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Clos de la Belle 
2004

Clos de la Belle

Remy Pedreno, der Meister hinter „Roc d´Anglade“, produzierte bis 2005 auf tiefgründigem Kiesel-Terroir im Rhône-Delta, kurz vor St. Gilles, also fast schon in der Camargue, eine spektakulär schöne reinsortige Syrah, die noch heute als die beste südlich der Nordrhône gilt: „Clos de la Belle“. Als einfacher 'Vin de pays du Gard' weist sich der Wein auf dem Etikett aus und ist damit die größte Weinuntertreibung Südfrankreichs in einer Appellation, die als 'Costières de Nîmes' zwar sehr bekannt ist, qualitativ aber nicht einmal im Ansatz gleichwertiges zu bieten hat. Nach der Lese 2005 gab Remy Pedreno den nur gepachteten Weinberg ab, um sich auf die eigenen Weinberge für Roc d´Anglade zu konzentrieren.


Clos de la Belle ist extrem rare Syrah, die es nur bei uns gibt, und von der es insgesamt nur rund 900 Flaschen gab. Sie gelang im Jahr 2004 grandios. Tiefgründig in der Pracht der Aromen, mit Anklängen an Lakritze, Süßholz, Nougat, frisches Brot, blutiges Fleisch, herbstlichen Rauch, Wacholder und schwarze Oliven, faszinierend kühl und dicht im Charakter, kräuterwürzig und komplex an guten Côte Rôtie erinnernd, mit dem geröstet wirkenden dunkel kühlen Syrah-Geschmack, der pikant gewürzt über die Zunge schleicht. Die Frische seiner Gerbstoffe signalisiert Jugend und sein merkwürdig frisches, saftiges, zielgerichtet wirkendes, seidig-fleischiges Mundgefühl, das irgendwie mächtig und tief, aber auch warm und kühl zugleich wirkt, bringt so nur erstklassige Syrah auf die Zunge. 2004 Clos de la Belle ist so rar wie genial und hat das Zeug zum Suchtstoff.

Clos de la Belle

Remy Pedreno ist heute einer der bekannten Winzer des Languedoc. Sein Roc d´Anglade ist nicht nur einer der teuersten, sondern auch besten Weine des französischen Südens.

Angefangen hat sein Weinabenteuer 1995 mit einem gepachteten Weinberg in der Nähe von St. Gilles, am nördlichen Ausläufer der Camargue also, mitten im Rhônedelta. Ursprünglich hatte Remy Pedreno mit Wein nicht viel zu tun. Er war ambitionierter Weintrinker, mehr aber nicht. Doch dann packt ihn aus Frust über seinen Job als Computerfachmann irgendwann doch der Weinvirus und er macht in seinen Ferien Praktika bei Winzern. Dort sammelt er erste Erfahrungen im Weinmachen und schließlich bot sich die Chance, in der Nähe des besagten Ortes Saint Gilles ein paar Rebzeilen Syrah zu pachten, die er nach seinen Vorstellungen zu vinifizieren beginnt. Es entsteht die unter Kennern heiß gehandelte Mikrocuvée Clos de la Belle, die durch verblüffende Anklänge an Côte Roties, ungewöhnliche Finesse und eine in der gesamten Region noch nie dagewesene Komplexität zur Legende wird.

Remy Pedreno macht alles richtig. Spontane Vergärung ohne Temperaturkontrolle direkt aus der Kelter, langes Hefelager und Verzicht auf jedwede technische Manipulation sowie minimale Schwefelung sorgen für expressive Natürlichkeit und Ausstrahlung in einem Wein, der schnell Kultcharakter besitzt. Seine kühle Frische, seine raffinierte Seidigkeit und seine ungewöhnliche Geschmeidigkeit machen den Wein zu einer der spannendsten und rarsten Weinpersönlichkeiten des französischen Südens. Nur drei Fässer, also nur rund 900 Flaschen, keltert Remy Pedreno in den besten Zeiten von Clos de la Belle. Das reicht nicht zum Leben. Nun will er professionell Weinbau betreiben und kauft ab 1997 Weinberge in der Nähe von Anglade im Hinterland von Nîmes, wo er lebt. 1998 gründet er dort Roc d´Anglade, sein heutiges Weingut, das ihm in den folgenden Jahren schnell Ruhm und Ehre einbringt. 2005 gibt er den ursprünglichen Weinberg in Saint Gilles ab, weil ihm der logistische Aufwand zwischen den Weinbergen in Nimes und dem 30 km entferntem Clos de la Belle zu groß wird. Damit wird einer der originellsten Syrahs des französischen Südens Geschichte. Die Weinberge sind inzwischen gerodet.

Wir haben die gesamt Produktion seit 2001 gekauft und freuen uns, Ihnen die beiden letzten großen Jahrgänge von Clos de la Belle anbieten zu können. Solange der Vorrat reicht.

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Die Rebe

Syrah

Syrah und Shiraz. Faszinierende Vielfalt, enormes Potential, verkannte Rebsorte. Die Geschichten (und Märchen) über den Ursprung dieser inzwischen weltweit populären Rebsorte nennen Shiraz im alten Persien und Syrakus in Sizilien gleichermaßen als historischen Ursprung. Bis heute ist ungeklärt, woher die Syrah-Traube wirklich stammt. In Argentinien heißt sie ob ihres stark duftenden würzigen Buketts treffend "Balsamina", in Italien "Neretto", wo sie aber kaum jemand mit Syrah verbindet, weil sie dort mit relativ hohen Erträgen belastet wird, und selbst in Frankreich besitzt sie als "Serine" ein weiteres Synonym.

Wie kaum eine andere rote Rebsorte setzt Syrah die Qualität des Standortes in Aromafülle und Charakter um. Wenn die Erträge zu hoch werden, neigt sie zu primär reduktiven Böcksern, schmeckt verwässert, metallisch und blechern und entwickelt fast schon ordinär simple Aromen. Auch wenn sie zu reif gelesen wird verliert sie an Aroma und Säure. Syrah ist ertragreich und krankheitsresistent, aber sie verrieselt leicht und ihr Holz ist stark windbruchgefährdet, weshalb sie im südlichen Rhônetal, wo der berühmte Wind Mistral regiert, nur an besonders windgeschützten Stellen gedeiht.

Auf kurzen Rebschnitt reagiert Syrah mit niedrigen Erträgen. Nur dann entwickelt sie jene dichte, kompakte Aromatik von sehr spezieller tiefer, dunkler, würziger Komplexität, deren Spektrum in der Jugend von schwarzem Pfeffer über Pferdemist bis zu frischem Fleisch und verbranntem Gummi reicht - je nach Terroir, Boden und Exposition, vor allem aber je nach Reife. Große reife Syrah duftet nobel und balsamisch wie hochkarätiger Saint Emilion. Besonders komplex und anspruchsvoll gelingt Syrah auf Granit (Hermitage und Cote Rotie), aber auch auf Schiefer (Cornas und St. Joseph).

Anders als in der Literatur oft beschrieben, besitzt Syrah, von der es kaum Klonenselektionen gibt, keine ausgeprägt dicke Beerenschale, sondern die mittelgroßen Trauben, die kompakt und deutlich zylindrisch geformt am Stock hängen, enthalten Beeren mit unerwartet feinen Schalen, die aber außergewöhnlich widerstandsfähig sind und eine Pigmentdichte von extremer Gesamtkonzentrationen aufweisen: Bis zu 40 % liegt die Farbpigmentdichte von reifer Syrah über derjenigen der dunklen, farbstarken Carignan! Diese Tatsache prädestiniert Syrah für lange Reifezeit und forcierten Faßausbau. Deshalb bietet Syrah ungewöhnlich sichere Entwicklung und Haltbarkeit. Deshalb ist das stilistische und geschmackliche Spektrum von Syrah/Shiraz je nach Extraktion, Mazeration, Herkunft, Ertrag und Ausbau so vielfältig. Deshalb besitzt Syrah eine so faszinierend hochwertige Qualitäts-, Geschmacks- und Stilbandbreite, die sie zu einer der besten roten Rebsorten überhaupt macht, deren qualitatives Potential aber chronisch ignoriert wird.

 

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je Flasche à 0.75l / 40,00 €/L
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Frankreich - Languedoc
rotSyrah
Langsam
12er Holzkiste
Art-Nr. FLA04002
Inhalt 0.75l
Alkohol: 13,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2017+
Restzucker: < 2 g/l
Anbau: Naturnah
Ausbau: Neues Barrique
Boden: Kiesel (Galet)
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe
Verschlussart: Naturkork