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Das Languedoc wird erwachsen. Aus dem unüberschaubaren Ozean an immer neuen Weinen, neuen Weingütern und einer Vielzahl an Appellationen kristallisieren sich nach hektischen Boom-Jahren einzelne Weine und Weingüter heraus, deren eigenständige Qualitäten und Charaktere eine neue Generation repräsentieren. Sie orientieren sich nicht an internationalen Geschmacksmustern, sondern wagen ursprüngliche Eigenart. Sie huldigen nicht stromlinienförmigen Weincharakteren, die vermeintlichem Kundengeschmack in Übersee konvenieren sollen, sondern wagen unverfälschten, natürlichen Ursprungscharakter, der ihre rauhe Herkunft kompromißlos widerspiegelt. Sie werden nach allen Regeln der Winzerkunst entsprechend international üblichen Qualitätskriterien in Weinberg und Keller produziert, basieren aber auf regionalen angestammten Rebsorten, deren Typizität sie so authentisch wie möglich als Eigenart und Charakter interpretieren. Sie stammen von sorgfältig gepflegten Spitzenlagen, meist bestockt mit alten Reben, die sich über lange Zeiträume als besonders geeignet erwiesen.
Es sind nicht viele Winzer und Weine, die man zu dieser neuen Generation im Languedoc rechnen kann. Doch sind die meisten der neuen Spitzenwinzer Quereinsteiger, die nicht aus der Region stammen. Sie sind also nicht an vermeintliche "Traditionen" gebunden, sondern besitzen mehr Gespür für Terroir und Herkunftscharakter, als der typische Vater/Sohn-Betrieb, der nur zu oft gefangen wirkt in den lähmenden "Traditionen" des noch immer straff genossenschaftlich organisierten Languedocs. Diese Newcomer verstanden es, mit Gespür, Leidenschaft und technischem Know-how bequemen Genossenschaftswinzern die unliebsamen, weil arbeits- und kostenintensiven Spitzenlagen, die nicht mit der Maschine zu bearbeiten sind, meist für wenig Geld abzukaufen. Selbst heute noch kosten maschinenbearbeitbare Talflächen in Südfrankreich das Vielfache gegenüber hochwertigen Hang- und Steillagen, die von Hand zu bearbeiten sind. Deshalb überleben dort oft alte Rebstöcke, meist allerdings in tristem Zustand. Was zeichnet die neuen Qualitäten aus dem französischen Süden aus? Nach mühsamen Jahren des Lernens, in denen die Qualitätsschwankungen im Keller über die Jahrgangscharakteristika dominierten, weshalb man mit älteren Jahrgängen aus dem Languedoc grundsätzlich vorsichtig sein sollte, versteht man es nun, den unverwechselbaren Charakter der Lagen in entsprechend singulären Weincharakter umzusetzen – über die üblichen, ermüdend uniform wirkenden typischen "Garrigue"-Aromen des französischen Südens hinaus. Besagte Spitzenweine neuer Generation, um die es uns hier geht, präsentieren sich präsent und intensiv in den Gerbstoffen, wirken aber fein und nobel, schmecken ungewöhnlich kühl und elegant, fast erfrischend in den Gerbstoffen, und ersetzen ihre einst geschmacklich dominierende mediterrane Hitze, mit entsprechend massiven, stets etwas rustikalen Gerbstoffen, durch charakteristische Intensität der Aromen und subtile Integration unverkennbar deutlichen Ursprungscharakters. Sie besitzen ein weiteres Spektrum an Expression und Typizität als früher und können sich in Textur, Struktur und Geschmacksqualität mit jedem großen Wein der Welt, der nicht aus der üblichen Winemaker-Retorte stammt, messen. Sie verlangen lediglich ein wenig Offenheit, Neugierde und Geschmackserfahrung. Man kann diese Weine neuer Generation durchaus, trotz ihres originären Charakters, z. B. mit einem großen Bordeaux oder Kalifornier vergleichen, auch wenn sie grundlegend "anders" schmecken. Der Eindruck aber, den sie im Mund hinterlassen, ist vergleichbar konsistent, ist ähnlich subtil und in seinen komplexen Bestandteilen ähnlich nachhaltig und schlüssig. Damit trennt sich im Languedoc die Spreu vom Weizen und entwickelt, abseits modisch-langweiliger Syrah-Omnipräsenz, Identität auf höchstem Niveau. Diese Entwicklung hat unser Interesse am Languedoc wieder neu entfacht. Wir fanden viele Weine in letzter Zeit uniform, ermüdend in Stil und Geschmack, wenig spannend. Vielleicht haben wir uns am Languedoc "übertrunken"? Mit unserer Auswahl an Weinen neuer Generation betreten wir Neuland, sie reizen uns persönlich sehr, weisen sie doch den Weg in eine neue, andere Zukunft des Languedoc, auf einer neuen Stufe von Qualität, die nicht langweilig werden wird. Das Languedoc wird erwachsen, wir repräsentieren diese positive Entwicklung mit unserem "Languedoc-Programm 2004".


© Martin Kössler/K&U 2003

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  1. Cousu Main Corbières rouge AC

    St. Michel Les Clauses

    Frankreich: Languedoc

    Rotwein Carignan, Syrah
    2005 0.75l

    8,50 €
    Preis pro Liter: 11,33 €/L

    6er Karton

    Alkohol 13,5 Vol %
    Trinkbar ab sofort
    Optimale Reife - 2014+
    Restzucker < 2 g/l
    Langsam Ja
    Rebsorte Carignan, Syrah
    Ausbau Barrique (gebr.)
    Boden Kalkmergel
    Dekantieren Ja
    Verschluss Naturkork
    Neu im Programm sind die bemerkenswerten Weine der kleinen Kult-Domaine St. Michel Les Clauses aus dem … mehr

    Cousu Main Corbières rouge AC

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'Tres Bagos' Douro tinto

Lavradores de Feitoria

Portugal: Douro

Rotwein Tinta Roriz
2005 0.75l

9,80 €
Preis pro Liter: 13,07 €/L

6er Karton

Alkohol 14,5 Vol %
Trinkbar ab sofort
Optimale Reife - 2015+
Restzucker < 1 g/l
Langsam Ja
Rebsorte Tinta Roriz
Ausbau Barrique (gebr.)
Boden Schiefer
Dekantieren Ja
Verschluss Naturkork

'Tres Bagos' Douro tinto

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