Die Rioja ist nach wie vor das berühmteste Anbaugebiet Spaniens. Ihre Popularität wurde in den letzten Jahren aber hart von jüngeren D.Os wie dem Ribera del Duero und dem Priorat attackiert, die mit modisch reiferen, massiveren und spektakuläreren Weinen auf den Markt kamen. Die Rioja reagierte mit einer Qualitätsoffensive, die enorme stilistische Vielfalt zur Folge hatte. Heute prägen
auch sie die üblichen modernen hochkonzentrierten Monsterbomben mit viel neuem Holz, matter Frucht und dicker Konzentration; doch es gibt sie trotzdem noch, jene klassischen, lang im Faß gereiften Riojas alten Stils, die über viele Jahrzehnte zu den großen Weinen der Welt zählten, um erst kürzlich in Vergessenheit zu geraten, weil leicht verständlicher Populismus das Geschehen in den Kellern der Rioja übernahm. La Rioja ist Rotwein-Land. Es dominiert der Tempranillo in den Weinbergen, gefolgt von Grenache, Graciano, Carignan und Mourvédre. Doch es gibt auch ein paar wenig bekannte, dafür aber herausragend individuelle Weißweine aus der Viura-Traube, in Frankeich als Macabeu bekannt, die zu den großen Persönlichkeiten der Weinwelt zählen. Mit den modernen Weinen aus der Rioja haben wir nichts am Hut, uns interessieren ausschließlich jene Klassiker, die Finesse, Frische und Trinkfreude vermitteln und sich authentisch und einzigartig vom modernen Einerlei unterscheiden. Die Rioja liegt im Ebrobecken im Norden der iberischen Halbinsel. Im Westen wird sie von der Stadt Haro begrenzt, im Osten von Alfaro. Man unterscheidet drei klimatisch verschiedene Unterregionen in der Rioja: Alta, Alavesa und Baja. La Rioja Alta unterliegt atlantischem Klimaeinfluß mit warmen Tagen und kühlen Nächten. Rioja Alavesa und mehr noch Rioja Baja gehören klimatisch dagegen zum mediterranen Raum und sind wärmer und trockener. Die gesamte Rioja dominieren eisenhaltige Tonerdeböden, die in tieferen Lagen in Schwemmland mit Kieselgeröll übergehen. In der kühleren Rioja Alta findet man aber auch kalkhaltige, mit Ton durchsetzte Böden. Den typisch spanischen Altersangaben wie Crianza, Reserva und Gran Reserva stehen wir mit Skepsis gegenüber, weil sie für die Qualität eines Weines nichts besagen. Häufig werden simple Crianzas ein paar Jahre länger auf Flasche gelagert, um dann als Reserva oder Gran Reserva zu viel höherem Preis auf den Markt zu kommen. Wir geben auf diese Bezeichnungen auch deshalb nicht viel, weil Reserva und Grand Reserva-‚Qualitäten’ längst billigst im Supermarktregal stehen. Wenn wir sie trotzdem anbieten, geschieht das, weil man diesen Unterschied gelebter Tradition schmeckbar nachvollziehen kann und unsere Produzenten präzise deklarieren, wie lange ihre Weine im Faß gereift und anschließend auf Flasche gelagert wurden.
Rotwein Das Rückgrat eines Rotweines bestimmt sein Gerbstoffgehalt, auch Tannin genannt. Es handelt sich dabei um eine chemische Substanz, die die Oxidation verhindert. Die Tannine gelangen bei der Weinbereitung aus den Traubenschalen, den Kernen und, sofern nicht entrappt, den Stielen in den Wein. Außerdem können sie bei entsprechendem Ausbau zusätzlich aus dem Holz der verwendeten mehr oder weniger neuen Holzfässer (z. B. Barriques) in den Wein gelangen. Rotweine können sich hinsichtlich ihres Tanningehalts in zweierlei Hinsicht unterscheiden: quantitativ und qualitativ. Die Menge der im Wein vorhandenen Tannine hängt zum einen von der Rebsorte ab. Dickschalige Varietäten wie Cabernet Sauvignon, Carignan, Tannat, Malbec und Syrah enthalten von Natur aus viel Gerbstoffe und besitzen deshalb profundes Reifepotential. Zum anderen spielen der Jahrgang (ein trockener Sommer führt zu dickeren Beerenhäuten und damit zu mehr Tannin) und die Arbeit des Winzers (niedriger Ertrag durch gekonnte Arbeit im Weinberg, lange Maischegärung und der Ausbau im Holzfaß bringen höhere Tanninausbeute) eine entscheidende Rolle für die Qualität eines Rotweines. Für die geschmackliche Entwicklung eines Rotweines ist die Qualität der Tannine alles entscheidend. Nur Gerbstoffe, die zum Zeitpunkt der Lese physiologisch reif waren, werden sich auch nach Jahren in der Flasche harmonisch in den Gesamtgeschmack integrieren. Was häufig als Reifeprozeß der Tannine während des Flaschenlagers beschrieben wird, ist physikalisch nur eine allmähliche Verringerung der Gerbstoffe, deren Molekülstruktur sich durch Polymerisation (Verkettung) so vergrößert, daß sie schließlich als Depot auf den Flaschengrund sinken. Weine, die in der Jugend übermäßig rauh, adstringierend und bitter schmecken, werden dies auch im Alter tun; möglicherweise wirken sie dann sogar noch unharmonischer, da derartige Tannine später häufig einen austrocknenden Eindruck im Mundraum hinterlassen. Es ist einer der am weitesten verbreiteten Irrtümer unter Weinsammlern, ein hart und unharmonisch schmeckender Roter müsse nur lange genug liegen, um sich zu einem feinen Tropfen zu mausern. Gleichermaßen falsch ist aber auch die Annahme, ein jung bereits angenehm trinkbarer Wein besitze kein Alterungspotential. Ein großer Rotwein beginnt normalerweise drei bis vier Jahre nach der Füllung seine Inhaltsstoffe zu harmonisieren. Unter dem Einfluß von Sauerstoff entwickelt ein Rotwein - entsprechende Extraktwerte vorausgesetzt - allmählich ein Bukett, das heißt sein ursprünglich fruchtbetonter Duft wird um würzige, ledrige und erdige Nuancen bereichert, die auf Reaktionen von Alkoholen, Aldehyden und Säuren zurückgehen, die bereichernden aromatischen Wandel bringen, der gegen Ende seiner Entwicklung zu einer geschmacklichen wie geruchlichen Verarmung des Weines führt. Als stabilster Teil des Weines, der sich kaum verringert, wird stets die Weinsäure aromatisch dominieren (was zu der laienhaften Beschreibung eines überlagerten Weines als Essig geführt hat). Optisch läßt sich der Entwicklungsprozeß eines Rotweines an der Farbe ablesen. Diese sollte in der Jugend je nach Rebsorte möglichst intensiv, dunkel und mit lila Reflexen durchzogen sein. Die zunehmende Oxidation der Farbmoleküle läßt diese gemeinsam mit den Tanninen ausfallen. Die Weinfarbe verliert dann ihre bläuliche Tönung und wird zunächst leuchtend rot, dann allmählich bräunlich. Der am Ende der Entwicklung eines Weines stehende chemische Zerfall zeigt sich schließlich in parallel dazu einsetzendem Farbverlust. Dieser kann, je nach Traubensorte, Machart und Lagerbedingungen schon nach wenigen Jahren, im Idealfall erst nach vielen Jahrzehnten den Wein weitgehend ausgebleicht erscheinen lassen ein sicheres Zeichen für sein qualitatives Ende.
Grenache, nach Airen die zweitmeistangebaute Rebsorte der Welt, steht? als Garnacha Tinta in Spanien auf über 100.000 ha, sie ist dort die meistangebaute Rotweintraubensorte; in Frankreich bedeckt sie mit über 90.000 ha einen Großteil des Rebterrains, und auf Sardinien meinen die Sarden, mit ihrer Cannonau den Ursprung der Rebsorte für sich gepachtet zu haben. Grenache landet meist in Verschnitten, sie wird nur sehr selten reinsortig auf Etiketten ausgewiesen. Die Rebsorte ist prädestiniert für den Anbau in trockenen, warmen und windigen Regionen. Sie entwickelt ungewöhnlich starkes Holzwachstum und zeichnet sich durch aufrechten kraftvollen Wuchs aus, was sie besonders für windige Gegenden eignet. Sie widersteht sogar dem hart blasenden Mistral des Rhônetales , wo sie im traditionellen Gobelet auch extreme Widerstandsfähigkeit gegen Dürre und Hitze beweist. Sie treibt früh aus und erreicht bemerkenswert hohe Zucker- und Extraktwerte. ?Ihre Beerenschale ist dünn, sie entwickelt keine intensive Farbe und neigt in der Verarbeitung schnell zu Oxidation. Deshalb wird sie gerne mit dickschaligen Rebsorten wie Syrah oder Mouvèdre verschnitten. Am Gaumen entwickelt sie charakteristisch süßen Geschmack mit deutlichen Anklängen an weißen Pfeffer, schwarze Oliven, Rosmarin und Rumtopf. Grenache braucht niedrige Erträge, karge Böden, muß streng zurückgeschnitten werden und darf nicht bewässert werden, dann bringt sie konzentrierte, saftige, würzig duftende und üppig dimensionierte "barocke" Rotweine hervor, die auch mal Jahrzehnte Reifezeit vertragen können. Die Renaissance der Rhoneweine, allen voran Châteauneuf du Papes, sorgte in den Neunziger Jahren für die verdiente Renaissance dieser großen mediterranen Rebsorte, deren robustes und starkes Holzwachstum einer industriellen Nutzung mit maschineller Bearbeitung und Vollernter erfreulicherweise im Wege steht. Am besten gelingt die Grenache entlang der südlichen Rhône, wo sie in der Regel verschnitten wird, doch beweist sie hier überzeugender als anderswo, wozu sie bei niedrigen Erträgen und konsequentem Qualitätsanbau fähig ist. Ihre weiße Form Grenache Blanc gewinnt vor allem in Südfrankreich trotz abnehmender Anbaufläche im Qualitätsanbau stetig an Bedeutung. Sie reagiert hervorragend auf gekonnten Ausbau im kleinen Holzfaß und liefert dann spannend mineralisch geprägte, pikante, charaktervolle Weißweine, die in Individualität und Trinkvergnügen, Originalität und Preiswürdigkeit, mit den großen Weißweinen der Welt mithalten können.
Barrique, für die einen Zauberformel für einen ganz bestimmten, geschätzten Weincharakter, für die anderen nur ein traditionelles kleines Holzfaß aus Eiche mit 225 l Inhalt. Weine, die in kleinen neuen Holzfässern wie den Barriques ausgebaut werden, nehmen den Geschmack des verwendeten Eichenholzes an, aber auch die sogenannte Toastung, der Einfluß der Hitze auf das Holz während des Biegens und Bindens der Dauben, prägt den Geschmack der darin ausgebauten Weine nachhaltig, zumal wenn sie im neuen Holzfaß reifen. Nach Jahren, ja Jahrzehnten, der Holz-Exzesse im Wein hat sich der Einfluß neuer Holzfässer auf den Weingeschmack deutlich reduziert. Der Ausbau wurde aus geschmacklichen, aber auch aus mikrobiologischen Gründen verändert. So befüllt man die neuen Fässer nicht mehr nach der Gärung mit fertig durchgegorenen Weinen, die nicht mehr auf der Hefe liegen, sondern man füllt Jungweine vor Beendigung der Milchsäuregärung auf der Feinhefe in die Fässer und läßt sie dort zu Ende gären; auch verwendet man die Fässer zunehmend über mehrere Jahre, um den doch sehr dominanten Einfluß neuen Holzes geschmacklich ausgleichen zu können durch Verschnitt verschiedener Fässer. Doch es gibt Weine und Rebsorten, die, wenn gekonnt eingesetzt, vom Ausbau im neuen Holzfaß enorm profitieren; man denke an hochwertigen Pinot Noir, der auf sensibel praktizierten Ausbau in neuem Holz wie keine andere Rebsorte positiv reagiert; man denke an reifen Merlot und würzigen Cabernet Franc oder Sauvignon, an Tannat und Malbec, an Chardonnay oder Weißburgunder, sie alle gewinnen durch gekonnten Ausbau in neuen kleinen Holzfässern enorm an Charakter, Dimension, Aroma und Substanz. Die Qualität der Gerbstoffe jener Rotweine, die dickschaligen Beeren entstammen, wäre ohne die Oxidation durch die große Oberfläche im Faß längst nicht so hochwertig, wie sie sich heute idealerweise präsentiert, egal, ob die Fässer 225 oder 500 l Inhalt fassen. Es geht dabei vor allem um die positive Chemie und Physik des Fassausbaus, nicht mehr um den vordergründig simplen Blendergeschmack vergangener Weinzeiten. Doch gestern wie heute erkennt man den Ausbau in neuen Barriques an den charakteristischen Röstaromen im Duft, die an Kaffee, Nougat und Schokolade erinnern, nur werden sie heute sensibel und oft sogar balsamisch wertvoll in den würzigen, körper- und aromareichen Gesamtcharakter integriert.
Qualität im Wein ist definierbar. Allerdings läßt sich weder am Namen eines Weines noch an seinem Etikett erkennen, ob sich ein Winzer bemüht hat, das Potential seiner Lagen und Reben mit möglichst natürlichen Methoden in Weinberg und Keller in Weinqualität umzusetzen. Auch Biowein ist leider keinerlei Garantie für Qualität. Weil die aktuelle Weingesetzgebung weder in Europa noch in Übersee auf die jüngsten technischen Entwicklungen im Weinbau reagiert, wird in vielen Kellern mit allem experimentiert, was nicht ausdrücklich verboten ist. Auf dem Etikett deklariert werden muß von alledem nichts. Der Verbraucher hat also beim Wein, wie bei allen anderen Lebensmitteln auch, nur die Chance, sich zu informieren, will er nicht permanent ausgetrickst und beschissen werden. Stark verallgemeinernd teilt sich Weinqualität heute in vier Kategorien auf: 1. Die mit weitem Abstand größte Gruppe (ca. 98 % der Weltweinproduktion) stellen Weine, die ein technisches Mindestniveau aufweisen. Sie stammen aus agrarindustrialisierter Produktion und können zu Niedrigstpreisen auf den Markt gebracht werden. Es handelt sich fast immer um anonyme Handelsabfüllungen, deren Herkunft sich hinter Phantasienamen und einer Abfüllernummer verbirgt. Diese "Qualitäten" werden nicht selten mit Hilfe hohen Verpackungs- und Werbeaufwands vermarktet und sind so erfolgreich, daß sie den größten Teil des Weltweinmarktes ausmachen. 2. Eine rasant größer werdende Gruppe: "Moderne" Konsumweine, die ganz gezielt auf den Publikumsgeschmack hin optimiert sind. Sie wenden sich durchaus auch an den anspruchsvolleren, markenbewußten Konsumenten, bewegen sich aber bewußt innerhalb standardisierter, internationaler Geschmacksmuster entsprechend gerade herrschender Geschmacksmoden. Ihr nicht niedriges Preisniveau rechtfertigen sie durch eine alle technischen, physikalischen und chemischen Mittel nutzende Herstellungsweise. 3. "Unsere" Gruppe: Weine, die traditionell im besten Wortsinn hergestellt werden, seriöse Erzeugerabfüllungen, die in Weinberg und Keller naturnah und handwerklich produziert werden und deshalb bei einer kundigen Verbraucherschicht verdiente Renaissance erfahren. Diese oft aufwendig und überaus kompetent realisierten Weine treten eher bescheiden auf, sie wagen Charakter und Individualität und sind mutiger Ausdruck ihrer Herkunft; sie werden aus regionalen Rebsorten gekeltert und repräsentieren die wunderbare Vielfalt guten Weines. Sie sind chemisch und mikrobiologisch einwandfrei, weil seriös und naturnah produziert, und sie besitzen ein nachvollziehbares Preis-Genußverhältnis, in dem Anspruch und Wirklichkeit stimmig zusammenfinden. 4. Die Gruppe der sogenannten Spitzenweine ist naturgemäß klein, wenn sie wirklich Spitze ist, was häufig nicht der Fall ist. Wir stellen sie zunehmend kritisch in Frage, well die ambitioniertesten Weine der 3. Gruppe derart seriös, aufwendig und kompetent produziert werden, daß sie zum Bruchteil des Preises nahezu identische, wenn nicht spannendere, weil weniger erwartungsgemäße Qualität liefern. Hohe Preise provozieren hohe Erwartungshaltung. Die bewegt sich bei den hier gemeinten Spitzenweinen zwar auf höchstem technischem Niveau, aber in wohldefinierten stilistisch engen Grenzen. Ihre Produktion wird deshalb oft irrwitzig aufwendig betrieben, man scheut keinen Aufwand und keine Kosten und engagiert berühmte Önologen, um sicherzustellen, daß der hohe Preis die von der Käuferschaft dieser Weine erwartete Stilistik auch wirklich reflektiert. Solche Weine können in aller Welt entstehen. Hier geht es weniger um Herkunft oder Individualität, hier geht es um Prestige, Image und viel Geld. Es ist bemerkenswert, wie hoffnungslos überzogene Preisvorstellungen noch immer Image-, Spekulations- und Sammlerbegierde auszulösen vermögen.
Qualität. Jeder organisch gesunde Mensch besitzt mit seinen Sinnen die Voraussetzung, Wein nicht nur zu trinken, sondern zu genießen, seine geschmackliche und technische Qualität also zu erfassen und zu verstehen. Qualität im Wein setzt Erfahrung, Sensibilität und Wissen voraus, man kann sie nicht einfach kaufen . . . nur wer mehr weiß, schmeckt im Wein auch mehr.
Der Preis und der Begriff Preiswert scheinen im Wein - zumindest bei uns in Deutschland - eine ganz gewichtige kaufentscheidende Rolle zu spielen. Nach Qualität fragt nur eine elitäre Wein-Oberschicht. Deutschland ist das billigste Weinland der Welt. Darauf sollte man besser nicht stolz sein. Nirgendwo sonst wird so billiger Wein angeboten, nachgefragt und auch getrunken wie bei uns. Viele Weintrinker hierzulande haben das Gefühl für den richtigen Preis für ihren Wein verloren, wenn sie es denn je hatten. Man denkt nicht darüber nach, wie ein Wein zu seinem Preis kommt, man konsumiert ihn und belächelt sogar vermeintlich teuere Weine. Man muß nur mal einen Blick in die vielen Websites zum Thema "Preis" werfen, es ist unglaublich, was da zum Thema Wein und Preis abgesondert wird. Pure Inkompetenz wird da oft peinlich selbstgefällig hinausposaunt (z. B. zum Thema Aldi-Champagner...), und man propagiert offen den Billigweinkonsum. Ein jeder trinkt, was er versteht . . . Tatsächlich entspringen der große Wein zum Fast-geschenkt-Preis, das berühmt berüchtigte Aldi-Schnäppchen und der vielbeschworene Geheimtip nur allzuoft mangelnder Erfahrung, wie man am Begriff teuer sehen kann, der bei Wein je nach Trinkerfahrung und Genußvermögen heftig divergiert: Was für den einen rausgeschmissenes Geld bedeutet, ist für den anderen lohnende Investition ins Geschmacksvergnügen. Fakt ist leider, daß ein hoher Preis keine Garantie für hohe Qualität ist. Das Was teuer ist muß gut sein wird , wie das scheinbar unausrottbare Preis-Leistungs-Verhältnis, von unserer Branche kräftig geschürt und gepflegt, weil sie mit Unkenntnis und Statusdenken viel Geld verdient. Insofern müssen wir manchem Weinpreis-Kritiker Recht geben. Doch allen Unkenrufen zum Trotz: Es gibt ihn, den guten Wein, der seinen Preis wert ist. Die Suche danach ist aufwendig und seine Wertschätzung verlangt neben Erfahrung, Neugier und Offenheit, Toleranz und Geschmackskriterien, schlicht Kompetenz, um zwischen technischer, stilistischer oder nur geschmäcklerischer Qualitätsbeurteilung zu unterscheiden. Unterhalb einer gewissen Preisgrenze empfehlen wir ein ehrliches, frisch gezapftes, handwerklich produziertes Bier, oberhalb einer gewissen Preisgrenze raten wir zu kritisch vergleichender Probe.
Seinen Preis wert? Wir orientieren uns an den Original-Weingutspreisen. Wir kaufen ausschließlich direkt beim Winzer vor Ort ohne Zwischenhandel. Bei uns gibt es keine anonymen Cuvées mit schönen Etiketten zum billigen Einkaufs- aber hohen Verkaufspreis, die sich gezielt Ihrer Kontrolle über Herkunft, Machart und Preis entziehen. Ein (renditeträchtiger) Trend im Weinhandel, den wir kompromißlos ablehnen. Keine EU-Abfüllernummer, nur Erzeugerabfüllungen. Deshalb kaufen wir ausschließlich vom Winzer abgefüllte, von Ihnen jederzeit nachvollziehbare Weingutsqualität. Wir wissen, wo jeder unserer Weine herkommt und wie er an- und ausgebaut wird. Wir importieren wenn nötig im Thermocontainer oder per Kühlfracht. Wir bieten ideale Lagerbedingungen. Wir versenden sicher, schnell und zuverlässig.