentischen Wein aus dem Chianti. Für Silvio Messana und seine wagemutigen Naturweine schlägt unser Herz in der Toskana.
2015
Chianti Classico DOCG
Montesecondo
16,90 €
0.75l 
2014
»Il Rospo« Rosso IGT
Montesecondo
16,90 €
0.75l 
2013
»TIN« Rosso IGT Anfora
Montesecondo
29,90 €
0.75l 
Naturwein haben wir schon vor 20 Jahren gehandelt. Des- halb wissen wir, daß auch Naturwein auf jener über Jahr- tausende entwickelten Kultur der Weinbereitung basiert, deren berauschender Vielfalt und Individualität wir uns konzeptionell widmen, ohne zwischen Natural-, Orange- oder Bio-Wein zu werten. Wir finden, dass sie erst zusammen jenes faszinierend bunte Spektrum in Stil und Charakter formen, das Wein heute so spannend wie nie zuvor macht. „Naturwein“ ist nicht gesetzlich definiert. Gemeinhin steht der Verzicht auf Schwefel symbolisch für eine andere, naturnahe Art der Weinbereitung. Nach unserem Verständnis stammt Naturwein aus zertifiziert biologischem Anbau, spontaner Vergärung auf wilder Hefe, einer Weinbereitung ohne geschmacks- verändernde Manipulationen und minimalem Schwefeleinsatz. Simpel geschmäcklerisch ist er nicht zu beschreiben. Im Mund löst er ein radikal anderes, räumliches Gefühl aus, das auch ohne „Kennerschaft“ nachvollziehbar ist. Er macht so nicht nur nachhaltige Arbeit im Weinberg fühlbar, sondern läßt mit entsprechender Erfahrung auf Klima, Boden und Lage, das Alter der Reben und die Art seiner Bereitung schließen. Er ist der Gegenentwurf zum glatten, simpel fruchtigen oder süßlich konzentrierten, seiner natürlichen Seele beraubten „modernen Wein“. So macht die Natur im Wein die Kultur des Weines noch spannender.
2015
»Les Tondeuses«
Mamaruta
11,00 €
0.75l 
14,90 €
0.75l 
2013
Gamay à petits grains »Obecanje«
Bongiraud, Estelle & Cyrille
15,90 €
0.75l 
2015
Silvaner »Silex«
Landbau Kraemer
19,00 €
0.75l 
2015
»Palistorti di Valgiano« Rosso DOC
Tenuta di Valgiano
25,00 €
0.75l 
28,00 €
0.75l 
Wir scheinen es vergessen zu haben, aber dem Dreck unserer Böden verdanken wir unsere Existenz. Biologisch bzw. biodynamisch wirtschaftende Winzer wissen das. Sie bearbeiten ihre Böden mit profundem Wissen, um deren organische Substanz aufzubauen und lebendig zu erhalten. Bio-Winzer düngen nicht synthetisch. Sie können deshalb keine Riesenerträge produzieren. Sie versorgen ihre Reben mit dem für Wachstum und Photosynthese nötigen Stickstoff auf natürliche Weise durch Einsaaten. Bio-Winzer streben kleine, hocharomatische Trauben mit einer Beerenschale an, die Krankheiten und Pilzbefall län- ger standhält und auch bei schlechter Witterung länger intakt bleibt. Das gelingt nur auf lebendigen Böden, in denen Myriaden von Würmern, Pilzen (Mykorrhiza) und Bakterien die Reben nicht nur mit Feuchtigkeit, sondern auch mit Spurenelementen wie Zink, Bor, Magnesium, Phosphor etc. versorgen. Nur so ist später ein risikoloser Gärverlauf mittels natürlicher Umge- bungshefen, die sogenannte Spontangärung, möglich. Nur so kann aus präzise gewähltem Lesezeitpunkt und gesunden Trauben eine »gesunde« Mikrobiologie im Most dafür sorgen, dass zum Beispiel biogene Amine in Schach gehalten werden. Man erkennt sie, die Weine von lebendigen Böden. Sie wirken auf faszinierende Weise entspannt und unaufgeregt, fühlen sich im Mund dichter, frischer und geschmeidiger an, als aus konventioneller Landwirtschaft. Die widmet dem Boden kaum Aufmerksamkeit. Der intensive Einsatz von Agrarchemie vernichtet jegliches Bodenleben (siehe Bild oben rechts) was zu Verlusten an wertvoller Krume durch Erosion ebenso führt, wie zur Verdichtung der Bodenstruktur mit chronischem Mangel an natürlichen Nährstoffen. Nur besonders engagierte Winzer sind in der Lage, Wein den Charakter seiner Herkunft zu vermitteln. Dann spricht er, der Boden.
2016
Riesling »Steinreich«
Ansgar Clüsserath
14,90 €
0.75l 
2015
Müller-Thurgau »Muschelkalk«
Landbau Kraemer
11,00 €
0.75l 
2014
»Chianta« Sicilia bianco
Ciro Biondi
33,90 €
0.75l 
12,50 €
0.75l 
84,00 €
0.75l 
2016
Mâcon-Villages Blanc
Guillot-Broux
15,90 €
0.75l 
Frankreichs unbekannte Appellationen boomen. Leider kriegen wir in Deutschland davon kaum etwas mit. Berauscht vom eigenen Wein blicken wir nur widerstrebend über den Tellerrand. Dabei ist und bleibt Frankreich nicht nur das spannendste, sondern auch das preiswerteste Weinland der Welt. Burgund ist eine Region, die wir so gut kennen, dass wir ihre Weine nur in Einzelfällen handeln. Zu wenig passen unseres Erachtens Spitzenpreise und extrem schwankende Qualitäten zusammen. Macon im Süden Burgunds ist uns aufregende Alternative. Einst hoch angesehen, heute nur noch Kennern bekannt. Dabei gibt es dort Weltklassewinzer, deren Chardonnays und Pinots den Vergleich mit den weit teureren Weinen der berühmten Côte d’Or nicht zu scheuen brauchen. Winzer Emmanuel Guillot kennt Burgund wie seine Westentasche. Er hat dort gelernt und viele Jahre bei bekannten Winzern gearbeitet, bevor er nach England ging, um dort in der Top-Gastronomie als Sommelier Karriere zu machen. Nach dem Tod des Vaters hat er das elterliche Gut, einen der ältesten Biobetriebe Frankreichs, im Jahr 2000 übernommen und zum qualitativ und innovativ führenden Betrieb der Region gemacht, der die große Nachfrage kaum befriedigen kann. Emmanuel Guillot bewirtschaftet erstklassige Lagen auf tiefgründigen Kalk-Lehmböden, die sich zum Teil einst im Besitz des Klosters von Cluny befanden und zu den renommiertesten Burgunds zählten, bevor die politische Abtrennung den burgundischen Süden zweitrangig machte. Das ist Jahrhunderte her, ärgert Emmanuel Guillot aber noch immer. Seine charaktervollen, im kleinen Holzfaß ausgebauten Chardonnays entstehen auf kühlen Osthängen, die ihnen Tiefe, Extrakt und beeindruckend dichte Substanz im Mundgefühl verleihen. Steinige Mineralität prägt sie und ihr eigensinniger Charakter macht die großen Namen der Côte d’Or vergessen. Emmanuels roter Gamay gilt als einer der anspruchsvollsten seiner Art und seine delikaten Pinot Noirs sind ihren Preis derart wert, daß sie als wohlfeile Alternative großen Ruf in der internationalen Welt des Weines genießen.
2015
Mâcon »Les Combettes«
Guillot-Broux
21,50 €
0.75l 
24,80 €
0.75l 
2014
Mâcon-Cruzille »Beaumont«
Guillot-Broux
21,00 €
0.75l 
2013
Bourgogne Rouge »La Myotte«
Guillot-Broux
27,80 €
0.75l 
2015
Godello »A Coroa«
A Coroa
13,50 €
0.75l 
16,90 €
0.75l 
Die Reblaus-Katastrophe Ende des 19. Jahrhunderts hat nicht nur den Großteil unserer europäischen Weinberge zerstört, sie hat auch zahlreiche alte, oft nur lokal bekannte Rebsorten unwiederbringlich verschwinden lassen. Seit 5000 Jahren gibt es nachweislich Weinbau. In dieser Zeit entstanden durch Züchtung aus Wildreben ungefähr 10.000 verschiedene Rebsorten. Heute sind etwa 2.500 für die Weinproduktion zugelassen, angebaut werden davon aber nur etwa 1.400. Als wirtschaftlich bedeutend gelten weltweit sogar nur 30 bis 40. Rebsorten erkennt man an ihren charakteristischen Aromen, an ihrem Geschmack und ihrer Struktur im Mund, man kann sie nach früherer oder späterer Reife ebenso unterscheiden, wie nach Haltbarkeit und Entwicklungspotential, und sie wer- den natürlich von den Eigenschaften ihrer Böden, auf denen sie stehen, ebenso geprägt, wie vom Verlauf des Jahrgangs und der Handschrift ihrer Winzer. Trotzdem lassen zwei Wei-ne, gekeltert aus derselben Rebsorte, aber Tausend Kilometer voneinander entfernt, so viele Gemeinsamkeiten erkennen, dass man auf ihre Sorte schließen kann.
12,00 €
0.75l 
2014
»Outis« Etna Rosso
Ciro Biondi
24,00 €
0.75l 
2013
Bourgueil »Mi-Pente«
Domaine de la Butte
24,80 €
0.75l 
2012
Syrah »L` Ame Soeur«
Stéphane Ogier
38,00 €
0.75l 
2016
Grüner Veltliner »Liebedich«
Veyder-Malberg
19,90 €
0.75l 
2015
Grüner Veltliner »Hochrain«
Veyder-Malberg
36,90 €
0.75l 
Portugals Tourismus boomt und seine Weine schicken sich an, die Märkte der Welt zu erobern. Eine der ersten, die schon 1988 damit begann, im Douro-Tal, das bis dahin ausschließlich Portwein produzierte, trockene Weiß- und Rotweine zu produzieren, war Sophia Berqvist, Eignerin der bei Pinhão am Douro liegenden »Quinta de la Rosa«. Als sie zu Beginn des neuen Jahrtausends den jungen Weinmacher Jorge Moreira engagiert, erfährt das kleine Familienweingut mit seinen faszinierend eigenständigen Weinpersönlichkeiten den internationalen Durchbruch. Heute gehören die Weine der dynamischen Vollblut-Winzerin zu den besten des Landes. Ihr trockener, aus autochthonen Rebsorten gekelterter, im kleinen Holzfaß ausgebauter Weißwein beweist, wie originell und eigenständig Portugals Weine sein können. Wie kein anderer uns bekannter Weißwein agiert er zugleich strah- lend trocken, salzig frisch und cremig sanft im Mundgefühl. Sophia Bergqvists große rote »Reserva« wurde mehrfach als einer der besten Rotweine des Lan- des ausgezeichnet. Sie kommt spektakulär dichtmaschig in hochwertig samtigen Gerbstoffen auf die Zunge und verursacht Staunen über das immense Potential, das in diesem uralten Weinland zu schlummern scheint.
2015
Riesling »Bruck«
Veyder-Malberg
36,90 €
0.75l 
12,00 €
0.75l 
2015
»douROSA« tinto (rot)
Quinta de la Rosa
8,90 €
0.75l 
28,00 €
0.75l 
14,80 €
0.75l 
2016
»Furmint« vom Sandstein
Herrenhof-Lamprecht
13,80 €
0.75l 
In der Natur findet man Hefen dort, wo Zuckerlösungen vorliegen. Auf reifen Trauben leben sie in feinen Rissen auf der Beerenschale. Nach dem Keltern vermehren sie sich spontan durch Zellteilung. Ist im jungen Wein kein vergärbarer Zucker mehr vorhanden, sterben sie ab und sinken zu Boden. Während und Intensität von der Art der Gärhefe abhängt. Die heute meist verwendeten Reinzuchthefen sorgen je nach Typ für mehr oder weniger laute Frucht. Dagegen duften Weine von wilden Um- gebungshefen leise und weniger fruchtig als würzig.
14,80 €
0.75l 
2010
»Ex Vero II«
Werlitsch
23,90 €
0.75l 
2013
»Malvasia« DOC Carso
Zidarich
29,90 €
0.75l 
Stéphane Tissot ist Winzer aus Leidenschaft. Jeden Tag ist er draußen in seinen Weinbergen. 50 Hektar bewirtschaftet er. Das klingt nach Menge, klingt nach zu groß für unsere Vorstellungen von Handwerk. Doch Stéphane ist Winzer im französischen Jura, einer immergrünen Hügellandschaft im Osten Frankreichs, nahe der Grenze zur Schweiz. Dort sorgen viel Regen und heiße Sommer dafür, daß sich Pilzkrankheiten in den Weinbergen rasant ausbreiten können. Seine Arbeit im Weinberg widmet er deshalb dem Blattwerk seiner Reben und der Bearbeitung seiner Böden. Über sie hält er die Feuchtigkeit und deren Wirkung auf seine Trauben in Schach. Er braucht die Fläche, weil er in vielen Jahren nur die Erträge eines Fünfzehn-Hektar- Betriebes erwirtschaftet. Weinbau im Jura ist ein täglicher Kampf, den Stéphane Tissot nicht gegen, sondern mit der Natur führt, weil er Biowinzer aus Überzeugung ist. Sein Betrieb ist seit vielen Jahren biodynamisch zertifiziert und seine abgearbeiteten Hände sprechen diesbezüglich Bände, der Gang durch die Weinberge mit ihm wird zur Lehrstunde in Pflanzenphysiologie.
26,00 €
0.75l 
2015
Arbois Chardonnay »Patchwork«
Stéphane Tissot
21,00 €
0.75l 
2015
Arbois Chardonnay »Les Graviers«
Stéphane Tissot
32,90 €
0.75l 
2015
Arbois »DD« sans soufre
Stéphane Tissot
21,80 €
0.75l 
2015
Trousseau »Amphore«
Stéphane Tissot
39,90 €
0.75l 
2015
»Amassa«
Mamaruta
8,90 €
0.75l 
Gerbstoffe nennt man auch Tannine. Sie entstehen im Rotwein durch das »Auslutschen« der Beerenschalen während der alkoholischen Gärung. Alles, was man im Rotwein sehen, riechen und schmecken kann, stammt also aus der Schale der roten Beeren. Schon beim Zerkauen der Traube überlegt der Winzer, wie lange, bei welcher Temperatur und mit welchem Verfahren er die Schale auf dem Saft extrahieren muß, damit aohlschmeckender Wein entsteht. Weil er in seinem Leben nur 30 bis 50 Versuche, nämlich Jahrgänge hat, muss er über profunde Verkostungserfahrung verfügen.
2016
»Amassa«
Mamaruta
8,90 €
0.75l 
2015
Cahors »Le Croizillon«
Château les Croisille
9,50 €
0.75l 
49,90 €
0.75l 
2009
»Poeira impar« Douro tinto
Poeira (Jorge Moreira)
64,00 €
0.75l 
19,80 €
0.75l 
Die Sonoma Coast ist ein noch relativ junges Weinbaugebiet nordwestlich von San Francisco. Dessen Weinberge liegen über viele kleine Parzellen verteilt, Burgund durchaus ähnlich, meist auf oder entlang der Bergrücken der Coastal Range, wenige Kilometer vom Pazifik entfernt. Die Nebel und der Wind des Pazifiks dominieren das Klima, das deutlich kühler ausfällt als im Sonoma- oder Napa-Valley. Pinot Noir, Chardonnay und Syrah werden hier angebaut und bringen bemerkenswerte Weine hervor, die sich durch verhaltenen Alkohol ebenso auszeich- nen, wir durch aromatische Potenz, farbliche Transparenz, unerwartet agile Frische im Trunk und prägnanten Lagencharakter. Eric Sussman von »Radio Coteau« gilt unter den Winzern der Sonoma Coast als Außenseiter. Seine Weine genießen Kultstatus und sind nur per Zuteilung erhältlich, von einigen gibt es nur wenige Tausend Flaschen. Eric Sussman reist kaum, er geht auf keine Messen, er macht kaum Verkostungen, um an seine Weine zu kommen, muß man ihn vor Ort aufsuchen. Zurückgezogen lebt er mit seiner Frau auf einem Hügel über Occidental an der Sonoma Coast. Es ist ein Ort der Ruhe und Kontemplation, Amerika, wie man es weder kennt noch vermutet. Bewußt enttechnisiert, weit weg von Glitzer und Glamour, angenehm entschleunigt. »Radio Coteau« ist Demeter zertifiziert und seine Weine gehören zu den entspanntesten in Kalifornien. Es sind beeindruckend eigenständige Syrahs, Pinot Noirs und Chardonnays, die hier entstehen. Sie wagen Charakter und Ecken und Kanten. Die Trauben bekommt Eric Sussman von einigen der besten Lagen der Sonoma Coast, alle biologisch, einige auch biodynamisch zertifiziert. Die Arbeit in den Weinbergen und die Lese von Hand absolviert er dort mit seinen Leuten, denn nur so kann er die Qualität garantieren, die er braucht, um seine Syrahs und Pinot Noirs mit je nach Jahrgang unterschiedlich hohen Anteilen an Stielen und Stengeln vergären zu können. »Radio Coteau« bietet in aller Stille Weltklasse-Qualitäten, die es mit der absoluten Spitze Burgunds und der Nordrhône aufnehmen können, und doch ganz anders sind, eigenwillig, eigenständig, eigensinnig, aber auch aufregend kühl und spannungsgeladen in einem Mundgefühl, das man Kalifornien so nicht zugetraut hätte.
2014
Chardonnay »Savoy«
Radio-Coteau
62,00 €
0.75l 
58,00 €
0.75l 
2013
Pinot Noir »La Neblina«
Radio-Coteau
58,00 €
0.75l 
2013
Pinot Noir »Terra Neuma«
Radio-Coteau
72,90 €
0.75l 
2013
Syrah »Dusty Lane«
Radio-Coteau
67,90 €
0.75l 
2015
»TO« Cuvée weiß
Weinbau Velich
13,90 €
0.75l 
Viele Winzer in Franken fragen sich, wie ihre Zukunft aussehen könnte. Richard Östreicher aus Sommerach hat sie für sich gefunden. In seinem Familienbetrieb, einem der kleinsten Frankens, gibt es keine Enzyme oder Reinzuchthefen für mehr »Frucht« im Wein. Seine Weine sind, wie sie sind und so kommen sie auch auf Flasche: ungeschminkt. Nackig und störrisch schmecken sie in der Jugend, steinig vom Muschelkalk geprägt, weniger fruchtig als aufregend würzig, vor allem aber herzerfrischend ehrlich und natürlich. Richard Östreicher steckt seine ganze Arbeit in den Weinberg, damit er hinterher im Keller nicht manipulieren muß. »Ich weiß gar nicht mehr, wie das geht«, meint er, »ich habe nach meiner Ausbildung ganz schnell vergessen, was ich dort an technischen Korrekturmöglichkeiten gelernt habe«. Gut so, denn so steht Richard Östreicher heute für kompro- misslos trockene, authentisch inspirierte Weine, wie sie in Franken selten geworden sind.
2013
»Poeira« Douro branco (weiß)
Poeira (Jorge Moreira)
28,90 €
0.75l 
2012
Gattinara DOCG
Nervi
23,90 €
0.75l 
2014
Pinot Noir »Sonoma Coast«
Kutch Wines
42,00 €
0.75l 
Das Roussillon fasziniert uns wie kaum eine andere Region Frankreichs. Vielfältige Böden von Sand bis zum schwarzen Schiefer, uralte Reben, die windumtoste Lage zwischen Meer und Pyrenäen und an das Klima ideal adaptierte Rebsorten prädestinieren das Roussillon dazu, Qualitäten hervorzubringen, die in der Liga Bordeaux und Burgund mühelos mitspielen können, aber um einiges origineller ausfallen. Benoit Danjou, für die Weinberge zuständig, sucht mit Akribie und Ausdauer aufgelassene Parzellen mit altem Rebbestand, die er regeneriert und zu neuem Leben erweckt. Sisyphusarbeit, die aber die enorme Mühe mit einer Qualität belohnt, die atemberaubend wirkt. Die raren Weißweine der kleinen Familiendomaine gehören zum Besten, was Frankreich zu bieten hat. Frankreichs re- nommierte Fachzeitschrift »La Revue du Vins de France«, kür- te die Brüder Danjou letztes Jahr nicht umsonst zur Entdeckung des Jahres. Sebastien, zuständig für den Keller, widmet seine Rotweine jeweils einer typischen Rebsorte der Region. Auch sie gehören zum Besten, was Frankreichs Süden zu bieten hat. Ein Biobetrieb, von dem man noch viel hören wird. Uns eine echte Herzensangelegenheit.
2014
Silvaner »Augustbaum«
Richard Östreicher
18,00 €
0.75l 
2016
Spätburgunder »Tradition«
Richard Östreicher
12,80 €
0.75l 
2013
Spätburgunder N°1
Richard Östreicher
30,00 €
0.75l 
Aroma im Wein ist mehr als nur simple »Frucht«. Es kann von besonders aromatischen Rebsorten wie Muskateller, Traminer, Viognier, Riesling oder Sauvignon Blanc stammen. Sie duften vielfältig, eher würzig als fruchtig, schmecken spannend vielschichtig und frönen dem Duft mit besonderer Lust. Wein wird heute fast ausschließlich nach seinem Geruch beurteilt. Er gilt dann als gut, wenn sein Aroma mit jenem sensorischen Gefühl harmoniert, das er im Mund auslöst. Es geht auf komplexe biochemische Vorgänge in Weinberg und Keller zurück, viele Aroma- und Duftstoffe bilden sich erst während der Gärung oder während des Ausbaus und der Reifung. Die Rezeptoren unserer Nasenschleimhaut können 350 verschiedene Aromen bzw. Aromavorstufen auflösen, besagte Kombination von Duft und Mundgefühl aber lässt uns mehr als zehntausend verschiedene Duft- und Aromastoffe unterscheiden.
2016
»Supernova« Vin de France
Danjou-Banessy
15,90 €
0.75l 
18,90 €
0.75l 
24,00 €
0.75l 
2014
Gewürztraminer »Les Fous«
Leon Boesch
14,90 €
0.75 
23,50 €
0.75l 
Eine alte Flasche Wein zu öffnen ist stets ein Abenteuer. Es ist eine spannende Reise in Zeit und Geschmack. Denn große Weine zeigen erst nach Jahren auf der Flasche ihr fulminantes aromatisches Potential. Den richtigen Zeitpunkt der sogenannten Trinkreife zu bestimmen, ist freilich schwierig. Denn was dem einen gerade trinkreif erscheint, ist dem anderen möglicherweise schon zu alt. Zusätzliche Verunsicherung verursachen zudem die teils inflationären Haltbarkeitsangaben des Handels, die häufig ungefähr die Treffergenauigkeit von Horoskopen besitzen. Die Erfindung von Edelstahltank und Reinzuchthefe hat zudem zu einer Veränderung des Publikumsgeschmacks hin zu leicht verständlichen, eindimensional fruchtigen, jung zu trinkenden Weinen geführt. In der Folge werden leider auch Weine, die unbedingt einige Jahre Lagerung verdient hätten, viel zu jung getrunken. Außerdem scheint die geschmackliche Fixierung auf Fruchtnoten viele Weinfreunde jeglicher Neugier und Offenheit für andere, ungewöhnliche, komplexe Aromen beraubt zu haben. Für sie ist alles, was nicht nach Ananas, Zitrone oder Pflaume riecht, schon „viel zu alt“ oder gar „umgekippt“.
2015
Lambrusco di Sorbara »Rimosso« DOP
Cantina della Volta
15,80 €
0.75l 
15,90 €
0.75l 
2010
Domaine de l´Alliance, Sauternes
Domaine de L´Alliance
36,00 €
0.5l 
28,90 €
0.75l 
26,00 €
0,5l 
29,90 €
0.75l 
In viel zu vielen Obstgärten verrotten im Herbst tonnenweise Äpfel, Birnen und Zwetschgen an und unter den Bäumen, weil niemand sie pflückt. Sie gelten als nicht marktgerecht, weil nicht transportfähig, passen nicht in fragwürdige EU-Normen und bringen kein Geld, weil sie als Streuobst teuer von Hand geerntet werden müßten. Alte Streuobstwiesen, die als Hochstammkulturen einst den Charakter ganzer Landschaften prägten, verkommen und verfallen, weil sie gegen moderne maschinenlesbare, intensiv gespritzte Obstplantagen keine Cha ce haben. Viele in den SB-Regalen stehende Apfel- und Obstsäfte werden aus Konzentraten hergestellt, die nicht selten aus chinesischen Riesenplantagen kommen. Zum Glück gibt es Menschen, die sich der alten Obstkulturen Europas annehmen. Sie veredeln das Obst, das sie aufwendig von Hand ernten, zu wertvollen, weil geschmacksintensiven und gesunden Säften, originellen Obstweinen und hochkarätig sprudelnden Obstschaumweinen.
27,90 €
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11,80 €
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11,50 €
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0.75l 
Kirsebaervin »Sparkling« (Obstschaumwein)
Frederiksdal Kirsebærvin A/S
26,00 €
0.75l 
2011
Seewinkel Beerenauslese
Weinbau Velich
17,90 €
0.375l 
2013
Kirsebaervin »Vintage« (Kirschwein)
Frederiksdal Kirsebærvin A/S
19,80 €
0.5l 
2012
Jurançon »Bi de Casau« Demi sec
Domaine Guirardel
24,90 €
0.75l