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Teroldego 'Hommage to Elisabetta' 
2005

Teroldego 'Hommage to Elisabetta'

Teroldego aus Kalifornien? Die rare autochthone Rebsorte des norditalienischen Trentino wächst in ihrer angestammten Region, der Ebene von Mezzolombardo, nur noch auf wenigen Hektar Rebfläche. Das hält Jim Clendenen nicht davon ab, in Kalifornien den einzigen Teroldego außerhalb des Trentino anzubauen. Konsequent widmet er ihn der Königin des Teroldego, Elisabetta Foradori, der er die Reiser für seine berauschende Version verdankt, deren kalifornische Reife und samtige Fülle man von Italiens Ur-Version nicht kennt.

Elisabetta Foradori setzte vor über zwanzig Jahren mit ihrem famosen Teroldego ‚Granato’ die damals fast vergessene Rebsorte wieder auf die Landkarte. Jims Teroldego aus dem Santa Maria Valley greift erkennbar die Charakteristika der Rebsorte auf, setzt aber kalifornische Akzente: Blaue, kühle, dichtgepackte Fruchtadern durchziehen seine Version, die gegenüber dem italienischen Original ein deutliches Plus an Struktur, vor allem aber an Mundgefühl bietet. Man staunt, wenn man seine Version im Mund hat, denn sein Teroldego entpuppt sich als schwelgerisch dicht und finessenreich; samtig aber straff, reif aber kühl und ungemein lang am Gaumen öffnet er sich druckvoll und ergießt dichte Würze, die an Lakritze, reife Pflaumen, Graphit und Blaubeeren erinnert, in den Mundraum. Jims Teroldego besitzt satte, dunkle Mitte mit einem raffiniert gewürzten Kern an Substanz und er bietet unerwartet originellen Charakter, in dem die Qualität der Gerbstoffe als referenzträchtig auffällt. Da muß sich Elisabetta Foradori ganz schön anstrengen, will sie ihren Teroldego auch so gekonnt auf die Zunge zaubern, wie es ihr Freund Jim ihr hier vormacht. Ein Rotwein, wie man ihn in Kalifornien nicht für möglich hält und wie ihn dort auch nur Jim Clendenen ins Glas zu zaubern versteht.

Podere del Olivos

Der umtriebige Welt-Winzer Jim Clendenen, der mit seinem Weingut ‚Au Bon Climat’ Weltruf genießt, residiert nicht in einem pompösen Weingut, sondern in einer zweckmäßigen klimatisierten, wenig attraktiven Industriehalle im Santa Maria Valley im Hinterland von Santa Barbara.

Dort teilen sich, auch das typisch Kalifornien, mehrere Weingüter in sinnvoller Kooperation Platz, Technik und Personal. Neben ‚Au Bon Climat’ sind das der für seine Syrahs bekannte Bob Lindquist mit seinem ‚Qupe Vineyards’, Jim Clendenens ‚Vita Nova’, mit dem er sich den verschiedenen Bordeaux-Varietäten widmet, und sein experimentelles Weingut ‚Podere del Olivos’, das er vor Jahren als gemeinsames Projekt mit seiner damaligen Lebensgefährtin Sarah Chamberlain auf den Weg brachte. Unter dem von ihr geschaffenen Majolika-Etikett widmet er sich mit ‚Podere del Olivos’ ausschließlich experimentell gepflanzten italienischen Rebsorten.

Dabei konzentriert sich Jim, einmal mehr Pionier in Kalifornien, auf markante autochthone italienische Rebsorten, die außerhalb Italiens kaum zu finden sind. Zur wahren Meisterschaft brachte er es dabei bei Barbera, Teroldego und Sangiovese und ein paar alten Weißweinsorten wie Fiano oder Tocai Friulano, die zu den gelungensten Exemplaren außerhalb Italiens gehören. Sie stehen nicht umsonst auf zahlreichen Weinkarten renommierter Restaurants in ganz Amerika. Was der rührige Jim Clendenen aus seinen Rebstöcken herausholt, ist dabei mehr als erstaunlich. Einige seiner italienischen Exilweine stechen sogar die italienischen Originale sogar aus, weil sie mehr Eigenart wagen und mehr Klasse ins Glas bringen, als ihre Gegenstücke aus der alten Welt. Auf jeden Fall schmecken sie anders, nämlich reifer, voluminöser und kalifornischer und so bietet ‚Podere del Olivos’ originell handwerklichen Italo-Flair aus Kalifornien.

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Die Rebe

Teroldego Rotaliano

Teroldego ist eine der ehrwürdigen großen roten Rebsorten Italiens. Die uralte, 1383 erstmals urkundlich erwähnte, dann lange fast vergessene typisch Trentiner Rebsorte hat ihren Namen vermutlich von einem Ortsteil der in der Rotaliano-Ebene gelegenen Ortschaft Mezzolombardo, der Teroldeghe hieß. Dort, mitten im Etschtal, hat der zufließende Fluß Noce im Laufe der Jahrhunderte steiniges Geröll aus den Bergen in die Ebene transportiert, wo auf tiefgründigen Kiesböden im milden Klima des Talbodens beste Wachstumsbedingungen für den Weinbau herrschen. In den 1960er und 1970er Jahren, als auf dem gesamten Agrarsektor blindwütig erneuert wurde, wäre auch Teroldego fast von der Bildfläche verschwunden. Für höhere Erträge hatte man einen Klon gezüchtet, der Ende der siebziger Jahre praktisch die gesamte Rebfläche des Campo Rotaliano bedeckte. Elisabetta Foradori, die große Dame des Teroldego, erkannte die Chance der alten, spätreifenden Rebsorte und machte sich 1985 auf die Suche nach alten Rebstöcken. Sie fand eigenständige Varietäten, vermehrte sie und entwickelte daraus per Massenselektion ihre heutige klonale Vielfalt.

Wie Lagrein oder die geschmacklich verwandte Barbera hat Teroldego das Zeug zum unverwechselbaren Weincharakter. Die uralte autochthone Rebsorte liefert einen der eigenständigsten Rotweine Italiens mit Geschichte und Ausstrahlung. Seine weiche, kühle, würzige Gerbstoffstruktur, die oft in ihrer Kraft und Intensität unterschätzt wird, tatsächlich aber mächtig ist, steckt in cremig milder Säure und unverwechselbar samtigem Mundgefühl, das den Charakter der Rebsorte einmalig und unverkennbar prägt. Ein großer Teroldego verbreitet schon in seiner Jugend den merkwürdigen Duft von Teer und kühlen, blauen Waldbeeren, von Wacholder, grünem Tee und frischem Lorbeer. Trotz seiner weichen Säure und seiner milden, würzigen Art besitzt ein großer Teroldego legendäres Alterungspotential. Er kann mühelos fünfzig und mehr Jahre alt werden. In Stil und Charakter ist ein Teroldego einmalig und die vielleicht größte Ausnahme in Italiens Rotweinszene.

2004 gelang dem Istituto Agrario di San Michele all'Adige der Nachweis der genetischen Verwandtschaft ersten Grades des Teroldego mit den alten angestammten regionalen Sorten Lagrein und Marzemino. Über die Sorte Dureza, eine so gut wie ausgestorbene rustikale lokale Rebsortde der Ardêche an der südlichen Rhône, gelang zudem der Nachweis einer Verbindung zur nicht minder alten französischen Sorte Syrah, mit der Teroldego mehr als nur die Farbe gemein zu haben scheint. Die faszinierende Welt alter Rebsorten.

 

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USA - Santa Barbara
rotTeroldego Rotaliano
Langsam
12er Karton
Art-Nr. CAL05151
Inhalt 0.75l
Alkohol: 13,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2015+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Biologisch/Organic
Ausbau: Barrique
Boden: Urgestein (Basalt)
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork