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Ampelographisch gehört Pinot Noir zur Familie der Noirien-Rebsorten. Sie ist über  tausend Jahre alt, deshalb stark degeneriert und in zahlreichen Varianten bekannt, wie Pinot Blanc, Pinot Meunier, Pinot Gris und Pinot Madeleine = Frühburgunder beweisen. Alleine in Frankreich kennt man heute über 50 verschiedene Klone, von denen jeder einzelne eine charakteristische Morphologie der Traube und stark divergierende Ertragsleistung, Resistenz gegenüber Fäulnis und Reifeverhalten besitzt. Generell ist Pinot Noir dünnschalig und deshalb frühreifend, weshalb er sich besonders in nördlichen Weinbauregionen durchgesetzt... Mehr
Unser Tipp für diese Rebe
2009
Blauer Spätburgunder 'S'
24,80 €
 
Alte Reben, mehr Charakter
Alte Reben. Sie wurzeln besonders tief und liefern kleine Beeren mit wenig Ertrag. Ihre Weine schmecken tiefgründiger und intensiver.

Alte Reben, je älter um so besser. Immer wieder liest man auf Weinetiketten den Zusatz ‚Alte Reben’, auf französisch ‚Vieilles Vignes’, auf italienisch 'Vechie Vite', auf spanisch 'Cepa vieja'. Was hat es mit diesen alten Reben auf sich? Warum werden sie erwähnt auf dem Etikett? Wann gelten Reben als alt?

Rebstöcke gelten als alt, wenn sie über 40 Jahre alt sind. Alte Reben gibt es heute noch an der Saar, der Nahe und der Mosel, in ganz Südfrankreich, an der Rhône und der Loire, im spanischen Aragon, in Portugal und in Kalifornien, wo man von über 100 Jahre alten Zinfandelreben grandiose Weine keltert. Alte Rebstöcke wurzeln tiefer; sie sind deshalb resistenter gegen Trockenstreß, produzieren weniger Trauben und nehmen mehr Mineralien auf, aber sie reifen nicht homogen und sind schwer zu bearbeiten. Deshalb hat man sie in den Siebziger und Achtziger Jahren während der Flurbereinigung in Deutschland fast flächendeckend gerodet. Damals war man an Quantität und nicht an Qualität interessiert. Das bereut man heute, denn Weine von alten Reben schmecken intensiver, tiefgründiger und hochwertiger. 

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