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Weingut Immich-Batterieberg
Renaissance eines Klassikers: Das Weingut Immich-Batterieberg
Schon vor über 25 Jahren führten wir die legendären Rieslinge des Weingutes Immich-Batterieberg aus Enkirch an der Mosel. Sie wollte damals freilich kein deutscher Weintrinker kaufen. Deutscher Wein war mega-out, galt als sauer, mager und dünn, und man belächelte als ‚Weinkenner’ den deutschen Wein in seiner Gesamtheit. Das ist lange her. Wir verloren uns damals ob mangelnder Verkaufserfolge aus den Augen und um das zunehmend herunterkommende Weingut wurde es still. Es mußte schließlich 1989 unter tragischen Umständen verkauft werden und verfiel anschließend. Zwanzig Jahre später erlebt es nun seine Renaissance. Zwei Hamburger Familien kaufen das Weingut im Jahr 2009 und engagieren Gernot Kollmann, den K&U-Kunden noch aus seiner Zeit bei Van Volxem kennen, als Verwalter und Kellermeister. Seitdem geht es steil bergauf.
Sensibel widmet sich Gernot Kollmann der Regenerierung der alten Spitzenlagen und geht die Renaissance des einstigen Spitzenbetriebes zielstrebig und mit großem Respekt vor dessen Geschichte an. Das Weingut verfügt derzeit über 5 Hektar in vier erstklassigen Lagen, die in der ‚preussischen Lagenklassifizierung von 1868’, die auf Napoleons ‚Classification des Vins’ beruhte, in der höchsten Klasse eingestuft wurden: Steffensberg, Ellergrub, Grub Zeppwingert und Batterieberg. Ausschließlich Riesling in traditioneller Einzelstockerziehung, 90 % davon wurzelecht. Ein enormes Potential, das Gernot Kollmann über die kommenden Jahre mit zunehmender Erfahrung mit Weinberg und Reben maximal nutzen möchte. Die Böden der verschiedenen Lagen weisen alle möglichen Schieferformationen auf, von grau bis rot, im Batterieberg bilden Quarziteinlagerungen den entscheidenden geschmacklichen Einfluß und den feinsten Schiefer findet man in der steilsten Lage, dem Ellergrub. Gernot Kollmanns besonnene Annäherung an Reben, Böden, Weinberg und Natur gefällt uns: Erst mal zuhören, dann agieren. Die Umstellung auf ökologischen Weinbau ist für ihn logische Konsequenz. Die Zeit wird zeigen, ob er auf den teilweise extremen Steillagen tatsächlich praktizierbar ist.
Gernot Kollmann hält nichts vom ‚modernen Hochleistungsweinbau’ mit grüner Lese und Kappen der Traubenspitzen für zusätzliche Konzentration, er glaubt an die natürliche Balance der Reben mit ihrer Umgebung und praktiziert die Ertragsreduzierung wie die Altvorderen ausschließlich über den Anschnitt im Winter. Auch beim Ausbau setzt er, nicht minder logische Konsequenz, auf die spontane Vergärung mittels wilder Hefen, statt auf nivellierende Reinzuchthefen. Über maximal schonenden Ausbau im Keller sucht er den unmißverständlichen Herkunftscharakter seiner Weine herauszukitzeln. Im Keller konnte er die alten Fuderfässer nicht mehr benutzen, weil sie durch die lange Nichtbenutzung kaputtgegangen waren, so mußte er auf Edelstahl und gebrauchte Barriques zurückgreifen. Durch langen Ausbau auf der Hefe und die weitgehende Nichtmanipulation während der gesamten Weinbereitung erzielt Gernot Kollmann eine natürliche Reduktion in seinen Weinen, die sie nicht nur sehr lange reifen und entwickeln lassen wird, sondern auch im Glas zunächst ‚reduktiv’ erscheint, weshalb seine Weine alle ausreichend dekantiert werden sollten, zumindest in ihrer Jugend. Sie sind ‚langsam’ und brauchen in jeder Hinsicht Zeit.
2009 ist der erste Jahrgang von Gernot Kollmann. Er hat das schon damals ungewöhnlich originelle Etikett des Weingutes mit leichter Hand gekonnt graphisch aufgefrischt und doch im Charakter belassen. Sichtbarer Respekt vor der Geschichte des Weingutes, das 911 erstmals urkundlich erwähnt wurde und sich von 1425 bis 1989 durchgängig im Besitz der Familie Immich befand. So, wie es heute besteht, wurde es im 19. Jahrhundert von Carl August Immich angelegt, dem es auch den ungewöhnlichen Beinamen ‚Batterieberg’ verdankt, weil er den Weinberg mittels zahlreicher Sprengungen (‚Sprengbatterien’) in Hangneigung und Sonnenausrichtung ummodellierte, für damalige Zeiten ein revolutionäres Unterfangen. Hier knüpft Gernot Kollmann heute an. Er beweist mit seinem ersten Jahrgang, welchen Schatz es hier zu heben gilt. Die vielleicht spannendste und vielversprechendste Entdeckung an der Mosel der letzten Jahre. Der Renaissance dieses Mosel-Juwels steht nichts im Wege.
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2010
Riesling C. A. I.
Immich-Batterieberg9,90 €0.75l
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2009
Riesling 'Escheburg'
Immich-Batterieberg15,90 €0.75l
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2010
Riesling 'Steffensberg'
Immich-Batterieberg23,90 €0.75l
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2009
Riesling 'Batterieberg'
Immich-Batterieberg25,90 €0.75l
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2009
Riesling 'Ellergrub'
Immich-Batterieberg25,90 €0.75l
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2010
Riesling 'Ellergrub'
Immich-Batterieberg25,90 €0.75l
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2010
Riesling 'Batterieberg'
Immich-Batterieberg25,90 €0.75l

















