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Rosso Piceno DOC
‚Rosso Piceno’ aus den Marken. Der einfachste Wein aus dem Portfolio von Saladini Pilastri. Bioproduktion auf rund 100 Hektar. Maschinengelesen, im Keller weitgehend technisch verarbeitet. Ansonsten wäre dieser Preis nicht möglich. Das muß ganz offen und ehrlich vorneweg gesagt werden.
Hier dampft es also nicht reif und opulent aus dem Glas, hier duftet es verhalten beerig und würzig, vermischt mit feinen frischen Gras- und dezenten Unreifenoten, die für Frische und Säure sorgen. Keine Angst! Kein schlechter Wein, sondern einfacher Wein. Immerhin ein seriöser Biowein, der die seinem Preis entsprechende Qualität ins Glas bringt. Will nicht mehr sein als er ist, grundsolide und ehrlich. Und wir machen nicht mehr daraus, als wirklich in der Flasche ist.
Eine Basisqualität, die aus 70 % Sangiovese und 30 % Montepulciano gekeltert wurde. Für Saft und Frucht per Reinzuchtvergärung in Edelstahltanks vergoren und anschließend in großen alten Fässern ausgebaut, liefert der fruchtbetonte Ausbau dem unkompliziert süffigen Alltagswein angenehmen Charme, der ihn mühelos einfach wegtrinken läßt. Kein Wein, den man abends am Kamin alleine für sich trinkt. Dafür ist er nicht gemacht. Das kann er nicht, das will er nicht. Ein Alltagswein, den man ausschließlich zum Essen oder in geselliger Runde trinkt, wie in Italien. Genau dafür wurde er produziert. Er gibt sich dunkel transparent in der Farbe, verströmt angenehmen süß fruchtigen Duft und wirkt auf der Zunge trocken, ohne spröde zu sein oder Adstringenz zu vermitteln. Ein saftiger, solider und ehrlicher Tropfen, der zu fairem Preis schlicht und bescheiden, lecker und bekömmlich zuverlässiges Weinvergnügen bietet. Seinen Preis werter Rotwein für jeden Tag, der Genuß und italienisches Lebensgefühl garantiert. Der ideale Tropfen zur täglichen Pasta. Da blüht er auf, da läuft er, da macht er Spaß.
Conte Saladini Pilastri
Seit 1300 befindet sich das riesige Landgut „Conte Saladini Pilastri“ im Besitz derer von Saladini Pilastri. Seit dreihundert Jahren ist der Weinbau überliefert. Doch unter eigenem Etikett füllt man Wein erst seit fünfzehn Jahren ab. Visionär wurde bereits 1994 die Umstellung auf organischen Landbau beschlossen, was um so erstaunlicher ist, als dieser Aufsteigerbetrieb, der nur wenige Kilometer von der adriatischen Küste in der Nähe der Ortschaft Spinetoli liegt, riesige 320 ha umfaßt! Immerhin die Hälfte davon sind Weinberge. Die Qualitäten, die Familie Saladini Pilastri in den letzen Jahren präsentierte, konnten sich sehen lassen. Zwar waren sie wie alle Weine der Region rustikal und deftig, deren Gerbstoffqualität also typisch italienisch, aber sie deuteten schon damals an, was sie heute sind überdurchschnittlich in der Qualität. Saladini Pilastris produzieren heute knapp 700.000 Flaschen aus ausschließlich eigenen Trauben. Seit ein paar Jahren erobern sie den Weinmarkt mit Bioweinen, die ein sehr erfreuliches Preis-Genuß-Verhältnis bieten. Familie Saladini Pilastri verfügt über ausgezeichnete Lagen, die als „Monteprandone“ und „Piediprato“ unter ihrer Lagenbezeichnung abgefüllt werden und sich erstklassigen Ruf erworben haben. Uns hat es besonders der einfache Rosso Piceno von Saladini Pilastri angetan. Er wird unter den Winzern der Marken als einer der besten seiner Art gehandelt, weil er wie kaum ein anderer Wein der bäuerlichen Marken viel Weinvergnügen zu fairem Preis garantiert. Die Weine von Saladini zeichnen sich durch eine charakteristisch spröde Gerbstoffkonzentration aus, die sie aus den langen, heißen Sommern der Marken beziehen. Kühlende Brisen von der Adria liefern immerhin angenehm frische Adern im Trunk, die charakteristisch sind für die Weine des Betriebs. Das ist auch das Verdienst des Önologen Domenico D'Angelo, der als Betriebsleiter sensibel darauf achtet, daß seine Weine nicht im italienischen Sinne „gemacht“ wirken, sondern ihren authentischen, stets etwas rustikalen Regionalcharakter bewahren, wie er typisch ist für die lokalen Rebsorten Montepulciano und Sangiovese. Die Weine werden, weil meist maschinell gelesen, mittels Reinzuchthefen vergoren und wenn nötig in großen Holzfässern ausgebaut. Saladini Pilastri liefert ausdrucksstarke, ungeschminkte, saftige Weine zu guten Preisen, wie sie in Italiens Ego-Weinszene nicht selbstverständlich sind.
Die Rebe
Cuvée rot
Cuvée ist ein Begriff, der immer wieder zu Irritationen Anlaß gibt. Tatsächlich ist die Bedeutung des Wortes je nach Zusammenhang unterschiedlich.
In Deutschland bezeichnet man mit Cuvée den Verschnitt, also das gemeinsame Keltern oder auch Vergären verschiedener Rebsorten in einem Gärbehälter. Aber auch der spätere Verschnitt verschiedener Weinpartien unterschiedlicher Rebsorten oder auch Lagen wird Cuvée genannt. Man cuviert einen Wein aus verschiedenen Partien im Keller. Cuvée bezeichnet hierzulande also einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten oder Weinbergslagen miteinander verschnitten wurde.
Die Franzosen benutzen dafür ein anderes, für sie eindeutiges Wort: Assemblage.
Wenn der Franzose von einer Cuvée spricht, meint er damit jeden separat abgefüllten Wein, jede einzelne Partie im Keller eines Weingutes. Das Wort Cuvée stammt aus dem französischen und bezeichnet den Inhalt eines Gärbehälters, der im französischen Cuve heißt. Im französischen kann eine Cuvée also ein Verschnitt mehrerer Rebsorten aber auch ein Wein einer einzelnen, ganz bestimmten Lage sein.
Häufig begegnet man auf Etiketten Begriffen wie Tête de Cuvée oder Cuvée Prestige; damit bezeichnen die Franzosen ihre besten Weine im Keller, ihre Spitzencuvées, ihre besten Partien, egal ob sie reinsortig sind oder verschnitten wurden. Um es kompliziert zu machen bezeichnet man in der Champagne den aus der Kelter laufenden Vorlaufmost, der die höchste Qualität liefert, ebenfalls als Cuvée, nennt dort aber zugleich verschiedene Abfüllungen Cuvée, weil die großen Markenchampagner kunstvoll aus bis zu 100 verschiedenen Einzelpartien miteinander verschnitten werden, um so das erwartete Geschmacksbild garantieren zu können.
Eine Cuvée, also das gezielte Verschneiden von Weinen, soll und kann die Qualität des fertigen Weines verbessern. In Châteauneuf du Pape z. B. verschneidet man bis zu 13 Rebsorten miteinander, wobei auch weiße Sorten im roten Châteauneuf zugelassen sind. Das macht man, um durch körperreiche, farbintensive, gerbstoffbetonte Rebsorten die oxidationsempfindlichen, leichteren, aromatisch duftigeren und eleganteren Rebsorten vor Oxidation zu schützen und eine längere positive Entwicklung gewährleisten zu können. Auf diese Weise verschneidet man z. B. ‚kühle’ Rebsorten (wie Syrah) mit ‚warmen’ (wie Grenache), empfindliche mit unempfindlichen, reduktive mit oxidativen etc. etc.
Das geschieht stets nach peniblen Vorverkostungen in mehr oder weniger aufwendigen Probenreihen. Tatsächlich kann eine gekonnt zusammengestellte Cuvée besser schmecken als die einzelne Rebsorte für sich, weil sich Frucht, Gerbstoffgehalt und Alkohol zum harmonischen Ganzen vereinen. Praktisch jeder Bordeaux, viele Chiantis, nahezu jeder Rotwein aus der Rioja oder dem portugiesischen Dourotal, dem Veneto, der Provence, dem Languedoc oder dem südlichen Rhônetal besteht aus zwei bis fünf, manchmal auch mehr Rebsorten, die auf dem Etikett nicht ausgewiesen werden.
Das deklarieren auch wir als Cuvée, egal ob weiß oder rot, geben dann aber immer die wesentlichen Rebsorten an. Alles klar?
![]() | Italien - Marken |
![]() | Cuvée rot |
![]() | 12er Karton |
| Art-Nr. IMR10001 | |
| Inhalt 0.75l |












