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Chardonnay »Sanford & Benedict« Santa Rita Hills 
2008

Chardonnay »Sanford & Benedict« Santa Rita Hills

Au Bon Climats Chardonnay »Sanford & Benedict« des kühlen Jahrgangs 2008 spielt die Qualität seiner noblen Herkunft gekonnt aus. Location, Location, Location – Herkunft, Herkunft, Herkunft, ist das Zauberwort auch in Kaliforniens Weinszene - obwohl wir Europäer noch immer glauben, die Amerikaner hätten davon keine Ahnung. Denkste, kann man da nur sagen, längst zeigen sie uns die Harke! Insbesondere bei Pinot Noir und Chardonnay genießt Jim Clendenen von Au Bon Climat als einer der wenigen Ausländer unter den Winzern Burgunds höchste Anerkennung. Vielleicht sind seine Weine deshalb so eigenständig und anders im Vergleich zu den typisch amerikanischen Monster-Tropfen, die man aus Kalifornien eigentlich erwartet?

Jims große Lagen-Chardonnays wirken rassig und frisch in der Säure. Dafür liest er seine Trauben deutlich früher als noch vor wenigen Jahren und baut sie über 12 und mehr Monate auf der Hefe im Holzfaß aus. Ihm geht es um identifizierbaren Charakter, um authentische Frische und Mineralität, um aromatische Komplexität, Finesse und Spiel statt simpler Konzentration, um typisch kalifornische Herkunft mit Eigenart, also nicht um ein im Keller erzeugtes Geschmacksbild.

Jim bündelt sein ganz persönliches Chardonnay-Ideal in diesem legendären Chardonnay des berühmtesten Weinbergs Kaliforniens in den kühlen Santa Rita Hills direkt am Pazifik: »Sanford & Benedict«. Europäisch säurebetont, im Alkoholgehalt verhalten und im Duft exotisch und mundwässernd, wie es nur Kalifornien kann. Großer Chardonnay als animierendes Trinkvergnügen mit zitrusartiger Frische und der Würze frischer Gartenkräuter. Kühl, präzise fokussiert und ungemein animierend verleiht der Jahrgang 2008 diesem Chardonnay Rasse und Frische in einem Entwicklungspotential, das weit über weiße Burgunder hinausgeht. Zehn und mehr Jahre Geduld auf der Flasche belohnen hier mit enormer Komplexität und Tiefgang. Guter Winzer, guter Wein, großes Vergnügen.

Au Bon Climat

Jim Clendenen, der charismatische Eigner des weltbekannten Weingutes Au Bon Climat im staubigen Santa Maria Valley im Hinterland von Santa Barbara im kühlen Süden Kaliforniens, hat erreicht, was nur wenigen Winzern gelingt: Seine Weine besitzen unverwechselbare Stilistik, sind unverkennbar, wagen Charakter, haben Ausstrahlung und faszinierende Identität. Sie gehören zu den großen Persönlichkeiten der Weinwelt.

Ohne Jim Clendenens visionäre Kompetenz wären Kaliforniens Pinot Noir und Chardonnay nicht da, wo sie heute stehen. Jim Clendenens Weine mögen streitbar sein. Ihre persönliche Handschrift und ihre souveräne Stilistik veranlaßten immerhin zahlreiche Winzer, sich auch mit Pinot Noir und Chardonnay zu beschäftigen, weshalb die Region um Santa Barbara heute als die boomendste Kaliforniens gilt. Seit dem Jahr 2001 besitzt Jim Clendenen im Santa Maria Valley knapp 25 Hektar eigene Weinberge, die er unter dem Namen ‚Le Bon Climat’ auf den Markt bringt. Dort setzt er nachhaltig auf biodynamische Bewirtschaftung, seit 2005 ist er als Biobetrieb zertifiziert.

Jim Clendenen hat kalifornischen Pinot Noir zu einer Zeit salonfähig gemacht, als alle nur Cabernet Sauvignon im Kopf hatten. Es ist deshalb auch sein Verdienst, daß Pinot Noir heute als die große Rebsorte der Zukunft in Kalifornien gehandelt wird. Er war es auch, der kalifornischen Chardonnay nicht nur von der burgundischen Kopie, sondern auch vom kalifornischen Klischee, das süße, schwere, fette, vom Alkohol dominierte Weine mit viel Holzeinfluß bevorzugte, befreien half. Diese Weine gibt es noch, sie haben ihre Berechtigung, doch dagegen wirken seine ‚Au Bon Climat’-Weine wie von einem anderen Stern; sie reifen über zehn und mehr Jahre perfekt aus und präsentieren sich rassig frisch, mundwässernd attraktiv und lustvoll trinkfreudig. Welcher kalifornische Winzer kann das von seinen Weinen schon behaupten?

Es ist der charismatischen Persönlichkeit Jim Clendenen zu verdanken, daß Ideen aus der neuen Welt in die alte Welt transferiert wurden und umgekehrt. Dem visionären Kalifornier ging es schon um geschmackliche Komplexität und natürliche Expressivität, um ausdrucksstarke Weine, die ohne Manipulation und nur minimalen Eingriffen auf Flasche gebracht werden, als man in Europa noch ganz dem simplen reduktiven Sicherheitswein huldigte. Jim Clendenen kennt heute jeden entscheidenden Winzer der Weinwelt persönlich; so manchem widmet er unter Etiketten wie ‚Podere del Olivos’ oder ‚Vita Nova’ flüssige Experimente, die manchmal unerwarteten Erfolg bringen; so zählen seine Barbera oder sein Teroldego zum besten, was die Rebsorten weltweit hervorbringen. Jim Clendenen hat es geschafft, ‚Au Bon Climat’ zum kommunikativen Dreh- und Angelpunkt der Chardonnay- und Pinot Noir-Welt zu machen, wo sich Produzenten aus aller Welt wie nirgendwo sonst zum Erfahrungsaustausch trafen und treffen. In einer unattraktiven Blechhalle am Rande der Wüste. Typisch Jim Clendenen.

Videos mit und über Jim Clendenen: Video 1Video 2, Video 3

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Die Rebe

Chardonnay

Die Herkunft des Chardonnay, der Königin der weißen Rebsorten, ist unbekannt. Viele Märchen ranken sich um ihren Ursprung, geklärt ist er nicht. Alleine in Frankreich kennt man 34 eigenständige Abarten, Klonen genannt, von denen einige überaus aromatisch, fast schon aufdringlich duften, andere sind extrem ertragsstark und riechen kaum.

Chardonnay reagiert wie keine andere Rebsorte unmittelbar auf die Art ihrer Verarbeitung, weshalb die Rebsorte ein so ungewöhnlich breites Qualitäts- und Geschmacksspektrum bietet, daß es den Chardonnay nicht gibt. Der Name der bekanntesten Rebsorte der Welt ist Weintrinkern in aller Welt so vertraut, daß sie kaum darüber nachdenken, daß sich dahinter eine Rebsorte verbirgt. Immer wieder passiert es, daß Kunden nicht wissen, daß Chablis, Chassagne oder Puligny Montrachet aus Chardonnay gekeltert werden. Für Sie scheint „Chardonnay“ eine Marke zu sein. Der Name ‚Chardonnay’ ist so populär, daß die zahlreichen Synonyme für die Rebsorte kaum noch bekannt sind; nur in Österreich beharrt man sympathisch auf dem alten Synonym ‚Morillon’.

Der relativ hohe Alkoholgehalt der Rebsorte vermittelt ein Gefühl von feiner Süße und cremiger Weichheit auf der Zunge, was maßgeblich zur weltweiten, von nationalen Geschmacksvorlieben losgelösten Popularität der Rebsorte beitrug. Die wie bei keiner anderen weißen Rebsorte mögliche Integration von Faßaromen und Eichenholzgeschmack ist ein weiterer Grund für die globale Popularität der Rebsorte.

Von Kellermeistern in aller Welt wird Chardonnay geschätzt, weil er wie keine andere Rebsorte auf ihre Weinbereitung reagiert. Sie läßt sich reduktiv kalt im Edelstahltank vergären und ergibt dann frische, rassige Weine mit angenehmer Säure. Sie läßt sich aber genau so gut oxidativ im kleinen Eichenfaß vergären und lange auf der Hefe lagern, verträgt sogar lange Lagerung und Reifung in neuem Holz, ohne dessen unangenehme Aromen aufzunehmen. Über das Ansprechen der Rebsorte auf Hefesatzaufrühren (die sogenannte ‚Battonage’, bei der man im Holzfaß den trüben Bodensatz der Hefe mit einem Stab aufrührt und sie auf diese Weise emulgiert; je häufiger man dies tut, um so cremiger und weicher wird der Wien) haben sich zwei Schulen an Verarbeitung zwischen Burgund und Kalifornien herauskristallisiert, die diese Eignung für besondere Stilistik nutzen: Es gibt die ‚modernen’ Winzer und Kellermeister, die durch starkes und häufiges Hefesatzaufrühren dicke, weiche, cremig fette Chardonnays produzieren, wie sie der Idealvorstellung dieser Rebsorte entsprechen. Dem stehen Winzer entgegen, die bewußt auf das Aufrühren der Hefe verzichten, um so die aromatische Komplexität der Rebsorte, ihre Mineralität und Straffheit, ihre Rasse und strukturelle Eigenartigkeit herausarbeiten. Sie rühren die Hefe gezielt nicht auf (wie z. B. Coche-Dury in Burgund oder Au Bon Climat in Kalifornien), um deren Aromen nach frischem Brot, Hefeteig, gerösteten Mandeln und Haselnüssen in das frische, nachhaltig straff wirkende, mineralisch geprägte Geschmacksbild der Rebsorte zu integrieren.

Guter Chardonnay besitzt attraktive goldene Farbe und einen breiten, gefälligen, aber nicht einfach zu beschreibenden Geschmack. In wissenschaftlichen Analysen stellte sich Chardonnay als aromatisch schwer zu fassen dar. Sein Spektrum reicht, je nach Ausbau, von Himbeeraromen über Tabak, Vanille, tropische Früchte und Pfirsicharomen zu reifen Tomaten, Tee und Blütendüften.

Wenn man Chardonnay von jungen Rebstöcken erntet, wie in Italien üblich, und dabei noch von den hohen Erträgen profitiert, die die Rebsorte mühelos bringt, wird er wäßrig, dünn und fast neutral. Einfacher Chardonnay ist ein so überflüssiger wie säuerlich dünner, an grüne Äpfel und Melonen erinnernder Saufwein, der den Markt in schier unerschöpflicher Menge zu überschwemmen scheint.

Dagegen können niedrige Erträge von erstklassigen Lagen auf basischen Böden (Kalk), die gesunde Säure mit optimalem pH-Wert aus präzise reif gelesenen Trauben besitzen, durch eine sich souverän zurücknehmende Kellertechnik großartige, eindrückliche Chardonnays begeisternder Individualität hervorbringen, die sich über Jahrzehnte zu unerreichter Grandezza rarer Komplexität entwickeln. 

 

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Vorübergehend nicht verfügbar.
je Flasche à 0.75l / 37,33 €/L
inkl. MwSt. / zzgl. Versand
USA - Santa Barbara
weissChardonnay
Langsam
6er Karton
Art-Nr. CAL08106
Inhalt 0.75l
Alkohol: 13,5 Vol %
Trinkbar ab: sofort
Optimale Reife: - 2020+
Restzucker: 1 g/l
Anbau: Naturnah
Ausbau: gebr. Barrique
Boden: Urgestein (Basalt)
Besonderes: Unfiltriert, ungeschönt
Dekantieren: Ja
Vergärung: Wilde Hefe (spontan)
Verschlussart: Naturkork
Biogene Amine: Nein
pH-Wert: 3,55
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