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'douROSA' Douro tinto
Sophia Bergqvist gehört zu den dynamischsten Spielerinnen der portugiesischen Weinszene. Hier beweist sie, wie preiswert im besten Sinne handgemachter Rotwein von den steilen Terrassen über dem Douro sein kann. Ihr ‚douROSA’ Tinto liefert enorm viel Weinvergnügen fürs Geld.
2009 ist ein großer Jahrgang, weswegen douROSA aber noch lange kein großer Wein ist. Doch der junge Jorge Moreira sorgt auch in der angenehmen Preisklasse für jeden Tag für ideale Ausgangsbedingungen und präsentiert bemerkenswert souveränes Rotweinniveau. Er kelterte ihn aus den alten autochthonen Rebsorten Tinta Roriz, Tinta Nacional und Tinta Barocca in den traditionellen Lagares und baute ihn anschließend in großen alten Fuderfässern aus.
DouROSA in rot liefert kraftvolle Fülle ohne Exzess in Alkohol und Tannin, beweist angenehm kühle Frische im Trunk und seine präsenten Gerbstoffe agieren freundlich und angenehm. Dichte würzige Beerenfrucht steht über dem Glas, gewürzt mit einem Hauch Wacholder und Lorbeer. Der Wein wirkt kühl und frisch, also nicht so heiß und schwer wie so viele Rotweine aus dem heißesten Weintal Europas. Kernig ehrlich präsentiert er sich auf der Zunge, süffig, duftig und transparent im Charakter, und wohldosiert trocken im Mundgefühl. Seriöses Rotweinvergnügen aus handwerklicher Herstellung, wie man es in dieser Preisklasse mit der Lupe suchen muß.
Quinta de la Rosa
Im nordportugiesischen Douro-Tal hat sich in den letzten zwanzig Jahren eine hochdynamische Weinkultur entwickelt, deren trockene Weiß- und Rotweine es an Charakter und Ausstrahlung mit den besten der Welt aufnehmen können. So mancher große Douro-Rotwein verdankt seine faszinierend samtige Gerbstoffqualität der noch immer praktizierten traditionellen Mazeration in ‚Lagares’, jenen Vergärungsbecken aus Granit, in denen die Trauben behutsam mit den Füßen eingemaischt werden, um nach wenigen Tagen für den weiteren Ausbau in die Fässer zu kommen.
Die großen Weißweine Portugals gehören unserer Meinung nach zu den spannendsten und interessantesten Entdeckungen des Weinmarktes derzeit, begeistern sie doch mit überzeugend eigenständiger Stilistik, die uns Deutschen ob ihrer trockenen, mineralisch frischen Art sehr entgegenkommt. Gute Portweine, für die das Dourotal über Jahrhunderte stand, erleben seit ein paar Jahren endlich wieder steigende Nachfrage, so daß die Qualitäten der letzten Jahre eine Renaissance dieses einmaligen Süßweines einleiten konnte
Einer der Pioniere der spannenden Entwicklung am Douro ist die kleine ‚Quinta de la Rosa’ in der Nähe von Pinhão. Seit 1805 belieferte sie das Handelshaus Grahams mit Wein, der ob seiner Qualität sehr gesucht war. Seit 1988 dürfen auch kleine Single Quintas wie die ‚Quinta de la Rosa’ Portwein unter eigenem Namen auf den Markt bringen. Das war der Beginn jener qualitativen Revolution, die das Dourotal zu einer der spannenden Rotweinregionen der Weinwelt veränderte. Auf den spektakulären Schiefer- und Granit-Terrassen entlang des Douro gewinnt man nämlich nicht mehr nur Trauben für die Portweinherstellung; es war Sophia Bergvist von der ‚Quinta de la Rosa’, die aus der Not eine Tugend machte, und als eine der ersten trockene Tafelweine zu produzieren versuchte. Das war ambitioniert und alles andere als einfach, doch heute gehört die ‚Quinta de la Rosa’ neben Dirk Niepoorts ‚Douro-Boys’ zu den herausragenden Produzenten trockener Rot- und Weißweine am Douro.
Sophia Bergqvist, die dynamische Eignerin des Hauses, leitet ihren kleinen Betrieb mit großem Engagement. Ihre ausgezeichneten Lagen reichen vom heißen Talgrund bis hoch hinauf auf die terrassierten kühlen Hügelkuppen. Ob ihrer besonderen Lagenqualität kann die ‚Quinta de la Rosa’ deshalb häufiger einen Jahrgang zum Vintage Port deklarieren, als die großen bekannten Porthäuser, die auf große Mengen an gutem Port warten müssen, um einen Jahrgang zum Vintage deklarieren zu können. Doch für Sophie Bergqvist ist das Portweingeschäft nur noch geliebtes Hobby. Sie hat mit ihren trockenen Weiß- und Rotweinen so großen Erfolg, daß diese längst den Löwenanteil ihrer Produktion ausmachen. Den Erfolg verdankt Sophia Bergqvist maßgeblich dem jungen Jorge Moreira, den sie 2002 für die Arbeit in Keller und Weinberg als Partner engagierte.
Jorge Moreira ist Portugiese und Agraringenieur. Seine sensibel geschliffenen Weiß- und Rotweine begeistern mit seidig frisch wirkender, nobler Struktur, wie sie selten ist in Portugal. Seine Weine zählen heute zu den besten Portugals, sein eigenes Weingut ‚Poeira’ wurde 2010 zum besten Betrieb am Douro gekürt. Seine animierend frischen Weine, die er für ‚Poeira’ und die ‚Quinta de la Rosa’ produziert, erobern sich auch bei uns die Herzen von Kennern und Könnern im Sturm. Sie sind herrlich zu trinken, besitzen in weiß besondere Persönlichkeit und Originalität und verwöhnen in rot durch absolut außergewöhnliche Qualität der Gerbstoffe.
Die Rebe
Tinta Roriz
Tinta Roriz ist nichts anderes als der portugiesische Name für die große spanische Rebsorte Tempranillo.
Tempranillo ist damit die einzige spanische Rebsorte, die es in die Weingärten des iberischen Nachbarn Portugal geschafft hat. Dort ist sie wichtiger und wertvoller Bestandteil der großen Portweine, aber auch der neuen anspruchsvoll strukturierten trockenen Spitzenweine des Douro-Tales, die auf faszinierende Weise vielschichtiger und komplexer ausfallen, als ihre Pendants aus Ribera del Duero. In Dao heißt die Rebsorte Tinta Aragonez und wird dort für die nächste Rotweinrevolution Portugals sorgen. Eine alte, hochqualitative regionale Rebsorte mit Potential für eine vielversprechende Zukunft, weit über die iberische Halbinsel hinaus.
![]() | Portugal - Douro |
![]() | Tinta Roriz |
![]() | 6er Karton |
| Art-Nr. PDR09111 | |
| Inhalt 0.75l |

















