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Rosé 'Zweigelt'
Weingut Fred Loimer
Fred Loimer ist Spezialist für grüne Veltliner und Rieslinge besonderer Machart und Qualität. Seine Lagen im Kamptal weisen enorme Vielfalt an Böden auf: Vom Urgestein zum Flußschotter, von Braunerde und Lehm zu Löß die Interpretation der Typizität dieser verschiedenen Lagen und Böden ist sein Ziel: „Unsere mineralischen Böden vom Urgestein oder den Schotterlagen geben Grünem Veltliner unverwechselbare Würze und sorgen für fast schon pikante Frische; die tiefen Lößböden zaubern dagegen exotische Obst- und Fruchtnoten hervor“.
Fred Loimer macht die starken Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht im Kamptal für die würzige Aromenpracht seiner Weine verantwortlich. Sie versucht er durch konsequente Umstellung auf biodynamische Bewirtschaftung noch zu intensivieren. Seine neuen Weine setzen neue Maßstäbe. Sie wagen klare Kontur und kompromißloses Profil, sind präzise in Mineralität und Ausstrahlung, strotzen vor Individualität und Natürlichkeit und weisen über das gesamte Sortiment bestechendes Niveau auf. Dabei hat Fred Loimer keinen kleinen Betrieb. Zu seinen eigenen 35 Hektar kauft er für seinen populären „Lois“ und die Kamptal-Linie große Mengen an Trauben zu. Mehr noch: Im einst berühmten, heute so gut wie vergessenen Gumpoldskirchen macht er zusammen mit Partnern das Weingut „Schellmann“ zum Kultbetrieb mit Weinen, die origineller, attraktiver und preiswerter kaum sein können. In konsequenter Biodynamik! Hier wie dort hat er die schnelle Hochtechnologie aus seinem Keller verbannt (außer für jene paar „schnellen Weine“, die reinzuchtvergoren schnell und frisch auf Flasche gehen, wie „Lois“ & Co). Alle Weine aus eigenem Lesegut vergären also spontan, er verzichtet auf Vorklärung, experimentiert mit Most- und Maischestandzeiten und sieht Holz nicht als modisches Geschmackselement, sondern als physikalisch sinnvollen Einfluß. Fred Loimer ist vom bejubelten High-Tech-Betrieb zum schonend aus- und anbauenden Low-Tech-Winzer konvertiert, der Mineralität, Authentizität und Herkunft in seinen Weinen dem technischen Ausbau nach Rezept vorzieht. Er ist wichtiger Exponent einer neuen österreichischen Winzerschaft, deren Bekenntnis zur Biodynamik noch weitreichende Folgen haben wird. „Meine Weine sollen Freude machen, nicht Kopfzerbrechen“, sagt er. Das tun sie.
Die Rebe
Zweigelt
Zweigelt ist die erfolgreichste rote Rebsorte Österrreichs. Sie wird in allen Regionen der Alpenrepublik angebaut, in denen rote Trauben ausreifen können. Allmählich wird er zumindest im Image abgelöst vom Blaufränkisch, der in seinen Weinen neuen Generation feiner, tiefgründiger, rassiger, frischer, eleganter, gediegener und hochwertiger daherkommt, als es Zweigelt jemals sein wird.
Die Rebsorte ist deshalb so erfolgreich, weil sie früher reift als Blaufränkisch und später austreibt als Sankt Laurent, was ihr, zumal auf tiefgründigen, nährstoffreichen Böden wie im Burgenland, relativ hohe und sichere Erträge beschert; allerdings wird sie bei zu hohen Erträgen schnell dünn, sauer und mager. Sie bringt gute Widerstandskraft gegen Rebkrankheiten mit und stellt keine hohen Ansprüche an den Boden und verträgt Trockenheit wie Frost.
Ein guter Zweigelt präsentiert sich saftig und mit gutem Körper, dezent säurebetont und eher weich als gerbstoffdominiert auf der Zunge; er verträgt Faßausbau ausgezeichnet und gefällt durch weiche, charakteristisch fruchtbeladene würzige Gerbstoffe, die ihre typischen Weichselkirsch- und schwarzer Pfeffer-Aromen duftig und transparent im Mundgefühl verteilen. Ein guter reinsortiger Zweigelt aus niedrigem Ertrag und seriösem Faßausbau kann durchaus ein paar Jahre reifen und entwickelt sich dabei zu feingliedriger Finesse in dunkelwürzig kühlen Fruchtaromen. Doch auch als Verschnittpartner macht die Rebsorte in Cuvées mit Blaufränkisch, Sankt Laurent, Cabernet oder Merlot eine gute Figur.
Zweigelt ist eine ur-österreichische Neuzüchtung. Friedrich Zweigelt, Direktor des Bundeslehr- und Versuchsamtes für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg, kreuzte die Rebsorte 1922 aus St. Laurent und Blaufränkisch. Er nannte die entstandene Rebsorte ‚Rotburger’. Um Verwechslungen mit der Rebsorte ‚Rotberger’ zu vermeiden wurde sie 1975 in Zweigelt umbenannt. Friedrich Zweigelt war schon vor dem ‚Anschluß’ Österreichs 1938 ein überzeugter NSDAP-Anhänger, der auch im Wein ‚arisch rein’ sein wollte. Weil österreichischer Rotwein in der Zeit damals alles andere als farbintensiv war, war es üblich, ihn mit Färbeweinen, vornehmlich aus Italien, dunkel zu färben. Zweigelt wollte sich und alle geistesverwandten Weinbauern von dieser nichtarischen Untugend befreien und entwickelte über die Jahre aus seinem Rotburger jenen intensiv dunkelfarbigen Wein ‚arischer Reinheit’, der heute als Zweigelt fröhliche Triumphe feiert.
![]() | Österreich - Kamptal |
![]() | Zweigelt |
![]() | 6er Karton |
| Art-Nr. OEW10209 | |
| Inhalt 0.75l |


















