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Grüner Veltliner 'vom Löss' K&U-Sonderedition 
2010

Grüner Veltliner 'vom Löss' K&U-Sonderedition

Grüner Veltliner kann sauer und mager, ordinär, banal und belanglos sein. Grüner Veltliner kann aber auch als eine der großen Weißweinsorten der Welt gelingen. Sein Spektrum in Stil und Qualität ist enorm. Bekannt für sortentypisch geprägten Veltliner ist Straß im Kamptal. Auf den dortigen Lößböden entwickelt die Rebsorte ausgeprägt würzigen, weichen und doch knackig frischen Charakter, wie er typisch ist für Rebsorte und Herkunft.

Von dort kommt ein Klassiker im Sortiment: Andreas Kirchmayrs Grüner Veltliner der K&U-Sonderedition. Er kommt aus Straß und ist ein Veltliner mit Herkunftsexpressivität, duftig und rein, cremig im Mundgefühl und würzig im Duft, mit dem typischen ausgeprägten Pfefferl, wie es der Lößboden fördert. Löß ist ein in Österreich häufig vorkommender Sedimentboden, der im Grünen Veltliner den Ideal-Partner hat. Auf Löß entwickelt die Rebsorte die so typische animierend pfeffrige Würzigkeit, die sie von allen anderen so prägnant unterscheidet. Rund um Strass im Kamptal geht die magische Veltliner-Formel exemplarisch auf: Pikante Frucht gepaart mit pfeffriger, tiefgründig floraler Würze. 

Andreas Kirchmayr baut den Wein seit einigen Jahren für uns aus. Im schwierigen Jahr 2010 verleiht er ihm durch langen und schonenden Ausbau im 3000l-Holzfaß Substanz und Körper. Bekömmliche 12 Vol. % Alkohol sind genau das, was wir in gutem Veltliner suchen. Andreas Kirchmayr vergärt ihn ‚langsam’ ohne Zusatz von Zucker, Enzymen oder Reinzuchthefen auf der natürlichen Hefe im großen Holzfass, wo er ihn auch auf der Feinhefe reifen läßt. Der Wein wird ohne Kühlung und Stabilisierung ausgebaut und gefüllt. Diese ehrliche, archaische Machart präsentiert den Jahrgang 2010 appetitlich frisch und würzig, filigran im Duft, schlank und rassig im Körper, frisch in der Säure und pikant gewürzt in für den Jahrgang typisch präsenter Mineralität. Ein rassig frischer Veltliner, dessen mundwässerndes Spiel Lust auf mehr schürt und auch in einem Jahrgang wie 2010 Anspruch mit Wirklichkeit gekonnt zu vereinen versteht.

Der ideale Begleiter zu aromatischer Küche, ideal zu grünen Kräutern, frischen Gemüsen, zu Fisch und hellem Fleisch. Ein buchstäblich frisch schmeckender Weißwein mit Anspruch, wie man ihn sich wünscht. Einen ähnlich überzeugenden Wein zu ähnlich fairem Preis macht uns und Andreas Kirchmayr so schnell keiner nach. Ein Veltliner, der nach mehr schmeckt, als er kostet. Eine überzeugende ‚K&U-Sonderedition’.

 

Wein- und Sektgut Kirchmayr

Die Wein- und Sektkellerei Kirchmayr ist ein sympathischer Familienbetrieb im unpopulären Mostviertel in Niederösterreich. In der dynamischen Selbstbeweihräucherungsszene Österreichs wirken Kirchmayrs altmodisch und konservativ, unzeitgemäß uneilig. Sie strahlen Ruhe aus und noble Bescheidenheit, haben Stil und vermitteln Kompetenz. Tatsächlich wollen die „langsamen Weine“ der Familie Kirchmayr nicht ins „schnelle“ Bild österreichischer Turbo-Weißweine passen, die mit leicht verständlichem Duft und kaltem schnellem Fruchtgeschmack zum Inbegriff österreichischen Weines wurden. Vor ein paar Jahren hat Sohn Andreas im Keller die Regie übernommen. Nun sind die spontane Vergärung und der langsame Holzfaß-Ausbau noch prägnanter spür- und schmeckbar in den Weinen. Sie sind feiner geworden, reintöniger und präziser konzipiert, ohne ihre faszinierend „andere“ Komplexität verloren zu haben, die selbstbewußt jene Entschleunigung demonstriert, die Kirchmayrs seit Dekaden mutig aus der österreichischen Reihe tanzen läßt. Kirchmayrs Weingut ist ein Weingut ohne Reben. Kirchmayrs sind keine Winzer, sondern sie kaufen Trauben von ausgesuchten, renommierten Lagen der Wachau, des Kamptales, des Kremstales und aus dem Donauland, die sie in ihren Kellergewölben in Weistrach vinifizieren. Sie tun das seit Generationen mittels langfristiger Lieferverträge. Alles andere als „normal“ ist auch Kirchmayrs zweites Standbein: Gereifte Weißweine. In den tiefen, dunklen Kellern des Benediktinerstifts Seitenstetten im Mostviertel lagern Kirchmayrs wahre Weinschätze, die sie erst nach fünf und mehr Jahren Flaschenlager als „Solisten“ auf den Markt bringen. Anachronismus pur, huldigt man doch gerade in Österreich mit der Heurigen-Kultur dem Leitbild der Jugend. Wer also den Unterschied zwischen Duft und Bukett kennenlernen will und mit komplexen Aromen im Wein Erfahrung hat, wer sich gerne auch im Glas entschleunigtem Genuß hingibt, der ist bei Famlie Kirchmayr richtig. Eine eigenwillige Ausnahme im schnellebigen Weißweingeschäft Österreichs.

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Die Rebe

Grüner Veltliner

Grüner Veltliner ist eine der spannendsten und interessantesten weißen Rebsorten, die wir kennen. Die Rebsorte ist ertragreich und widerstandsfähig gegen Frost, neigt aber zu Peronospora (echtem Mehltau) und treibt früh aus, ist also spätfrostgefährdet. In den nördlichen Gebieten Europas würde sie zu spät ausreifen, weshalb sie in Deutschland nicht zu finden ist. In einfachen Lagen, z. B. im Weinviertel, werden meist hohe Erträge von 100 hl/ha und mehr erzielt, der daraus resultierende Wein ist gefällig und süffig, kann aber durchaus auch ordinär, sauer und dünn ausfallen.

Uns erinnert großer Veltliner geschmacklich durchaus an Chenin Blanc oder an Chardonnay, doch bringt die Sorte  ähnlich dem Riesling je nach Lage, An- und Ausbau eine so enorme Bandbreite an Qualitäten ins Glas, daß ihr Spektrum vom simplen anspruchslosen durstlöschenden Landwein bis zum höchst anspruchsvollen Spitzengewächs mit fordernder cremig-weicher satter Textur im Mund reicht. Was Grünen Veltliner so spannend macht, ist seine charakteristisch würzig-pfeffrige Art, die von feiner fruchtbetonter Säure unterlegt sein kann. Grüner Veltliner reagiert prompt auf Klima und Terroir. Die besten Exemplare aus später Lese und niedrigen Erträgen, z. B. aus der Wachau, dem Kamptal oder dem Karnuntum, sind trocken, pfeffrig und auffallend würzig in Duft und Geschmack. Sie vereinen in sich die seltene, attraktive Kombination aus animierender Frische und Leichtigkeit mit Körper, würzigem Stoff und Extraktion, die in der Spitze mühelos an hochwertigen weißen Burgunder erinnern kann.

Durch den schnellen Heurigen-Kult in Österreich hat man vergessen, daß Grüner Veltliner auf faszinierende Weise besser und gleichmäßiger als großer Riesling reifen kann. Er reift, wird dabei aber kaum alt. Selbst nach zehn und mehr Jahren verliert er seine Würze und geschmeidige Textur im Mund nicht, entwickelt kein unangenehmes Petrol und reift ungewöhnlich konsistent, ohne geruchlich oder geschmacklich alt zu wirken.

Österreichs Weinszene wird noch immer dominiert von technischen Weinen, die per Reinzuchthefe, Tieftemperaturvergärung und Edelstahlausbau ein ganz bestimmtes Geschmacksbild  aufweisen, das mit vordergründiger Frucht und Würze und "spritzigem" Charakter uniformiert und beschränkt wirkt. Wie Riesling reagiert aber auch Grüner Veltliner auf die Vergärung mit Spontanhefen und entwickelt dann hochraffinierte, komplexe Aromen, die den "holzigen" kräuterwürzigen Charakter des Weines auf spannende Weise forcieren. Solche Weine bieten wir Ihnen als noch rare Ausnahmen von der Regel an. Sie machen die Rebsorte eindrucksvoll hochwertig.


 

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7,90 €
je Flasche à 0.75l / 10,53 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
Österreich - Niederösterreich
weissGrüner Veltliner
Langsam
6er Karton
Art-Nr. OSW10111
Inhalt 0.75l
Alkohol: 12,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2014+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Naturnah
Ausbau: Tradit. Holzfaß
Boden: Löß
Besonderes: K&U-Sonderedition
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Schraubverschluß

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