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2015

Müller-Thurgau »Muschelkalk«

Müller-Thurgau »Muschelkalk«  

Ab dem Jahr 2013 probiert sich Stephan Kraemer systematisch durch die aufkommende Naturweinszene. Deren Weine faszinieren ihn, beschäftigen ihn, wenn er mal wieder einen ihrer großartigen Weine im Glas hat. Was machen die anders? Was ist die Natur im Wein?

Den Jahrgang 2014 absolviert er noch in der Manier des Vorgängers, experimentiert aber mit der Reduktionskraft seiner Trauben und läßt die Schwefelungen während der Weinbereitung weg.

Mit dieser Erfahrung geht er den Jahrgang 2015 an. Der fällt extrem heiß aus und hat mit langer Trockenperiode die Reben gestresst. Deshalb beschließt er, durch lange Maischegärung dem reifen und kerngesunden Jahrgang mehr Frische und geschmackliche Kontur zu verleihen. Er vergärt einen Teil seiner Müller-Thurgau- und Silvaner-Trauben in oben offenen großen Behältern über sechs Wochen hinweg auf deren Schale, also auf der Maische mit Stiel und Stängel. Es entsteht »Orange-Wein«. Der beweist einmal mehr die enorme Reduktionskraft seiner Bio-Trauben, denn der Most oxidiert nicht, er bleibt hell, die Trauben schützen sich selbst vor Oxidation, ohne Schwefel. Nach sechs Wochen lädt er mich ein, diese maischevergorenen Trauben in einer alten Korbpresse mechanisch abzupressen. Ein langwieriger Vorgang. Weinbereitung wie in alten Zeiten. Das Ergebnis ist ein Most, der voller Reduktionskraft steckt. Er liegt im pH bei relativ hohen 3,4, denn die Maischegärung hat durch die hohen Kaliumgehalte in den Stielen und Stängeln der Rappen eine natürliche Entsäuerung durch Weinsteinausscheidung verursacht. Trotzdem wird der aus der Korbpresse laufende Most erst Stunden nach der Verarbeitung braun. Erst dann gibt ihn Stephan Kraemer im Verhältnis von 20 bzw. 30% zum bereits fast durchgegorenen Wein der jeweiligen Rebsorte in den Edelstahltank und legt den so verschnittenen Wein dann zur weiteren Gärung und Reifung ins große Holzfass aus fränkischer Eiche, wo er bis in den Sommer hinein reifen darf, ohne geschwefelt zu werden. Weil die Trauben so kerngesund sind, vergärt er einen Tank sogar IZ = intrazellulär. Dazu legt er sie in einen Tank, dessen Deckel er verschließt und läßt sie dort unberührt liegen. Erst nach Wochen beginnen sie innerhalb der Beere zu gären, eben intrazellulär. Sie zerplatzen langsam und allmählich und ergeben nach vielen Wochen Saft, in dem die Beeren schwimmen. Das geschieht ohne Extraktion oder mechanische Beeinflussung von außen. Diesen Most verkostet er laufend und stellt fest, daß er weniger Phenole, also Gerbstoffe, enthält, als der maischevergorene Anteil und beschließt, sich in Zukunft mehr mit der IZ-Vergärung zu beschäftigen. Den Jahrgang 2015 füllt er ob dessen enormer Reduktionskraft mit nur 2 mg/l Schwefelgabe unfiltriert, also naturtrüb, ab, ihm wird prompt die Prüfnummer verweigert, weshalb er ihn als Taubertäler Landwein verkaufen muß. Was für ein Müller-Thurgau. Die Hefe verleiht ihm trotz knochentrockener Struktur Strahlkraft und cremige Fülle. Ein Naturwein grandios natürlicher Ausstrahlung. Anders als jeder andere, aber auf seine Art unwiderstehlich.

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Müller-Thurgau »Muschelkalk«  

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Deutschland - Franken
Müller-Thurgau
Ökologischer Landbau Kræmer
Zertifiziert Bio
6er Karton
Art-Nr. DFW15204
Inhalt 0.75l
seit 2012
Abbildung und Jahrgang sind beispielhaft.
Produktbeschreibung

Ab dem Jahr 2013 probiert sich Stephan Kraemer systematisch durch die aufkommende Naturweinszene. Deren Weine faszinieren ihn, beschäftigen ihn, wenn er mal wieder einen ihrer großartigen Weine im Glas hat. Was machen die anders? Was ist die Natur im Wein?

Den Jahrgang 2014 absolviert er noch in der Manier des Vorgängers, experimentiert aber mit der Reduktionskraft seiner Trauben und läßt die Schwefelungen während der Weinbereitung weg.

Mit dieser Erfahrung geht er den Jahrgang 2015 an. Der fällt extrem heiß aus und hat mit langer Trockenperiode die Reben gestresst. Deshalb beschließt er, durch lange Maischegärung dem reifen und kerngesunden Jahrgang mehr Frische und geschmackliche Kontur zu verleihen. Er vergärt einen Teil seiner Müller-Thurgau- und Silvaner-Trauben in oben offenen großen Behältern über sechs Wochen hinweg auf deren Schale, also auf der Maische mit Stiel und Stängel. Es entsteht »Orange-Wein«. Der beweist einmal mehr die enorme Reduktionskraft seiner Bio-Trauben, denn der Most oxidiert nicht, er bleibt hell, die Trauben schützen sich selbst vor Oxidation, ohne Schwefel. Nach sechs Wochen lädt er mich ein, diese maischevergorenen Trauben in einer alten Korbpresse mechanisch abzupressen. Ein langwieriger Vorgang. Weinbereitung wie in alten Zeiten. Das Ergebnis ist ein Most, der voller Reduktionskraft steckt. Er liegt im pH bei relativ hohen 3,4, denn die Maischegärung hat durch die hohen Kaliumgehalte in den Stielen und Stängeln der Rappen eine natürliche Entsäuerung durch Weinsteinausscheidung verursacht. Trotzdem wird der aus der Korbpresse laufende Most erst Stunden nach der Verarbeitung braun. Erst dann gibt ihn Stephan Kraemer im Verhältnis von 20 bzw. 30% zum bereits fast durchgegorenen Wein der jeweiligen Rebsorte in den Edelstahltank und legt den so verschnittenen Wein dann zur weiteren Gärung und Reifung ins große Holzfass aus fränkischer Eiche, wo er bis in den Sommer hinein reifen darf, ohne geschwefelt zu werden. Weil die Trauben so kerngesund sind, vergärt er einen Tank sogar IZ = intrazellulär. Dazu legt er sie in einen Tank, dessen Deckel er verschließt und läßt sie dort unberührt liegen. Erst nach Wochen beginnen sie innerhalb der Beere zu gären, eben intrazellulär. Sie zerplatzen langsam und allmählich und ergeben nach vielen Wochen Saft, in dem die Beeren schwimmen. Das geschieht ohne Extraktion oder mechanische Beeinflussung von außen. Diesen Most verkostet er laufend und stellt fest, daß er weniger Phenole, also Gerbstoffe, enthält, als der maischevergorene Anteil und beschließt, sich in Zukunft mehr mit der IZ-Vergärung zu beschäftigen. Den Jahrgang 2015 füllt er ob dessen enormer Reduktionskraft mit nur 2 mg/l Schwefelgabe unfiltriert, also naturtrüb, ab, ihm wird prompt die Prüfnummer verweigert, weshalb er ihn als Taubertäler Landwein verkaufen muß. Was für ein Müller-Thurgau. Die Hefe verleiht ihm trotz knochentrockener Struktur Strahlkraft und cremige Fülle. Ein Naturwein grandios natürlicher Ausstrahlung. Anders als jeder andere, aber auf seine Art unwiderstehlich.

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Deklarationen
Alkohol: 12,5 Vol %
Trinkreife: sofort
Restzucker: 0,8 g/l
Bewirtschaftung: Biologisch
Ausbau: Edelstahl | Holz
Bodenart: Muschelkalk
Betriebsgröße: 3,5 Hektar
Gärung: Spontan | Naturhefe
Verschlußart: Schraubverschluß
pH-Wert: 3.1
Wissenswert: Naturland® zertifiziert. Unfiltriert, naturtrüb abgefüllt.

Ab dem Jahr 2013 probiert sich Stephan Kraemer systematisch durch die aufkommende Naturweinszene. Deren Weine faszinieren ihn, beschäftigen ihn, wenn er mal wieder einen ihrer großartigen Weine im Glas hat. Was machen die anders? Was ist die Natur im Wein?

Den Jahrgang 2014 absolviert er noch in der Manier des Vorgängers, experimentiert aber mit der Reduktionskraft seiner Trauben und läßt die Schwefelungen während der Weinbereitung weg.

Mit dieser Erfahrung geht er den Jahrgang 2015 an. Der fällt extrem heiß aus und hat mit langer Trockenperiode die Reben gestresst. Deshalb beschließt er, durch lange Maischegärung dem reifen und kerngesunden Jahrgang mehr Frische und geschmackliche Kontur zu verleihen. Er vergärt einen Teil seiner Müller-Thurgau- und Silvaner-Trauben in oben offenen großen Behältern über sechs Wochen hinweg auf deren Schale, also auf der Maische mit Stiel und Stängel. Es entsteht »Orange-Wein«. Der beweist einmal mehr die enorme Reduktionskraft seiner Bio-Trauben, denn der Most oxidiert nicht, er bleibt hell, die Trauben schützen sich selbst vor Oxidation, ohne Schwefel. Nach sechs Wochen lädt er mich ein, diese maischevergorenen Trauben in einer alten Korbpresse mechanisch abzupressen. Ein langwieriger Vorgang. Weinbereitung wie in alten Zeiten. Das Ergebnis ist ein Most, der voller Reduktionskraft steckt. Er liegt im pH bei relativ hohen 3,4, denn die Maischegärung hat durch die hohen Kaliumgehalte in den Stielen und Stängeln der Rappen eine natürliche Entsäuerung durch Weinsteinausscheidung verursacht. Trotzdem wird der aus der Korbpresse laufende Most erst Stunden nach der Verarbeitung braun. Erst dann gibt ihn Stephan Kraemer im Verhältnis von 20 bzw. 30% zum bereits fast durchgegorenen Wein der jeweiligen Rebsorte in den Edelstahltank und legt den so verschnittenen Wein dann zur weiteren Gärung und Reifung ins große Holzfass aus fränkischer Eiche, wo er bis in den Sommer hinein reifen darf, ohne geschwefelt zu werden. Weil die Trauben so kerngesund sind, vergärt er einen Tank sogar IZ = intrazellulär. Dazu legt er sie in einen Tank, dessen Deckel er verschließt und läßt sie dort unberührt liegen. Erst nach Wochen beginnen sie innerhalb der Beere zu gären, eben intrazellulär. Sie zerplatzen langsam und allmählich und ergeben nach vielen Wochen Saft, in dem die Beeren schwimmen. Das geschieht ohne Extraktion oder mechanische Beeinflussung von außen. Diesen Most verkostet er laufend und stellt fest, daß er weniger Phenole, also Gerbstoffe, enthält, als der maischevergorene Anteil und beschließt, sich in Zukunft mehr mit der IZ-Vergärung zu beschäftigen. Den Jahrgang 2015 füllt er ob dessen enormer Reduktionskraft mit nur 2 mg/l Schwefelgabe unfiltriert, also naturtrüb, ab, ihm wird prompt die Prüfnummer verweigert, weshalb er ihn als Taubertäler Landwein verkaufen muß. Was für ein Müller-Thurgau. Die Hefe verleiht ihm trotz knochentrockener Struktur Strahlkraft und cremige Fülle. Ein Naturwein grandios natürlicher Ausstrahlung. Anders als jeder andere, aber auf seine Art unwiderstehlich.

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Alkohol: 12,5 Vol %
Trinkreife: sofort
Restzucker: 0,8 g/l
Bewirtschaftung: Biologisch
Ausbau: Edelstahl | Holz
Bodenart: Muschelkalk
Betriebsgröße: 3,5 Hektar
Gärung: Spontan | Naturhefe
Verschlußart: Schraubverschluß
pH-Wert: 3.1
Wissenswert: Naturland® zertifiziert. Unfiltriert, naturtrüb abgefüllt.