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Nordrhône

Die Rhône – Profil zum fairen Preis.

Der faszinierenden Vielfalt der verschiedenen Terroirs des Rhônetals widmet man sich in Deutschland noch nicht lange mit Kompetenz. In der Tat ist das weitläufige Weinbaugebiet zwischen Lyon und Avignon an Unüberschaubarkeit und qualitativer Heterogenität kaum zu überbieten.
Bis auf Châteauneuf-du-Pape und die ewig gleichen Großproduzenten und Handelshäusern sind die anspruchsvollen Winzer der Rhône deshalb hierzulande noch immer eher unterrepräsentiert in den Angeboten des Weinhandels. Und wenn, dann werden leider vor allem jene von der internationalen Presse hochgehandelten, überextrahierten und ausgezehrt schmeckenden Publikumslieblinge angeboten, die auch an der Rhône modisch den Markt verunstalten. Sie ist wie eine Seuche, diese Extraktionsmode, die seit dem Jahrgang 1998 an der südlichen Rhône wütet und vor allem an der Côtes de Ventoux, der Côtes de Lubéron und der nördlichen Côtes du Rhône die meisten Weine zur Untrinkbarkeit verdammt. Es ist eine provinzielle Region, in der zahlreiche verkostungsunerfahrene Winzer einem vermeintlich populären Weingeschmack huldigen, von dem sie glauben, er würde die für den Verkauf so wichtigen Parker-Punkte bringen. Eigenständiges Profil? Fundierte Geschmackserfahrung? Önologische Kompetenz? Fehlanzeige! Die unsägliche Mode des Verzichts auf Schwefelung (unabhängig vom pH-Wert) paßt perfekt ins gleiche Bild. Guter Wein läßt sich nicht nach Rezept herstellen. Deshalb rutschen besagte Weine trocken am Gaumen und massiv auf der Zunge von Gerbstoffen umrahmt hart, rauh und unattraktiv über dieselbe. Sie können nicht schmecken – dennoch werden sie gekauft. Allerdings nicht von uns. Wir haben die Nase voll von den zahllosen viel zu spät gelesenen, uniform nach Pflaumenmarmelade riechenden, durch viel zu viel Maischetauchen (Pigeage) und Umpumpen (Remontage) überextrahierten, maßlos tanninbetonten Unweinen, die kein Trinkvergnügen sondern Ärger bereiten – ein Mysterium, daß sie unbeirrt angeboten und verkauft werden.

Konsequent haben wir jene Winzer der Südrhône aus dem Programm verabschiedet, die meinten, diesem Trend folgen zu müssen. Wir führen Winzer, die sich Finesse und Spiel in ihren Weinen verschreiben und ohne überflüssige Extraktion aus reifen Trauben gehaltvolle, aber spielerisch feine und deshalb authentische Côtes du Rhône-Weine produzieren, die frisch wirken, die Spaß im Trunk machen und dennoch Gerbstoffpräsenz besitzen – positive, feine Tannine, die ihre Information raffiniert und nobel am Gaumen verteilen. Wir führen Weine, die authentischen Regionalcharakter aufweisen; wir sind der Meinung, daß nicht alles nach Bordeaux schmecken und wie Bordeaux wirken muß. Ich finde es höchst bedauerlich, daß z. B. in Châteauneuf du Pape unentwegt Syrah gepflanzt wird, um die Weine in Zukunft dichter, schwärzer und damit „marktkompatibler“, will sagen uniformer, zu machen. Kann den niemand mehr die wunderbare Transparenz und Duftigkeit der Grenache wertschätzen? Gerade sie kann, einem großen Burgunder gleich, nachhaltig und dicht, raffiniert und sanft, tiefgründig und komplex die Sinne reizen, weit weniger laut und simpel als viele Syrahcuvées.

Seit rund 15 Jahren engagieren wir uns an der Rhône. Wir widmen den guten Winzern der Rhône nicht umsonst seit vielen Jahren einen Schwerpunkt in unserem Programm, den wir ständig der Entwicklung anpassen.




Das Rhônetal bietet zwei wesentliche Anbaugebiete, die grundlegend verschieden sind und miteinander nicht viel zu tun haben: Die Nordrhône, von der Syrahtraube dominiert, und die südliche Rhône, maßgeblich von der Grenachetraube geprägt.


Die Nordrhône beginnt in Vienne, unmittelbar südlich von Lyon, und endet hinter Valence. Ihre Weine sind hierzulande zwar populär, Appellationen wie Hermitage oder Cote Rôtie sind auch Nichtkennern geläufig, doch gekauft und getrunken werden sie nur von Liebhabern. Die Syrahtraube entwickelt hier, wie nirgendwo sonst auf der Welt, aromatische Eigenart, die sie einer breiteren Öffentlichkeit verschließt: Provokativ (aber zutreffend) könnte man ihr aromatisches Spektrum in der Jugend irgendwo zwischen frischem Pferdemist und blutigem Fleisch ansiedeln. Gute Nordrhône-Syrahs reifen außergewöhnlich gut und ähneln dann im Alter in Textur und Aroma verblüffend mehr einem Bordeaux, als einem typischen Rhônewein. Daß es nicht so einfach ist, wirklich gute und überzeugende Nordrhône-Syrahs zu finden, liegt an der Betriebsstruktur der nördlichen Rhône. Die Region wird dominiert von einer handvoll großer, weltweit bekannter mächtiger Handelshäuser, die mit viel Geld und Marktmacht zu verhindern wissen, daß kleine Handwerksbetriebe sich vergrößern oder an Marktgewicht gewinnen. Deshalb hält sich die Dynamik der Region durchaus in Grenzen, deshalb präsentieren sich die Sortimente weit weniger vielfältig und breit, als an der Südrhône. Dennoch – abseits des Parkerschen Geschmacksbildes, dem man leider auch hier zunehmend Tribut zollt, gibt es eine kleine Gruppe seriöser Produzenten, die ehrgeizig an individueller Stilistik und Qualität arbeitet. Die Zeit der Überextraktion und des zu vielen neuen Holzes ist auch hier noch nicht ganz vorbei, aber Frische, Finesse und Spiel finden allmählich Einzug ins Geschmacksbild und werden deshalb von uns besonders herausgestellt.


Die Jahrgangsunterschiede fallen an der nördlichen Rhône deutlich aus und sind mit der südlichen Rhône selten korreliert. Die überragenden Jahrgänge der letzten Dekade waren hier 1991, 1999 und 2001. 1998 und 2000 präsentieren sich zwar reif, delikat und durchaus gelungen, insgesamt aber fielen sie bei den Rotweinen leichter und transparenter aus als die massiven 2001er. Der Jahrgang 2002 ist an der Nordrhône allerdings so delikat, wie an der Südrhône. Nur wenige Weine sind dort einen Einkauf wirklich wert. Mittlere Syrah-Jahrgänge sind eher trink- und genießbar. Sie zeigen optimale Trinkreife im Alter von drei bis acht Jahren. Große Jahrgänge aus den renommierten Appellationen fangen erst im Alter von 6-10 Jahren an richtig genußreif zu werden und entwickeln sich lange.

Die berühmten Weißweine der Nordrhône, Condrieu (aus 100 % Viognier) und St. Joseph (aus Roussanne und/oder Marsanne), sind dagegen kaum haltbar, in der Jugend aber um so attraktiver. Sie schmecken am besten im Alter von ein bis vier Jahren.


Schon die alten Römer (Plinius & Co) schätzten die Weine der nördlichen Rhône so, daß sie sie nicht nur exportierten, sondern deren Qualitäten sogar ausführlich beschrieben. Damit dürfte die nördliche Rhône eines der ältesten Weinbaugebiete Europas sein, das wie nur wenige andere heute eindrucksvoll den faszinierenden Zusammenhang von Herkunft und Weinqualität demonstriert.

An der nördlichen Rhône darf nur eine rote Rebsorte angebaut werden, die Syrah, die keine große Klonenvielfalt kennt. Auf keiner einzigen Flasche der Nordrhône (und vieler anderer Weinbaugebiete Frankreichs) wird die Rebsorte auf dem Etikett ausgewiesen (außer auf den Vin de pays). Das liegt daran, daß sich über die Jahrhunderte eine Qualitätshierarchie entwickelte, die sich über die Herkunft der Weine definierte: Die verschiedenen Terroirs aus Granit, Schiefer und kalkhaltigen Böden liefern tatsächlich derart unterschiedliche Charaktere und Geschmacksnuancen, daß man z. B. die Syrahs aus „Cornas“ deshalb nach deren Herkunft benannte, weil sie völlig anders schmecken als z. B. die Syrahs von den steilen Terrassen hoch über der Rhône bei Ampuis, die man ob deren sehr spezifischen Charakters „Cote Rôtie“ nannte.

So entstand jenes unverwechselbar französische Appellationssystem, das die Qualität und den Geschmack der Weine unmittelbar mit deren Herkunft korreliert. Ein St. Joseph, ein Cornas, ein Crozes Hermitage, ein Hermitage und ein Cote Rôtie sind alle aus Syrah gekeltert, schmecken aber völlig unterschiedlich, reifen grundverschieden und kosten unterschiedlich. Innerhalb der Appellationen sind die Geschmacksmuster nachvollziehbar und vergleichbar, was dieses Qualitäts-Herkunftssystem logisch und zwingend macht. Weinqualität bedeutet nun mal: die richtige Rebsorte am richtigen Standort. Das mag im heutigen simplen Rebsortenzeitalter nicht zeitgemäß erscheinen und als zu kompliziert gelten. Wir finden es faszinierend und der besonderen Beachtung wert.

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  1. Côte Rôtie Côtes blonde

    Stéphane Ogier

    Frankreich: Nordrhône

    Rotwein 2006 0.75l

    47,00 €
    Preis pro Liter: 62,67 €/L

    12er

    Alkohol 13 Vol %
    Trinkbar ab 2009
    Optimale Reife 2012-2018+
    Restzucker < 1 g/l
    Langsam Ja
    Ausbau Barrique (neu)
    Boden Granit
    Dekantieren Ja
    Verschluss Naturkork
    Große Syrah der absoluten Spitzenklasse. Aus einem Jahrgang, wie ihn die Nordrhône nur selten erlebt. … mehr

    Côte Rôtie Côtes blonde

  2. Cornas

    Auguste Clape

    Frankreich: Nordrhône

    Rotwein 2006 0.75l

    68,00 €
    Preis pro Liter: 90,67 €/L

    12er Kiste

    Alkohol 13 Vol %
    Trinkbar ab 2011
    Optimale Reife 2010-2018
    Restzucker < 2 g/l
    Langsam Ja
    Ausbau Nein
    Boden Granit
    Besonderes Sehr schonender An-und Ausbau.
    Dekantieren Ja
    Verschluss Naturkork
    Text folgt. mehr

    Cornas

  3. Côte Rôtie Côtes blonde

    Stéphane Ogier

    Frankreich: Nordrhône

    Rotwein 2002 0.75l

    29,99 €
    Preis pro Liter: 39,99 €/L

    12er

    Alkohol 13 Vol %
    Trinkbar ab sofort
    Optimale Reife - 2012+
    Restzucker < 1 g/l
    Langsam Ja
    Ausbau Barrique (neu)
    Boden Granit
    Dekantieren Ja
    Verschluss Naturkork
    Brillante Nordrhone-Syrah aus bester Lage. Burgundisch fein, trinkreif, balsamisch, genial zugänglich, frisch und saftig. Wenige Kartons.

    Côte Rôtie Côtes blonde

  4. Cornas 'Renaissance'

    Auguste Clape

    Frankreich: Nordrhône

    Rotwein 2006 0.75l

    42,00 €
    Preis pro Liter: 56,00 €/L

    12er Kiste

    Alkohol 13 Vol %
    Trinkbar ab 2011
    Optimale Reife 2010-2018
    Restzucker < 2 g/l
    Langsam Ja
    Ausbau Nein
    Boden Granit
    Besonderes Sehr schonender An-und Ausbau.
    Dekantieren Ja
    Verschluss Naturkork
    Neben seinem traditionellen Cornas erzeugt Pierre-Marie Clape aus den jüngeren Reben einen „kleineren“ … mehr

    Cornas 'Renaissance'

  5. Clairette de Die 'Tradition'

    Alain Poulet

    Frankreich: Nordrhône

    Schaumwein Muskateller
    2005 0.75l

    10,80 €
    Preis pro Liter: 14,40 €/L

    6er Kiste

    Alkohol 8 Vol %
    Trinkbar ab sofort
    Optimale Reife -2008+
    Restzucker 45 g/l
    Langsam Nein
    Rebsorte Muskateller
    Ausbau Beton-Cuve
    Boden Nein
    Dekantieren Nein
    Verschluss Naturkork
    Eine gute „Clairette de Die“ sprudelt fein, duftet würzig, ist dezent süß, hat wenig Alkohol und fristet … mehr

    Clairette de Die 'Tradition'

  6. Cornas 'Renaissance'

    Auguste Clape

    Frankreich: Nordrhône

    Rotwein 2007 0.75l

    38,00 €
    Preis pro Liter: 50,67 €/L

    12er Kiste

    Alkohol 13 Vol %
    Trinkbar ab 2011
    Optimale Reife 2010-2018
    Restzucker < 2 g/l
    Langsam Ja
    Ausbau Nein
    Boden Granit
    Besonderes Sehr schonender An-und Ausbau.
    Dekantieren Ja
    Verschluss Naturkork
    Neben seinem traditionellen Cornas erzeugt Pierre-Marie Clape aus den jüngeren Reben einen „kleineren“ … mehr

    Cornas 'Renaissance'

  7. Cornas

    Auguste Clape

    Frankreich: Nordrhône

    Rotwein 2007 0.75l

    59,00 €
    Preis pro Liter: 78,67 €/L

    12er Kiste

    Alkohol 13 Vol %
    Trinkbar ab 2011
    Optimale Reife 2010-2018
    Restzucker < 2 g/l
    Langsam Ja
    Ausbau Nein
    Boden Granit
    Besonderes Sehr schonender An-und Ausbau.
    Dekantieren Ja
    Verschluss Naturkork
    Text folgt. mehr

    Cornas

  8. Côte Rôtie Côtes blonde

    Stéphane Ogier

    Frankreich: Nordrhône

    Rotwein 2005 0.75l

    43,00 €
    Preis pro Liter: 57,33 €/L

    12er

    Alkohol 13 Vol %
    Trinkbar ab 2009
    Optimale Reife 2010-2015+
    Restzucker < 1 g/l
    Langsam Ja
    Ausbau Barrique (neu)
    Boden Granit
    Dekantieren Ja
    Verschluss Naturkork

    Côte Rôtie Côtes blonde

  9. Cornas 'Granit 60'

    Nein

    Frankreich: Nordrhône

    Rotwein 2005

    25,04 €
    Preis pro Liter: 33,39 €/L

    12er Kiste

    Alkohol 13 Vol %
    Trinkbar ab 2012
    Optimale Reife 2014-2018+
    Restzucker < 2 g/l
    Langsam Nein
    Ausbau Barrique (neu)
    Boden Granit
    Besonderes Naturnaher Anbau
    Dekantieren Ja
    Verschluss Naturkork
    2005 war an der Nordrhône ein fast Ideal-Jahrgang, der von allem alles reichlich bot. Ein mächtiger, … mehr

    Cornas 'Granit 60'

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'Tres Bagos' Douro tinto

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Portugal: Douro

Rotwein Tinta Roriz
2005 0.75l

9,80 €
Preis pro Liter: 13,07 €/L

6er Karton

Alkohol 14,5 Vol %
Trinkbar ab sofort
Optimale Reife - 2015+
Restzucker < 1 g/l
Langsam Ja
Rebsorte Tinta Roriz
Ausbau Barrique (gebr.)
Boden Schiefer
Dekantieren Ja
Verschluss Naturkork

'Tres Bagos' Douro tinto

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