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Südtiroler Vernatsch »Alte Reben« 
Abbildung und Jahrgang sind beispielhaft.
2016

Südtiroler Vernatsch »Alte Reben«

Südtirol ist klein in Sachen Wein. Rund 5000 Weinbauern bewirtschaften dort knapp 5.300 Hektar Rebfläche. Die meisten ihrer Weine werden in der Region und in Italien getrunken. Südtirol besitzt zwei autochthone Sorten, den ungeliebten Vernatsch und den dunkelwürzigen Lagrein. Beide stehen unverwechselbar für die Region, verleihen ihren Weinen Identität und passen zur Landesküche wie keine anderen. Südtirol ist stolz auf seine Küche. Es sollte auch stolz sein auf seine Weinvergangenheit, die so manche Fehlentwicklungen über sich ergehen lassen mußte.

Im nicht einfachen Verhältnis der Südtiroler zu »ihren« Rebsorten weisen Franz und Sohn Florian Gojer vom Weingut Glögglhof in St. Magdalena den Weg. Sie interpretieren die beiden urwüchsigen Rebsorten mit Stolz auf deren unverwechselbaren Stil und Charakter. Sie sehen in ihnen ihre Zukunft, ihr Profil im Markt. Recht haben sie. Um der banalen Langeweile im globalen Wein Kontra zu geben, kann die Reise nur in Richtung Individualität und Identität gehen. 

Franz und Florian Gojers »Vernatsch Alte Reben« kommt aus Karneid, von der östlichen Seite des Tales. 600 m Meereshöhe sind eigentlich Grenzlage für den Vernatsch. Doch die alten Rebstöcke mit natürlich geringem Ertrag, kleinen Beeren und die exponierte Südlage lassen die Trauben zuverlässig ausreifen. Auch in einem so kühlen Jahr wie 2014. Das hat einen Wein geliefert, der nichts ist für Weichtrinker. Streng wirkt er, aber auch verspielt in den Gerbstoffen, die würzig und ein wenig kantig sein Mundgefühl dominieren. Diese Gerbstoffe brauchen Begleitung, ohne Speise kein Genuß. Speck, Wurstwaren, die Brotzeit, regionale Käse. Dann begeistert er mit eigenwillig selbstbewußtem Regionalcharakter. Dann wird er süffig, fröhlich und ernsthaft, verliert seine Strenge. Trotz seiner hellen Farbe entfaltet er dann gerbstoffbeladenen spröden Charme in dichtem Mundgefühl. Dabei hält er mit seinen Gerbstoffen nicht hinter den Berg. Lorbeer, Wacholder und blaue und schwarze Früchte dominieren seinen Duft und den so eigenen ätherischen Nachklang. Irgendwie rassig wirkend, frisch und saftig, transparent und duftig, aber auch so spröde wie sanft und mild. Ein selbstbewußt auftretender Vernatsch, der mich an hochwertige Nordrhône-Syrah ebenso erinnert, wie an exzellenten Pinot aus Burgund; auch hat er was von kühlem Blaufränkisch und traditionell vergorenem Gamay. Mutige Eigenart auf jeden Fall. In Würze und Struktur unverwechselbar und authentisch pur. Südtiroler Weinfreude. Auf seine Art ein großer Wein.

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Italien - Südtirol
rot Vernatsch
Franz Gojer, Glögglhof
6er Karton
Art-Nr. IAR16300
Inhalt 0.75l
seit 1990
Deklarationen
Alkohol: 12,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: > 2018+
Restzucker: < 2 g/l
Ausbau: Grosses Holzfass
Boden: Lehm/Ton
Dekantieren: Ja
Vergärung: Reinzuchthefe
Verschlussart: Naturkork
Malolaktik: Ja
ManuVin®: Ja
Schwefel: Enthält Sulfite
Vegan: Nein