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Chardonnay 'L´Etoile' Limoux AOC
Unsere besondere Empfehlung: Ein herausragend preiswerter Spitzenchardonnay aus ökologischer Produktion aus dem kühlen südfranzösischen Limoux, das sich als erstklassige Quelle burgundisch geprägter Chardonnays erweist. Famose Qualität aus dem kleinen Holzfaß, perfekt gereift, mit Potential für Jahre.
Domaine Begudes großer Limoux-Chardonnay aus dem famosen Jahr 2007 verblüfft auch Kenner der Rebsorte nachhaltig. Mit diesem Wein im Glas verspürt man wieder Lust auf die einst so gefragte, heute eher verschmähte große Rebsorte. Wein und seine Geschmacks-Moden, so wenig verständlich wie die Moden im Textilbereich. Exotisch duftend entströmt dem Glas der Hauch reifer Mango, Papaya und frischer Ananas und der Mund füllt sich saftig und weich, gestützt von der animierend mundwässernd wirkenden Säure der kalkigen Böden von Limoux.
Ein eigenständiger Stil von Chardonnay, vergoren mit einer bekannten Champagner-Hefe, die dem Wein seinen analytisch präzisen Charakter vermittelt, der richtig Spaß macht. Sein nobler Hauch neuen Holzes verleiht angenehm cremige Süße ohne süß zu sein, der Wein duftet appetitlich und schmeckt rassig frisch, besitzt cremiges Mundgefühl und beweist, daß Limoux die Zukunft gehört. Kurz vor Genuß dekantieren und möglichst nicht eiskalt servieren. Zu Jakobsmuscheln, frischem Seefisch und mit Curry gewürzten Salaten und Vorspeisen ein höchst animierender und bestens präparierter Begleiter.
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Domaine Begude
James und Catherine Kinglake waren erfolgreiche Banker in London. Dann stiegen sie 2003 aus dem Geldgeschäft aus, um sich in Südfrankreich zur Ruhe zu setzen. Doch aus der Ruhe wurde nichts. Der Weinvirus packte sie und statt sich fürderhin dem Renterdasein zu widmen, wofür sie sich selbst viel zu jung hielten, betreiben sie heute sehr erfolgreich und professionell ein Weingut im Limoux, am Fuße der Pyrenäen im äußersten Nordwesten des Languedoc.
Auf ihrem alten Bauernhof, seit dem 16. Jahrhundert nachweislich ein Weinbaubetrieb, wurden bislang keine synthetische Spritzmitel verwendet, wie Bodenanalysen ergaben. Diese Tradition setzen die beiden Ex-Banker auf ihren 25 Hektar fort, sie praktizieren organischen Anbau und beschäftigen sich mit biodynamischen Methoden, zertifiziert sind sie bis heute aber nicht.
Das kühle Klima am Fuße der Pyrenäen sorgt für lange Hänge- und Reifezeit der Trauben am Rebstock. Entsprechend kühl, frisch und aromatisch reintönig präsentieren sich ihre Weine. Dabei geht es Kinglakes nicht um ausgereizte Spitzenweine, sondern um saubere, ehrliche Alltagsweine, die so natürlich wie möglich auf Flaschen kommen und zu fairen Preisen täglichen Weingenuß garantieren; Weine, die jung getrunken werden können und sich schnell verkaufen, weil sie Spaß machen. Da ist der Winzer Kinglake wieder Banker . . .
Das gelingt Weinmacher Richard Osborne aus Australien, der mit dem FranzosenLaurent Girault gemeinsam den Keller betreut, überzeugend: Spielerisch verbinden die beiden den Fruchtcharakter der Weine der neuen Welt mit dem Herkunftscharakter der alten Welt. Ein junges Weinmacherteam, das gekonnt Tradition mit Innovation kombiniert und angenehme Preise im Fokus hat. Sie setzen im Keller auf die Kraft der Natur, verwenden aber Reinzuchthefen zur Vergärung, weil es ihnen um saubere und sichere Vergärung geht, nicht um langes Hefelager mit hochkomplexen Weincharakteren. Sie möchten kommerzielle Weine bieten in des Wortes bestem Sinne. Die lebenslustigen Quereinsteiger aus London sind ein Glücksfall und ihre Weine unsere besondere Empfehlung: 'Value for money', bestes Preis-Genuß-Verhältnis für mehr Spaß am Geschmack.
Die Rebe
Chardonnay
Die Herkunft des Chardonnay, der Königin der weißen Rebsorten, ist unbekannt. Viele Märchen ranken sich um ihren Ursprung, geklärt ist er nicht. Alleine in Frankreich kennt man 34 eigenständige Abarten, Klonen genannt, von denen einige überaus aromatisch, fast schon aufdringlich duften, andere sind extrem ertragsstark und riechen kaum.
Chardonnay reagiert wie keine andere Rebsorte unmittelbar auf die Art ihrer Verarbeitung, weshalb die Rebsorte ein so ungewöhnlich breites Qualitäts- und Geschmacksspektrum bietet, daß es den Chardonnay nicht gibt. Der Name der bekanntesten Rebsorte der Welt ist Weintrinkern in aller Welt so vertraut, daß sie kaum darüber nachdenken, daß sich dahinter eine Rebsorte verbirgt. Immer wieder passiert es, daß Kunden nicht wissen, daß Chablis, Chassagne oder Puligny Montrachet aus Chardonnay gekeltert werden. Für Sie scheint „Chardonnay“ eine Marke zu sein. Der Name ‚Chardonnay’ ist so populär, daß die zahlreichen Synonyme für die Rebsorte kaum noch bekannt sind; nur in Österreich beharrt man sympathisch auf dem alten Synonym ‚Morillon’.
Der relativ hohe Alkoholgehalt der Rebsorte vermittelt ein Gefühl von feiner Süße und cremiger Weichheit auf der Zunge, was maßgeblich zur weltweiten, von nationalen Geschmacksvorlieben losgelösten Popularität der Rebsorte beitrug. Die wie bei keiner anderen weißen Rebsorte mögliche Integration von Faßaromen und Eichenholzgeschmack ist ein weiterer Grund für die globale Popularität der Rebsorte.
Von Kellermeistern in aller Welt wird Chardonnay geschätzt, weil er wie keine andere Rebsorte auf ihre Weinbereitung reagiert. Sie läßt sich reduktiv kalt im Edelstahltank vergären und ergibt dann frische, rassige Weine mit angenehmer Säure. Sie läßt sich aber genau so gut oxidativ im kleinen Eichenfaß vergären und lange auf der Hefe lagern, verträgt sogar lange Lagerung und Reifung in neuem Holz, ohne dessen unangenehme Aromen aufzunehmen. Über das Ansprechen der Rebsorte auf Hefesatzaufrühren (die sogenannte ‚Battonage’, bei der man im Holzfaß den trüben Bodensatz der Hefe mit einem Stab aufrührt und sie auf diese Weise emulgiert; je häufiger man dies tut, um so cremiger und weicher wird der Wien) haben sich zwei Schulen an Verarbeitung zwischen Burgund und Kalifornien herauskristallisiert, die diese Eignung für besondere Stilistik nutzen: Es gibt die ‚modernen’ Winzer und Kellermeister, die durch starkes und häufiges Hefesatzaufrühren dicke, weiche, cremig fette Chardonnays produzieren, wie sie der Idealvorstellung dieser Rebsorte entsprechen. Dem stehen Winzer entgegen, die bewußt auf das Aufrühren der Hefe verzichten, um so die aromatische Komplexität der Rebsorte, ihre Mineralität und Straffheit, ihre Rasse und strukturelle Eigenartigkeit herausarbeiten. Sie rühren die Hefe gezielt nicht auf (wie z. B. Coche-Dury in Burgund oder Au Bon Climat in Kalifornien), um deren Aromen nach frischem Brot, Hefeteig, gerösteten Mandeln und Haselnüssen in das frische, nachhaltig straff wirkende, mineralisch geprägte Geschmacksbild der Rebsorte zu integrieren.
Guter Chardonnay besitzt attraktive goldene Farbe und einen breiten, gefälligen, aber nicht einfach zu beschreibenden Geschmack. In wissenschaftlichen Analysen stellte sich Chardonnay als aromatisch schwer zu fassen dar. Sein Spektrum reicht, je nach Ausbau, von Himbeeraromen über Tabak, Vanille, tropische Früchte und Pfirsicharomen zu reifen Tomaten, Tee und Blütendüften.
Wenn man Chardonnay von jungen Rebstöcken erntet, wie in Italien üblich, und dabei noch von den hohen Erträgen profitiert, die die Rebsorte mühelos bringt, wird er wäßrig, dünn und fast neutral. Einfacher Chardonnay ist ein so überflüssiger wie säuerlich dünner, an grüne Äpfel und Melonen erinnernder Saufwein, der den Markt in schier unerschöpflicher Menge zu überschwemmen scheint.
Dagegen können niedrige Erträge von erstklassigen Lagen auf basischen Böden (Kalk), die gesunde Säure mit optimalem pH-Wert aus präzise reif gelesenen Trauben besitzen, durch eine sich souverän zurücknehmende Kellertechnik großartige, eindrückliche Chardonnays begeisternder Individualität hervorbringen, die sich über Jahrzehnte zu unerreichter Grandezza rarer Komplexität entwickeln.
![]() | Frankreich - Limoux |
![]() | Chardonnay |
![]() | Langsam |
![]() | 6er Karton |
| Art-Nr. FLX07004 | |
| Inhalt 0.75l |
















